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Geschftsbericht des Vorstandes des Vereins deutscher Chemiker fr das Jahr 1920.

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In der Naht vom 4. zum 5. ]uni d. J. entschlief in seinem 62. Lebensjahre
DR. LUDWIG KNORR
ord. Professor der Chemie an der Universitat Jena
Ehrenmitglied des Vereins deutsher Chemiker.
Als Entdeder der Pyrazole, insbesondere des Antipyrins, hat Ludwig
Knorr sich unvergangliche Verdienste urn die Entwicklung der deutschen
chemischen Industrie erworben ; seine Arbeiten uber die Konstitution
des Morphins, seine neuen Methoden zum Aufbau der Aminoalkohole,
der Chinoline und Pyrrole und vor allem seine Forschungen uber das
Keto = Enol= Gleichgewiht sihern Ludwig Knorr einen Ehrenplatz
unter den organishen Chemikern fur alle Zeiten.
Dem liebenswurdigen sonnigen Menshen, dem stets hilfsbereiten Kol=
Iegen werden seine zahlrcichen Schuler und Freunde ein dauerndes
Andenken bewahren..
Unser Verein ist stolz darauf, Ludwig Knorr fur alle 2eiten inseinen
Listen zu fuhren.
VEREIN DEUTSCHER CHEMIKER, E.V.
41
Ze i ts c h riff f ii r a n gew a n d te Ch em i e
34. Jahrgang 8.249-264
I
I
Aufsatzteil und Vereinsnachrichten
1'0. Juni 1921, Nr. 46
I
Geschaftsbericht d e s Vorstandes d e s Vereins deutscher Chemiker fur d a s Jahr 1920.1)
2. Jiihresbericht des Vorstandes.
Trotz aller Ilemmungen, welche uns die Nachkriegszeit weiter
auferlegte, suchte unser Verein im Jahre 1920 durch Ausbau der
Zeitschrift, durch Anregung in den Bezirksvereinen, durch Mitarbeit
bei den Verbiinden, niit denen unsere wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Interessen sich beruhren, dem Zusammenhalt und der
Ftirderung der deutschen Chemiker nach Kraften zu dienen. Auf
Grund der neuen Satzung wurde in Hannover der neue, neungliedrige
Vorstand gewlhlt, der uns die Heziebungen mit allen Kreisen unserer
Mitglieder und niit den anderen Vereinen unseres Gebietes in SO erfreulicher Weise vertieft und erleichtert.
Z e i t s c h r i f t e n. ~Die Anderungen in Zeitschrift und Verlag
waren bereits durch den alten Vorstand, dem f u r seine umsivhtige
Leitung inmitten der driickenden Verhiiltnisse des Krieqes und Umsturzes auch a n dieser Stelle der herzlicbe Dank des Vereins ausgesprochen sei, vorbereitet. Als die siiintlig steigenden Kosten es der
d e u t s c h e n C h e m i s c h e n G e s e l l s c h a F t unmtiglich machten, den
besonderen technischen Teil des Zentralblattes nach unserem vor zwei
Jahren getroffenen Abkommen weiter zu liefern, verstandigten wir
uns dahin, daB die Gesamtausgabe des Zentralblattes unseren Mitgliedern zu den gleichen Vorzugsbedingungen, wie den Mitgliedern
der chernischen Gesellschaft, geliefert wird. Dem Bestreben, unntitige,
kostspielige Doppelarbeit z u vet-meiden, entsprang dann weiter der
Vertrag rnit dem V e r e i n z u r W a h r u n g d e r I n t e r e s s e n d e r
c h e m i s c h e n I n d u s t r i e , nach welchem seine Zeitschrift .Die
chemische Industrie" jetzt an Stelle des wirtscbaftlichen Teils unserer
Vereinszeitschrift beigelegt wird. Mit beiden Gesellscbaften gemeinaam
soll der bisher von unserem Verein allein gefiihrte ,,Verlag
Chemie" die Herausgabe der literariscben Unternehmungen der drei
Vereine in kaufmannischer Weise durchfiihren. Unserer Zeitschrift
erwachst damit die Aufgabe - zwischen den wissenschaftlichen Abhandlungen der Berichte und den Referaten des Zentralblatts - das
Organ fiir zusammenfassende ubersichtliche Bearbeitungen der einzelnen
Gebiete der wissenschaftlichen und technischen Chemie zu bilden.
B e z i r k s v e r e i n e u n d F a c h g r u p p e n . - Die andauernde Steigerung aller Reisekosten wird es vielen unscrer Mitgliedern unm6glich
machen, sich a n auswiirtigen Versammlungen zu beteiligen. Um so
mehr wachst die Arbeit, welche die Bezirksvereine zu erfiillen haben,
urn f u r den ZusanimenschluB und die Fortbildung der Chemiker zu
sorgen. RegelmaBige Versammlungen mit anregenden Vortragen, bei
grSBeren Bezirksvereinen m6glichst an verschiedenen Orten des Bezirks, Besichtigung industrieller Anlagen, gesellige Zusammenkunfte
miissen mehr nocli als bisher verirnstaltet werden. Als besonders
fruchtbar baben sich Fortbildungskurse erwiesen, wie sie z. B. am
Oberrhein, im Kheinland und Leipzig seitens der Bezirksvereine oder
grtifierer Fabriken eingerichtet wurden.
Bei den Fachgruppen, die sicb RUI' der Hauptversammlung
Hannover wiederum trefflich bewlhrten, wl r e anzuregen, ob sich nicht
in den Zeiten zwischen den Hauptversammlungen Zusammenkunfte
veranstalten lieden, damit die Spezialkollegen einzelner Bezirke Anregung
Und Ftirderung erfahren. Ganz besonders sind die Facbgruppen dazu
bernfen fur die Vereinszeitschrift interessantes Material z u beschaffen.
H a u p t v e r s a m m l u n g . -- Die Hauptversammlung zu Hannover
vom 8. his 11. September 1920 zeigte mit voller Deutlichkeit, wie groB
das Bediirfnis der Cheniiker nach Belehrung und gegenseitiger AUSsprache ist; trotz der hohen Fahrpreise war der Besuch stlrker, als
J e zuvor. Der OrtsausschuW hatte die wissenschaftlichen und geselligen Veranstaltungen wfs glucklichste vorbereitet, so dad selbst
der Streik der Strafienbahner dem Hesuch der Sitzungen keinen Abbruch tun konnte. Das schtine, geraumige Chemiegebaude der Techniscben Hochschule bot den Facbgruppen zwc:ckmliBiges Unterkommen,
wahrend die imponierende Stadthalle niit der amtoBenden Ausstellungslialle den allgemeinen Veraarnmlungrn einen wiirdigen Rahmen
gab ; den glanzenden allgemeinen Vortragen schlossen sich so wertvolle VoiZriige in den Fachgruppen an, daB man nur bedauerte, sich
nicht vervielflltigen und gleichzeitig an drei Sitzungen teilnehmen zu
kiinnen ! - Die Umwandlung der Fachgruljpe fur .MineralSlchemie
und v e r w n d t e Fiicher' in eine solche f u r .Hrennstoff- und Mineraltilchemie' bildete eineri bedeutsarnen Schritt vol.wlrts f u r unser Bestreben,
die Facbgenossen aus allen Industriegebieten dem Verein anzugliedern
und ihnen einen wissenscbaftlich-technischon Mittelpunkt zu geben.
Eineri besonderen Erfolg haben der Ortsausschud und die Fachgruppe fiir chemisches Apparatewesen mit der Veranstaltung der Aus') Vorgelegt auf der Hauptversantmlung zu Sluttgart in der Mitgliederversammlung (s. S. 211). Die Ziffern vor den einzelnen Uberscbriften entsprechen den Punkten der Tagesordnung der Mitgliederversammlung.
stellung fur chemisches Apparatewesen erzielt. Die ,,Achema", die
als stiindige Einrichtung auf den Hauptversammlungen beibehalten
werden soll, war von zahlreichen fuhrenden Firmen in ausgiebiger
Weise beschickt; sie erfreute sich nicht nur eifrigen Besuches seitens
unserer Mitglieder, sondern hat auch in den geschaftlichen Ergebnissen
die hochgespannten Erwartungen vieler Aussteller noch ubertroffen.
A u s s c h u s s e . - Von weiteren Betltigungen des Vereins seien
nur genannt die Verhandlungen mit den Chemikerschaften der Hochschulen zum Anschlud a n Hauptverein und Bezirksvereine; die Bemiihungen, den Unterrichts- und Untersuchungslaboratorien einen Teil
der enteigneten Platingerate wieder zu beschaffen; die Mitarbeit zur
Normalisierung chemischel' Apparate und Gerate; die Mitberatung der
Unterrichtsfragen bei den deutschen Regierungen; die Unterstutzung
der Bestrebungen zur Verbilligung des Chemiestudiums und zur Heschaffung der chemischen Literatur.
