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Etwas von Sonnenflecken.

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E
417
1
VII.
Etwas von Sonnen$eclen.
Frei aasgezopen #us Bemerkuagen
des Herro
P i c t e L in Gcnf,.
ron G i l b e r t .
D a f s das Erfcheioen einiger grofier Sonoenflecke
wahrend des diesjihrigen, ungewohnlich kalteo u n d
regniqten Sornrners (fchrieb H e r r Pictet im JuIi
1816 in der Bill. unio.) blos zufillig war, beweilt
fich [chon daraus, daL wPhrend wir im mittagliclieii und abendlichen Europa NdIe und Kclte hatten, man in Kufsland uber Hitze und aufserordentlithe Diirre klagte; und ein Schiffer, der am 2 3 . J ~ 1i in Delfshaven einlief, erziihlte, whhrend der acht
TVochen, dafs e r die See gehalten habe e r auch
nicht einen Tropfen Kegen, fondern tiglich driikkende Hitze gehabt *). ES fcheint daher in dieIem
Jahre bisher blos das gewohnliche Gleichgewicht in.
der Verthcilung der Ternperatur und dea Regens
uber unfern Erdtheil gefehlt zu haben; den Run'en
&l&n die Soone urn lo vie1 heil)ler, a h fie uos ki&'
ter diinktel und was wir zu vie1 a n Regen gehabt
haben, fehlte auf dem Meere.
,
*) Jooro. gdniral dc I+&nce 3r. A& r8c6.
I 418 Y
Die Sonnenflecken find zwar e r n feit der Er?
findung der Eernrohre bemerkt worden, docb giebt
eo zu Zeiten To grofse, dafs man fie mit blohen Augen durch ein fchwarz angelaufeue~Glas wahrnehmen kann. Ea hat relir.heirse Sommer rnit vielen,
u n d lehr kolte W i n t e r mit g a r keinen Sonnenflekken gegeben. I n den beidcn Jahren 1779 und 1795
zeigten fich Flecken, die mittelft nhonomifchcr knRrumente gernen'en, einen DurchmeKer von 3G00
his 7200 geogr. Meileh hatten, indefs der Durchmelrer dcr Erde nur 1720 geogr. Meilen betriigt;
und irn J. 1791 wurde ein Sonnenflcck beobachtei,
der 20 Ma1 grofser als die ganze Obcrflache (7) der
E r d e war,und es zeigten Iich 5ogrorsc und kleine zu
gleicher Zeit.
Die Sornmer diefer Jahre maren
nicht minder warm als gewobnlich.
Umgekehrt
Waren i n den fehr fruchtbaren Jahren 1718, 1719,
1761 und 1783 die Sonnenflecten hgufigj i n dern
letztern einem beriihmten Weinjalire herrfchte
der bekannte durre Heiderauch iiber ganz Europo,
d e r gleich n i c h dem Erdbeben von Cakbrien
eiotra t.
Einer rneiner Bekannten der eia eifriger
Freund derAltronomie ili, und fich i m vorigen Jahr e auf feinem Lnodgute zu Beaulieu bei Rolle ein
kleines Obfeivatorium eingerichtet hatte, H e r r
E y n 3rd der Aeltere , beobachtete dort auf meine
Einla&ing, als erfien GegenRand feioer Befchiftigung, die Sonnenflecken, wozu e r fich e k e s i n Paris verfertigten pardlactilichen Inltrumenb bedien-
,
,
,
t 419 1
te, das ganz *it d e r in deraibl. 6rit. t. 17. bsfchrier
benen Art -van Aeqtlntorinle meiner Infirurnenten,
Semmlung ubereinfiimmt. Uas Faden- Micrometer
mi&Schrauben hatte H e r r G o u r d o n in Genf, nach
1\1dker meinee ‘l’roughton’lchen gemache DioTes
Inlirument i R PufserA bequem zur geneuen Befiirrtmung der Unterfchiede; in der gernden Auffieigung
und Abweictiung von Gegenfiinden am Yirnmel;
die ficb zugleich oder knrz n r c h einander in dent
Felde des Gefichtskreires des Pernrohrs finden konnew, dw etwas grofser nls der Icheinbare Uurchmemecder Sonne iR.
Die Scheinbare Bahn eines Fleckens auf der Sonnenrcheibc ilt im Allgemeinen eine der ELliple ziernq
lich ahnliche krumme Lioie, jedoch nach .der Jahrw
zeit etwas verrchieden gefialtet.
