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Faser- und Spinnstoffe im Jahre 1911.

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rind, n u r a I l e d r e i J a h r e Urlaub zu einer Informationsreise erhalten. und zwar dann auch n u r
s e c h B T a g e. Wenn man nun bedenkt, wie weit
voneinander entfernt bisweilen wichtige Industriegebiete liegen, daB ale0 ein ziemlich bedeutender
Teil diesea Urlaubes von seche Tegen durch die
Reise in Ampruch genommen wird, so wird man
e i w h e n , daU fur die Besichtigung von industriellen
Anlagen, fur die Auespraohe mit den betreffenden
Industriellen herzlich wenig &it ubrigbleibt. Da
ee nun bekanntlich nicht selten vorkem und vorkommt, daU ein Vorpriifer in mehreren Klaaaen titig ist, so war ihm nur alle drei Jahre Gelegenheit
gegeben, meist nur eines der von ihm bearbeiteten
Gebiete in praktischer Titigkeit kennen zu lernen.
In dem erwiihnten Berichte iiber die Geachiiftetiitigkeit des Kniserlichen Patentamtee ist angegeben, dsO in den zehn Jahren von 1891-1900 im
ganzen 185 technische Mitglieder und technische
Hilfsarbeiter Informationsreieen ausgefiihrt haben,
und daU deraus Kosten in der Hohe von 75 370 M
entatanden sind. Daa macht also auf daa Jahr etwa
7500 M. Neuere Angaben uber diese Ausgaben sind
mir leider nicht zuganglich. Aber selbst wenn wir
annehmen, daU man in dem Jahrzehnt von 1901
bis 1910 die doppelte Summe fur die Informationsreisen nufgewendet hat, so scheint diea doch in keineni Verhiiltnis zu stehen zu den UberschWn. die
dee I'atentamt alljiihrlich enielt (1908rund 4,8 Mill.,
1909 4.8 Mill., 1910 5.1 Mill. Mark). h i derartigen
Einnahmen und Uberschiiaeen kann es a u b r Frage
bleiben, daU die fur weitere Informationsreisen notigen Geldmittel imnier zur Verfiigung stehen miissen. Und die Industrie, von der jene Uberschum
zum weitaus griiUten Teile stamnien, kann verlangen, daU sie auch im I n t e r e m der Industrie
wenigstens zu einem kleinen Teile verwendet
werden.
Ea mi hier noch geatattet, kurz damuf hinzuweisen, daU die Rezahlung der Mitglieder dea Patentamtee auf ihren Dienetreisen auch nichta weniger als glanzend ist. Die Herren bekommen (abgewhen von den Kilometergeldern fur I. oder
11. Klasae) an Tagegeldern 16 M. DaU die betreffenden Herren, die doch ihrem Stande und ihrem
Range entaprechend auftreten muaaen, mit diesen
Tagegeldern nicht auskommen. bedarf keiner weiteren Erorterung.
Oben habe ich erwiihnt, daU die Mitglieder
des Kaiserlichen Patentamtea nur alle drei Jahrc
sechs Tage -Urlaub erhalten fur Informationsreisen.
Aber auch diese Angabe muU noch b h r i i k t
werden, indeni niimlich ein solcher Urlaub in der
Regel nur dann gewahrt w i d . wenn dee betreffende
Mitglied die ihm als Vorprufer oder sonetwie gerade
vorliegenden Arbeiten erledigt hat, wenn - wie der
technische Ausdruck lautet - keine ,,Reste" mehr
da aind. Es sol1 verschiedentlich vorgekommen
win, daU ein Urlaub zu Informationsreisen, der nach
Ablauf von drei Jahren gerade ,.fiillig" war, verweigert wurde, weil noch zuviel ,,Rate" aufzuarbeiten waren. Ee ist daher schon so weit gekommen.
daU manche Herren um Urlaub fur eine Informationereise uberhaupt nicht einkommen, weil sie zu
sehr bclaatet sind und feet steta noch ,,Reate" vorliepen haben. Damit kommen wir wieder auf die
schon hiiufiger vorgebrachte Klage, daB die Vor-
priifer im deutachen Patantamte zuneit zum weitnus grolten Teile iiberleetet sind.
Man hat daa sog. ,,Redikabystem", d. h. jenes
System, nach welchem der Vorpriifer oline technischen Hilfserbeiter arbeitet und die ganzen Prufungearbeiten seltmt durchfiihrt. zwar erst in einigen
Abteilungen eingefiihrt. Soviel mir bekannt, ist
der Erfolg nicht sehr ermutigend: Die Vorprufer
sind mit kleineren Arbeiten (wie Literaturnachsuchung uaw.) aukrordentlich beleetet, sie konnen
nur ein eehr kleinea Gebiet ubersehen, sie bleikn
nur auf dieaem kleinen Gebiete zu Hause und verlieren dadurch den Uberblick iiber verwandte grob r e Gebiete. Auch der neuen Einrichtung der
t e c h n i s c h e n S e k r e t i i r c hat nian allen
Grund. etwm miutrauisch gegeniiber zu stelien.
Nach allem, waa bislang verlautet, haben sich diese
Herren nicht bewiihrt; es no11 bisher auch nicht
ein einziger feat angestellt sein.
Ich glaube, daU die vorstehenden Auafiilirunpen
geeignet sind, den Wunsch laut werden zu l a a ~ ~ = n ,
daU namrntlich den techniachen Mitpliedern delr
Patentamtes mehr Gelegenheit gegeben wird, ihre
Kenntnis der Industrie zu emeuern und zu vertiefen. Man gebe ihnen nicht nur ofter nder inehr
Urlaub zu Informationnreisen, man erhohe, soweit
dies bei den bestehenden Vorschriften uber die
Reisen der Steetabeamten moglich ist, auch ihrr
Tagegelder, man entlaete die Vorprufer nanientlicli
von allem unnotigen Schreibwerk, das ilirer par
nicht wiirdig ist. Die Industrie wird ein solches
Vorgehen nur mit Freuden begrubn, die Puhlung
zwischcn dem Patentamte und der Industrie kann
dadurch nur enger werden, zum Vorteil der Industrie und auch nicht zum Nachteil fur die Tiitigkeit
und die Leistungen dea Patentarntes. [A. 38.1
E s H e n - Ruhr, IL9./2. 1912.
L. M a x Wohlgenirith.
Faser- und Spinnstoffe im Jahre
Von Dr. W. MAESOT.
1911.
(Eingeg. 1B./1. 1912)
Der groUte Teil aller an die Offentlichkeit gelangten Mitteilungen und Veroffentlichungen bezieht sich auf die Methoden der Darstellung von
K u n s t s e i d e und iihnlichen Gebilden nach den
verschiedenen im G r o b n jetzt eingefiihrten i'erfahren. wobci teila der Verbilligung, der Vereinfachung der Methoden, der Verbemerung der Fabrikate in bezug auf iiubrlichen Effekt, Haltbarkeit und Verallgemeinerung der Anwendungefiihigkeit, aber auch der Ausnutzung und Wiedergewinnung der Abfallprdukte Rechnung getragen iHt.
Die Kunstseiden.
1. Nitroeeiden.
Auf daa Vernpinnen von Nitrocellulowliisungen beziebt sich dee Verfahren von B. L 6 w e I ) .
Man preUt, wie gewohnlich, nus feinen &hungen
-
__
1) V e r b e a s e d
Verfehren zur
kiinstlicher Seide nnd Appamt d a m . B
L 6 we. Brit. Pat. 18 087.
::'ntr#
aus und aammelt den gebildeten Feden in einem
&fa& auf,.dee in der Mitte des Bode- ein Loah
hat. Der Feden lagert sich in dem GefiiL in nnmgelmiil3igen Windungen a b und wird hierbei, ohne
einer Spannung auegesetzt zu eein, trocken und
feet. Nach Ablagerung eines geniigenden Fedenquantum8 wird die Zufuhr von Spinnfliimigkeit
unterbrochen, und der Faden durch das Loch im
SarnrnelgefiiD abgezogen und aufgewickelt. Die
Spule wird ao gelagert, daO sie Rich frei dehen kann.
Den Fadrn zieht man von ihr a b und fiihrt ihn
durch Wwser. welches den noch anhaftenden Alkohol aufnimmt. Aladann wird wieder aufgewunden.
Sacli F e I i x W i n 1 i c k i 2 ) wird die nicht
denitrierb Seide bei ctwn 70” in Wasaer erhitzt,
wrlcheni Stoffe zugesctzt sind, die eine Denitrierung nicht herbeifiihrcn, w i r anorganische und orpanisclie Siiuren, saurc Salzr d e r Sauerstoff s b gebcnde Kiirper. Dcr no belinndelten, nclilicBlich
drnitrierten Seide, wird wncntlich griikre Haltharkeit nachgeriihnit, ale rirtn ohne diesc Heliandlung gewonnenen Produktc. Heini Erhit7m auf
140-1.50’ no11 air unveriindert bleiben, kcine Siiurc
trbspalten und Glanz und Struktur bribehalten.
Die Affinitiit zu Farbstoffen rrweist sich getiiaUigt
rind brgiinntigt ein gleichntiiBiges Anfarben.
Kine l’riizision8maschine fur die Herstellung
von Kollodiutnseiden liegt dent franzosischen I’atente von l f I) r a n e zugrunde3). Dic Spinn6ffnungrn sind in zwei Reihrn auf Arnien angeordnet,
cliv um das eine Kndrdrchbsr sind, und von welchrm
j d e r mit eineni genau rinatrllbaren Hohn fur dab
zitzufiihrrnde Kollndiuni versehen ist , sowie ntit
rinem Filter. Zuischen d r r Hauptzuleitung fur
daa Kolltdium und den Artnen sind Glaarohren eingraetzt. tint den Zulauf dc!r Spinnlosungen verfolgrn zu kiinnen. Die Anordnung sol1 die lloglichkeit bieten, eine relativ KroDc. A m h l von Spinniiffnungen anzulegen, den I h c k in der lfaschine
vorteilhaft zu vcrteilen und die Herstellung von
Fiiden niit gleichmiiBigrni Titer zu bcgiinstigen.
Sach einetn Zusstzpatcnts) wrrden die oben genannten gmau vinntdlharm Hiihnr durch srlbsttatige iPorrichtungen zuni Regeln des Ktrllcdiuntziiflunsen ersetzt.
Die denitrierte Kunntnride zeigt auch nach
griindlicliem Waschen noch eine schniutzige meist
Kraur Fiirbunpb). nit. koninit daher zum Bleichen.
(‘hlurkslk kotttrnt zu diraent Zwecke fast nicht
niehr in Hetracht, dagegen fiitipfiehlt sich die Vcrwendung von Satriumhypc,chlor;t,das auch noeh in
schwnchc n Gnungen von kispielsweise 0,s g aktivetti (%lor in cineni Liter Blcichfliissigkeit , ein
reinen, faut b1iiulichweiIk.n I’rodukt ermugt und den
E’nden ftwt gar nirht angreift. Die Bleichlosung
wird t4ektrolytiwh aus (‘hlornatriuni hergestellt.
2 ) F t. I i x W i a 1 i c k i , Tubize.
Verfahren
zur Herstellung von kiinstlicher S i d e aus Kollodium. Dvutsche I’atentannteldung W. 34 428.
Fmnz. I’at. 427 6sj. Diese Z. 24, 1499 (1911).
3) L. .\I o r a n e , Priizisionsmaschine fur kiinstliclir %de. Franz. l’at. 410 267.
4 ) Franz. l’at. 12 545. Zusatz zu den) Franz.
Patent 410 367.
6) \ ’ ~ l . D u 1 i t z , Hlvictien und Trocknen von
Sitrocellulosekuna~iden. (‘hen,. -Ztg. SS. 189
(1911). Dtese Z. 24, I583 (1911).
Den in den warmen Denitrierbiidern zuetende gekommenen stark gequollenen Zustand der b i d e ,
schliigt der Vf. vor, auch in der BIeiche zu erhalten.
Die b i d e wird nach der Denitrierwiieche eine halbe
Stunde lang in he&, 80° warrne Mareeiller oder
Mohopoleeifenliiaung eingehiingt, d a m folgt dae
Bleichen, dern sich das Abeiiuern mit stark verd.
Schwefelsiiure anschliel3t. Der nachfolgende TrokkenprozeB ist von groDer Wichtigkeit fur den Griff,
die Festigkeit und Dauerhsftigkeit der Kunstneide.
Es muB verhindert werden, daB beim Trorknen
nicht noch writerr Oxydation bzw. Hydrolysierung
dcr S i d e eintreten kann. wie dien zum Teil schon bri
dor Iknitrierung der Fall int. Man trocknet hi 30
bis 40’ ‘unter ntaUigrr Luftzirkulation. Abrr nucli
dirnn noch wiirdr ung~eichniiiOigtsnVerhalten c*ittzelncr I’artirn in der Farberei bro.obarhtc-tR).
Einr Einriclltung zur Wiedrrgcwinnunp d r r
Diinipfe fliiclitiger. bri der Herstellung von Kunst sridr verwcndetc-r I&ungnmittc.l lire cineni Patcnte dcr Fabriquc dc noie nrtificielle d r Tubiir zugrunde’). ER handrlt Rich uni einen uni die Spinnoffnungen gt-bauten Schrank, dcnscn unterer Teil
niit einrr Saugvorrichtung zuni Abfiihrrn d w Alkoholiitherdiiiiipfe in Verbindong ntcht. In der
Hohc der Spinniiffnunptm und dcr Spulcn sind die
Wiindt. des Schranken t t i i t hwc.plirhen Fenstcni
vrrsehm, uni daa Hinzukoitinien zti den Spinntipparirtcn zu erniiiglichen”).