Gemeinsam mit dem B u n d d e r a n g e s t e l l t e n C h e m i k e r und
Ingenieure konnten wir besonders in dem Z e n t r a l s t e l l e n n a c h w e i s ,
in dessen Kuratorium der Vertreter des Bundes mit dem des Vereins
zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie und dem unseres
Vereins zusammenarbeitet, eine segensreiche Tatigkeit entfalten; ebenso
haben wir andere Fragen, wie Angestelltenrecht, Eingliederung der
Chemiker in die Gehaltsklassen der Besoldungsverordnungen, in bestem
Einvernehmen niit dem Bund bearbeitet.
Mitgliederbewegung.
G e s a m t z a h l d e r M i t g l i e d e r a m 31.112.1919: 6001
1 . Gestrichene Restanten
aus der Kriegszeit
a) Auslander
382
b) Inlander
113
495
~
2. Austritte
3. Gevtorben
425
~-67
~ _ _
987
Gesamtabgang
554
Neueingetreten
-~
433
Abnahme
Mitgliederbestand am 31.112. 1920
Vom 1.11. 21 bis 30./4.1921
375
Neueingetreten
Ausget reten
19
22
Gestorben
~~
41
433
5568
41
334
Zunahme
334
-~
Hestand am 30.,'4. 1921
5902
Die Entwicklung des Vereins seit dem l . / L 1888 wird durch die
nachfolgende obersicht wiedergegeben :
1888
1890
1895?)
1900
19053)
19104)
429
1120
2096
3118
4131
-
-
-
237
-
-
-
139
5
9
-
430
357
480
105
173
137
15
20
36
-
9
310
164
317
18
19
-
20
12
13
?3
13
13
23
23
26
13
14
14
23
1.7
Abnahnir
19155)
1916
5410
5333
168
233
157
181
88
68
191i
1918
19196)
5317
5367
5543
260
475
684
130
238
165
80
61
ti1
1920
1921
6001
5568
554
920
67
77
16
Zunaliinr*
50
176
458
.\bnahnir
433
Die Verteilung der Mitglieder auf die einzelnen H e z i r k s v e r e i n e
ergibt sich aus folgender Zus;imInenstelIung.
?)
3)
Am 1.j7. 1894 hatte der Vereiu die Mitgliederzabl 1000 erreicht.
Am 31.,'5. 1901 wurde bei der Hauptversammlung zu Dresden das
2500. Mitglied aufgenommen.
Das 4000. Mitglied zhhlteu wir am l a . ,2 . 1909.
~-') I)as 5000. Mitglied zahlten wir am 14./10. 1912.
])as 6000. Mitglied ziiblten wir am 30.112. 1919.
J,
-_ _ _
M i t g 1i e d e r st a n d d e r Be z i r k s v e r e i n e a m 3044.:
Bezirksvereine:
Aachen . . . . . . . .
Bayern . . . . . . . .
Berlin . . . . . . . . .
Bremen . . . . . . . .
Frankfurt . . . . . . .
Hamburg . . . . . . .
Hannover . . . . . . .
Hessen . . . . . . . .
Leipzig . . . . . . . .
Markisrher. . . . . . .
Mittel-Niederschlesien . . .
Niederrhein . . . . . .
Oberhessen . . . . . .
Oberrhein . . . . . . .
Oberschlesien. . . . . . .
Pommern . . . . . . .
Rbeinland . . . . . . .
Rheinland-Westfalen . . .
Saar . . . . . . . . .
Sachsen-Anhalt . . . . .
Sachsen-Thiiriogen . . . .
Schleswig-Holstein . . . .
Wiirttemberg . . . . . .
. . .
. .
. .
. .
. .
. .
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.
.
.
.
.
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. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
. . .
1921
1920
1919
1905
70
216
202
28
209
193
158
29
160
602
67
171
80
389
49
56
580
322
24
249
274
33
152
4202
66
201
266
28
218
176
144 .
27
123
616
63
156
43
326
60
47
688
324
24
269
262
30
127
4060
66
189
266
20
242
173
134
57
117
536
61
169
39
71
265
,
~
-
163
101
124
-
220
63
-
-
302
70
61
679
307
24
284
253
19
126
4012
253
117
35
247
166
29
249
206
-
61
2398
Ausziige aus den Jahresberichten der Hezirksvereine befinden'sich
auf Seite 5-6.
B. F a c h g r u p p e n .
Laut unserem Verzeichnis hatten die Fachgruppen folgende Mitgliederzahlen :
Mitglieder
Analytische Chemie . . . . . . .
Anorganische Chemie . . . . . . .
Breonstoff- und Mineralolchemie 7)
. .
Garungschemie . . . . . . . . .
Geschichte der Chemie . . . . . .
Gewerblicher Rechtsschutz . . . . .
Kaliindustrie . . . . . . . . . . .
Med.-pharmazeutische Chemie . . . .
Organische Chemie
. . . . . . .
Photochemie und Photographie
. . .
Chem.-technologischer Unterricht . . .
Chemie der Farhen und Textilindustrie .
Chemisches Apparatenwesen . . . .
. . .
. . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . .
. . .
. . .
. . .
. . .
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
122
247
133
63
11
63
92
134
138
44
94
139
89
,
E. E c k h a r d t , Berlin.
Dr. E r n s t E l i a s , Tubingen.
Dr. J. E p p l e r , Erfurt.
Dr. F r i t z FlUgel, Stettin.
Geh. Regierungsrat Prof. Dr.
H e i n r i c h F r e s e n i u s , Wiesbaden.
Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Mart i n F r e u n d , Frankfurt a. M.
Dr. C. F r i t s c h, Schlettau.
Dr. Wa1t h e r F r o b e n i u s , D6mitz.
Dir. Dr. P e t e r F u c h s , Iserlohnerheide.
F r i e d r i c h A r t h u r G a s c h , Oberhiittenamtsdirektor, Freibergi.S.
Geh. Hofrat Prof. Dr. L u d w i g
G a t t e r m a n n , Freiburg i. Br.
Dr. Wi l he1 m GrUn e w a l d ,Mannheim- Waldhof.
Prof. Dr. L. G r i i n h u t , Miinchen.
W i l h e l m Helbig, Fabrikdirektor a. D., NiederlSSnitz.
Dr. A. Herz, K6ln.
Dr.J o s e p hHerz,Miinchen-Pasing.
Prof. Dr. E. H i n t z , Cdthen.
H a n s E r i c h Hoesch, Diiren.
Dr. Alfred H o f f m a n n , Schoppinitz.
C. S. Hoppichler, Munchen.
P a u l Huber, Charlottenburg.
Dr. Karl K a u t z s c h , H6chst a.
Main.
Dr.WilliKirchner,Essena.Ruhr.
Kommerzienrat Dr. K a r l K r a u s h a a r , Hannover.
Dr.FriedrichKlausing,GieBen.
Dr. J. N. K r u s e , Stettin.
Prof. Dr. H e r m a n n Lange, Crefeld.
HUttendir. Max L i e b i g , Godesberg.
E d u a r d L 6 f l u n d , Grunbach.
Geh. Regierungsrat Dr. C.A. Mart i u 8 , Berlin.
Dr. F r i t z Marx, Oranienburg.
Dr. P a u l Mauz, EBlingen.
Dr. Rudolf Messel, London.
A1 exa n d e r Miill e r , Haag
F r a n z M a t h i a s Miiller, Berlin.
Dr. G. Muhs, Ronnenberg.
Dr. B.Niederstadt, Hamburg.
Dr. G u s t a v N i e w e r t h , Dresden.
M a x P 6 h n , Berlin.
Dr. A. R g n n b e r g , Jiilich.
T h e o Ro j e k, a n d . chem., Breslau.
Hofrat Oswald S c h l u t t i g , Dresden-Loschwitz.
Dr. Richard S c h n e i d e r , Uerdingen.
Prof. Dr. O t t o S c h r e f e l d , Berlin.
Obering. P a u l S c h r 6 t er, Wolfen.
Ur. T h e o d o r
Schumacher,
Aachen.
Dr. R i c h a r d S e i t z , Munchen.
Dr. R. S e l d i s , Berlin.
Prof. Dr.Max S i e g f r i e d , Leipzig.
Bergrat Alfred S i e m e n s , Halle
a. d. Saale.
Dr.-Ing. Hans S t 6 t z e r , Dresden
Dr. W. T h a r n e r , Osnabriick.
