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Etwas ber die Zusammensetzung der Oberharzer Bleisteine.

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271
XII. Etwns iibcr die Zusammensiizung clw Oberharzer Bkisteinc; Qon 5%. Bodernann in
Clazrstlial.
D i e s e Bleisteine sind ein Zwischenproduct, welches sich
regelmgtig bei der Zersetzung des Bleiglanzes durch Granulireisen oder eisenhaltige Kbrper erzeugt. Es zeigt eineu etwas variirenden Bleigehalt , und man beobachtet
iiicht cben sehr selten aiif der Unterfllche der Bleisteinscheibeii Krystallbildungen. Die fufseren Umstande, untcr denen diese Krystalle sich bilden, sind dem Haner
Htitteiiinanne vollstludig bekanut, und ich will bier nur
bemerken, dafs mir kein krystallisirter Bleistein bekannt
geworden ist, von dem dic lnetallurgische Probe untcr
5 0 Pftind Dlei im Centner angegeben hltte.
Vorziigsweisc hsufig finden sich diese Krystalle im.
l3leistcine der Lautenthaler Hiitte, welcher gewbhnlich
etwcts bleircicher, als der auf den iibrigeii Hiitten gchalten wird; danh noch beim Aiisschiireii der Oefen, wobei
ninn .hiiufig eine aufsergewbhnlicli grofse Menge bleiisclier
Zusatze mit rerschmilzt. Die Krystalle sind 2011 und
dariiber lang, abcr cs ist uumOglich auch nur zu bestimmen, zu nelchem Krystallsysteme ihre Form gehdrt. Ilire
Bildung erfolgt jcdesmal in zieiiilich kurzer Zcit aus einer brciigen, tcigigcn Masse, die roth gliiht und init der
atniospharisclicn Liift in Beriihrung steht. Die Krystalle,
welche iin Inueren einen mehr oder weniger rcgclmati:en Bliitterdurcligang und vollkommenen Metallglnnz zeisen, sind auf der Oberfllclie rauh und oxydirt. Auf dem
ersten Anblick scheiucn sic RhoinboCdcr zu seyn, bei
niiherer Besichtigung aber zcigeu sich einspringende Wiulie1 und uuvollstiindige Fliichenausbilduiigcn ' ). Ich habe
1 ) Die Krjstalle
dcr Bleisteioe, welclrc mir I I r .
B o d e m a n o mitiheiltc,
272
die Analyse von mehreren Oberhaner Bleisteinen in der
Hoffnung unternommen , ein bcstimmtes Verhgltnifs in
den Bestandtheilen dcr Krystalle aufzufinden. Das Nachfolgende wird zeigen, dafs eben so wenig, jedoch nach
dein Ausfalle der Analysen der Krystalle, diese eine reine
clieinische Vcrbindung sind, ills, wie icli friiher gefunden
hatte, der dcrbe Bleistcin es ist.
Die Blcistcine wurden vor der Analyse, von ihrer
orydirten Oberflache befreit , welches sich leicht durch
Abschaben mit eiiiem Messer thun liefs. Ihre Farbe auf
dem frkchen Bruche ist bleigrau, bci geringem Bleigehalte in's Gel bliche ziehend.
Die Analysen I , 2 und 3 stellte ich im Laboratorio des Hrn. H. R o s e an, es geschah die Zersetzung
hierbei durch Chlorgas, wobei des nur geringen Antimongehaltes wcgen keine Weinsteinsaure in der vorgeschlagenen Fllissigkeit angewandt murde. Die weitere
Trennung der Bestandtheile geschah nach den gewohnlichen Methoden.