Uni die iihw die Kc~llodiuttispinntn~rliinen
hinziehendr Luft aiit Alkohol und Atherdampfen
anzureichern, wrrden statt, cler in Iangen R d i e n
angeordneten Spinndiisrn nolche ver\\endet, dit.
kreisfiirmig auf nich drehendrn l’latten nngeordnrt
sind, von welchm jede einen Absperrhahn fiir die
zuzufiihrrnde Spinnlosung, Pin aunwechnelbarm Filter und einen atmnforniigm Fdenfiilirer enthiilt,
der auf einrr in der M i t k drr I’latte angebrachten
Achae kwrglich int. Die Alkohol und Ather cnthaltenden Diinipfe wcrden in I’lnttentiirnien itiit
Amylalkohol tdcr andcren hochaiedendrn Alkoholen
von Aikohol und Ather bcfrrit. und lctztere durch
De~tillationgctrennte).
Lk.r Wiedcrgewinnung den I,ikungsitiittela
beim Uberzichcn von I’npier ttiit Sitrocellulosr
triigt das nachfolgende Vvrfahren Rechnunglo).
Die niit drtn Kolltdiumiibrrzug vcrsehenr I’nterlage wird eineni Waswrbadc ausgesetzt, wc~lchra
fixierend wirkt und die 1,iinun~nniittrl d r r Sitro8 ) Uber
Vorrichtung Zuni Denitrieren von
Kunstseide siehe A I e x a n d 1’ r H I o n s t v i n.
D. R. P. 232373.
7 ) Franz. Pat. 412807.
8 ) Einc
Vorrichtung, welctte den glriclien
Zweck verfolgt, lieet in dem franz. I’at. 416064 vor.
J. F o u r n a II d , Wicdeqcwinnung der Dampk
iliichtiger Lasungsniittel, besondere der Atheriiimpfe von der Vcrspinnung viscowr Stuffe.
@) Vcrbessertcn Verfahren zur Wiederpewinlung von Alkohol-Atherdiinipfrn aus der h f t .
Franz. Pat. 413 359. A. d e C ti a r d o n n I* t.
Siche auch: Wiedergewinnung von Alkiiliol
ind Ather, welclie bei der Hehandlung von Sitro:ellulocw verwandt werden. Franz. l’at. 4%) 086.
M. J u l e s M a r i e d e S a u v r r n a g r .
10) Verfahren zur Herstellung einw Kollcdiutniberzugrs auf i’apier. D. R. 1’. ‘227 908. J II k I ) b
2 a I a y und H 0 8 i s C; a 1 a y , 3fwkaii.
iI.
ccllulose aufnchiiicn MOIL GI(.iclizeitig erfolgt in
drrn Wuwrbade dan Aunwalzen drr uberziehenden
Kollodiuiiischicht zu einer beliebig dunnen Lage.
I)rr Kollodiuniliiaung kiinnen b’arbatoffe und Me.
tallpulver zugcwt z t werden.
Die Wic.derpewinnung d r r Stickstoff- und
Schwcfelvrrbindunp.n, welchc in dem bei der Dc.
nitrierung benutzten Sulfhydratbiidern enthalten
aind, wird duroli folpendes Verfaliren angestrebt11).
Wcnn die Abwii.wr von der h n i t r i r r u n g in ubrr.
schunsipe Siiurc, Ixwndrrs in dir Abwkser von der
~ i t r o c c ~ ~ u ~ o ~ r h r r n t crinfliellen,
. ~ ~ u n g no bildet Rich
sallwtrigr Siiurc, die sofort durrh den vorhandenen
zu Stickxtoffnionoxyd reduSchuc~f~~~wtmscrstc,ff
zicrt w i d . I h c l i c w s in \Vnawr wcnig liinlich int,
80 entwcicht e n und kann dann nach bcknnntcn Jlethtdvn in verwrrt Imrc Stickstoffvcrbindungcln i i h gefiihrt werdm. h i Anwcndun,g von Alkalisulf hydrntcn fur <lit- 1)mitrirrung gcwinnt nian d m
Scliw~ft-I,\vrlchc*r sich nbscheidrt, durch einfnchr
k’iltration. Htrt innn niit (’trleiriiiinulfhydrnt grtcrbeitet, so riinii~it inun zur &mt.tzung Sulzaiiurr,
u m l&lichcw C:IiIorc~Iciu~n
zu rrhaltcn. Ikv Schaefrl kann untcr I-iiintiindrn aurh durch Schniclzrn
gr t rrnnt wcrdcn 12).
I)iv nicht. deiiitricrtc Kolltdiumrtcidc wurdr
h i drr Artilkr;c verschiedc-nw Stnuten vcrsuchnweine rrngenandtla). Jlnn e m u g t z. D. nus den Uew r h n Knrtr~sr~iwiicke,nowic Zwischcnlagen zwiwhen GrnchoU iind I’ulverladung und Schnuren
Zuni Zunaninienbindrn tler low in dic I’atronenhiilnrn ringvbruclitcm I’ulvt~rludungcm,uni dio b i
dor Explonion oft iiiangellitlft vrrbrcnnendcn und
Ruckntiindc cq,ylrmtl(m nomit vrrncndeten Stoffc.,
\ v i e Itohncidmzer~g, Filz, Knrton, Spagat usw. zu
erst-twn. Wr grolhm ~~~ucrpefiihrliclikcit
haltxr
kiinnrn nolclic (;c.biltle au8 nicht denitric~tcrkiinatlkher ,&side nrir h i solclien I’ulverladungen Verwendung findrn, dic in J1etalIpatronenhulse.n cingrn r In, i tet zu r An wend ung gr lnngrn .
2. K nl)frr~~xydanimonneidrn.
-4uf dic Hcrwtcllunp von Spinnliinungcn Ir*zirlirn
nich folgendc Angnbrn. Sach H. I< r r n H t c i n crhalt mnn Lijsungvn linter Einhaltung nirdcrer Tenipraturen In4 der Kinw irkung von Aninioniak und
Luft auf Kupfrr untrr Jlitverwcndunp von Zuckrr
cder Melassr. Die cmtatehenden Liisungen sollen
relativ kupfcrrridi Rein, bis zu robund niehr enthalten und rincn hohen I’rozentaatz Cellulose 16xrnl4). FA wird \\’ert darauf pclrgt, daU die fur die
Herstellung drr Liisungrn zu vcrwendende Jlelaase
einen gcwissen (;elitilt an nicht krystallisierendc*ni
Zuckrr zrigt, an Invthrtzurkrr und an Kalimlsen.
Ex nollrn d m n :I- frob Kupfvr rntlialtende Lii11) Franz. I’at. 410 W2. Societe anonyiiie hongroiw 1mur Itr fabrikation de la soie Chardonnet.
12) t‘ber die Reinigung der Abwihcr, welche
bri der Hrrntcllunp kiinstlicher Seide nach deni
Kolltdiuriivrrfahrc~n zuruckbleiben; 8. D. R. 1’.
234 072. Scaihte anonynic Fabrique dc soie artificielic de Tubim. 1)iesr Z. X4, 1151 (1911).
13) 13. R u
c Ii Kunstwidr. Mitt. Seewrncn,
Hrft 3, 1911.
14) Herstellung von CuproaiiiiiioniuiiilGnun~en.
H, I$ c r n s t e i n, \-. St. Ani. I’at. 965 273.
.
nungen rrhaltcn werdm. die bei gewohnlichcr Teniperatur etwa Rq/, clellulose liisenls).
Hbenno wie man zur Herstellung haltbnrrr
SpinnlGsungen fur Kunsteeidefiiden den Lijnungen
von (lellulost! in Kupferoxydammoniak noch pcw iwe
Kohlrhydrate hinzulletzt, so l a w n sich zur
Auflhung in Kupfcroxydammon dirckt nolchr
Stoffc verwenden, die zwci Koblenhydrttte, (’rllulose und Zucker, schon enthalten. und zwar in
I’flan7xmtc.ilcn, die tunlichat frei von Parbntoffrn
und F:iwciUkorlwrn stbin sollrn. Z. R. kann man
Rcianchulcn, dic aln Abfall beini Hntsrhulen drr
Rriwkiirncr gewonnen Hind. zuniichst durch Ktxhrn
und I3lcichrn von Extraktivstoffen niiiglichst In.frrirn iind dann in Kupferoxydaniiiion ziir A u f losung bringenlo).
Cni dic Hultbarkeit drr Spinnliisungeri m i
erhiihen. wurden Zusatze von organinchm Siiurcn cmpfohlcn t d c r stntt d i e m ;\lknlinal7r. drrnrlben1i ).
%or Herstcllung techninrh ~ ( ~ t v o l l ekonx.
r
(’cllult~nelijaungenKrht m a n nach ( h e r Vorechrift
dcr Hannucr Kunataeidefabrik von bellincltcni Kul)fersulfat aun, wobci daajenige Salz Vc.rwcndunp
findim noll, daa durcli Pillcn hei0c.r Kupfrrnulfat liisung niit Amnioniak tder Scda ctrhnltcn w i d .
Dan buiachr Sulfat wird zuaamnien init der lh~uinwollr und einer zur Iiisung des Kupfrrnalzrn niclit
hinrc~iclienden Xlmgr Aniinoniak in Rwktion gebracht. Die schlieUlich renultierenden C‘ellulo~eliisungcn nollen nrlir bestandig gegcm Teiiiperuturerhiiliunycm win’8). Die Haltbarkeit der Kripferoxydtr ni nioncellu1oseliiniinyr.n wi rd rrhiili t , wcnii
zur 1,iinuiig der ( k ~ ~ u l oein
s e Gemiwrh von Kupferuxydtrninioniak mit Kiipferoxydula~iiiiioni~kgvqebrn wird. Die (kgvnwart drn Irtztercn sol1 dice
Oxydation d r r Ckllulone vollstiindig vrrliindrrn r~nd
nionntc.lnng unvrrandert lraltbar niachrn1@).
(‘in h i der Hrrstellung der Kupferliinung A i c .
Bukre Kulilung den ReaktionsgefaUen ir.u verriic-ilen und h e nioglichst amnroniakarnir Idsung zu
xzirlcn. wird daa Kupfcr in riner niit .himoniakp a gesattigtcn Atniospha~!1Ri niiigliclist g r o h
-.
. ..
H. H r r n N t c i n. V. St. A. Pat. 965557.
Yiclic aucli: Cber die Hrrntehng haltbarer aminoniakaliwher Liisunpen von Kupferoxytlrrllulon~~
iiiit Hilfr von Mannit. R. L i n k ni e y r r , V. St.
9. Put. 902 770.
16) Verfahren zur Herstellung haltbarer Spinn6nungen. D. R. 1’. 230 141. Zusatz zii I). H. 1’.
1’2R 872. C.lanzfiiden-A.-C.. Ibrlin. Dirnr Z. X I .
280 (1011).
17) Vcrfahren zur Darstellung von verspinnmitt&
mren Kupferoxyden~moncelluloeelosun~cn
Kupfermlz, Animoniak und fixen Alkalien,
D. R. 1’. 237816. Zuaatz zu U. K. 1’. 236537.
Rheinische KunsteeidenA-G. Aachen. Diew Z.
M. 1988 (1911).
18) Herstellung
von Kupferoxydammoniak:ellulosclosungen unter Benutzung von baaischeni
Cupfrrsulfat. 1). R. 1’. 235 219. Dime %. !24,1341.
1911). Siehc auch :Vcrfahren zur Herstellung von
It4lulonelikungen mit Hilfr von Ku~)ferox?.chlorid.
jstcrr. I’at. 49 170. R. I’ n w I i k (t w n k i. 1). R.
15)
’. 2a f524.
10) Herstellung einrr bentiindigcm kupferoxytlaltigen CelluloeclGsung:. D. R. 1’. 24(J 08’2. T 11.
: c k , I ~ d z . Diesc Z. X4, 2334 (1911).
Fliichendrrrbietung von Animoniakfliissipkeit von
oben durchrieselt00).
Mechanisch zerkleinertr Cellulosr wird der Rel&ten Cellulose vnr dem Verspinnen zugesetzt. wnh i die Zerkleinerung der Cellulose Rich nach der
Dicke des zu crzielenden Fndens richtcn snll. Auf
1 0 p, in Kupferoxydamrnonitik grliintcr <‘ellulolte
kontmen 50 g mittels grwiihnlichcr, in drr 1’npit.r-
nivht nic.lir drut licti rrntc~rrrliic~den
wrrdm kijnncn,
itntl dtw Krkennen von Fntltwbriielicw ernchwc.rt
wird. Lhrrh Ziinntz von vcwl. Formnltlc~liytlliinrlripen rrrt-icht Itinn Redirktion den Ku~ifrrwnlzhnrlcn
und dtrmit cmtwlirrchrntlc* .\ufhcllring. Von d i m
Idtlirh Iirnitnen Sit~dc~rnchltip
1ieln.n rich (lit, Fiidvn
lrirlit ab. In t*invrii tilktrlisc~lirn F’iillbnd nus Atzntrtroti uncl k d n peniipt 1x4 40‘’rin Zunutz von l,5?(,
Gebilde von grolkrer FestiRkeit, wenn ntan den
KupfernxydammoniakceIlulo6eliiRungen vor dem
Verspinnen loo:, riner 4O0(,igcn PnrmaldehydI&ung
hinzusetzt.