Dr. P a u l Volkmann, Elberfeld.
Prof. Dr. W i t t e l s h 6 f e r 7 Berlin.
Dr. H a n s Z i e g e n b e i n , Stralsund.
Totenliste far das Jahr 1921.
Dr. H a n s A n d r e a e , Burgbrohl. Prof. Dr. Max L u m m e r z h e i m
.Prof- Dr. M- Conrad7 AschaffenM.-Gladbachburg.
E. Nd r d 1i nger, Fabrikbesitzer,
. . . . . . . . .
Dipl.-Ing.EmilGrevB,Biickeburg.
Fldrsheim a. M.
. . . . . . . . .
Dr. J o h a n n F r i e d r i c h Gun t h er, Dr. A. P f iil f , Ammendorf.
Totenliste fur das Jahr 1920.
Eisleben.
Dr. A u g u s t P u s c h , StaSfurt.
Geh. Kommerzienrat F r i e d r i c h Geh. Regierungsrat Dr. T. H. Dr. F r a n z E r w i n H a r t o g h , Dr. Karl Ludwig R e i m e r , LeoBayer, Elberfeld.
v o n B 6 tt i n g e r ,Arnsdorf (NeuSpandau.
poldshall-St&furt.
Dr. E r n s t H a s s e n k a m p , Lever- A l b r e c h t Schneider,Hamburg.
Dr. P a u l Beck, Nordhausen.
mark).
Dr. Ferd. Schrllder, DUrrenbach
J. B' B u r k h a r d t , Weiler*
kusen.
Kommerzienrat E m i l B e r i n g e r , Dr'
Dr. Michael Chain, Berlin.
Dr. A l b e r t H e r r m a n n , Frank(gefallen).
Charlottenburg.
furt a. M.
Ed. C h a r l i e r , Briissel.
Dr. H. S e r t z , Helmstedt.
Prof. Dr. J o a c h i m B i e h r i n g e r , Prof. Dr. K a r l Dieterich,HelfenDr. Hugo Hiineke, Harburg.
Dr. A n t o n i o To m i c h, G6ttingen.
Braunschweig.
berg.
Prof. Dr. P a u l Jannasch,Heidel- Dr. H e r m a n n Wege, BernGeheimrat Prof. Dr. R e i n h a r t Dr. D r obegg, Brooklyn.
berg.
burg.
B l o c h m a n n , K6nigsberg i. Pr. R o b e r t D r o s t e n , Briissel.
Dir. G u s t a v J e l l i n e k , Wien.
Dr. Max W e r n e c k e , Dessau.
F r a n z K e r n , stud. chem., Halle
7) Fruher Mineralolcbernie uud verwandte Facher.
a. d.Saale.
~
3a. Abrechnung des Vereins im Jahre 1920 im Vergleich zur Abrechnung des Jahres 1919 und zum Voranschlag fur 1920.
-__-
~
Rechnung
1919
E i n n a hm e n
1. Beitrage der Mitglieder .
2. Teuerungsbeitrage . . .
3. Zinsen . . . . . . .
4. Verschiedene Einnahmen
Verlust . . . . . .
&
.
14
.
73491 120
.
6099 77
04
12270
18407 95,
.
.
.
!-
Rechnung
1920
"46
Id)
80868
128131
6 180
29 403
7E
35
94
6i
-
l-
Rechnung
1919
Ausgaben
'
2 660
-
1-
Rechnung
1920
I an:iibeg
'Or-
II
1. An die Zeitschrift iiberwiesener Anteil der Mitgliederbeitrage
2. Beitrag fur frernde Vereine
3. Kosten der Rechtsauskunftsstelle .
4. Vorstandssitzungen
6. Vorstandsratssitzungen . . . . .
6. Biirohediirfnisse des Vorstandes .
7. Kosten der Geschaftsfiihrung . .
8. Kosten der Hauptversammlung . .
9. Drucksachen, Berichte, Mitgliederverzeichnisse . . . . . . . .
10. Diplome und Ehrungen . . . .
11. Vergiitung an Bezirksvereine
.
12. Abschreibung auf Einrichtuogsgegenstande . . . . . . . . .
13. Ruckstellung fiir Umzugskosten und
Reorganisation . . . . . . .
14. Unvorhergesehenes . . . . . .
Gewinn . . . . . . . . . .
. . .
. . .
. . . . . .
.
110268 196,l 144684 163 104160
I
-
-
29396
3731
3000
1173
7969
738
38479
2476
48
36
32347 50 3 4 8 0 ~
5769 5 0
6300
- 3000 - 3000
72
4738 05
2000
13
17131 40
4000
56
2190 10
1500
39,5 89182 161 32000
96
2840 , 6 5 1 3600
9113 104
102 60
7253 -
-
18140
900
7922
' 16-
'-
7000
600
8000
I --
-
2699
46
860
-
_ ,- ,-
26000
243
32680
7
-
-
6834 183
05
16
-
-
252
[
Zeitschrift fur
aneewandte Chemie
34. Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker
__
-~
-
-
~
-~- -~__ _-
~
~ _ _ - _ __
~_______
_ _ _ ~-
-
~
Bericht der Rechnungspriifer.
Rechtzeitig war iins von der Geschiiftsfiihrung des Vereins ein
Bericht des Herrn R o h e r t V o r w e r k , beeidigten Revisors der Handelskammer zu Magdeburg, zugegangen.
An der Hand dieser Unterlagen pruften wir heute dasvermtigen
des Vereins nach dem Stande vom 31. Dezember 1920, das Betriehsergebnis des Vereins, der Zeitschrift , der Anzeigenverwaltung, d w
Verlages fur angewandte Chemie, der C. Duisbrrg-Stiftung, der E. A.
Merck-Stiftung , des Jubilaumsfonds , Zeitschriftenrucklage , des JubiIaumsfonds Reiseriicklage.
In dem erwlihnten Rerichte des Herrn V o r w e r k ist vor allen
Dingen die Aufstellung der Bilanz unter Einschluij der Ergebnisse
slmtlicher Stiftungen zu begriiflen.
Unsere Priifung selbst erstreckte sich auf die Kontrolle Posten
fiir Posten der Hauptbucheintragungen, die buchgetreu in die Bilanz
des Gewinn- und Verlustkontos eingesetzt worden sind. Wir bestatigen hierdurch die genaue Ubereinstinimung.
Zahlreiche Stichpruben der Bankausweise, Postscheckkonten, Haupt-
belege und des Wertpapierverzeichnisses iiberzeugten uns von der
richtigen Verbuchung.
Da wir Beanstandungen nicht zu machen haben, empfehlen wir
die Anerkennung der Abschliisse.
L e i p z i g , am 3. Mai 1921.
gez. Dr. E r c h e n b r e c h e r .
gez. Dr. J. N e u g e b a u e r .
Bericht der Rechnungspriifer Uber das Stiftungsvermtigen.
Die Unterzeichneten stellten bei der Priifung der
E. A. Merck-Stiftung,
C. Duisberg-Stiftung
und des Jubilaumsfonds
die Ubereinstimmung des Abschlusses mit den ordnungsmiiBig gefiihrten Buchern fest und bestatigen das Vorhandensein der Stiftungswertpapiere.
L e i p z i g , am 3. Mai 1921.
gez. Dr. E r c h e n b r e c h e r .
gez. Dr. J. N e u g e b a u e r .
3 c. Abrechnung der Hilfskasse 1920.
A u s g a b e 11
Einnahrnen
M
Kursgewinn auf Wertpapiere . . . .
Freiwillige Spenden . . . . . . .
Verzicht auf Honorare, Tagegelder usw.
Riickzablung
. . . . . . . . .
Zinsen
. . . . . . . . . . .
Verschiedenes . . . . . . . . .
-
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Unterstiitzungen an 22 Hilfesuchende
Bankspesen. Biirornaterial . . . .
1532,i5
4862.50
2 532,35
100,6102,86
1316.h6
.
.
.
.
II-
16 4 4 7 ,l l
M
10040,25
574.35
16447,ll
V e r m o g e n s i i b e r s i c h t d e r H i l f s k a s s e n a c h d e m S t a n d e v o m 31./12. 1920.
_ _ _
-~
~
~~
-____
~-
D a s Verrnogen
~
-
~
Die VerrnSgenslage
Vermorren am 1. Januar 1920 . . . . . . .
Vermogenszuwachs irn Jahre 1920 . . . . .
Mithin Verrnoeen am 31.112. 1920
Y
M
168206.79
5832.51
. . . . . .
II
.
