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Erwiderung auf Hrn. G. Tammann's Bemerkung

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24. Erwideruny auf Hrw. G. Tammann-’s
Rernerkzcrbgl); vom A d o l f W e y d w e i l l e r .
Hrn. T a m m a n 11’s ErklLungsversuch meiner Beobachtung
uber den continuirlichen Uebergang des festen in das flussige
Menthol scheint mir nicht zutreffend. Nach ihm ware die Erscheinung nur durch Verunreinigung bedingt, und es handelte
sich um einen Gleichgewichtszustand zwischen der reinen festen
und der verunreinigten fliissigen Phase. Nun tritt aber die
Erscheinung gleicherweise bei Material auf, wie es aus der
Fabrik (von K a h l b a u m ) bezogen ist, wie auch bei solchem,
das durch oftmaliges Ausfrieren gereinigt ist. Ferner bleibt
bei dem Versuch, wie ich ihn anstellte, der bei weitem grokte
Theil der Substanz in der an die Capillare angeblasenen Erweiterung fliissig, nnd der in der engen Capillare enthaltene,
zur Beobachtung benutzte Theil muss bei dem oft wiederholten
Schmelzen und langsamen, gegen die Erweiterung zu fortschreitenden Wiedererstarren sich von selbst reinigen , da die
gelosten Verunreinigungen dabei in die Erweiterung getrieben
werden und nur ausserst langsam durch Diffusion in die Capjllare zuruckgelangen konnen. Endlich ist aber auch nicht
einzusehen, wie durch Auflosen fremder Substanzen in der
fliissigen Phase die Oberflachenspannung zwischen dieser und
der festen Phase, d. h. die vorher deutlich sichtbare, scharfe
Grenzflache zwischen beiden verschwinden soll. Das war aber
meine Beobachtung, und wenn deren Wiederholung Hrn. T a m m a n n nicht gelungen ist, so kann das nicht an der grosseren
Reinheit des Materiales liegen. Wenn er ferner Erscheinungen
beobachtet hat, auf die seine Erklarung anwendbar ist, so
sind clieselben jedenfalls anderer Art, als die von mir beschriebene.
Hrn. T a m m a n n ’ s werthvolle Feststellung der Schmelzdruckcurven fiir eine Anzahl von Substanzen liefert, ebenso
~
1)
G. T a m r n a n n , Wied. Ann. 66. p.
496. 1898.
Erwiderung auf Hrn. G . Tammann’s Bemerkung.
1195
wie die von Hrn. K. Alack]), eine erwiinschte Bestatiguiig
meiner Darlegung der beziiglichen Verhaltnisse und eine weitere
Widerlegung der Damien’schen und -Demerliac’schen Versuche, indess glaube ich nicht, dass sie Hrn. T a m m a n n ’ s
Ansichten beweisen.
Die von demselben vorgebrachten Griinde gegen die
Existenz eines fest-fliissigen kritischen Zustandes und gegen
die Moglichkeit eines continuirlichen Ueberganges aus dem
festen in den fliissigen Zustand sind nicht einwandfrei, und in
seine theoretischen Ableihngen auf p. 493 und 494 a. a. 0.
haben sich Irrthiimer eingeschlichen. Bei Ableitung der Gleichung (3) ist ausser den Compressionswarmen die aussere
Arbeit beim Schmelzen unter Druck vernachlassigt, die von
derselben Grossenordnung ist, wie die beriicksichtigten Grossen ;
Gleichung ( 4 ) ist bekanntlich schon fur den Yerdampfungsvorgang ungenau , auf den Schmelzvorgang iiberhaupt nicht
anwendbar etc.
Zum Schluss mochte ich noch darauf hinweisen, dass
Hr. D a h m s bereits vor mir zwei Modificationen des festen
Menthols beobachtet hat2), morauf er mich freundlichst aufmerksam machte; doch kann ich ihm nicht darin beipflichten,
wenn er die eine (instabile) Modification fur colloidal halt;
bei meinen Beobachtungen wenigstens zeigten beide Nodificationen deutlich krystalliuische Eigenschaften.
B r e s l a u , November 1898.
1) E. Mack, Compt. rend. 127. p. 361. 1898.
A. D a h m s , Wied. Ann. 54. p. 513. 1895.
?)
(Eingegangen 16. November 1898.:
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erwiderung, bemerkungen, auf, tammann, hrn
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