An Strlle d r r iihlichen nlkalinchen Fillhider
wcrdtn zu K o a p h t ionszwvckrn wiimrrigc Liisrtngrn
von (’hlorcolcium t d e r (Alorniaprnium, nuch vnn
(‘hlorntuniiniunt rnipfohlrn. Wahrcnd dt-r Falltinps-
Fiiden von grokr Feinheit zu erzeugen, die sich beDiejenigen Kupferoxydammoniakcelluloeelosungen. in welchcn sich Kupfertetraminsulfat in ge- sonders auch fur Webereizwecke gut zu eignen
siittigter oder nahezu gesiittigter Liieung befindet,
acheinen36).
Als Zusatz zu den Celluloeexanthogenatlbunvertragen nicht nur ohne Schiidigung Erwiirmung,
gen empfiehlt A. 1’ e 1 1 e r i n 5 7 ) Glycerin, Glykose
sondern sie sollen sogar nach dem Enviirmen bei
der Koagulation wertvollerc Celluloseprodukte lie- oder andere alkoholische Funktionen besitzende
fern, als ohne Erwarniung. Den entetehenden FiSden Korper. um den daraus hervorgehcnden Korpern
wird ein geringcrer Grad von Oxycellulose und
groDere Weichheit und Elastizitiit zu vcrleihen.
Die Glycerinzugabe kann vor Einwirkung der Xahoherr Fcstigkeit zuerkannt30).
I‘m Kunstfiiden und iihnliche Gebilde, welche tronlaugc auf die Celluloee erfolgen, aber auch Zuni
auB Kupfercellultwlijeungen hergeatellt wurden,
SchluD nach vollendeter Herstellung der Viscose.
von Kupfer zu befreien, bringt man dieselben in vor dem Verspinnen. gemacht werden.
eine niit Waaner verd. S u r e , z. H. Schwefelsiiure und
P n i Alkalicclluloaexanthogenat in pulverforleitet durch dic Flussigkeit einen elektrischen Strom.
migem, wtasserlijelichem und haltbareni Zustande
Dabei rrfolgt eine rasche Entfiirbung der Cellulose- zu gewinnen, sol1 daa Rohprcdukt ohne vorhcrigen
gebildc, das in Lbsung befindliche Kupfer wird an Zusatz von Waseer mit einem Alkohol. am besten
d r r Kathode abgcschiedcn. Die entkupferte und
mit dthylalkohol, durchgeknetet werden, bia die
gewaschene Seidc ist von schoner weiI3er Farbesl).
Masse einc kleinkriimelige Beschaffenheit angenomSach rineni Vcrfahren der Vcreinigten Glanz- men hat und b i n i Trmknen zu I’ulvrr zerfiillt.
atoffabriken A.-G. Elberfcld wird dcr aus der Spinn- Eventuell bekommt der Alkohol einen kleinen Zudiise entstehende Faden unter Vermeidung jeder
eatz von Fseigsiiure cder Milchsiiure58).
Untcrhrrchung durch alle Zwischenstufen des FalZur Entfernung von Verunreinigungcn der Vialrns, Waschens. Trocknens, Spiilens und Zwirnens
cow schliigt F. B e c k c r einen Dialysirrunpsprountcr strter Spannung hindurchgefuhrt. Dae Trock- zeI3 ~ 0 ~ 3 9 ) .
nen geschieht niit Hilfe eines auf 100” erhitzten,
Durch Behandlung von Celluloaexanthogenat
rotirrmnden Mctallzylindcrs. Schon nach dem Zu- oder dessen Derivate mit oxydierenden Substanzen,
riicklegcn einer Strcrke von 1 m bis 1,M) m ist ein
besonders mit Manganselzen, werden K6rpt.r ergleichmiiUiger, gliinmnder Faden entetsndensz).
halt.cn, die in trockenem Zustande bestiindig sind
Dus Auswaclchen von Ccllulosefiiden, die aus und aicli leicht in verd. Alkalien, in Aninionink odrr
Kupferoxydamnioniakcellulosel6eungen durch Siiu- in Warwer in der Wiirme h e n . Der Grad dcr Liisren gefallt sind. IiiBt sich durch Rotieren der Zy- lichkeit hiingt a b von dem verwendeten Oxydationsbewerk- mittel, dessen Mcnge und der angrwandten Teni1indt.r in rineni Waaserbade von 25-50’
stellipen. ohnc daB ein nachfolgendcs Weschen rnit
peratu+).
angcsauerteni WaRser erforderlich wiires3).
Uni Mischungcn von Xanthogenestern der CclMit der Wiedergewinnung des Kupfers aus lulose und von EiweiBkorpern, aelche sich zur
d r n Waschwiieacrn, speziell aus den bei der Amorp- Kunstaeidenhcrstellung eignen. zu erhalten, werden
tion nninioninkalischer Gase in Waachwiissern erEiweibtoffe cder solche enthaltendc Korper zuhaltrnen Fliissigkcikn, beschiiftigt sich ein Verfah- nachst mit Alkalien behandelt und dir hierbei geren der Vereinigtcn Glanzatoffabriken A.-G. Elber- bildeten Alkalialbuminate mit Schwefelkohlenstoff
feld34). Die Abclicidung des niit alkalischer Zucker- gemischt. Die so entstehenden EiwciBxanthopliisung erhaltenen Kupfcroxydules wird durch Zu- nate werden niit Cellulosexanthogenat vrrarbeitet.
sntz von Kolloiden, namentlich von Stiirke, begunAls Ausgangsmaterialien konnen Fibrin, Catwin,
atipt36).
Myosin, Keratin, Woll- und Seidennbfiillc, tieriache
3. Viscoseaeiden.
Haare, Horn, Haute, Leder und iihnlichr I’rtdukte
I)us Viscoscvrrfahren hat in den letzten Jahren
dienen” ).
itiinier proIkre k d e u t u n g erlangt, weil es gestattet.
Durch die Spinndiisen tritt die ViscoRcmischunp
30) Hrrstcllung
oxycellulosearmer CelIulose26) Kunstatoffe I. 400.
gebildr BUH kupfertetraminsulfathaltigen Kupfer37) Verfahren zur Herstellung von Cdlulowoxyd~nimoniakcelluloselosungen.D. R. P. 240 242.
xanthogenathungen.
Franz. Pat. 417 568. A.
Hanauvr Kunstwidrfabrik A . 4 . Diese Z. %
I
,
P e 11 e r i n.
2334 (1911).
86) Verfahren zur Herstellung von Alkalicellu31) Verfahren zur Entkupferung von mittels
amnioniakalischer Kupferoxy’dcellul&dijeung er- losexanthogenat in pulverformigem, wassc.rlblicheni
zeugten kiinstliclien Gebilden. D. R. P. 228 504. haltbaren Zustande. D. R. P. 237 261. S o p I1 i
L y n k e gcb. K i r c h h o f f. DieRe Z. 24. 1837.
K. (* r u 111 i i: r c.
39) Verfahren zur Herstellung gereinigter Vis32) Vcrfahren zur Herstellung von kiinstlichen
cose. D. R. P. 234 861. F r a n z B e c k r r. 1)irw
~
Celluloselijeungen. D. R.
Trxtilfliden a u wikwrigen
1’. 235 134. Ver. (:lanultoffabriken-A.-G., Elber- Z. X I . 1340 (1911).
40) Darstellung bestiindiger, lijelichrr Cel1ulow~feld. Dirsc %. X I , 1340 (1911).
derivak aus Viscose. V. St. A. I’at. 980 CA8.
33) Herstellung kiinstlicher Seide.
V. St. A.
Pat. 960791. H. R e r n s t c i n .
Leon Lilicnfeld.
M ) D. R. 1’. 235 470. Diene Z. X I , 1499 (1911).
41) Verfahren zur Darstellung von gcniiscliten
Xanthogcncstern der Cellulose und von EiweiBkiir36) Siehe auch daa auf die Ammoniakgewinnung bcziiglichc I’aknt: Vcrbesaertes Verfahren zur
pern, drren k u n g e n zur Verarbeitung auf Kunnt .
Ausnutzung der hi der Herstellung nach dem Kup- scide geeignet sind. D. R. 1). 238843. Diese %.
fcrverfaliren eich crgebenden Waschwiisser. Brit.
24, 2229. H. L. J. C h a v a s s i e u. Schweiz. Pat.
I’at. 27 539. Vrrciniptc Glanzatoffabriken Elberfeld.
47266. S i e h e a u c h : H . O s t , F. W e s t l i o f f u n t l
und D. R. 1’. 23!) 214 derselben Firma. Diem Z. 24,
L. U e B n c r. Zellstoffviscoae und Stkrkevisrow.
22% (1911).
Liebig8 Ann. 382, 3.10 (1911).
in ein Fillbad aun neutralem Ammoniumeulfat,
w e l a h die Koagulation bewirkt. Die erhaltenen
Fiiden werden darauf mit verd. Schwefelsiiure behandelt und zum SchluO in eiiie 2- bis 6 % i g Chinonliisung geteucht, wodurch ihre Festigkeit, Elastizitiit, Weichheit und Waiserfeatigkeit erhoht und
ihr Griff m t i g beeinflunt wird. SchlieOlich wird
nochmals geweschen und getrocknet. An Stelle von
Chinon konnen auch Hydrochinon oder Tannin
Verwendung finden.
Vm den fur daa Verspinnen der Viscose erforderlichen ReifungsprozO zu umgehen, wird dem
nach den iiblichen Verfahren dargestellten Xanthogcnat rine kleine Menge eincs Koagulierungsinittels
hinzugesetzt, jedoch 80, daD keine Fallung eintritt.
horganische und organische Koagulierungsmittel
Rind verwendbar, besonders bieten Arnrnoniakaalze
den Vorteil, daD sie in der Liisung freies Arnmoniak
entwickeln. Wird die Behandlung im Vakuum auspcfiihrt, so wird die Entfernnng des Cases erleichtert. Die I'mwandlunp in d m gewiimchte hoher
molekulnre i'rodukt 6011 anKvblich in 15-20 Min.
vor Rich gehen42).
Xlkulische C'elIuloseliinunpm. inshesondere viscow, werden niit Kautxchuk in Form von Gummimilch grniischt, worauf nian cin pceignetes Koagulationemittel, wie Hitm, Mineralsauren, Ammoniumsulfat. cinwirken lallt. Eventuell kann man daa
Endprodukt ntxh vulkanisieren").
Den Fiillbiidern, welche dazu bestimmt sind,
div Viscose bei der Fadrnbildung zu koagulieren,
werden organische Stoffe zugesetzt, die in wilsaerigcr I&ung Viscose koagulieren, aber nicht zeraetzen, 2. H. Clykoee cder andere Zucker, Glycerin
oder andere Alkohole oder Mischungen demlben.
auch Fettsiiuren, wie Essiggiiure. Daneben Rind in
den Fallbidern die iiblichen Siiuren enthalten, Minrraleiiuren rnit oder ohne Salzzusatz, z. R. MagneAiummlfat odcr Anirnoniurnaulfat. Die oben genannten Zusiitze sollen geschmeidigerc l'rodukte
erzeugen44).
Zur Krzielung moglichst feiner Fiiden hat man
nich virlfach zlvrier Bider a h FallunRRfliissigkeiten
brdirnt, zunkhst eines weniger konz. Bades, in
welchem rine nur teilweisc Koagulation des Fadens
etattfindet, so daO dcr Faden strcckbar bleibt und
noch weiter ausgezogen werden kann und alsdann
einen whr konz. Hades, in welchem die endgiiltige
Koagulation dea Fadenx atattfindet. Nach den in
riner I'atentschrift46) niedergelegttn Angaben lallt
sich dan Xuszirhen der Pildrn und das Koagulieren
in eincm einzigen Bade vornehmen. Eine A m d l
Glaarohrchrn, welchen dir Spinnlosung aus einem
Behiilter zugeflihrt wid, und deren D u r c h m m r
nn ihrem unteren Ende etwa 0,36-0,40 mm bet-'
tauchen in eine an ihrem einen Ende trichtersrtig
erweiterte, geneigte R i m e von etwa, 40 cm Unge,
die in eine faat horizontal liegende Rinne von 1 m
Liinge iibergeht. In der trichterformigen Erweiterung befindet sich eine geniigende Menge Fiillfliissigkeit. Der a u s den Spinnoffnungen auatretende
Strahl der Cellulosefliiseigkeit sol1 durch dae F l i e k n
des Fillungebades und den Zug einer Abzugswaiza
am Ende der Rinne zu einem feinen Faden auegemgen werden. Auf d i e Weise sollen sich sowohl
aus Viscoaeliieungen wie auch aus Kupferoxydamrnoniakcelluloaelosungen in einer Minute Fiiden
yon 35 m U n g e spinnen laasen.
Kach einem Verfahren von H a r t o g 6 40)
wird die Viscose zwecks Herstellung von Kunsteeide
zunachst in verd. Schwefelsiiure koaguliert, ohne
seitere Zusatze. Alsdann fiihrt man die Einzelfiidrn durch obenaufsrhwimniende C)lsiiuren hindurch. worauf man sie einige Zeit sich selbet iiberIaOt. E n Aneinanderkleben der Fiiden findet nicht
rrtatt. Die Olsiiure wird durch nachfolgendea
Waechen mit Iq/,iger Sodaldeung oder mit Ilenzol
usw. entfernt. Ilem I'rodukte werden gute Eigcnxchaften zugeschriebcn.
4. C'elluloseacrtat, Allgemeines iiber Kunateeide
und eintwhlagige Celluloeeverbindungen.
nurch Hehandlung von Celluloae mit einem
Gemisch aus Eisessig und Eaeigsiiureanhydrid, dem
Ammoniumbisulfat zugeaetzt ist, erhalt msn Celluloseacetat, daa sich in Aceton und den Methyl- und
Athylestern der Ehsigsiiure aufliist47).