174 039.30
M
G u t h a b e n : bei der Dresdner Bank, Fil. Leipzig
28250,727,bei der Darmstadter Bank, Fil. Leipzig
A u S e n s t a n d e : Verein deutscher Chemiker . .
15738,25
.
Sonstige. . . . . . . . .
400, W e r t p a p i e r e . . . . . . . . . . . . 128 924.05
11 -
17405Y.30
Bericht der Rechnungspriifer iiber den Befund der Hilfskasse und
der Kriegshilfe.
Verschiedene Stichproben in den Buchungsunterlagen, Journal und
174 039,30
174 039,30
Hauptbuch uberzeugten uns von der Richtigkeit der Bilanz sowohl
der Hilfskasse wie der Kriegshilfe.
gez. Dr. E r c h e n b r e c h e r .
L e i p z i g , am 3. Mai 1921.
gez. Dr. J. N e u g e b a u e r .
5. Voranschlag des Vereins fiir das Jahr 1922 im Vergleich zur Abrechnung 1920.
-
~~
~ _ _ _ _
1
Einn a hmen
Re4nung
1920
I
dll
1. Beitrage der Mitglieder .
2. Teuerungsbeitrage . . .
3. Zmsen . . . . . . .
4. Verschiedene Einnaliirien
.
.
.
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.
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.
.
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.
80868 75
128 13 1 37
ti 180 34
29 403 57
-
I(
Vorm:;lag
A
Idl
8000
15000
-
-
-
440000
-
Rechnung
1920
Ausgaben
It
A
1. An die Zeitschrift iiberwiesener Anteil der
MitgLBeitrage . . . . . . . . . .
2. Beitrng fur fremde Vereine . . . . . .
3. Kosten der Rechtsauskunftsstelle . . . .
4. Voratandssitzungen . . . . . . . . .
5. Vorstandsi atssitzungen . . . . . . . .
6. Biirobediirfnisse dPs Vorstandes
. . . .
7. Kosteu der Geschaftsfiihrung . . . . .
8. Kosten der Hauptversammlung . . . . .
9. Drucksachen, Berichte, Mitgliederverzeichnis
10. Diplome und Ehrungen . . . . . . .
11. Vergiitung an Bezirksvereine . . . . .
12. Abschreibung auf Einrichtungsgegenstande .
13. Riickstellung fur Umzugskosten . . . .
14. Kosten der Einziehung der Mitg1.-Beitrage .
15. Unvorhergesehenes . . . . . . . . .
Gewinn
. . . . . . . . . . . .
-
6. Die Vereinszeitschrift
hatte, ebenso wie das ganze deutsche Zeitschriften- und BuchwePen
im Berichtsjahre mit sehr groijen Schwierigkeiten zu kampfen. Die
Preise fur Druckarbeiten, Papier und Port0 sriegen in1 ersten Halbjahr
in beangstigender Weise, so daij der Vorstand einen groijen Teil des
von den Mitgliedern irn Frtihjahr erbetenen freiwilligen Teuerungs-
-
32 347
5 769
3 000
4 738
17131
2 190
86 320
2 840
18 140
900
7 922
2 599
25 000
2 862
243
32 580
244584
4
50
50
-
05
40
10
36
65
16
-
45
-
25
05
16
-
1 63
Voranscblag
1922
A
247 500
6 000
3 000
10000
30 000
2 000
110000
10 000
25 000
1000
8 000
-
3 000
7500,
-
-
463000 -
beitrages fur die Zeitschrift bestimmen muijte und im Laufe des
Jahres noch einen NachschuB fiir die Zeitschrift ausschrieb. Allmahlich gelang es auch die Preise der Anzeigen einigermal3en den gestiegenen Druckkosten anzupassen. Da ferner die von dem Vorstande
de. Schriftleitung anbefohlene strenge Sparsamkeit durchgefuhrt wurde,
konnten wir die Zeitschrift ohne StSrung herausgeben.
34. Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker
34. Aufsatztteil
Jahrgang 19211
Eine Folge jener Sparsamkeit war es jedoch, daS der Inhalt der
Zeitschrift die Vielseitigkeit vermissen lietl, die die Leser in Friedenszeiten von ihr gewohnt waren.
Um diesem Obel zu steuern hat der Vorstand in Hannover beschlossen, einen Redaktionsausschutl einzusetzen, der hauptsachlich
die Aufgabe haben sollte, interessante Aufsltze fiir die Zeitschrift zu
beschaffen. Ferner erging die Bitte an die Mitglieder, Veroffentlichungen, die irgend in die Interessenspliine der Vereinszeitschrift
gehtirten, dieser zuerst zur Vertiffentlichung anzubieten.
Die Kiirzung des Umfanges der Zeitschrift mu5te vor allem beim
w i r t s c h a f t l i c h e n T e i l einsetzen, weil dieser von den Redaktionen
der vorhergehenden Jahre am wenigsten betroffen' worden war; aber
auch der A u f s a t z t e i l wurde in Mitleidenschaft gezogen. Aus der
Statistik geht jedoch hervor, da5 es gelang, die Zahl der Aufsatze
weniger zu beschneiden als den Umfang. Der Raum, den ein Aufsatz
im Durchschnitt einnahm, sank auf 1,4 Seiten gegenuber 2,3 Seiten
im Vorjahr ; zweifellos ein erfreulicher Erfolg der dahinzielenden Bestrebungen der Schriftleitung. Auch bei dem t e c h n i c h e n Z e n t r a l b latt bemerken wir eine betrachtliche Abnahme des Umfanges der
einzelnen Referate, so daB die Seitenzahl sich um 2101, verringerte,
obgleich die Zahl der Referate um 1701, stiag.
Im ubrigen verweisen wir auf die nachfolgende Statistik.
1. A u f s a t z t e i l .
1920
1919
Gesamtumfaug . . . . . . . . . . . . . .
Aufsatze
. . . . . . . . . . . . . . . .
Hauplversammlungsberlcht
. . . . . . . . . .
Bericbte aus auderen Vereinen und Versammlungen . .
Soustiges . . . . . . . . . . . . . . . .
Register . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kopfe uud Liicken . . . . . . . . . . . . .
Durchschnittlicher Umfang eines Aufsatzes . . . . .
Seiten
432
352
309,3
375
5
23,5
7,6
371
24
36
8
21
23
174
Eingelaufeue Aufsatze . . . . . . . . .
Zuriickgewieseu . . . . . . . . . . .
Also behalten . . . . . . . .
. . .
Aus dem Vorjahre iiberommen uud abgedruckt
In das neue Jahr hiniibergenommen . . . .
Also insgesamt abgedruckt . . . . . . .
240
21
219
26
24
221
. . .
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Anzahl
202
29
174
20
31
162
11. Ref e ra t e n t e i l .
1)
lY20
1919
1918
1913
Umfang des Referatenteils in S e i t e n . 633,6
796,61) 470,746
Zahl der Referate . . . . . . . . 8272
7539
5785
54993)
Davon waren Patente (Zahl) . . . . . 2218
1461
713
2023
Durchschnittlicher Umfang eines Referates
in S e i t e n . . . . . . . . . .
0,07
0,lO
0,08
0,13
Urnfang d e s R e f e r a t e n t e i l s .
1584 Seiten (Zentralblalt)
1 5 8 4 . 0.8 = 633,6 Seiten Augew. Chemie.
-2
-
111. W i r tschaf t 1 icher T e i l und V e r e i n s u a c h r i c h t en.
1920
Wirtschaftl. Teil einschl. Tagesrundschau .
Personal- und Hochschulnachrichten . . .
Eingel. Biicher und Bucherbespreclruugen .
Aus anderen Vereinen und Versammlungen
Verein deutscher Chemiker . . . . . .
Nachrufe . . . . . . . . . . . .
Hauptversammlnng, Programm und Bericht .
Gesamtumfang
. . . . . . . . . .
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.
1919
Seiten
361,4
637,5
26
32
28,6
40,5
14,3
37
27,l
70
1,4
5
2?,5
484
832
Mit dem Schlutl des Berichtsjahres sind sehr einschneidende Veranderungen bei der Vereinszeitschrift vorgenommen worden. D i e
d e u t s c h e C h e m i s c h e G e s e l l s c h a f t mu5te uns das zwei Jahre
zuvor geschlossene ,,Zentralblattabkommen" kundigen, weil die Herstellungskosten dieses Referatenorgans zu sehr gestiegen waren. Fur
den Wegfall des Referatenteils wurden unsere Mitglieder dadurch
entschadigt, daf3 sie das Recht erhielten, d a s g a n z e Z e n t r a l b l a t t
zu dem gleichen Vorzugspreis zu beziehen wie die Mitglieder der
deutschen Chemischen Gesellschaft, also fur M 200,--, an Stelle des
Buchhandelspreises von M 1000,-. E s i s t i m a l l s e i t i g e n I n t e r e s s e d r i n g e n d e r w t i n s c h t , daB mtiglichst v i e l e u n s e r e r M i t g l i e d e r v o n d i e s e r V e r g u n s t i g u n g G e b r a u c h machen.