Wiihrend, unfers
Sornmers uod Friihliogs liegt die hohle Seite d e r
krummlinigen Bahn nach dem Nordpole der Eklipt i t zu ; Ende 1Mai’s uod Anfang Juni’s fchem6n.die
Flocken i n geraden Linieu uber die Soamnlkheibe
hinzulaufen; rpaterhin liegt die hohle Seite ihrep
Bahn nach dem Siidpol .der Ekliptik zu. . Bis in
Anfang Septembers wird die Ocffnung dierer Ellip3
feusrtigenLinie imrner grofser, dann nimmt fie ab,
und im December erfcheint die Bahn der Sonnenflecken wieder als eine gerpde Lioie.
Es gehen ungefihr 1 4 ‘rage darauf hin j wenu
ein Flecken die gnnze Sonnenfcheibe. von.&m OiRlii
chen bis zu dem wefilichen. Raadc durchlinfb
Manchmal erfcheiat.m. dann nach ‘dinemgleiched
,
..
€
420
3
Eeitraarn alfi oltfichen Ratrdewieder, wghreml deffen er dte-van uns abgewendete Rilfte dcs GonnenIrorpers 'durchlaoftm hat.
Die ganze fc'chetnbhre'
Urnlauf&eit einksSonrienfl erken iA ungefjhr 272 'Pub
ge. Zieht'rnan davon das ab, mils auf die V e r b
derung de$ Statides der Erde, die nach derl'elberi
R i c h t u n p a m die Sonne Iiiuft, wlhrend dieier Ze;t
korhmt; fd findet lich die wahre UmIauFszeit d e r
Sonne. Sie hetrigt ungefihr 25; Tage.
In Pig. 6. nuf 'l'nf. V. lind die Beobachtungexr
cines und deflelben Sonnenflechs, ivelchcn Hr. E yn a r d i m vorigen Jahre ( 1815) wahrend vier abf
einnnder fdgenden Umdrehungen der Sonne wahrgenommen hat, To dargelteilt, wie fie fich in dern n h o mmirchen Eernrohr zeigten, a l l 0 umgekehrt, fo
dafs Oft! rechterhand, W e l t linkerhand, Nord unten uab Sud ohen crrcheint. Jede d e r vier rcheinbaren Bahnen deITelben iTt anders punktirt. A ilt
&neBahn mihrend der erRen Umdrehung derSonne,.uad a die Stelle, wo ihn Herr Eynord zum erfien Ma1 wahrnehm, am 29. Septemb. urn g 1T:I8/
Morgens; er war beinahe rund und hatte4gJJ,8 im
Durchmdnkr. N o c h beobachtete er ihn 7 Ma], bis
derFletk:a&4.okt. urn 3 U. io'Nachmitt., iiahe am
W e h a n d e der S o m e ve'rfchwand. Bei feinem W i e dererkheinen durchlief e r die Bahn B, welche hein a h a geradliuig ifi; e r wurdo in ihr zuerft in 6 beobachtety,und d a m am& 7 Mak a a den i n der Figur
aogegebenen Stellea. Bei dam dritten Wiedererfcheinen WYPPC die Bahn dieks Flecks, c die Stelle
c
421
1
der erfien BeQbach.~~nb.,de~elben
in .jhr,, nach w e k
cber noch 6 a11 sadeiw Stellen gemacht wurdei$ die
letzteiarn 97. November urn 1 U. 45',Nachmittagt1.
13.:0&
PJach den, vierten \%'ieder-Erfcheiuen
cember um g U. 20' in d , bel'chrieb der N e c k die
B a h s ,D, itr welcher er a n deli 13 verl'c&iedenen
Stellcn heobactitet wurde, welche die Pigur ongicbk
Zygleich &ht marl in diefer Zeichnung. die, Yrojeationen der Sonnenoxe in deu Lageu, welche fie,
V O I I dei Erde pus gcfehen, wahreud d e r L., 2., 3.
urld.4. Urndiehung tialte.
D i e Kreire on deu bei.
den Enden find die Projectionen der Soanenpole.
Fig?7.. il? eine genaue A l b i l d u n g eines Sonnend
flecks, welchen HI-. Eyriard a m 25. Jao. r 6 i 6 , b e o b
gclitet hat. Wie fnRalIe Flecken, To war auch diefer mit qiner A r t von Halbkhatten umgebeu, run&
urn wclchen Gcli eiri Lichtlaum zeigle (wie man ihn
auch andere Male bemerkt h o t ) d e r heller als der
iibrige Sonnenkorper war. Eine Kugel To grofs ols
die Erde in demfclben Abltdnde von uns a h diefer
Fleck, wiirde lich ouf der YotineriI'cheibe uns nicht
grorser , a h G projicirt lioheii; der Fleck war a l f s
mclir als 6 Mol To grors sls diefe Projection.