Likungen des Cellulowacetates lasaen sich mit
Hilfr von Acetylentetrachlorid herstellen, dagegen
wirken die Chlordcrivate des Bthylena, wie Tri- und
Dichlorathylen, nicht ein. Durch Zusatz von Alkohol rrhalt indesaen dae Dichlorathylen die Figenschaft, Cellulosc~acetcrtein der Warme zu liisen, besondere chloroformIoslirhe Acetate. die nur tcilweise
in Aceton loslich sind, wahrend die in Aceton leicht
loalichen Acetate sich in drm Gemisch bereitu h i
gewohnlicher Temperatur a u f l k n . Solche Lb;sungen sollen dann zur Herstellung von Films, von Firnissen der verschiedensten Art, von Kuneteeide usw.
d ienen'e).
A h Losungsmittel fur Celluloseacetat dirnt
Ameiseneiiure. Die erhaltenen h u n g e n werden
46) Verfahren zur Herstellung yon kiimtlichen
Fiiden durch Hindurchfiihren der aus den Spinndiiaen herauetretenden Fiiden durch verschiedene
D. R. P. 237 744. Dr. J. C. H a r ' 1 ) Verbesarrung in der Behandlung von G
I- Fliisaigkeiten.
t o g 8. Dirse Z. 24, 1988 (1911).
lulcisel6sungen. Brit. Pat. 1436. SociBth anonyrne
47) Darstellung von Cclluloseacetat.
SociBtB
pour la fabrication de la sole do Chardonnet BeL'Oyonnitte. Franz. Pat. 427 265. Siehe auch:
sanqon. SICauch diesr Z. Z4, 2229 (1911).
C. G. S c h w a 1 b e , Die Acetylierung der Baum43) Verfahren zur Hcrstellung von Mischungen
von Cellulose und Kautachuk. SociCtd de la Via- wollccllu~oae. Dieee Z. 24, 1256 (1911). Neue
Acctylderivate der Celluloiw, Engl. Pat. 27 102.
cow in Paris.
Chem.-Ztg. 35, 59. Herstellung von Acetylecllulose4 4 ) Herstellung von F d e n , Randem, Films
BUU C'ellu!osc-. v. St. A. ]'st. 970589.
L. P h. verbindungen. V. St. Am. Pat. 987692. 0. B o n W i I s o 11. Siehe auch: Hcrstellung von Cellulose- h ii f f B r , H. G u n t r u ni und Farbwerke vorm.
Friedr. Hayer & Co.
fiden, Films u. dgl. aus C'cllulo~e.D. R. P. 240 846.
48) Verfahrrn zur Herstellung von Ltkungen
Vrrrinigte Clanzatoffabriken A.-G. Elberfeld.
4*) \'erfahren
zur Hrrcltellung feiner klinst- von Cclluloscacrtaten. Franz. Pat. 418 309. Farbenfabrikcn vorm. Friedr. Bayer & &., Elberfeld
Iichrr Piiden. Brit. Pat. 28 256. P h. F r i e d r i c h.
durch rclativ betriichtlichc Jktngen Wnsser nicht
unpumtig bwinfluUt4Q).
Liisungcn von Acetyl, E'ormpl, Xitro- und ..\w
tylnitrocrllulosc., xowir von anderen Celluloseesterr:
werden c.rhalt.cn iiiit, Hilfe von Methyl- oder Athyl.
cstcrn der Amciseirsaure odcr drs Fhsigniiureincthyl.
csters6O).
.
Gewiw Acctylic!runRciprtduktc der Ccllulom
insbeeanderr die in Aceton liisliclien ('clluloseacctate
sind in d r r Warnic oft, sehr leicht in Geniischcn vor:
Fliissipkeit.cn I6slich. in wrlchcn sie in drr Kiiltc un.
liielich sind (R. obcn). AIR Mischungcn diescr Art
koniuwn in h t r a c h t d c h e von Alkoholen und Koh.
lenwmneratoffen, vorzugswcisr Methylalkohol und
Renzol. .\uf 2 kp ('c4luloseAcrtnt koniiiit kiapich.
weise ein Geniixch nus 10 kg Alkohol rind 10 kg
Brmzol. Man crliitzt auf deni WtwtxxbH.de unter
bestiindigem Umriihrcn auf 00'. clnnn kurac Zeit
Zuni Sicden. h i i n Abkiihlen wlieidct eich die pelijstc Acetylcellulow?in Gestalt rinrs Iinlbkrysttrllinen.
watteiihnlichen Nirdrrmhlagt.8 R U R . Hci vorauspchmdem Zunntz von Cxmplier wliiilt iiian cclluloidertige
Abscheidungsproduk t e 6 1 ).
Dic gemachtn Hrobachtungen lchren. daU die
Wahl des Lasungsniittcls einerscitn und der Fallungsfliimigkeit andcrcrscib so pctroffen wcrden niuU,
daD Lasungsiiiittel und FallfliiRnigkc.it leicht mischbar sind, und daO dire I&ungxniittrl leicht durch
diinne, nuspefiillte Cellulowaceta~cliichten bindurchzodiffundirrrn vrrmag. Sach den Angaben
eines D o n n e r s i n a r c k when I'ntentcs lawen
Rich diem Ibdinpungen am heatcn crfullcn durch
Venvcndunp einrr Liisunp des (lellulosce~ters in
Amrisensaurr. Kine (i"(,igc h u n g von Cellulose-.
Bcetat in h k h n t konz. Anieiseneaure wird in ein
Red nus rcinriii Wwwr gespritzt. dnn durch Eis zu
kiihlen istb*).
Nach eineni irndcrcn Verfahrcn laUt man zur
Gewinnung ron Krinntweidc Aridylcelluloseverbindungen in d a ~Fiil1l)id eintretcn, welche bereits
Fallinittcl cnthaltcn iind sich dalier nahe dom Fallunppunkt befindcn. Daij Fallmittcl des Bades
dringt zieiiilich r a w h in den ausgefallkn Faden t-in,
WBN dnn -4bzichcn dcs Padcns ohnc Hruch crleichtern
hilft. h i Vrrwcndiing von AcidyllijRunpcn ohne
Zunatz dcs Fiillunpniiiittcls sol1 das Fiillbnd h i m
Durchgnng dcr Piidrn nicht schnell gcnug in d w
Innerc dcrwlbcn cindringen kiinnen. Dadurch wird
nur die Bildung eincr iiukren koaguliertcn Schicht
veranlaDt, und die, Prstigkeit und Haltbarkeit dcr
F i e n unginstig htrinflult. Ala Fiillungsflusuigkciten dicncn Biirper , welchc die Acidylcellulosc
nicht losen, aich nlxsr r i i i t deni vcnvendcten Lijsungs4*) Verfnhren zur Herstellung von Cehlosencetatl&ungcn. I). R. 1'. 237718. Dieae Z. 'XI,
1988 (1911). Fiirst Guido Donnersnisrcksche Kunstwiden- und Acctatwrrke.
L o ) Lkkungvn von Celluloscestern und ihre
Heretellung. Franz. Pat. 425 WK). A I f r e d W o h 1.
6 1 ) Verfahren zur H e r s t h n g von Acetylcellulowliieungen und cclluloidiihnlichen .\laawn aus
deren Likungrn. Prnnz. Pat. 412 797. A r t h u r
E i c Ii c n g r u n.
es) Herstellung von kumtlichen Fiiden und
iihnlichcn Gebildcn inabesondcrc von kiinetlicher
S i d e nu8 C!llulowacrtat. D. R. 1'. 237 598. Dicw
Z. 24, 1838 (191 1). Furst Guido Donnersmarchhe
Kunstueiden- und Acrtatwerke.
mittd niischen, a. 13. Wnasvr, vcrd. Siiuren, Kolilimwasffl~atoffr.Die br8tc.n Rcwiltate sollen niit oiner
5.i-5Yo(',
Fhiptjiiurc rnthsltendcm Aeetylrc~lluloxr
erhalkn werdrnGR).
Zur Herntdlung von Films nus Acrtylcc4ulone
werdrn Liinungen dcmrllgn in Fliwssip auf gcril(ncte
I'lattcw nuspcpowc*n,und direedann incin E'd liiiit t cl
fur Acct.ylcc~llulont~.
z. 1%. WaaNrr, cbinpc.tauclit 54).
Konzcntricrk limungm von Arrtplrc-llulow in
Alkohol und Kohlcnwt~xcrutoffenI)lcikn nurli in
dcr Kiiltc. flussig und r i p e n xich ZII t~ln.srnfrc*irn
[%erziigcn auf l'apiw, Htrlz, nuf (;eacbrn, >letnlltm
URW., wrnn ninn Zusiitzr von Glycerin, Acc-ton c d c r
WaHsrr niircht66).
Kine Schicht nu8 rciner Aec~tylcrllulosc~wird
niit eincr Schicht. auR cinw dehnbarm. hiepnanien,
nicht wiwaorliislichen, homopenen M a a w vrrcinipt.
Snlchp Volirn r i p r n nirh dann bcsyndcrx fiir d c k trisclie Isolntionen und fiir photogrnphisclw Zwrckc..
Sie h i t z m die Eiprnschtiftcn drr rrinvn Acrtylcelliiloni.schichtn, wir p r o k niechnnisrhr \\'idc.rstandafiihipkrit, Hiirtc der Oberfliichr, h o h e ~Inolationsvcwnogen und rrlativ p i B e Klmtizitat. Die
zweik Schicht knnn nun Nitrocellulose. Harzcm.
Asphalt, Gc*latinr,('awin und wcichniachondcn Zusatzrn beatchcn66).
Die Hrrskllunp yrprcDter odcr peforiiittbr ('elluloseverbindunpen gelinpt damit, dnO iniin ('cllulosracctnt in I'entachlorathrr liist (dcr daniit anknctet und dann auf I'lattrv~nufgieUt tdcr clir Knetrnasne preBt57).
Um uncntzundlichr ('klluloseprtduktr I i c ~ z i-i
sttllan. rnischt nian Acctylcellulosc und 'I'riphrnylphoaphat unter Zusatz rinrs Lkungsmittt.ls, \vie
Aceton. Auch durch Zuslrtz von Hanistoff ziir
Acetylcellulose I n w n Rich I'roduktc win p r o k
Featipkeit und Ucstiindipkeit gewinnen. die iiiit
l'riphenylphosphat unentzundlich und durchschrinend wcrdcn68).
Uncmtxiindliche Irltwtischc M w n c d i i i l t man
h n e r durcli Einwirkunp von I'hosphorsiiurc., Thinphosphorkiuri. tdcr von Sulfoestcrn dcs f'bcnolx,
Kresole, Saphthola odcr Ih.rivate derselhn riuf
bllulomacrtat. Die niuchnniRchen Opwnlioncn sind
lie gleichrn wie bci dcr I)nrst44unp von ('c~lluloid5Q).
63) Ncucs Vcrfahrcn zur Herstellung von kiinat'iclier ,%>idt*und andercr peformter Produkte BUS
Pettaaurccstern der Cellulose. Franz. I'at. 426 436.
Dhrmixche Fnbrik von Heyden A . 4 .
M) Vrrfaliren zur Herstellung von Films nus
4cetylcrllulose. Franz. I'at. 412 503. Knoll A Co.,
Ludwigsliafen a. Rh.
6 6 ) Verfahrcn zur HerAtellung von Acetylcclliicecliisungen und cclluloidiihnlichen Maawn. Franz.
Pat. 12388. Zusatz zu deiii Pat. 412797. A r t 11 u r
E i c h e n g r u n.
6 6 ) Vcrwendung von Acetylcellulow zur Ht+
itellung von Polien und I'latten. D. R. I '. 2-3 1X).
.k. A. E i c 11 e n g r ii n.
67) Vcrfnhren ziir Herstellung gepwOkr tder
(efornitur ('cllulorovc.rbindunRen. Brit. I'at. 1 1 364.
hrbenfnbrikon vorni. Fr. Ijaycr A.-G.
5 8 ) [Jncntzundlichc (k~lluloscproduktc~.Franz.
'at. 415518. W. L i n d s a y .
6 0 ) Unentziindbare plwtische Maesen. Franz.
'at. 413657. W o l d e i n a r M e r c k r n s und
3 a i g a s u n H a r a in. Siehe such i i h r dcnelben Ccgenetand: P r a m I'at. 414 079 desselhm
'atentnehmers.
Zur Erhohung der Farbetoffaufnahmefiihigkeit chloritlijeung. Dee Mercerieieren ale Vomtadium
und zur VergroBenulg der Eleetizitiit wird die Acezum ViscoaeprozeB wird meist mit Materialvorgetylcellulo8e mit Salvliiure behandelt, und der Uber- nommen, dee auf dern Holliinder auf 2 m m FaeerRchuB entfernt. worauf die Farbungen in wiiseerigen liinge gernahlen und auf 60% Waseergehnlt geI&ungen der Farbstoffr vorgcnornmen werden
schleudert wird. Man mischt die Celluloee in einer
kiinnenm).
Misch- und Knctmeechine mit der eehnfachen
Einen zusammonfassendcn Uberblick iiber die
Menge 180higer h u g e gut durch und laUt nach
einer Viertel- bis einer Stunde abtropfen. Dam
Verwendung von Celluloseestem fur die Herstellung
folgt Schleudern, Mahlen und Sieben.
vonKinematographenfilrns bracliteF. W e n t z e 161).