~___
I ) Umgerechnet auf das Format der ,,Aogewandten".
2, Die Statistik des R e f e r a t e n t e i l s 1919 im Geschaftsbericht S. 5 b e z i e h t s i c h n u r auf d a s 2. Halbjahr 1919. (Patentanmeldungen sind bei
den Zahlen abgerechnet, da sie 1920 weggefallen sind.)
3) AuDerdem 357 Verweiszitate auf friiher oder in gleichem Jahre abgedruckte Patentanmeldungen.
253
Ferner schlossen wir rnit dem V e r e i n z u r W a h r u n g d e r I n t e r e s s e n d e r c h e m i s c h e n I n d u s t r i e einen Vertrag, durch den die
,,C h e m i s c h e I n d u s t r i e ' anStelle der chemisch-wirtschaftlichenNachrichten unserer Vereinszeitschrift beigegeben wurde. Es geschah dies,
um Doppelarbeit zu vermeiden, fiir die es uns im neuen Deutschland
an Kraft und Geld gebricht.
Wenn durch diese beiden Abkommen' mit den befreundbten Vereinen die Zeitschrift fur angewandte Chemie sich seit Anfang 1921
auf den fruheren Aufsatzteil und die Abschnitte: .Rundschau', .Aus
anderen Vereinen und Forschungsinstituten", .Bucherbesprechungen",
.Peisonalnachrichten" und .Verein deutscher Chemiker" beschrtinkt,
so wird es um so mehr das bestreben der Schriftleitung sein, die Vereinszeitschrift vielseitig und aktuell auszugestalten. Bildet sie doch
die Einrichtung des Vereins, die in erster Linie berufen ist, die gemeinsamen lnteressen der Mitglieder zu pflegen. Zur Erreichung dieses
Zieles bitten wir um die eifrige Mitarbeit aller Leser; vor allem wendan
wir uns an B e z i r k s v e r e i n e und F a c h g r u p p e n rnit der Bitte, uns
noch mehr als bisher geeigneten Publikationsstoff in mtiglichst kurzer
Fassung zu beschaffen.
Wir richten ferner an alle Leser der Zeitschrift die Bitte, d e m
Anzeigenteil der Zeitschrift eine immer wachsende Aufm e r k s a m k e i t zu s c h e n k e n . Bei a l l e n B e s t e l l u n g e n w o l l e
m a n s i c h auf d i e Anzeigen i n d e m V e r e i n s o r g a n b e z i e h e n
u n d Anzeigen a l l e r A r t w o l l e m a n i n e r s t e r L i n i e d e r ,,Ang e w a n d t e n " zuweisen. Der i m m e r m e h r s i c h e r w e i t e r n d e
Leserkreis burgt fur guten Erfolg, und aller Nutzen aus den
A n z e i g e n k o m m t d e m Z e i t s c h r i f t u n t e r n e h m e n u n d damij e d e m e i n z e l n e n L e s e r zugute!
Die A n z e i g e n v e r w a l t u n g erzielte schtine Erfolge. Der Umsatz
wurde verdoppelt und so gelang es, trotz der gewaltigen Erhtihungen
der Papier- und Druckpreise auch den Reingewinn um etwa 70°/, zu
steigern.
Der V e r l a g f u r a n g e w a n d t e Chemie, G. m. b. H., hat durch
den guten buchhandlerischen Absatz, namentlich nach dem Auslande,
in wesentlichem Ma5e zu dem gunstigen Abschlutl beigetriigen, den
unser Zeitscbriftenunternehmen trotz der anflnglich so schlechten
Aussichten im verganeenen Jahre erzielt hat. Seit 1. 4. 1921 ist er
nun in den ,,Verlag Chemie G. m. b. H." umgewandelt worden, in
den auljer unserem Verein die Deutsche chemische Gesellschaft und
der Verein zur Wahrung der Interessen der Chemischen Industrie
Deutschlands eingetreten sind. Als geschlftlicher Leiter dieses
gemeinsamen Verlagsunternehmens ist Herr Verlagsbuchhandler
H. Degener , Leipzig, gewonnen worden. Der Verlag behllt seinen
Sitz in Leipzig, unterhalt aber fur die beiden Berliner Vereine eine
Xweigstelle in Berlin. Er hat die technische Herstellung und den
Versand der Zeitschriften der drei Vereine zu besorgen.
9 A B. Statistik der Chemiker und Chemiestudierenden.
Der Bericht ist in Heft 40 (Hauptversammlungs-Sondernummer),
S. 195 abgedruckt.
9 E. Stellenvermittlung: ,,Zentralstellennachweis."
Jahresbericht, bereits vertiffentlicht in Angew. Chem. 34, 65 [1921].
Die folgenden Mitteilungen erstrecken sich auf das ganze Jahr 1920,
obwohl der Zentralstellennachweis als solcher erst am 1. 4. 1920 aus
der Stellenvermittlung des Vereins deutscher Chemiker hervorgegangen
ist. Es sind also in den Zahlen die Ergebnisse des ersten Vierteljahres 1920 der Stellenvermittlung des Vereins mit enthalten, ebenso
wie die zum Veigleich herangezogenen Zahlen friiherer Jahre sich
auf die Stellenvermittlung des Vereins beziehen. Die Zahlen beschrlnken sich natiirlich auf die Abteilung fur die chemische und
verwandte Industrie, d. h. diejenige Abteilung, die Stellen far Chemiker und in chemischen Betrieben ben6tigte Ingenieure vermittelt.
Einmal geschieht dies, weil die Ingenieurabteilung ftir die mechanische
Industrie erst noch im Ausbau begriffen ist, sodann auch, weil die
Einbeziehung der betreffenden Zahlen die Vergleichsm6glichkeit mit
der fruheren Stellenvermittlung des Vereins deutscher Chemiker beeintrlchtigt habeo wiirde.
Die am Schlu5 des Jahres beobachtete Resserung der Lage des
Stellenmarktes hat sich im Berichtsjahre in versmktem Ma5e fortgesetzt. Doch ist die bedeutend lebhaftere Benutzung des Nachweises
nicht ausschlietllich auf Rechnung der auflebenden Konjunktur, sondern ganz wesentlich darauf zurtickzufiihren, daf3 infolge des paritltischen Ausbaues des Zentralstellennachweises das Vertrauen der
Arbeitgeber und Arbeitnehmer in diese Einrichtung gesmkt, teilweise uberhaupt erst die Au'fmerksamkeit weiterer Interessentenkreise
darauf gelenkt wurde.
Das Bestreben der Leitung des Nachweises ist es, durch m6glichst reibungsloses Funktionieren der Einrichtung das Vertrauen
weiter zu starken und dadurch rnit den anderen M6glichkeiten der
Arbeitsbeschaffung in immer erfolgreicheren Wettbewerb zu treten.
Die Vorteile, die unser Nachweis gegeniiber dem freien Stellenmarkt, also dem Inserieren in Fachzeitschriften bietet, sind kurz ge;agt folgende :
1. Fur Arbeitgeber: a) Die bei uns vorhandene Kartothek der
Stellensucher setzt uns in den Stand, eine geniigend groBe Auswahl
yon Bewerbungen vonulegen, noch bevor die Stelle in irgendeiner
Ceitschrift ausgeschrieben werden kann. Also: Schnellerer Erfolg. *
254
___
34. Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker
____
_ _ _ _ _ _ __
_~
_
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__ _ _ _
___ _-__
_ _~
__
_ _._
_ __
_
b) Die Benutzung des Nachweises und die Ausschreibung der
Stelle erfolgt kostenlos. Die seltstverstandlich vorhandenen nicht
unerheblichen Kosten werden vom Arbeitgeberverband der Chernischeri
Industrie Deutschlands, dem Rund anpestellter Chemiker und Ingenieure und dem Verein deutscher Chemiker gemeinsam getragen.
Also : Ersparnis der betriichtlichen Aufwendungen fur die Anzeigen.
c) Das Streben des Nachweises geht dahin, eine rntiglichst grol3e
Auswahl von Bewerbern zu hieten, dabei aber doch durch eine,
nebenbei gesagt, recht miihevolle Auslese unter den Stellensuchern
den Sonderwiinschen der Stellengeber weitestgehend Rechnung zu
tragen. Also: Ersparnis von Zeit bei der Auswahl.