Die vier Aiialysen, 4 bis 7 incl., wurden vor einigen Jahren von Hrn. B r U e l aus Hannover ebenfalls im
Laboratorio des Hrn. Prof. H. R o s e angestellt. Auf
meine Bitte erliielt ich von dieseln rneinem Freunde das
Resultat dieser Analysen, als icb die meineq beendigt
hatte, mit der Erlaubnifs solche bier benutzen zu k6nnen.' Er theilte mir dabei mit, dafs er in allen Bleisteinen,
sind offenbar H c d d e r , die mit einer ihrcr Eckcn aufgewadrscn vorkommen. Sic sind dab& aus Iautcr puterst kleioen Hexai.dern oft
nicht ganz regelm5fsig ruaammengecetst, wodurch ihre FISclrcn rauh
und in der Mittc wie eingedrcickt, ruch ihre uberen Ecken spitz, \vie
die POP spitzcn Rliombddern erscheinen. Die Krystalle sind indusen sehr vollknmmen parallel ihnn Flichcn spaltbar, und wiewolll
die Spaltungsflkhen durch cine Menge kleiner H6trlungen unterbrochen sind, so lasren dch doch ihre Winkel noch mit ziemlicher Genruigkeit bwtimmen; daher iiber die BuehalTenlieit der Form selbrt
kein Zweifel bleiben kann. Form und Spdtbukeit i5t demnach ganz
G. Rose.
diuclbe wie bcim Bleiglam.
273
nen, aufser den angegebenen Bestandtheilen, auch eineii
Kohlengehalt beobachtet habe, und dafs er seine Arbeit
uicht bekannt gemacht, weil es ihm nicht gut gelungen
sey, den Kohlenstoff quantitativ zu bestimmen.
Die Analysen 8 bis 11 von derben Bleisteinen wurden friiber von mir angestellt, und sind No. 9 bis 11
bereits zu einein anderen Zwecke iin Eislebener Bergwerksfreunde, Bd. I11 No. 3, k u n erwalint. Es befindet sich daselbst auch Bd. 111 No. 19 eine Notiz, aus
melcher erhellt, daL all. Bleisteiue, deren Analyse hier
lnitgetheilt wird , cine Spur Wisinuth enthaltcn miissen,
zu geringe jedoch, um durch die Analyso quantitativ bestimlnt werden zu kiinuen.
Bei diesen letztcn vier Analysen wurde Kbnigswasser zur Zersetzung angewcndet, was jedoch weniger vortlieilhaft ist, sowohl bei der Zersetzung selbst, als auch
bei der weiteren Zerlegung.
In der nachfolgenden tabellarischen Uebersicht giebt
Columne I die in 100 Theilen gefundenen Gehalte an;
in den drei anderen Rcihen habe ich versucht den gefuiidenen Schwefelgehalt nach drci verchiedenen Annahmen uiitcr die gefiindeneii Bestandtheile zu vertheilen.
Gemeinschaftlich fur alle drei Heihen ist angenommen, dafs das gefundcne Antiiuon, Kupfer, Zink, Silber
uud Arsenik sich in den Bleisteinen verbundcn mit Schwe,)I
I
8
fel befinde als folgende Schweflungsslufen: Sb, Cu, Zn,
I
PI
Ag und As.
Obgleich ich es ffir eben so wahrscbeinlich baltc,
d a t Antiinon und Arsenik in diesen Bleisteinen gegen
die iibrigen Metalle, wenigstens init einer gewissen Menge
ibres Gehaltes, eine Bhnliche Holle Ubernehinen, wie sie
der Schwefel gegen solche spielt: so habe ich doch, da
znr Zeit keine sicheren Beweise dafiir vonubringen stehen, obige Annahme vorgezogen, zumal da die geringe
Menge. desselben an dem Gesammtausdrucke wenig Hndert.
Poggendoflr AonaL
Bd. L1V.
18
274
Bei der zweiten Reihe ist nun auterdem berechnet,
wie vie1 das gefundene Blei und Eisen an Schwefel erI
I
fordert, damit die Schwefelungsstufen Pb und F e entste.
hen; in der dritten Reihe sind die Schwefelmengen angegeben, welche erforderlich sind, wenn Blei und Eisen
I
I
als
Pb und Fe gedacht werden, und in der letzten die
I 8
ndthigen Schwefelmengen, urn Blei und Eisen als Pb
I
und Fe ansehen zu kdnnen.
Gefundene Gehrlte.