Propionate, Forrniate und Acetate der CelluUrn Kunsteeidenfiden einen hoheren Grad von
low erhiilt man. wrnn man die in Frage kommenden
Eleetizitiit und Festigkeit zu verleihen, werden dieselben unter Zuhilfenahme von Kautschuk erzeugt
Siiurcanhydride in Gcgcnwart von nlcikarnmerkrystallen auf die Ckllulotw cinwirkcn lnDt@*). oder damlt behnndclt und zuletzt vulkanisiert.
Die nchlieBlicli zustande pvkornmencn Liisungen Der Kautschuk kann entwcder der Spinnmeese zudrr C’c.llulosedi,rivatr prlnngrn durch die Chpil- gegehn werdrn cder nachtriiglich in Liisung auf
lnren in dir Luft ndcr in IiriBr Riiurnr, ev. auch in die nus den Capillaren beini Spinnen austretenden
FallfliiRsigkritm wie Wnnncr cder I’rtrofrurndcstilFidrn oder dic daraus hergcstellten Gespinste aufInk. (Vvrfahrcn zur Hc~rstrlliingkiimtlicher Seidc getragen wcrden. Daa Vulkanisieren geachieht
nach cincr der iiblichcn Methoden mit Hilfe von
Franziis. I’at. 413 787.)
Schwrfelchloriir~6).
Auf dm Schlichten unti .4ppretirrcn von Fiiden,
Eine Vc~rvo~lkomrnnung
dcs Verfabrens beeteht
w~lchcrinrn t’brrzup von Crlluloaccstfrn tragen.
twzirht sich ein pakntirrtex Verfahrrn63). Die Fii- darin, daU die in Iktracht kommenden Gebildo vor
dcn werden niit riner Apprrturninase aun Stiirke, den1 VulkanisicrungsprozeU eine Behandlung mit
Albumin oder H u t nder Pflanzeneerum erfahren,
Was8c.r. nrnhischern Guniini. aufkrdeni niit Mitteln
und daa Albumin durch Diimpfen unter Druck
twhnndelt, wrlrhe rine nufweichendr, quellcnde
Wirkunp nuf die UbrrzupHschichten nuniiben. wie wiihrrnd eincr beutimmten Zeitdauer koaguliert
wird. Ale Vorteile gcgeniiber dern ereten Verfahrcn
r\lkohol, Acrton, Esniprstrr uuw.
werdcn bei Errichtung des gleichcn Effektes ErXIS AuspanpnniatrrinIic~n fur die Herstellung
von Kunatscidrnfiidrn wrrden Pflsnzenfasern. na- sparnisse an Schwcfel gcnannt, der leicht Verhiirrtirntlich l’flnnzensriden ttus der Farnilie der Bom- tungen der Fasern h i m VulkanisierungaprozeB beIiacrrn. x. H.die von Ericxlrndron anfractuonum ge- din& auch besnere Fixierung der Farbenee).
Giinzlich abneib von dem gewohnlichen Wege
livfertc Kopokfancr. nucli dic- von 13ornbax malazur Herstellung von kiinstlicher Seide liegt eine
tiirricum stamniendc Fascr in Vornchlap gebracht”).
Vorschrift zur Gcwinnung einer pleetischen Meaee
Die Fkhandlung dcs fur die Herstellung von
Kunnteeide dicnendtm (2llulosrniaterials beim Rlei- fur Kunetseidedarstellung aus Milche7). Zu Magermilch wird eine Liisung von pyrophosphorseurem
(.hen bedarf besondrrcr Sorgfnlt ( E r b a n , Kunatrtoffe 1. 107;dicw Z.24, 1341 [1911]). d a d c r Haupt- Salz langsarn zugefugt, so daU auf 1 1 Milch wenigwcrt auf die Gewinnung eines chcmisch reincn Cel- stens 3 g trockenes Nntriumpyrophoephnt kommen.
luloseprcdukte zu lcgen iut. Bcsonders bei Ver- Die Milch gerinnt und bildet anfanga eine Gallerte.
wrndunp von Celluloseabfallniaterialicnsind Schwie- Nach kurzem Stehen in der Wiirme scheidet sich
riKkriten zii iibern indcn. Die Abfalle erfahren eine indessen der fesb Korper von den Molken ab, 80
I?c.handlungdurch Abkochcm untcr Druck in K ii h n- daO die “rennung gelingt. Aue den Molken wird
daa in Liisung bfindliche Eiweillepaltungeprodukt
when Koehapparaten und kommcn alsdann zum
I%leiehcnnrit vvrd. Chlorkirlk- oder Natriurnhypo- durch verd. Sauren abgescl-ieden und nach Abpresscn der anhaftenden Flueaigkeit durch Zuaatz
6 0 ) V. St. A. I’at. 981 574.
E rn i 1 K n o v e - geringer Mengen von Ammoniak oder von Alkalien
n n g r 1. Siche auch: D. R. 1’. 234028. Knoll
in cine ziihe plastische Meese verwandelt. Zur
k Co. Diese Z. X4, 1151 (1911).
Uberfuhrung in Fiiden wird der mit Siiuren wieder
61) Kunststoffe 1. 101. Diese Z. 24, 1007 ff.
gefallte EiweiOkorper zunllchat mit Waseer geSiehe ferner: Vcrfahrcn zur Herstellung pleetischer
waachen. nochrnals in verd. Alkalilauge gelijst und
Maasen. Nach der Patentliteratur zusammengestellte
I’bersiclit. 0. K a u t z s c h. Diese Z. 24, 576 (1911). nach vornusgegangener Filtration wieder durch verd.
Kunutstofft, I, 6‘2. Siehc aurh: H. 0 s t, GeschichtSiiurcn gefiillt. Daa erhaltene I’rodukt wird durch
lichen iiber die Ckllulosracetcltc. Diem Z. 24. 1304. Abprcesen von Feuchtigkeit befreit und durch Zu(1911).
satz von Amrnonink oder Natronlauge in einen Zu0 ) ) Darstellung von (kllulosederivaten.
Franz.
stand iibergefiihrt, der sich zur Herstellung von
I’nt. 413 871. H. D r r y f u U. Siehe auch: Forrniate
Kunsteeidefiiden nach den iiblichen Methoden eigcler ~‘rllulnse. Franz. I’at. 422 642. Farbenfabriken
R
der Kuhmilch wird durch Pyrovorrn. Fricdr. Bayer & Co. Darstellung von Cellu- net. D ~ Casrin
-..
lo~erntem der FcttAiiuren. Franz. Pat. 433 197.
(‘lieniische Fabrik von Hcyden. Darstellung von
6 6 ) Verfalirm zur Erhohung der Eleatizitiit.
(‘t.lluIowestern. D. R. 1’. 237 765 u. 237 766. Far- sowie der Festigkeit von kiinatlichen Fiiden. Gebcnfabriken vorm. Fricdr. Bayer & Co. Diese Z.
spineten, Geweben aua kunstlichen FiSden in feuchtern Zustande. D. R. P. 232 605. J u l i u s G e 24. 2084 (1911). Uber die Verwendung von Cellulomeetern zur Herstellung von Celluloidlacken
b a u e r. Diese Z. 24, 860 (1911).
Hiehe Kunststoffe 1. 200.
66) D. R. P. 235220. Zusatz zum D. R. P.
6s) D. R. P. 240 188. Farbenfabriken vorm.
232 605. Diese Z. 24. 1341 (1911).
Friedr. Bayer & &. Diese Z. M, 2336 (1911).
67) D. R. 1’. 236908. Naamloze Venotschap
a)Verbesserung in der Herstellung von CelluHollandsche Zyde Maatechappy in Amsterdam.
lowliisungen. Brit. Pat. 12 422.’ M a x W e e r t z.
Diem Z. X I , 1583 (1911).
Ch. 1912
?2
phosphate mrsetzt. Ein Teil wird abgeschieden
der andert., in den Molken verblcibende Anteil bilde
die Grundlage fiir deR neue Verfahren. Die ge
formten Gebilde konnen durch Einwirkung voi
Irornialdehyd gehiirtet werden.
Aln Ausgangnmaterialien fur die Kunstacide
bereitung sollen eiweiBartige Substan7.cn des t,ie
rischen Korpers lierangezogen werden. (Diese Z
24, 1583 [1911]. I). R. 1’. 236 907, Zus. zu I). R. P
230 394.) Bringt man getrocknete entfetteto ode
auCp frische D a m e mit Amcisensiiure zummnien
80 quellen sie zunachRt auf, um nach langercr Zei
volletiindig in Liisung zu gehen. Aus der Fliissig
keit lessen Rich h i m Verdunsten Hautchen gewin
nen, die nach wie vor in Waeaer unliislich sind. Dic
Eigenschaft der AmoisenGure. ganz allgeniein Ei
weihtoffe oder eiweifihnliche Korper zu h e n , ge
stattet es. auch dierw: Kiirper fur die Herstellunr
von K u m t f a e n ins Auge zu fmsrn.
Zur Herstellung kunstlichrr Cregeseidenfiider
8011 folgendea Verfahren dienen. Ein durch eint
Celluloseliiaung gewgener Faden von Naturseidt
nimmt beim Austreten auR der Spinnoffnung etwat
von der Cellulosrliisung mit, und zwar in Forn
cines Fadens. Auf d i m Weise ~011cin kiinstlichei
Gr@idenfaden
niit zwei oder mehr Fiidcn gebilde)
werden, die durch Drehbewepung h i i n Hernu&
treten aus der Spinnoffnung venwimt wcrden. Hinei
der Fiiden ber&eht HUR natiirlicher Sride cder nut
gliinzend gemechter Haumwollc, dcr odcr die andr.
ren sind Kunstaeidrnfiiden. div dcr rrnte Fndrn riiitpnommen haton).
Eine Pariser Pirma hat sich ein new8 Verfahren
zur Herstellung von Gold- und Silberfden patentieren IseeeneB). Danach wird daa Garn, z. H.
Bsumwo~le,FlachR cder Seide, niit einer besonders
fiir diesen Zweck hergestellten Liiaung von Acetyloellulose impriigniert. Die ( h m c werden dsnn
durch cine sehr fcin pulverisicrtc Mame des erfordetlichen Metallen p w i c r t , wobei daseelbe mit
Hilfe der CMluloselosung auf deni (iarne befestigt
und dann noch wciter durch eine zweitr l’aseage
der Fiiden durch cine Cklluloaelosung nczh mehr
fixiert wird. Dir Faarr erhalt auf die= Weise einen
Hchonen Glanz, und der Celluloseiiberzug bildrt
Kleichzeitig einen Schutz fur d m Metall gegen oxydierende Einfhwc., auch wird dadurch dir Haltbarkeit minderwertigrr metallinicrter Chrnr, dir vielfnch zu Imitntionszwccken tlicnen, vcrgmkrt.
Kin neucn I’rodukt, wrlclirn ungefahr in tier
,Mitte zwischen drr kiinstlichcn Seidc. und den nun
Metall hergestelltrm F t w r n stelit. iRt von den Farbwerken vorm. Frirdr. Hnyrr u n k r dcrn Namen
B n y k o in den Handrl gcbrncht worden. Das
I’rcdukt hesteht irun cineni innrren Kern, welchcr
ILUR irgerhleinrin d a m gTiync.tcn Materinl hergen t e l l t und niit Hilfr vines knondtwn vcrfahrenn
vollkommen niit vinrr JlrtnllRchiclit iiberzogen ist.
( Mchzeitig Hind nllr Ieuchtcndrn, gliinmnden Metslltcilchen R o in dic. i i u l k w Schicht ringebettet,
c h B dienrlbcn grgm trllc atnionphiirinchcn cder andc-
ren zufalligen Einflusac vijllig getichutzt sind uncl NO
ihren Glanz dauernd beibehalten durften. this
Haykogarn wird a u k r in den urspriinglichen Fkrbungen von Gold, Silbcr, Kupfer. Altgold ii61v.
rruch in j d r r gcwunschten Farbung licrgwtdlt .
Das neuc F e r p r t d u k t findet dahrr nicht niir
zum Hervorbringen von inetallischen Clan7.cffektc.n
sondern. auch zur Ermupung brsonders wohlgi.fiilliger Farheneffekte Anwendunp. In Vrrbinduriy
mit KunRbridr cr,qcben Rich sehr gcfalligv Koin1)inationen. Warinen cder kultw Kalandern i*rhiiIit.
die Wirkung. Iksatzartikcl, Ytickerc5irn U H W . ninct
besondcrn geeigncte Verwcndungqpbirtc.. 1%-i g r o Uem hckvermiigrn int d m Grwiclit di*s (hrnc*s
relativ prring.
Zur Vtarstiirkunp von (:lun/.&iff iruH Kiillodium usw. durch Mull, Tiill cder dg1.70) skllt iiiiiii
in hekannter Weisr Haute aus (Ic*lluloRe*stcnil i ! ~ .
indcm man nuf einrr plierten Fliiche c4ne rrpt.1rniiUig trusgebrcitete Schicht cirr Liisiing den I**treffenden EsterR verdunstrt. In dit. oberfliichliall
niit Hilfc cines L6sunpmittc.h rrweichtt (;lanultoffhaut wird Mull, Tull usw. c.ingrtn!ttc.t, i i i n ihr priiUc.rt>
Fentigkcit zu vrrlrihen.
Die Bradford Dyerti Awocintion71) bringt r i w i i
Stoff nuf den Mtrrkt, drr uun Garncn hergestrllt i n t
welchc- tiun kunstlichen Seidenfiiden In:str.hen. die
niit Wollr cdrr andrrcm Fiidcn von ticrinclim V I I .
qern siinaiiiirienpdrcht Rind. I)iircli Hehnndliiriy
ies Stoffw init kiinntlirheni .\lkali wird dir tic.rinc:lic.