2. Fur Arbeitnehiner: a) Fortfall des zeitraubenden z. T. kostspieligen Suchens nach Stellenangeboten in Fach- und Tagesblattern ;
schnelle Henachrichtigung. Also: Ersparnis von Zeit und Kosten.
b) Die Moglichkeit, die Versendung der Bewerbungen an irn
voraus bezeichnete Stellengeber, z. B. an die Firmen, bei denen der
Bewerber in Stellung ist oder war, mil Sicherheit auszuschliefien,
elne Gefahr, die infolge der Anonymitiit der Stellenangebotsanzeigen
stets vorhanden ist, und groBe Unannehmlichkeiten fur den Bewerber
im Gefolge haben kann. Also : Volle Geheimhaltung des Gesuches.
Ein Teil der hier aufgeziihlten Vorteile kann naturlich erst dann
voll zur Geltung kommen, wenn die Benutzung des Nachweises vorherrschend geworden ist. Im Interesse der Arbeitgeber und Arbeitnehrner liegt es mithin, unseren Nachweis mit allen Kraften zu
fordern. Die Renutzung ist fur beide Teile kostenlos.
Es seien nunniehr einige statistische Zahlen angefiihrt, die die
Entwicklung unseres Nachweises kennzeichnen.
EirischlieSlich der 10 (11) aus dem Vorjahr ubernommenen Stellenangehote gelangten insgesamt im Jahr 1920 (1919) 197 (68) Stellen
zur Ausschreibung, ferner 19 (6) Stellen zurn zweiten Male, weil sie
auf Grund der ersten I'ertiffentlichung nicht besetzt werden konnten.
A u s dem Vorjahre wurden 81 Stellensucher iibernornmen. neu
hinzugekommen sind 143 Bewerber, so dill3 sich die Gesarntzahl der
bei uns eingetragenen Bewerber auf 224 belief. Es fanden Stellung
95, walirend 7 ihr Gesuch zururkzogen und 10 gestrichen werden
muaten. Ein Bewerber starb, 2 erledigten sich aus anderen Grunden.
Mithin blieb am 1. Januar 1921 (1920) ein Bestand von 109 (81)
Stellensuchern.
Das Durchschnittsalter der Bewerber, das sich wahrend des Krieges erklarlicherweise betrachtlich erhoht hatte, hat sich wieder etwas
mehr dem Stande der \ orkriegszeit genahert. Von der Gesamtzahl der
Rewerber waren i m Alter von unter 30 .Jahren Cjungere Bewerber)
1920: 33" (I, im 1)urchschnitt der Kriegsjahre 26"/0, in der Vorkriegszeit
55(",. Hezogen auf die Zahl der erfolgreichen Hewerher, d. h. derjenigen, die Stellung gefunden haben, stellen sich diese Verhaltniszahlen folgenderrnA3en: 1920: 40° (I, irn Durchschnitt der Kriegszeit
35'l o. Hierin konimt zum Ausdrurk die griifiere Leichtigkeit, mit der
die jiingeren Bewerber Stellung zu finden pflegen
Umgekehrt belief sich die Zahl der Zlteren (iiber 40 Jahre alten)
Bewerber, die in der Vorkriegszeit nur 3O:,, der Gesamtzahl ausmachten, 1920 auf 25O,,,, in der Kriegszeit auf 35O/, der Gesamtzahl;
dagegen entfielen auf die gleiche Altersgruppe von den er folgreichen Hewerbern im Jahre 1920 nur 16O/,,, in der Kriegszeit 23",,. Die Aussichten fur stellenlose Bltere Chemiker h a b m sich also verschlechtert.
Die Unterbringung der iiber 50 Jahre alten Bewerber, von denen wir
18 in unserern Nachweis fuhrten, bildete geradezu ein Problem, da
nur 3 von ihnen Stellung finden konnten. Zurn Teil handelt es sich
bei diesen alteren Herren um Deutschbalten, die aus ihrer Heirnat
vertrieben sind. Wir wiesen schon im vorjahrigen Bericht auf die
unter ihnen vielfach herrschende Not hin.
Die Zahl der Bewerber ohne AbschluSprufung stieg von 25 auf
52. Wenn wir dime Zahlen auf die Gesamtzahl der in unseren
Listen eingetrageneri Stellensucher beziehen, so hat die absolute Steigerung der Zahl der Hewerber ohne AbschluSpriifung keine Bedeutung, da ihr Verhaltnis zur Gesamtzahl gegeniiber dem Vorjahre noch
zuruckgegangen ist.
Auf die insgesamt bearbeiteten 216 Stellen wurden 2135 geschlossene Bewerbungen eingereicht und a e i t e r geleitet. Auf jede einzelne
Stelle entfielen d s o durchschnittlich 10 Bewerbungen.
9 D. Bei der Hinterlegungsstelle fiir Geheinrnverfahren sind 13
versiegelte Schriftstiicke niedergelegt.
9E. Bericht der Rechtsauskunftstelle iiber d as J a h r 1920.
Die (iesamtzahl der Auskunfte belief sich im Berichtsjahr 1920
auf 34.
Die Anfragen bezogen sich auf folgende Punkte:
Wettbewerbsverbot 9,
Angestelltenerfindung 5,
Kundigung 3,
Anwendbarkeit des Reichstarifvertrages 3,
Titelfrage 2,
Heschaffung von steuerfreiem Alkohol fiir chemische Laboratorien als gewerbliche Betriebe 2,
Gehaltszahlung 2,
sowie 18 einmal vorkommende verschiedene Punkte.
-
[angewandte
Zeitschrift fllr
Chemie
Die Minderung der Zahl der Anfragen durfte wohl eine Wirkung
des Reichstarifvertrages sein.
Bemerkenswert ist, dal3 die Anfragen uber Wettbewerbsverbot
und Angestelltenerfindung imrner noch die erste Stelle einnehmen.
Aus den Berichten der Bezirksvereine.
Die Zusarnmensetzung der Vorstande ist Angew. Chem. 34, S. 48,152
mitgeteilt.
Aa c h en. 65 ordentliche und 14 auSerordentliche Mitglieder. Eine
Neuwahl des Vorstandes fand nicht statt. Es wurden zwei Versamnilungen abgehalten. Vortrag: ,,Indigo und seine Verwendung in der
Farberei".
B a y e r n . 217 ordentliche und 3 auBerordentliche Mitglieder. Es
fand Wiederwahl des Vorstandes statt. Es wurden 10 Versarnmlungen
abgehalten. Die erstrnalig eingefiihrte freie Aussprache in den Versammlungen erfreute sich lebhafter Beteiligung. Die Ortsgruppe
Miinchen zlhlte 69 Mitglieder. Sie hielt 5 Zusammenkunfte ab. Vortrage: ,,Die kiinstliche Zerlegung des Stickstoffatomes", ,,Schwefelwirtschaft", ,,Bericht iiber die Tagung des Verbandes wiirttembergischer
Techniker in Stuttgart mit spezieller Beriicksichtigung der Vortrage
iiber Ausniitzung der Torfmoore und Verwertung des Olschiefers",
, , E i n s t e i n s Relativitatstheorie", ,,Ring-Synthesen mittels DiazoEssigester", ,,O s t w a l d s Farbenlehre".
B e r l i n . 248 ordentliche und 8 auijerordentliche Mitglieder. Der
Vorstand wurde wiedergewahlt. Aus der Hilfskasse wurde ein Stipendiurn in Htihe von M 200,- monatlich an einen Studierenden gewahrt. Es fanden 9 Versarnmlungen statt. Vortrage: ,,Die Verla.ngerung der Patentdauer urn die Kriegszeit", , , h e r Vitamine", ,,Uber
chemische Anlagen in Italien" (mit Lichtbildern), ,,ifber physiologische
Wirkungen des Kalkstickstoffes" (rnit Lichtbildern), ,,ifber gerichtlichchemische Arbeiten und ihre minderwertige Vergiitung".
B r e m e n . 25 ordentliche und 2 aufierordentliche Mitglieder. Infolge Fortzugs eines Vorstandsmitgliedes fand eine Ersatzwahl statt,
im iibrigen blieb der Vorstand beim alten. Es fanden drei ordentliche
Sitzungen und allmonatliche Zusammenkiinfte, ferner eine Besichtigung
statt. Vortrag : ,,Herstellung von festen Fetten aus fliissigen Olen".
Zu diesem Vortrag waren die irn Verband der Bremer technischen
Vereine zusammengeschlossenen Vereine eingeladen.
F r a n k f u r t . 174 ordentliche und 12 aul3erordentliche Mitglieder.