Berechnete Schwefelmengen auf die gefundenen Metalle, wenn man in den Bleisteiuen annimmt:
?bFe
Pbie
PbFe
1) Bleistein in grofsen Krystallen, auf Lautenthaler
Hiittc vor etwa einein halben Jahre gefallen.
Blei
59,33
461
9,22
9,22
Eisen
l9,60
11,64
5,81 11,64
Kupfer
1,lO
0,’LS
0,28
0,28
Zink
0,17
0,08
0,08
0,OS
0,03
0,05
0,05
Antimon
0,13
-Im Ctr. einige Lolhe 16,66 15,44 21,27
SiIber
Schwefel
18,92
99,23.
2 ) Derber Bleistein von demselben Stiicke, auf dessen
Oberfllche sich die unter I angegebenen Krystalle
ausgeschieden hatten.
Blei
53,31
4,12
8,28
8,28
2136
12,78
Eisen
6,39
12,’iS
0,06
0,06
0,06
Kupfer
0,23
Zink
2,21
1,12
1,12
1,12
q14
0,l.l
0,I.i
0,38
hntimon
SiIber
Einige Lothe im Ctr. 1422 l.5,99
22,SS
Schwefel
19,33
97,05.
--
275
Gehalt:
ibke
6bFe
Pbbe
3) Bleistein in grofsen Krystallen, auf der Lautenthaler
Hiitte vor einigen Jahren gefallen.
Xlei
65,78
Eisen
13,03
Kupfer
1,15
Zink
0,67
Antiinon
0,lS
Silber
Einige Loth im Ctr.
Schwefel
17,27
98,08.
5,11
7,91
0,29
0,33
0,07
13,51
10,20
3,8G
0,29
0,33
0,07
14,55
10,20
7,91
0,29
033
OjJ7
IS,g0-
-
,4 ) K rystallisirter Bleistein vou der Lautentlialer Hutte.
( R r tic 1.)
Blci
Eisen
Kuyfer
Zink
Antiinon
Silber
Schwefel
60,690
20,336
0,487
0,530
0,362
0,110
16,602
472
12,17
9,43
9,13
6,03
12,17
(412
0,27
0,l.i
0,001
0,12
0,27
0,27
0,ld
0,14
0,001 0,001
17,421 15,992
0,12
22,131
98,955.
5 ) Krystallisirter Bleistein von der Clausthaler Hiilte.
(Rriicl.)
Blci
Eisen
Kupfer
Zink
Antirnon
Silber
Schwefel
73,346
9,814
0,396
0,198
0,397
0,116
15,338
99,605.
5,70
11,39 11,39
2,91
5,82
5,82
410
0,lO
0,lO
0,09
0,09
0,09
0,15
0,15
0,15
0,001 0,001 0,001
11,861 14,641 17,551
18 *
276
GeAalt:
6bke
db$e
Gbie
6 ) Bleistein oder Kupferstein von der Clausthaler
Hiitte, beim Rbsten des Bleisteins vom dritteu Durch-
stechen 1836 erzeugt. Blattrige Textur; Grbbe der
Blatter bis einen Zoll quadrat, (Briiel.)
Blei
43,07
3,35
6,69
6,69
Eisen
8,03
4,76
2,38
4,76
Kupfer
30,66
7,74
7,74
7,74
Antimou
0,74
0,27
0,27
0,27
Silber
0,La -0,002
0,002
0,002
Schwefel
17,12
16,122
17,082
19,462
99,54.
7 ) Bleistein vom Rastofenschmelzen, Clausthaler Hiitte
1836; porbs. (Briiel.)
Blei
13,65
1,06
2,12
2,12
Eisen
63,14
3745
18,72
3749
0,22
0,22
422
095s
Kupfer
Antimon
0,13
0,05
0.05
0,05
0,03
0,oo
Silber
0,OO
0,oo
Schwefel
22,Ol
3!3,78
21,11
39,8t
Y9,W
8 ) Derber Bleistein von Andreasberger Hiitte, bei bleireiclier Bescbickung vor etwa einern Jahrc gefalleo.