Uie
rclieiubare Griifsc der Sonneprchcihe nach demfelben Maafsliabe gezeiclinet, wtirde ein Kreis VOD
1 A 201110 Linien DurchrneITer feyn.
H e r r Eynard
fand folgeude Durchmen'cr:
I
grofster der Flecks und Hslbfchrtteor
08
45",9
groliter der Kerur
0
32",S
k1einfi.r dzr Kcrw
a
ia Bogen
d ' , M unse&
[
490
3
Rechnetman hiernach fur den mittlero UurchmeDTer
PlesKeroe a7&,4, To betruge der wahre Uurchmelrttr
deKe1beo 6470 geogr. Meilen, die Oberflache des
Elecks war alfo ii& Ma1 To groG als die Oberfliiche
d e r Erde
Fig. 8. zeigr nach eben dem Maafs'sRabe eine geaaue Abbildung von 5 Flecken, die Gch am 6. JuIi
i81G tugleich in der Soone zeigten, alfo ebenfalls
f i r eind Sonnesl'cheibe r o n nshe I Furs DurchmefTer. Xoch ein l'echlter Fleck, der hier nicht mit
abgebildet ilt,' befmd Ech nahe am Rande der Sonne. Nach Herrn Eynard's Herechnung betrug die
OberGche des Fleckens a &&,von dersonnenfcheibe. Mehr Licht 01s etwas iiber
wiirde alro durch
die Gegenwart diefes E.leckens der Erde nicht entzogen, daher man Iich wegen der Sonnenfiecken und
ihrer'vermeinten nachtheiligen Wirkung ';luf die
Erde vollig beruhigen kann. A m 6. Juli urn 10 U.
15' Morgens liand d i e k Flecken o von dern ofilichen Sonnenrande ah urn 14' 57//,von dem nordlichen urn 1Sfrr3*'. Die Flecken B, c, d, e hefanden
fich mit deml'elben in einer dem Sonnen-Aequotor
parallelen Zoue yon einer LZagr von 5', oder von
ungefihr a des Sonnen- DurchmeEers. Es betrugea
des Fleckens a UurchmelTer in Bogen:
*).
') Da der mittlere Du:chrnr& der Fleck8 33 Ma1 pr6Ler alr'
doc der Erde war, To war k i n e Oberflfche nur 3 Ma1 g r i b
t c r ala die der Erdkorpcrs, aber Ia Ma1 gr6L.r alr drr Inhalt rbcr griilhur &e&bcibr
dor Erdr, Cilb.
E
9
8
423
1
:dalKerer andl Hrlbfcllrttrnr grbttei’i* 9’;
kleinR& 1’ 0’8
:de).dcrdr griX#wr’., : . I .
-@ 37”;~ein1iet o*l+
8
Kern. hnd Sehstten hatten eimn 4 Ma1 grSBerd
I)atehme0rerols die firde, ihrei Oberfla’chc war al!
Ib +eiligftens i6 Mnf Ib grofs als die der.Erde \ *).
‘1 ,!) ,;E&
haf-2, fiigt H e r r Eynard hinzu, im Mit-
td
tft1s.9 verkhikdendn Beobschtuogen gefunden,
d a 6 eia PIeCk nsch EinemUmlouf urn die Sonne, id
Beziehung auFdie Erde* r e h e erlie L a g e iu 27
7 S t . I M. wieder anoirnrnt, wornus fur die Sonne
ehe, Urndrehungszeit von n5”f‘; 9 S t . 26 M: folgt.
ESgeLtn Beides’aa:
’r
CalTini ‘27T.
1 2 % 10‘
Lalantle a7
Biot
27
7
7
IZ
lch
7
I
27
33
nnd diT.
25
14st.
84
10
0
25
g
35
g
36
36
A u r ihren ubereiofiimmenden Umlaufszeiten IXst
fich lchliefsen, dars diel’e Flecken dem Sonnenkorper
ddlriiriren.
mogen nun, \vie H e f cc h e 1 meint,
die Sonneofleckcn Gipfel voii Gebirgen des felten
u n d dunkeln Kerns der Sonne k y n , von welchen
dann und wann die leuchteade Atmolphire derSonne Iich fortzieht, und deren Anblick UIIS d a n n verJiattet iR: oder es mag, wie H e r r L a P l a c e verm u f h e t , der Sonnenkorpcr relhlt brenned, nnd es
mijgen die Flecken ungelieure Kroter r e p , aus denen I;euer und Kauch ausgeworfcn werden: immer
[
424 ]
fehe ich keinen Grund ab, aanuu Jurch fiatdie
LichtmoII'e verrnindert werden folltu. Herfcckel's
Hypoihcfe zu Eolge, wiirde b e i q Dyachbrechen eines Gebirgriickens h r c h die leuchtencle Fliifigkeit
d i e k blos a n andernStellen verdicbtst werden;,umb
die E'euerltrorne, welche nach La Place aus den
Kratern der Somenflecken hervorbrechen, mGf*
ten aiclit blos eine iihnliche Wiirkuog: haben, fondern das Sonnenlicht felbli noch verltiirkenu *).