Es fand Neuwahl des Vorstandes statt. Es wurden 5 Versammlungen
abgehalten , eine in Gemeinschaft rnit der Chemischen Gesellschaft.
Vortrage: ,,Uber neuere Arbeiten aus dem.. Gebiete des Garungsgewerbes", , , h e r das Ersatzmittelwesen", Uber die neueren Verfahren der Darstellung des R a d i u m aus Uranerzen", ,,Uber die analytische Behandlung phosphathaltiger Uranerze', ,,Uber Studien zur
Duraluminiumfrage", ,,Der Schutz des geistigen Eigentums deutscher
Erfinder unter den Auswirkungen des Krieges".
H a m b u r g . Mitgliederbestand 209. Zu den Zusammenkiinften
war die Chemikerschaft a n der Universitat Hamburg geladen. Vortrage: ,,ifber Kohlensaurediingung", ,,Golderze der Hohntauren und
ihre Zugutemachung", ,,Zellulose", ,,Die Pflege der Chemie in Hamburg und die Notlage seines chemischen Staatslaboratoriums".
H e s s e n . 30 ordentliche und 1 auijerordentliches Mitglied. Der
Vorstand wurde neu gewahlt. Es fanden Monatsversammlungen statt,
sowie eine gemeinsam.e Sitzung mit der Gtittinger chemischen Gesellschaft. Vortrage: ,,Uber die Tanninfrage", ,,Anwendung der Tertiarbasenreaktionen auf Camphersulfochlorid", ,,Isomerieerscheinungen
in der Morphinreihe", ,,Neue Mitteilung iiber Saurebildung bei Pilzen
und Demonstration bei Pilzkulturen".
L e i p z i g. 136 ordentliche Mitglieder. Es fanden 9 Sitzungen,
zurn Teil in Gemeinschaft rnit den anderen technisch-wissenschaftlichen Vereinen statt. Vortrage : ,,uber Deutschlands Versorgung rnit
Schwefel", ,,Die gleitende Gehaltsskala", ,,Die Physik als Kulturfaktor", ,,Die zivilrechtlichen Folgen von Versailles", .Das Sprengen
rnit fliissiger Luft", ,,Farhennormen aus Theorje und Praxis", ,,Lichtbilder aus der Fabrikation der atherischen Ole", "Erfahrungen aus
dem Gebiet der Fettspaltung". In Gemeinschaft der technisch-wissen-'
schaftlichen Vereine wird eine monatlich erscheinende Zeitschrift
,,Mitteilungen der technisch-wissenschaf tlichen Vereine" herausgegeben.
M a r k i s c h e r . Mitgliederbestand 544. Es wurden 10 Sitzungen
abgehalten. Der Vorsitzende wurde neu gewahlt. Vortrage: ,,Die
Atorntheorie in ihrer neuesten Entwicklung", ,,Die elektrochemische
Industrie wahrend des Krieges", ,,uber das Biosproblem", ,,ifber den
Normalbegriff und die statistische Darstellung chernischer Untersuchungsergebnisse", ,,Einiges aus der htiheren Mathematik in leicht
faijlicher Darstellung", ,,ifber Sprengstoffe und Kampfstoffe", ,,Die
wirtschaftliche Lage der elektrochernischen Industrie", ,,Spiritus aus
Holz", ,,Das Wichtigste der E i n s t e i n s c h e n Relativitatstheorie in allgemeinverstiindlicher Darstellung", ,,Dichtebestimrnungen im Laboratorium und im Betrieb". Die Hilfskasse wurde wiederholt in Anspruch
genommen.
M i t t e l - N i e d e r s c h l e s i e n . Mitgliederbestand: 54 ordentliche und
46 aufierordentliche Mitglieder. Es wurden 2 Vorstandssitzungen und
9 Monatsversarnmlungen abgehalten. Vortrage: ,,Ifber die Erfahrungen
in der Fabrikation der Teerprodukte wahrend des Krieges", ,,ober die
Lage der Tonindustrie wahrend des Krieges", ,,Ober die Dhgemittelindustrie, speziell Superphosphatfabrikaton im Kriege", ,,uber Enteisenung und Entrnanganung des Wassers", ,,Ober Verdampfen von
AofbabbU
34. Jabrgaug 1921
1
Laugen in Mehrfachverdampfapparaten rnit Erlluterungen durch Lichtbildern", ,,fher die Verwendung von Braunkohle im Kesselbetriebe".
Oberhessen. Der Bezirksverein wurde im Laufe des Jahres aus
der Ortsgruppe Gieflen gegrllndet. Mitgliederbestand : 66 ordentliche
und 51 au5erordentliche Mitglieder. Es fanden allmonatliche Zusammenkiinfte und eine Besichtigung statt. VortrQe: ,,Organische
Arsenverbindungen", ,,Chemische Zusammensetzung und Eifenschaften
des technischen Eisens", ,,Der Torf und seine Verwertung .
O b e r r h e i n . Mitgliederbestand 356. Es fand Neuwahl des Vorsitzenden statt. Es wurden 4 Mitgliederversammlungen und 3 Besichtigungen abgehalten. Vortrlige : ,,Die Konstitution der Cellulose",
,,Das Wesen der chemischen Vorgange", ,,Versuche zur Gewinnung
von Schwefel und Schwefelverbindungen aus einheimischen Abfallstoffen w a r e n d des Krieges", ,,Organische Molektilverbindungen",
,,fiber den Segelflug". Letzterer Vortrag fand in Gemeinschaft rnit
dem Verein deutscher Ingenieure und des Vereins Freunde fUr Naturkunde statt. Aderdem nahmen die Mitglieder an einem Vortragszyklus der Badischen Anilin- und Sodafabrik iiber ,,Relativitiitstheorie" teil.
Pommern. Mitgliederbestand 52. Es fanden 2 Versammlungen
statt. Vortrage: ,,Berufs- und Bildungsfragen", ,,MIit den technischen
Truppen in Frankreich, auf dem Balkan, in Kleinasien, Pallstha,
Mesopothamien und in Rubland".
R h e i n 1a n d - W e s t f ale n. Mitgliederbestand : 335 ordentliche und
40 au5erordentliche. Es fanden 8 Versammlungen sowie mehrere Besichtigungen statt. Vortrage : ,,fiber Kohlenshue fur Pflanzendlingung",
,,Grundziige der Lehre von den Molekularverbindungen rnit Experimenten". Das Leben in den Ortsgruppen ist ein reges.
An d e r Saar. Mitgliederbestand: 23 ordentliche und 1au5erordentliches. Es fanden 10 Sitzungen statt. Vortrlge wurden nicht gehalten.
S a c h s e n und Anhalt. Mitgliederbestand 249. Es fand Neuwahl des Vorstandes statt. 2 Versammlungen wurden abgehalten. Vortrage: ,,Die Bedeutung des neuen Nobelpreistragers Prof. Haber",
,,Farben mit Expedmenten", ,,Das Kraftwerk Griesheim-Elektron" mit
Lichtbildern, ,,Die Chemie fremder Himmelsk6rper".
Sachsen-Thiiringen. Mitgliederbestand 274. Es fanden Monatsversammlungen statt. VortrZige: ,,t]lber Farbenphotographie", ,,Das
neue Braunkohlenforschungsinstitut", ,,Die Bedeutung der Farbe in
der Damenkleidung", ,,Ober Kohlenvergasung", ,,fiber einen Belichtungsapparat Mr Autochromplatten", ,,Ober die Organisation des Reichswirtschaftsrates", ,,fiber Patentwesen", ,,fiber Sozialisierung des Steinkohlenbergbaues", ,,fher chemische Leistungen der Pflanze", ,,fiber
Ersatzstoffe". AuSerdem fand ein dreiteiliger Vortragszyklus iiber
Atomtheorie statt.
S c h l e s w i g - H o l s t e i n . Mitgliederbestand: 33 ordentliche und
5 au5erordentliche. Es fanden 3 gemeinschaftliche Sitzungen mit den
technischen wissenschaftlichen Vereinen, sowie 4 Vorstandssiizungen
und 2 Besichtigungen statt. Vortrag: ,,Uber Lein61, Leinblfirnis und
Ersatzstoffe". Die Beteiligung an den Sitzungen lie5 leider sehr zu
wiinschen iibrig.
W ii r t t em b erg. Mitgliederbestand : 138 ordentliche und 60 au5erordentliche. Es fanden 2 Sitzungen, sowie monatliche gesellige Zusammenkiinfte statt. Vortrgge: ,,Karin angesichts der bestehenden
Zuckernot die Zuckerung der Weine nicht erheblich eingeschrankt
werden ?" ,,fher Kohlenslurediingung", ,,Hereitung, Behandlung und
Beurteilung des Obstmostes", ,,Unsere wirtschaftliche Kohlenlage in
Deutschland".