36,68
2,76
5,53
5,53
Blei
Eisen
31,55
18,29
9,35
18,29
Kupfer
3,79
0,96
0,96
0,96
Antimon
1,49
0,511
0,54
0,54
Arsenik
I ,07
0,4 5
0,45
0,15
nlangan und
0,25
0, ?
?
?
Nickel
Silber
0,117
0,001
0.00
1
0,oo
L
-.-Schwefel
23,97
23,001
16,631
23,771
97,9 17.
Aurserdeln eine geringe, dew Gewicbtc nach nocli
nicht bestimlate, Menge Titau.
277
Gehali:
ibie
$b$e
ibFe
9) Bleistein von der Clausthaler Hutte; 1836 beim letzten Durchstecben gefallen; derb und lgemengt aus
bleigrauen und rothlich bleigrauen KOmern.
4,98
498
Blei
32,06
2,49
4,oo
8,O1
8,Ol
Eisen
13,50
8,64
8,64
34,Ol
8,64
Kupfer
0,99
0,99'
499
2,67
Antimon
0,OO
Silber
0,071
0,oo
0,Oo
Schwefel
15,55
20,13
18,s1
22,62
97,861.
10) Derber Bleistein vom Rastofenschmelzen; November 1839 auf der Clausthaler HUtte gefallen.
Blei
Eisen
Kupfer
Antimon
Silber
Schwefel
8,26
58,OO
0,90
2,40
0,64
34,40
0,23
1,28
17,19
0,23
0,89
0,89
0,oo
-19,59
0,0205 0,oo
31,38
36,16
1,28
3440
423
0,89
0,oo
36,80
100,9605.
11 ) Derber Bleistein, bei gewbhnlicher Arbeit September 1839 auf der Clausthaler Hiitte gefallen.
Blei
41,50
3,22
6,45
6,45
Eisen
3405
20,21
10,33
20,21
Kupfer
0,36
0,09
0,09
0,09
Antimon
0,25
0,66
0,25
0,25
Silber
0,117 --0.001
0.00
1
0.001
Schwefcl
23,82
23,771
17,121
27,001
100,507.
Es zeigt sich nach dieser Uebersicht, dafs der durch
die Analyse gefundene Schwefelgehalt durcbgangig bei
allen Bleisteinen zu geringe ist, um Blei und Eisen als
,
die Sulfurete Pb und Fe in ihnen zusammen vorkom1
278
inend annchmen zu kiinnen, dafs er dagegeo zu groL
ist, uin die Untersulfurete @b und $e als zusainmen die
Bleisteine bildend betrachtcn zu diirfen.
Weder das Resultat der Analysen noch die Ums t h d e , unter denen sich diese Bleistcine beim Scbmelzprocesse bilden, entscheiden, ob man neben Yb das von
I
A r f v e d s o n beschriebene Eisenuntersulfuret Fe, oder
I
neben Fe das von B r e d b e r g beschriebene BleiunterI
siilfuret Pb (oder viclleicht auch Pb' S) anzunehmen
hnbe. Miiglich ist e6 auch, dafs neben den Sulfureteu
,
I
I
I
Pb und Fe, beide Untersulfurete P b und Fe in unbestiininten Verhaltnissen innig zusammengescblnolzcn in den
Bleisteinen vorhandcn sind.
Mail erkennt wedcr in den Krystallen noch in den
derbeii Stiicken (ausgenommen No. 9 ) mit bewaffneten
Augen ein Gemenge.
Durch ein Umschrnelzcn und langsames Krystallisiren der auf den Hutten gebildeten Krystalle ist es vielleicht inirglich iiber die wahre Zusalninensetzung derselben nalicrcn Aufschlufs zu erhaltcn; und es ist viclleicht
die Kraft, mit welcher Eisen, IJlei und Scbwefel zu einer krystallisirbareii chemischen Vcrbindung zusammentreten zu kbnnen scheinen, cine dcr Ursachen, welche
verhindern, dafs selbst bei grofseln UeberschuL von Eisen aus dem BIeiglanze ein bleifreier Stein gewonnen
merden kann.
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