Fmcr wrntiirt. woruiif (Bin zurtrr. nu* Kiiiintwidc.
hostehender Stc~ffziiriickl>li~ilwnnoll.
Eint! thersicht iiber dic. his jrtzt urigc~\vt~ridtc~~i
Vorfahrrn zur Her~trllungvon T ii I I tius phwtischc.11
Masaen, ln.~ondern auli (’cllulosrl%ungen, find1.1
rich in rincwi Artikd win S ii v r r 11 72). A d ii 111
H i I I u r in Clnugow. der Erfindrr d r r Vandurawide (Kumtaeidv truw Gelatin(.) brtlchtc. in \ o r ahlag, eint. fluwig(? Masnc. aun Guttapercha, Kn l i t ichuk, Nitrcxellulonr, Albumin, Geltrtinv. h u r i p
ron ,Side in Sul7siiurc. unw. in fvineiii Struhle, i u i s
!inem hin und hrr In.wt.ytcn Mundntuck auf c 4 i i
continuierlich vorwiirtn hrwepten endlonrr glatt I*S
ruch fnllen zu Iswnrn. Jr nach dcvn \‘wliiiltnia. ; i L ianpig uon den k.wqungrn dm Mundst.iickn uncl
ICH Tuchi*n,hildeten nich uuf deni letztcrrn 1lustt.r.
lenscn Fiidrri an ihrrii in unrc!pelniiilligc*n;\l)ntiintl(w
mneinandrr hefindlichrn k r i i h i unpspuriktm ; i n ,innndnr Iiaftetcn. I)iv k.frntiyung M urclt. dwlurcli
‘rrricht, daB dcbr frrtipv Stoff rntwc.drr zwixclicm
hwkwalzen gtyri4t t d r r dern Einflullrinc.s I h i l i p f troinrs idcar 1.int.n solw fcin mrtcilten liinungniriit els fur die Fadcmnul)stnnz, ausgesetxt wurdr. I )ti*
ntntnndt.nc. Gewc:be iiiuUtc. dann, von dew ‘ h d i t b
ntfernt, cine der tmgcwnndten S i i b n t i i w t.111.
prcchende Sachkhanldung erfahrcm. s. 1%. Iwi xircxcllulc)Nc.vc.rwendung dcnitriert. In4 (;chtint*erwendung mit Fornialdrhyd narhlwhnndelt I V ~ I ’ .
en. .I 11 H r p h JI II g n i c r in Lyon h m u t z k ~ I I ’
Ierstr.llung tiillartiper (;ewcbc? I~fltin;r~~nschleiii~c~.
rc’hci div Gnllrrtrn win Iklirnin, Kiirriigliwn IW\I .
8 8 ) Verfahrcn und Vorrichtung zum Spinnen
yon Kunstacidr iind Zuni Gliinzendmachen von
Saturwide und Tcxtilfasern ini allgemcincn. Franz.
I’at. 13 253. Zumtz zu 403 242, H. L 6 we. Siehe
tlurh: D. R. 1’. 238 100. Zusatz zu D. R. 1’. 23.5 802.
IPipziger Farher-Ztg. 60, 132.
7 O ) 1). It. 1’. 239071. &xihis d ~ (qdlulos(*s
s
’lanclion Lyon. D i e Z. 21, 2136 (1911).
7 1 ) Engl. Pat. 10 186.
i y ) uber
gegoswnen Tiill. K. S ii I-(’ r 1 1 .
iunNtAtoffr I, BI. ‘Diew Z. 21. 479.
.
einen Zueatz von Glycerin und Borax erhielten7*),
Im Jahre 1906 p,elangte E m i l e D u i n a t 7 ’ ) zu
e im m Verfahren, nach welchem die Maase. die den
%it produzieren mII. BUS einer &hung ausflieBt.
deren G n g e der Breite und deren Hohe der Dioke
dea gewiinschten Stoffee entilpricht. Vor der Aus.
trittsiiffnung befindet sich eine auf und e b gehende
VerschluBplatte, die niit greigneten Aussprungen
versehen ist und Durchbrechungen bewerkstelligt.
Kine zick7~ckforniigeAunnparung fiihrt zur Bildung
einea netmrtigen Tiills mit rautenfiirmigen Mnachen.
Auf diene Wrinr prlingt CS. abhiingig von der Form
der VerschluOplatte, ihrrr k w r p u n p und Qenchwindigkeit und nuch abhiinpip von d r r Form d r r hinter
tler Verauchnpiat tc. licyendcn Spinniiffnunp, vrrschiedenartigc .\.Itinter Iiernistc-llrn.
Nach 11 ti r i t i z K t i t i y n r r und tler Soci6ti H. I’c~villac.& (‘0. in \’iIlrurbannr76) werden zwei tuit Spinniiffnunpcm vi.mrhrnc., Imrnitck
Kohren veru.rndt.t. wrlrhm die zu vrrspinnrndr
Mame durch biepsanw Srhliitichr zugefiihrt n ird.
1%- heiden Hiihren fiihrrii rinr hin und her gehende
Hewepnp t i i i w in ziirintindc,r entprprngesetzter
Kichtunp. dir rntwtchrndrn Viidrn in Wrllrnlinirn
tiuf deni csndlonm Handc. tiblapwnd, die sich nn
den Spitivn der \I’t4lc!n )n.riilirc*n.n o nit, riiiteinander
vrmchrnrklmn und pin xunariirnrnhiingrndc!r; tiillartipen (:ewcln- darhirtm. S n r h den A n g n k n den
I). R. 1’. 3)o 509 drrwlben Firiiiti k U t intin K o h
dium1iinunpr.n. Iiinungm v o n Visconr cder Kupfcroxydaninionitik tiuf rinc- in stiindipc-r Ik=wc>fpnpbegriffim. \Vai7,4* nuntaufen. d r r r n Oberflucht~ lliit
t4nt.r (irtrvur vcmchen i N 1 , die.. dciii ht.rvorzul)rinKenden Muster entilprechend. d w Tiill., G a z e t d e r
kfuwelingi*wehe nder dan hliinkr einrr Spitzc ( d e r
Stickerei diedergibt. Auf dit. niit der Cdluloaeliiemg k l e c k t v W a h wird cine entaprechendr Liisung aufgespritzt. wrlche die rrforderliche Koagulation bewirken soll. wic 7.. H. vrrd. Schwefelaiiure
hei Kupferoxydtiniiiic,niak. hsondera fiir tlic Herstellung fcinrrer Muster diirftc. dan H a t i g n r I I’ e r v i I I a c nchr Vcrfahrrn in Frayc koniinen76).
I)ic kiin~tlichIicrgc~tclltc~n
Tiillr Hind von mrtcateni
(iefiigr und In-nitxm Seidcnglnnz. Sic. sind fiir virlc
Zweckt.. nanirntlicli, wrnn w sirh iirn \‘crzicmnyc-n
Iinndelt. f w t penup. wrnn tiucli die PrHtigkrit in der
Hichtunp rinrr Kantr tlrs Stiirkrn cdirhlic:li g r i i b r
i*t t i l N in t l c ~diirtiirf sr*nkrc*chkn Richtung. Ks
I;t..rHen sirli s o \ v o l i l ( l i t - f v in ~ t r npaxcvirtiptm Malincwt iille. nit- titic11 s cl i ~ ( * r t*
koiiyrc*Utrrtipv Stc)ff(* hcrstellen. ( h)ld, Sillwr i i n d tintlc*rcb ~letallftirlwii sind
i ~ ITIr k h t dtireli .4nfiirln.11 d r r K ~ ~ l l t d i u n i r i i t rxu
zivlrn. Ihm ncwt’n Stoffcw \ \ i d tic-r \‘or./.ugriiiclipvriihnit. vollk~~iniiic~ii
gltit t 7.u I d t i h m , wiihrentl die
tliirch Wt.ht-rvi vrxwytcm. i i i i t Xlottillfiidm uriiq)ontii.nc-n Tiilh. c-inc. rtruhc- ()Iwrfliirhc. hnln*n. Auch
l a w n ?rich tliv ncwvi Tiillt* init Pttrlwm. (kliitinr
iiiid (:liniiiii.rc,ff(.ktc.r, \ \ i t . cIic. \Vclwtoffr [ndriirkcn.
I I I Frvsniiy 11- (:rnntl Iwi St. ()irc*iitiii in Frnrikrvirh
I). K. 1’. 148 Mi.
Franz. I’tit. :%ti8:$!):L
; 5 ) Franz. I’tit. 384 751.
re) VgI. auch H. S t r t i u 1) , ElnLlliaclic,N‘I’c.ntilIrltrtt. 1910. 136. A. (1 h t i 1) 1 t* t , Rrv. inat. col. IS.
HP2. Sirhe nurli: Kinrichtung xuni GieUen von Geuc.lnw Frrinx. 1 5 1 . $20 OH7. J . 11. dt, S n II v r :a)
74)
IS
x
:I
li.
existiert eine vollatiindig eingeriohtete Fabrik. i n
in Tiitigkeit sein sollen. Jede
welcher 30 M-hinen
Maschine liefert bei Tag- und Nachtarbeit 800 rn
Tiill zum Kostenpreiae von 12 f’l pro Meter an gehlich77).
Auf Apparatc kziiglich. welche zur HerHteIlung von Kunetaeide b t i r n m t aind, seien einige Atgaben angeechloewn. Man bringt die gesponnenen
Fiiden auf Haspel. welche an den Stellen, wo sip
mit der Seide in Reriihrunp kommen. aus Aluminium oder Nickel t d r r n u r mit. Nickrl iihergowwnem
Metall hestehrn78).
Die Vrratopfunp von krrlrrfiirniiq in eincr l’lntte
rmyeordnetm rundcn Spinniiffnungen soll dndtirch
vrrinieden wttrden, cia0 in jedr Spinniiffnunp vine.
zylindrinchr tdc-r koninchr Nndrl hintsinrapt. dicdurch isinen hrnoncleren .I\ntrieh walirrnd t1c.x Spinncnn eine hin und her grhende Hrwc.puny aunfiihrt79).
Nach A n b r i n p n g r i n w Verhrwwrunp in (htalt
von rrchtrckiprn oder vic4eckiyc.n Spinnijffnungrn
init. flachen t d r r prismstischen Nadcln. drrcn Qurrschnittc. falls erfordrrlich, niit denjrniKen der Spinniiffnunyen iibereinstimmen, rrhiilt. man flache, prinintrtischr t d e r pewellte Piiden. Es IIIUU indcwwn
grniiprnd Spirlraurn vorhanden win. RO d a b d i r
Spinnliiung frvi i i i i ) dir Nadrl aunflieUen kann”).
Fiidcn, wrlcht. rnit einer (Mluloncliisung i i l r r rogrn werden rcollen. werden durch vinr Dust. grfiihrt. dc-r durch rinrn witlichm Anwatz d i r drvi
f ! h r ~ u pliefcrnde Liisung zugcfiihrt wird. Vor der
Atzstrit,tniiffnuny d m YadrnN int cbinr Fiihrung vorqeschcw, dic. d r n Padrn ycntrii in der Mittc. halt
iind jeden A1rnchabc.n dea ULn.rzuprn verhindcrt.
Einrn Ubvrblick iiber die Spinnvorrichtungcw
iiir kiinstlicho Sciden hringt S r 11 r c r k r n b i i c h
n d cr Zeitachrift Kunstiltoffrnl).
Zur E r z e u p n p kiinstlichrr H w r r aollen alti
~t1a~angsmatrrialicn
(’hinapran. Halhwollr. R n i m _7 7 ) Z. f. Part). Ind. 10. 125. t h c r K u n a I I t . 1 c r wirhc E ni i I M o a i n p c r. Kunstatoffr I ,
!44. H a n H S i c h I i n g , Kunstcltoffc 1. 70. Vf.
hhandrlt. in pollen Ziigen div Hnu tvrrfahren zur
3rwionung yon Kunntledrr, w o k i rr Anwendung
Ier (’elluloaevcrhindunyi~n rntnprrrhrnd Erwiiltiunp yetan iat.
78) VrrbrssrrunK an Apparaten xur Heratdlurry
riinstlicher Seidc.. h i t . Pat. 10 21 1. 11. W t. r r t 7..
Siehe nuch: Spulr riiit Einrirhtunp. uiii dir u u f p pultr Kunstwidv niicfit.riiplirli xu npannc’n. Franx.
’lit. 117 851. R. I) n w I i k o w N k i.
79) Franz. I’ut. 406 724. (’ 11. I,. I . 1’ r I 11 i I‘ t ’ .
8 ” ) Yranz. Zunatzpatent m i i t F’rnnz. I’at. uHi7L’4.
\ln.r apparativr \‘orrichtunprn Hielir femer: Spinnopf zuin Spinnrn kunntliclic-r Seidr. Franz. [’at .
.25 953. ( ‘ 11. I,. I , c I n i r v. Vvrfatircm zur H a tvlluny von Sj)inndiiwn. V. st. A . ]’at. 988 .1”4.
‘. \\’ ii r y c I c r. A~~ptirtitziir Hrr~tc*llunyvon
.iinwtliclier St*idi*. \-. St. A. l’tit. 977 8B3. (i i I I I’ h i v i a. . \ ~ ~ f w i e k e l t r o r ~ ~ i ~ i ~ ~ I
(. 11 p v (: i i n d t i K n i
iir Piidrn. I). K. 1’. 23(iliR4. Vt-reinigtc. (;lnny.toffa1)rikrn .\.-(;. Elberfeld. Vc-rfshrcm xiir Hrrklliing von ~rlnntncidrfiidrn. I). K. 1’. 337 em).