.__
Nachtrag
zu dem Bericht iiber die Hauptversammlung
auf S. 209 - 230.
Vom Begriihngsabend (s. S. 209) ist noch erglnzend zu berichten,
daB Dr. A. E n g e l h a r d t , Wiesdorf, den Dank des Vorstandes an die
Redner des Abends erstattete. Von Herrn Prof. Dr. Max P l a n c k erhalten wir folgendes Dankschreiben:
Berlin-Grunewald, 1. Juni 1921.
An den Verein deutscher Chemiker!
Der Empfang der kostbaren Ehrengabe des Vereins: der LiebigMedaille'), welche heute, wie angektindigt?, in meine Hlinde gelangte,
veranla5t mich, neben meinem tiefem fundenen Danke, den ich schon
in meinem Telegramm nach Stuttgart ) aussprechen durfte, nun auch
der hohen Freude Ausdruck zu geben, die mir der Anblick dieses
ebenso sch6nen und geschmackvollen wie wertvollen Kleinods erweckt.
Das BewuBtsein, dasselbe dauernd als mein Eigentum bewahren zu
diirfen, und die Erinnerung an den Anla5 seiner Verleihung wird mir
fur mein ganzes Leben ein unversiegbarer Quell begliickender
Empfindungen bleiben. Einen besonderen Wert erhalt fiir mich das
Liebig-Bildnis noch dadurch, da5 ich aus meinen Begegnungen mit
dem verewigten Meister in meiner Munchner Knabenzeit auch ein
lebendiges persgnliches Bild von ihm im Gedachtnis bewahre.
In vorztiglicher Hochachtung
ergebenst
gez.: Dr. M.Planck.
__-_
P
') Vgl. S. 209.
255
34. Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker
9 Vgl.
S. 210.
3)
Siebe S. 214.
Der Bericht iiber die Sondersitzungen der Fachgruppen (s. S. 214ff.)
ist durch folgende Referate zu erghzen:
Fachgruppe fur anorganische Chemie.
Prof. Dr. 0. Ruff, Breslau: .,Redukfion anorganischer Halogenide' ').
Gemeinschaftlich rnit Herrn Dr. K a r l S t a i b ist die schon vor
20 Jahren begonnene Arbeit zum Abschlut3 gebracht worden. Sie
bildet nun den Ausgang far weitere Erfolge, iiber welche Vortragender
in nlchster Zeit mehrfach berichten zu kbnnen hofft.
Beim Erhitzen von Arsentrichlorid rnit Aluminiumchlorid und
gelbem Phosphor auf etwa 150° hat Vortr. die Bildung eines roten,
As, Al, C1 und P enthaltenden Niederschlages beobachtet. Seine Zusammensetzung schien zunlchst stark abhlngig von den Versuchsbedingungen zu sein; insbesondere galt dies bezUglich seines Gehaltes
an Phosphor; derselbe lie5 sich aber schliefilich fast vollstandig entfernen. Auch die Analyse machte Schwierigkeiten.
Die Beobachtung, da5 derselbe rote Stoff auch dann erbalten wird,
wenn der Phosphor durch metallisches Aluminium ersetzt wird, und
da5 die Zusammensetzung des phosphorfreien Stoffs innerhalb weiter
Konzentrations- und Temperaturgrenzen konstant bleibt, sowie schlie5lich eingehendere Versuche iiber das analytische Verfahren , haben
zum Erfolg geftihrt. Die Zusammensetzung der Verbindung wurde
entsprechend der Formel A1-As3-C13gefunden.
Das Arsen ist darin koordinativ gebunden und wird entsprechend
leicht durch andere, zur Einlagerung in Aluminiumchlorid befkhigte
Stoffe, wie Wasser, Titantetrachlorid und Ammoniak verdrangt.
L6sungsmittel ftir Aluminiumchlorid entziehen der Verbindung das
Aluminiumchlorid.
In allen diesen Fallen entsteht gleichzeitig
schwarzes, ungemein fein zerteiltes Arsen. Beim Erhitzen der Verbindung unter Luftabschlu5 auf fiber 170° C tritt eine Zersetzung
oder Umlagerung ein. Die Verbindung farbt sich schwarz: es destillieren Aluminiumchlorid, Arsentrichlorid und Arsen ab, und es hinterbleibt eine hellgraue Mischung von Amen und Aluminiumarsenid.
Die Bildung von Arsentrichlorid hat sich auch beim Erhitzen von
Arsen mit Aluminiumchlorid feststellen lassen. Die Bildung des Arsentrichlorids beim Erhitzen des Aluminiumtriarsentrichlorids nbtiyt darum
zu keinem anderen Schlu5 bezfidich der Bindunesform des Arsens
in der Verbindung.
Das koordinativ gesattiete Aluminiumtriarsentrichlorid hat ein
besonderes Interesse f i r die 'Systematik der komplexen Verbindungen,
insofern die iiblicbe ,,koordinative" Einlagerung in einen Komplex fur
Arsenatome bis jetzt nicht beobachtet worden ist. Es diirfte selbst
das erste Ma1 sein, daB die koordinative Valenzverteilung, welche sonst
auf neutrale Atomgruppen wie Wasser und Ammoniak beschriinkt ist,
nuch bei der Bindung eines elementaren Stoffes festgestellt ist. Die
Hauptvslenzen der drei Chloratome verteilen sich zugleich auf die
drei Arsenatome und das Aluniiniuinatoin, so daD weder auf die drei
ersten noch auf das Aluminiumatom ganze Valenzzahlen kommen.
Die Reduktion anorganischer Chloride mit Phosphor und Aluminium hat sich auch in anderen Fallen fur die Gewinnung niedrigerer
Vdenzstufen als brauchbar erwiesen. Sie hat uns insbesondere beim
Titantetrachlorid und Zirkontetrachlorid vorwarts gebracht. Inwieweit
sich bei ahnlichen Reduktionen Aluminium und Phosphor auch noch
durch andere Elemente ersetzen lassen, niiissen weitere Versuche lehren.
Dall es in manchen Fallen vorteilhaft ist, an Stelle der Chloride die
leichter reduzierbaren Jodide und Bromide zu verwenden, ist bereits
festgestellt.
Der Gedanke, wasserfreie Halogenide mit Metallen zu reduzieren,
ist natiirlich nicht neu. Das Neue. welches die Reduktion mit Aluminium kennzeichnet, ist die Leichtigkeit, mit welcher die Reindarstellung der neuen Valenzstufen rnit Hilfe dieses Metalls be3onders
in Gegenwart von Aluminiumhalogeniden erreicht wird ; denn dns
zugesetzte und das bei der Reduktion entstehende Aluminiumhalogenid ist dank seiner niederen Siedetemperatur und seiner I.6slichkeit in vielen Lusungsmitteln von den Reaktionsprodukten leicht
abzutrennen.
Derselbe: ,.Dampfdrucke schwer fliichfiger Stoffe"').
Vortragender hat sein Verfahren der Messung von Dampfdrucken
bei hohen Temperaturen (Zt. f. anorg. Chem. 106, 79 119191) gemeinschaftlich mit Sus. Mugdan weiter entwickelt und die Dampfdrucke
der Alkalihalogenide bestimmt. Flir die Durchbildung des Verfahrens
hat sich die Kenntnis der von v. W a r t e n b e r g und A l b r e c h t auf
anderem Weg ermittelten (Zt. f. Elektrochemie 27. 1921, 162) und
Vortragendem pers6nlich mitgeteilten Zahlen fur einige dieser Salze
von erheblichem Wert erwiesen.
Gesttiizt auf die mit Sus. Mugdan gewonnenen Erfahrungen hat
Vortragender dann gemeinschaftlich mit P a u l S c h m i d t so gut als
m6glich auch die Dampfdrucke der Oxyde des Aluminiums, Siliziums,
Calciums und Magnesiums ermittelt.
Nach einer kurzen Skizzierung des Verfahrens erbrtert Vortragender
dessen Fehlerquellen: die Bedr utung der Natur, Grb5e und Dichtigkeit des SiedegefiiSes, diejenige seiner Bestandigkeit gegen die chemische Wirkung der verdampfenden Stoffe und die Schwierigkeiten
u
.
-..
u
-
') Die ausfuhrlichere Darstellung wird in der ,,Zeitschrift fiir anorganiache
Chemie" abgedruckt.
*) Die ausfilhrlichere Darstellung wird in der Zeitschrift fur anorganiachc
Chemie gedruckt.
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