Seitdem. dic
a
HH. Pictot uod. E p a r d dicfe4 .Tchriehcn,
U&
dirzuthuu, d a b die Sonneuneckcn urns nicht. Warms .entried
,
hen, (wie ce d a h a l s hiefs,) Echeint Gcb Einigen welchr
deu6cLe Zeitungen m.it Witterungi - P;ebbnchtungeu verfehen,
cine saut avdere Meinung von der rneteorolo~ifcelonW~l-kung
nnd Macht der Souneiifleckeii bcmac1i;igt zu Iiiibcn, wie aus
Folgendem erhcllt, wclchei ich aua dcr fchflzbaren' Allgem.
%tUiig, .34.Frhr. 18~8,entleh~te:.
,,Die M u n c h e r Zeitung enthilt folgetide Bemerkoogcu
f i l e r die Wittcruog diefes Winters.
,,Zu Ende des Sominers hattcn wir keine Aeqiiiuoktial- Stiiriire, und fchon i m
..
September gab es d k i r erceGrr rothe ALend -Diinoierund
gen; fo dJfs,.wo klas Roth in die HimrnclrblSuc iibcrging,
dcr A i m i d oft arrfStrecken von 5fi0 ,an, grun Sefarbt war,
w e k h a Phbocueu eioer Abeiidgruna Iicb i n den folgcndeu
blonaten cinigs Male wiederholte.
Zwil'clien dem I.. und 1. Nor. IJ UIir Nachtr fand nach
dtr Brobachlung des Dr. Gruithnfen , der in uufcrer Gc;end
feltene Lijchfie Barometerfiand 27 Z d l <5'Linien, nnd a u
9. DecsMittags der niadrigfie zu 152011 $&Linien S t a t t i - Der EriifsteTemperrtnrwechfel war Eudc Dee. j n p l 17. Dec.
90, den Morgen
nm 1 a Ulir Rand dam Thermometer auf
-
b a r f fir8 aa in Folgu riuw liurmartigea SirokliowiPdcr
c
425
1
auf a, wonach der dabei fallendc Schrree fchmolz, End den
+
ag. Nachtr I O U h r liand er airf -12e."
,,Den im DurcLfclinitt ungewiihnlich narmen W i n t e r haben wir zum T t e i l der Seltenheit der N o r d - und NordwefiW i n d e , z u m Tlreil den .vieleir Sonnenf7ecken zu danken ;
a n d waren oicbt voin I z . ' l i s
16.
diefeshlonala n e u e s o n n e n -
flecken der griifstrir A r t da g e w d c n , wir hatten bei den da-
mals faft Riirmirch iiber die Sibirirchen Steppeu her wehenden Winden cine Kalte bekommen, welche der iltefie brafin
nicht d e b t haben m i i h . Dudurch wurden die letztern auh e r 8 fcbiinen und angeiiehzaen Tage erzeuyt.
Lerbfilichen Aequinoctialfiiirrne
Allein fur d i e
diirfeii wir iiLne. Bedenlien
die i m TudlicLen hwolrl als uiirdlichen Driiifdland fiat1 gefundeoen bel'tigeu , a u vielen Orten vrrlieerendrn Slurma
zstikhen dem I!;. und 11). Jan. 1. J. aureclincn.
U n d in To
fern haben Gch iin ge~enwirtigelrIVinter d i e fcblenden Sttirme bezalrlt.'Lb
,,W i r
hntteu zwar niitielnrjliig Sclriiee
fclrlechter W e t t e r ,
, abcr
doch vie1
und die warme gelii~tleWitterung war
fo zufillig ala d i e Sonnenflecken, wotlurcb fie srzeugt wurL
de. DergeTtalt , t l a L wir zwn'nr einen uqewiihnlicben ,abcr
i m Durchrclinitt doch einen folchcn V i u t e r hatteu
, welcher
in, Wefentliclico auf d a r komtnenlle FruLjalir etwas K i l t e
u n d Aprilwitterung , a u f den. zukiinftigeu Somtner aber gar
nichts k h u l d i g I;eblit.brn i k "
SO wei der Zcrtungrbcricht.
Ci1bert.
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