L. I’ n w I i k o w R k i. Vorrichtung zur H c r d l u n K
on kiinstlicher Sridr und alinlichen F’iiden UHH.
). R. 1’. 236 242. S a m u e 1 (1 o u r t n u 1 d. V o r ichtunp zur Hrrntcllunp von kiinntlichrr Sride uncl
tinlichen Yiidcn rnit mc.lirtwn Iiintmvinandrr nriaordneten, in Hddern laufendrn Walsrn. I). H. 1’.
33 370. Hanauvr Kunntwidc.fnhrik.
” 1 ) Kunntntoffr 1. %(i.
i
;F
wollabfallc, Jute., Hanf usw. dirnen. Die Liieungen
in Schwefelsiiurc., Snlpetersaurc prellt man in Wanscr, Alkohol odcr Hmzol, bcfrcit von Siiurc und liist
wieder in gwipic-ten Liisungnrnitteln, wie Chloroforin, Accton, Alkohol, Xtheralkohol und Canipher.
Dann findct dns Vcrspinnrn ntntta2).
Die K u n s t w P i d e 11 g 1 u h k ii r 1) r I' zeichnen nich durch bvsondcrs hohe Elastizitat und Ziihigkcit den Fadms aus. Es wird denselben cine
hei weitem griiOcrc Haltbarkeit nachgeruhmt als
den Ramie- und Raumwollglubkorper. Bis vor
kurzcni war rs nicht niiiglich, die Kunskidrgliihk o r p r widerstanddihig fur den Transport zu
machen, diesr Schwierigkeiten sollen jedoch jetzt
iiberwunden sein. ( h e daU dic Haltbarkcit und
Leuchtkraft darunter gclitten hat. Selbst nach
loo0 Rrennatundcn sind die Einzelfiiden des Kunstseidengliihkorpcrn noch unvcriindert, wie sich aus
nlikrophotograpbischen Aufnahmen ergibt, wahrend
Rich unter gleichen Umstiinden bei Ramie atiirkere
Veranderungm lwnicrkbar niachen83).
Die Kunstnridr hat in den letzten Jahren den
Abeatz und aornit die I'rrixbildung der Naturscide
nicht unwcnentlich IwrinfluUt, d a sie sich Gebictc
vrobert hat, die fruhcr auwchlie8lich der Anwendung
der Naturneidc gchiirten, wic daa dcr mechanitwhen
Stickcrcirn. div Tucherbranchr. Luftatickerrien.
Spitzen, Krawntten. Yiibcl und Ikkoratiomntoffc,
Kragenschoner, Strohhutc.. Hiikeleien usw. Man
nimmt an, daU gegcneartig cine Ubcrprodirktion
an Kunstaeidc stattgefunden hat, dadurch sind
die Preisc gefallen. Die Selbstkostenpreise fur Nitrosciden schiitzt man auf 10,50-12 M, fur Kupferwiden auf 9-10,50 Y,fur Viacosesciden auf 7 bis
9.50 M pro Kilo. I)er Verkaufspreis betragt 13 bin
14 M fur rrstklwsige Fabrikate, 6-9 M fur Sekundawarc. Dir .Jahresproduktion durftr reichlich
5 Mill. Kilo betragenw).
Halbseidenc Futtersthffc aus Kunstaeide erfreuen sich grokr Heliebthcit bei den Konsumenten.
Rrsondei 6 ausgcbreitet ist jedoch die Vemendung
der Kunsteeide in der Krawattenindustrie. wo dienelbe man-he Vorteile bietet. Durch den starkcn
Faden win! daa Gefiihl des Stoffea ein griffigeres
und kraftig bres. Gegen friiher ist die Haltbarkeit
gewachsen u id iibertrifft oft insofern die der S i d e ,
nls diesc inft Igc hoher Erschwerung vielfach dem
Verdcrben au :gesetzt ist. Sidcnc Tulle aus deni
Kunstprodukt. auf welche oben schon hingewiesen
wurde, erfrrueii Rich g r o k r Beliebtheit. In groUem
MaUstabe hat -ich die Wirkwaren- und Tucherhranche der Ku:intaeide bedient.
Kunstaeidcp amentericn, Spitzen und Stickcreien werden in iiiimer grohren Mengen irn VoigtIandr, in drr Sch:vciz und in anderen lndustrie..-
82)
Kunstlichc Yaare.
Franz. Pat. 424 428.
H e n n o R o r z y k t ) w s k i. Siehe auch Erzeugung kiinstlicher Pi!>n und Films, sowie kunstlichen Rollhaarcs niitt! Is hochprozentiger Celluloeelijeungen. D. R. 1'. 210 941. Ver. Kunstaeidefabriken A.-G. Diem Z. XJ. 479 (1911).
89) Z. f. Farb. Intl. 10, 141. E. M u 1 1 e r.
(%em.-Ztg. 35,752. F r i t. z W i r t h. Dicse Z. X4.
2281 (1911).
") Die Entwicklung der Kunsteeideninduetrie
in den letzten Jahren. H. I, e b a c h. Chem.-Ztg.
35. 105.
gegenden hergestellt. t e i l n aus gefarbten, tsils aus
ungcfarbten Camcn. Dic Motive solrher Artikel
bestehen in der Rrgrl aus KunRtseide, wahrend zur
festcrcn Rindung Haumwollr vielfach mitverwendet
wird. Glanurtoff farbt Rich bemndrrs lcicht an und
darf dahrr nur niiiUig warm gefiirht wcrden. Zur
Vcrlangsamung des Aufziehenv der Farbntoffe, auch
uni drckc. Kunstmiden gut durchzufarben. eignet
sich nach einrni von CBsaella ausgcarbeiteten Verfahrcn einr Vorbehandlung der Spitzen mit Tannin und Zinnsalz. Wird Kunstscidc zur Herstellung
sog. Luftnpitzen durch Aufsticken auf Raumwollgrund bcnutzt, no wird die letzterc. vor der Verarb i t u n g mit Siiure abspaltenden Salzen impragniert,
z. 1%. niit Chlormapeniuni nder (;Plloraluminium,
wt4rhv in d r r Hitze dic Raumwolle durch Csrbonisation zrrst6rc.n. Hwteht die Unterlage dagegen
aus W'ollc tder Seidr, so wird sic durch Kochen mit
verd. Nntronlauge gcliist. (Sirhe cruch Verfahren
zur Hrrntehng von Stickrreien. Phantasiegeweben
URW., Tambourivrarbeiten mit sog. Lufteffekten.
D. R. .'1 238 102. N. H. M u n z i n g . Dice Z. U.
1992 [lall].) Noch immer Hind Grwcbe nus reiner
Kunstncide keinc Handelsartikel, nur vcrsucbweiee
sind SchleicrHtoffe nus kunstlicher Seide hergestellt
worden. Streifigc Parhungen auf Kunsteeide.
wclchr trotz norgfiiltigster I3c handlung aufzutretsn
pflegen, durften sich entwcder auf ungenugendw
Denitriewn I n B i Kollodiunieeiden oder auf Vermengunpen vrrnrhiedener Kunskidearten zuruckfiihren
lwRen*6).
Nachdeni dir Vereinigten Glanstoffabriken Elberfeld den Viscowbctrieb der Kunstaeiden und
Acetatwcrke in Sydowsaue ubernommen und damit
die Lwtrrffenden Viscosepatente und Rechte erworben haben, sollen diem dem Vemchmen nach
auch auf die iisterrcicbische und engliehe Tochtergesellschaft, die Erste &terreichische Glanzstofffabrik A.-G. und die British Glanzstoff Manufacturing Co. ubertragen win.
Die Henckell Donnersmarcksche Acetatfabrik
in Sydowsaue wurde in eine Geeellschaft m. b. E
unter der Firma Internationale Cellulose Eater Cesellschaft m. b. H. verwandelt.
In ihrer Sitzung vom 4./7.1911 bat sich die
Crefeldrr Handelskammer gegen die beantragte
Erhijhung des Kunstaeidenzollea ausgesprochen.
mit besonderein Hipweis auf den Kunstmidenverbraucli in Crrfcld86). Wahrrnd dic Krcfclder Stofffabrikanten in1 Jahrc 1909 7660 kg Kunsteeide
vcrwrbten, wurdrn ini .Jahre 1910 bereita 30 251 kg
verarbeitet, und im Jahre 1911 durftc sich dieaer
Verbrauch auf daa Doppelte und mehr eihcht haben.
UngPfiihr dic Halfte der mit Kunstaeide hergrstellt r n Fabrikatc wild nach dem Audandc abgesetzt.
Der Rohstoff durfe daher nicht mit eincm hoheren
Zoll belastet Gerden, um die Konkurrcnzfiigkeit
der dcutach-n Gewebe auf dem Aunlandsmarkte
nicht zu bcdrc hen.
1'k.r die Verwertung von Kunstwideabfillen
86) Vgl. R. L o w e n t h a 1. Die Farberei der
Kunstaeide. Kunststoffe I. 204. Uber Neugriindungen von Kunstaeidenfabriken siehe Kunstatoffe I.
2.56; 400. Uber den Konsum an Kunsteeide in Runland siehe Kunststoffe I. 319.
86) Kunststoffe I, 296.
&u,nSertesich A. D u 1 i t z 8 7 ) . Ale Abfallseide findet
man von Glanzetoff und Viscosrsoide kurze und lange
E W m . gezwirnte und ungezwirnte Ware, auch oft
zueemmengeklebte Fiiden, wiihrend Nitrocelluloeewide nur in Strangform, wenn auch oft durchschnitten, als Abfallprodukt im Handel ist. Der Grund
hierfiir eteht mit dem FabrikationsprozeO der Nitrocelluloeeeeide in Verbindung, die erst in Strangform der Denitriemng unterworfen wird. Vorher
fehlcrhaft gewordene Anteile werden mit der Ausgangsnitrocellulose zueammrn wieder in Liisung gebrecht und dem Retriebe auf d i e m Wegc wieder
zugefiihrt.
Der Kunstaeidenabfall wird in der l'osamtmtrie
vielfach zur Herstellung von Qunnten und Troddeln
verwendet. Auch die I'apierfabrikation hat ihn
aufgegriffcn, um damit Effrkte ZII rrzielen. Dcr
meiet gefiirbte Abfall wird mit der l'apiermassu gemischt, cder die losen Fiidrn wrrden wiihrend des
Fhtrocknens der Papiermuse auf d r r Maschine
auf die hlnsse gestrcut. Resvere Erfolge erzielt man
beim Zusammenarbeiten dcs Kumtnc~idmabfalles
n i t anderen Textiletoffrn zu Carnen, h s o n d e r s
unter Verwendung von Wolle und Ramie. Der
Abfall wird auf eine IAnge von 10-20 cni zerschnitten. worauf man dcnnclben i i b r die Wallkrempel laufen laat, die Yiiden iiioglichfit, in
der Liingnrichtung der Maschine auflrgend. I)er
Verlust an Abfall auf d r r Kre1npt.I i n t hctriichtlich und kann sicli auf lo?/, und niehr M a u f e n ,
falls die Ware schr apriidc. und vlektrisch ist. J e
nach der Beechaffenheit d w .4bfallvlie&s laUt man
deseelbe mehrerc Male nllein durch rine S t r w k npinnmaschinr laufen und spinnt schlielllich mit
Wolle allcin o d r r auch untcr Hinzufiiplng von Knmie und vrrzwirnt dtlv C ; t r r n . lkiiii Piirlnm c*inc*r
scilchen Glanzwolle iiiit g!c.vignc.ten Fnrbntoffcm
nimmt die Kunstnridr kcinc. b'nrbc wn, no dnB sic.
nich g l i i n i ~ n dweiU yon deli1 farbigen I'ntcrprundc
trbhcbt. Hiiufig wird clrr Abftill aiirh narh iiichriiialigeni Auavpinnen vc*rzwirnt, n o emtatelit die.
(: h a 1) 1) c k u n n t B t~ i d (. , \v&lic. drin ('htrrukt4.r nach dcin Wollgnrn iihnlirh int, pliinzc*ndt-r.dabei aber rauhrr und dicker ?Is diwc~sint. Stiirkrrc
Zwirnunp zwtv-ka .\lildcrring d r r Hnnripktbit wariiiindc.rt den Olnnz rind nah:.rt dic, \Vnrc i n i Aiiswhrn
c l t m b:iaengnrn, ohnc ihr tlir gleirhr I.'c*nt igkeit ZII
vcdcihcn. I)ir ('hnl)l'(.krinstsc.itlc koiniiit in I&*tracht fur die* Erziwgunp von wc-ilkm Shtrwls. Kindtwniitzm. von ~~'intrrnI)orttrrtik(,ln.I)ic* (;renzcw
der Vrmr-cndunpafiihigkc.it nind indrnsrn, deer gc*rinpen Haltbtrrkrit in fc*urhtc-iii Zustrmdv htiltnhr,
tang geiiogenv.
Endlich findrt dicb Al)fnlIsc~idc-m r Hc*rntc.lluny
vun Forinylcrllulosr Vcnwndung. Jltin triiyt in
.Amciwmsiiurc* von 95 - Iffin;, (.in und tmviriiit
Icicht. I)iv i~rhnltcnrliiniing kann dircakt zur ( k winnung von Fidcm. Piliiis IIRW. h-rnnywopcm w ' r dense).
Einr iilwmichtlichc- %rixaninic~nntc~llunpdvr
wndytischrn \lethoden, \rc*lrhv m r I-ntcmuchuny
Kunatoffc I, 107. Ditw Z. 24. 1341 (1911).
Verfahren zur Verwendung der Abfiille der
Kunstmidenherstellung allcr .Arten von (kllulosr~.
Brit. Pat. 15 700. Vrreinifle Glanzstoffabriken
A.-G. Elberfeld. h e r die Verwllunp von Kunfitnridesbfiillrn siehr Kunstatoffc. 1, 37.
87)
88)
und Reetimmung der in der Kunsteeideninduetrie
gebriiuchlichen Ausgangsprodukte gebriiuchlich sind,
brachte H. J e n t g e n 89).
Ausgehend von den Versuchen M a n g i n s ,
der mit Hilfe von H u t h e n i u m r o t eine Anzahl
von Naturfasern unterscheiden konnte, ist es
B e 1 t z e r 90) gclungen, die Kunstfaaern durch ihr
verschiedenes Verhalten gegen Rutheniumrot zu
charakterivieren und dadurch ein neues Reagens
zu ihrcr Unterscheidung zu findcn. Rutheniumrot fiirbt Cellulosc~gar nicht an, Nondern geht mit
groller Vorlicbc in die natiirlichrn Verunreinigungen
d e t (lelltilovc~rind farbt die harzigen und schleiniigen
SubRtanzm. Hohr ungebleichte Haumwolle wird
schwnch rosa p'fiirbt, \wil die leicht wnfiirhhare
Cuticuln noch vorhnndrn ifit. Dementaprechcnd
wclchc von Pflanzenwrrden ullc 1'flanz.c~nfa~~n.
bast herstamiiivn, z. H. Ikinen, Kwmie, Hanf und
.Jute,stark gefiirbt. h i einer Einteilung der Kunstf w cr n nun in nitrierte Cellulosen. Ctllulosen aus
ammoninkalischer KupfrrlijRunp, Viwose, Acetatc e I I u l ~ n ~und
- ~ )etcnonivrte Ccllulonc~n.ergeben sich bei
der Whandlunp mit Ruthcniumrot folgendc UntervchritlringPiiirrkm~rlr~l):
Firbung mit:
Permlinganal Rutbrniunrrot Yethylanblau
Nitrocvllrilow
lic.int,
Krinc-
ITnrepc.1miiOip
Denit roct.1lulose
Kupfcrcel.
Iulonr
.Scliwaclihraun
Manpan-
Starkrc It.
hbhaft
Svliwnch
Schwtrch
Vilicoxc.
Scliwtir~
Intcmnivw
Strrrk Iilari
ncliwnrz
K<Inn
Acrtatcv4 1111~1nt~
1. bhnf t
Srliwtiw
I 'nrvgc-1iiiiiUiy
I 'nrepc.1 niiil3ip
I)c*nitric*rtc. ntcmonic*rtc* ( i ~ l l i i l o x c ~ wird von
Kuthrniiinirot nirht tinycfiirbt, dnpogc.n von Permnnganat. Stcnoxicrtr Viseos(wridt- vc-rhiilt nich
bin nrif dtrn \'rrhiiltilis zu I'c~riiinnprtnat glcichfir~~n
incliffc-rent. Stwh d(.r Ik~hnntllitn,cniit Alkali trit,t,
indcwwn intcmxivc. k i m f i i r h n g vin. wiihrcmd dien
Iwi ntc*niinirrtvr tiri~~frrwiiirnoniakcc~llulonc~
iiicht
in drin . l I t r k d c r Fti11 itit. Hirthmiiiiiirot c.rxvhi-int
durch tlic- ntcirkc. .\nfiirliiing von Oxyec*llulonc*ye*r i p r t , d i t w von noriiitrlvr. tinvc*riindvrt pc-ldieIwnc*r
~ ' e l l r i l o n c . x u untcwehvidvn.
Hinnichtlich dew iiulkvvn Htilrittiw c l ViwoHc,~
nc-idrn nind zwe4 1Gillc. ZII iintc~rsrlwidc~ri.Indinyt
durch die. vc*rnrliicdmr Gc.w.innUnyntrrt. I )it* cmte
Gruplw zcipt c-inc. gcwixnt. ('I~~reinstiiiiriiungiiiit
der K u ~ i f r r o s ~ d a i i i i i i o n i n k n ~(tic.
~ i ~ lI.'wc-r
~ ~ . ixt regelmiiOip, I)c,nit.it c-irwn I)urehiiicwcr von vtwn O.(P25
bin 0.00 niiir und zc.ipt kvincm m n t r t i l m KtiiiwI. Sit.
bildet nich nnch d r n Anpwlair von S t t - ti r II clrrrch
Konpulntion in h c . r .Aiiiiiioiiiiiiiinulftitliixunp. I)iv
.Aunfillung wdlzivht xirh hiw niir w h r I t r ~ i ~ n t r i i i .
Krinrtntcifft- 1. ltil. 1 ) i c w
"9) H. ,I 1' n t p ( * n.
Z. 24, 1311 (1911).
0 0 ) F r a n c i n .J. H. H e I t Y, (* r. I h r l h t r r scheidung der h'nturfawm und dtzr liunstfasern
mittele Ruthcniuiiirot. Monikur Scicnt. 1911. 633.
91) Dabci ist auch daa \'c.rlitilten ZII den nchon
liinger angewandten Rcsrtpnzien n i i t beruckniclitigt rind vt.rplirhen.
574
Wrlioh: Die Bntwioklung der Sementinduatrie.
Anfangs konimt e8 nur zur Bildung einea Koaguluma
aus welcheni sich erst durch Behandlung mit einei
.Sure die Cellulotw niederschlagt. Rei der zweiter
Gruppe der Viscomiden entateht ein die Mittr
durchziehender Kana1 und eine Anzahl diesem pa.
rallel verleufendr Rillen. Die Ausfallung geht mil
Hilfr von Hinulfit vor sich.
bh wurde gefunden"), daU a u k den bekann.
ten I h u n p m i t t e l n das Antimontrichlorid in konz.
wiiaseriger. bemr in Ralzsaurer h u n g die Cellu.
lose zu liisen vcrmay. Quecksilberchlorid, Wisniut.
ehlorid und Xinnchloriir liisen die Cellulow? schon
lei ZirnmertempcrHtur in wlzsaurer Pluanigkcit.
?Lhnlich wirken Antimonlentachlorid, Zinntetra.
chlorid und Titantetrachlorid in achwach aaI*maurer
h u n g . Schwiicher wirken die Chloride von Kobalt, Gold, Cer, Chrom, Uran, nmh weniger Cadmiumchloricl. Kupfvr. Thallium, Vanadin und Zirkonehlorlir in attlrker SalzsiSure. Qanz ohne Lasungnvermogen fiir ('vllulose aind Mangan, Kupfer, Kickelchlorid in konz. Salzaaurc.. ebenso Hlei, Thallium,
Thor. Aluminium, Phosphor und Arwntrichlorid.
Weniger g+gnet HISL&ungumittel sind die Broniide, da d r r drirch Hydrolyst: entetehende Hroni~ kurzer Zeit weitgehend
w m r s t o f f die ( i 4 l u l o ~ cin
abbaut. Kine wihwrigr konz Calciumchloridlijeung
vermag bei ihrmt Siedepunkt, von 130' Cellulone
zu liinen, die vorher niit einem .4nieisenaiiure-Salzsiiuregemisch behandelt war. Ikaungen der chloride der Alkslien und alkaliechen Krden in Salzsiiure
verhalten sich indifferent. h u n g e n von Kalium-,
Herium-, Magmniurnchlorid in Ameisenaiiure 0dt.r
Ameiuensiiure-Salzsiure losen (%llulose auf, auch,
W ~ Mcruch schwiichrr, in trichlorensigsaurer I&ung.
Von -4. H t: r x o g 93) wurden aieben Marken
von HendelnroUhnar einer niihcrcn I'riifung u n t ~ r sopcm. I . .-\cvtcttroOhmtr.2. Visrdling~rn.3 . Helion,
4. I'unacidi.. 3. Sirius. ti. Metecw, 7. Ktinsthanfgs).
I)iv optinch1.n Eipenachaften dienvr I'rtduktc.
uurdon von dwti Vf. zur ldentifizierung dernelben
in (katalt rinw tmelytiachen I~i.ntiniriiun~trtIw.llc.
zii~trtiinienpc.wt~~1110").
Ordnt-t nitin div H ~ ~ U h ~ ~ i . r . r n t r t ~ l , I . ( l d l l kncrcli
t(!
ihrer aboluten Fc-ntigkt!it pro 1 qnini ( Fentiykeitxso renulticrt nachfolyende Hvihr:
mc~liilii~)
I . Act*tirtroUhatrr I 0 , t i - 1ti.H kp,
2. I'anwide 20 kp.
3. Mettvir 21.7 kg.
1. HrlirJw 40,9--'L3,!) kp.
.i.Vincellin 23.0.. 24.7 kp.
Auch twi d m RoUhaarrrarrtz1,rtdukten geht
wie bci den K u n n k i d m iilwrhaupt, dir Festigkeit
naeh dem Hefeurhkn niit Wwnrr ntwk xiiriick. Dir
yvringntm ['ntc.rsrhidr i i t i trorkncm rind feuchten
Einigc. new Liisungnniittel fur (kllulow. iind
ihre Wirkung. H o r a c e G . I) t. rn i n p. ,I. Am.
('hem. Sor. 33. 1515.
93) Zur Kenntnia der Eigenachaften einiger
kunatlicher RoUhaarersatzstoffe. Kunstatofft. 1,
181. Diew Z. X I , 1500. 2230 (1911).
W ) Viseellin und Helios von den Piimt G . Donnernniarckschen Werken. Panaeide von denaelben
Werken. Sirius von Vereinigten Glansztoffabriken
A . 4 . Elberfeld. Meteor van Vereinigten Kunstaeidefabriken A.-G. Frankfurt n. M. Kunsthanf
von derselben Firms.
96) Siehe Kunstatoffr 1. 205.
vi)
[ 2"r r ndtc Chcmle.
nr
Zustande mi@ d m AcetatroOhaar, obwohl die
Festigkeiteverluate gegen alle Erwartung, beaondern
im Hinblick auf die nicht nachweisbarc Quellung,
nicht unbedeutend aind, 14.2 tiis '29,46?;. Bedeutend g r o b r wnren die Featigkeitsverluste bei den
ubrigen Kunstfiiden. Resondere auffallend &ten
die Festigkeitaunterechiede hervor, aobeld die untrr
Beriicksichtigung der Quellung berechneten Frstipkeitemoduli initeinander verglichen wurden. Ht*zeichnet f die in Granimen ausgedriickte RoiUfeatipkeit cines feuchten Padens von d w Querschnitbfliiche n iiii trockenen Zustande und q die Qrtellung
in I'rcrm.ntpn, n o berechnet nich der Pcstigkcibrntdultin ini fruchtnn Xustande 3l in Kilo wit. folpt:
f
-
M -
H ( 1 -t
100
'I )*100(,
EN vrgibt xicli folgende Rrihc.:
I . Meteor 1.8 kg,
4. Helion 2,5--3,1 kp,
3. Siriua 33-40 kg.
4. I'anseide 4.0 kg,
5 . Viscellingarn 6,7--0,0 kg,
ti. Awtatronhaar 8 , s13.1 kp.
SchlieUlich nioge n t r h auf die diw Gebiet d r r
kiinatlichen Seide betreffenden Abhandlungen volt
H. L e h H c h 96). J. F o I t z is r 97). G . H r r z n pee)
S (- d I n r z r k 99) hingcwitwn win.
tScblr1fl folgt.)
Die Entwicklung der Zementindustrie.
{Einge~.-B./!!.
1812.)
Zii deiii Aldrurk ineinw Vortragw i i i Heft 37
liewr %. 1!)11 niacht inir die Pirma F. 1.. Sniidtli
k ( '0.. Kopenliagen. folgende Mitteilunpen:
I . lkr von mir nirlit erw-alintc kontinuierliclir
.Aalhory-Ofen" int in den veruchiedenen Iiinderii
n nieltr nln 100 Auafiilirungen in Gebrauch.
2. DRn Klinkerkiihlsyatent
Polax" und die
knutzunp von Druckluftbelieizuny hei Urehrohrifen int der pnannten Firnia patentiert iind darf
ion anderen Firiiien nicht angewendet werden.
Heinr Hetnerkung, claU die fruheren I'etentntreitipreiten beigelegt Mien. konnte in dienein Punkte
h e irrtiimliche A4unlegungherheifiihwn.
3. 1)ie Dreliroltriifen werden i i i neuenter 7kt
atniic*hlic.liinit. Erfolp in einer Liingr von 7? m nunFfulirt. Die Henierkung, dab eine xolclir IAnge
inzwerkinallip und amerikaninrhrr
I{luff" .wi.
rifft alno nirlit mehr 7.11.
.,
..
96) H. I, e b a c Ii , Die Entwicklunp dcr Kumt .
eideninduntrie in den IetztPn Jahren. Chem. -Zw.
15. 105.
97) Die Pebrikation
der Kunatcleide nach
lem Ku ferox dammoniakverfahren. Zusemmenfwende I b h a n i u n g iiber diesea Spzidgebiet der
Cunstaeideninduatrie. Kunststoffe I, 301ff. 1)ieav
:. 24, '2229, 2084 (1911).
98) Neuerungen in der Kunsbeideninduetrie.
iunsgtoffe I, 394. Nach Technieche Rundschau.
90) Heratellung
von Kupferoxydammoniakkungen. Kunetetoffe I,143. Siehe auch: F. Klein.
)ie kunstlichen Seiden. Wochenschrift f. d. Verb.
Echn. niuru?mh. Vereine 8, 170.
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