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Lehrbuch der organischen Chemie. Von P. Karrer. 6. umgearb. u. vermehrte Aufl. Georg Thieme Leipzig 1939. Pr. geh. RM. 34 Ч geb. RM

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Neue Bucher
unter dem Titel ,,Bemerkungen iiber die Krafte der unbelebten
Natur" erschien, enthalt aber bereits die Fassung von 1841.
.,Der Grundsatz also. dal3 einmal gegebene Krafte. gleich den
Stoffen, quantitativ unveranderlich sind, sichert uns begrifflich
den Fortbestand der Differenzen (als solche sind bei Muyer die
.Kriifte' zu verstehen) und damit den der materiellen Welt.. . .
Bewegung, Wiirme und . . .Elektrizitat sind Erscheinungen, welche
auf e i n e Kraft zuriickgefiihrt werden kijnnen, einander messen
und nach bestitnmten Gesetzen ineinander iibergehen."
Schon bei seinen ersten Konzeptionen hatte J . R.Mayer die
Allgemeingiiltigkeit seines Prinzips erahnt und ihr erstmalig, abgesehen von vielen brieflichen vorangehenden AuBerungen in seiner
SoBangelegten Arbeit im Jahre 1845 .,Die organische Bewegunp
in Fhrem Zussrnmenhange mit dem Stoffwechsel" Ausdruck gegeben,
in der er eine nmfasende Ubersicht iiber samtliche Teile der Physik
hringt, die in diesem Zusammenhang in R a g e kommen konnen;
dazu erweitert er die Fragestellung auf das Gebiet der Chemie.
1846 bereits folgt dann seine Arbeit iiber die ,,Erzeugung von Licht
uud Warme der Some", die die grol3artige fjbertragung auf astrophysikalische Fragen bringt.
Heutigentags ist uns seine Leistung eine schulmal3ig anerkannte
Selbstverstandlichkeit geworden. Das von ihm zuerst, u r d zwar fiinf
Jahre vor der Formulierung durch Hehholtz herausgestellte Prinzip
bildet als I. thermodynamischer Hauptsatz einen Grundpfeiler
unserer Erkenntnis. Es hat sich als iiberaus fruchtbar in den verschiedensten Disziplinen erwiesen, woriiber wohl in groaerem
Rahmen anlal3lich der 100. Wiederkehr des Jahres seiner Entdeckung, im Jahre 1942, Gelegenheit zu eingehendet Betrachtung
125)
s e h diirftel) .
'1 Eine Arbit ,,tber 6. R. Mapers Stellung zur Ohemie"
F O ~
A. M i l h c h in d i w r Zeitxhrift emheinen.
wid
demdhhst a m der F e z
~
Ausfiihrliches Lehrbuch der organischen Chemie. Von Wilh.
Schlenk. 11. Band. 896 Seiten. F. Deuticke, Wien 1939. Preis
geh. RM. 30,--, geb. RM. 33,-.
Mit e h e m Abstand von 7 Jahren ist dem Band Il), nach erfolgter Trennung des Autors von dem friiheren Mitherausgeber, nunmehr Band I T gefolgt, der die aromatischen Verbindungen behandelt.
Eine 1ehrbuchmaBige Darstellung der aromatischen
Chemie in ausfiihrlicher Form fehlte im deutschen Schrifttum sehr,
derui der 1902 zum AbschluB gebrachte Teil des Meyer-Jacobson
ist schon lange veraltet. W. Schlenk ist es gelungen. den hentigen
geistigen Inhalt, unter Beschrankung der Stoffbeschreibnng, in den
Vordergrund zu stellen. Jeder, der die Chemie des Benzols und
seiner Derivate in systematischer Hinsicht bereits kennt - sei es,
dal3 er selbst auf diesem Gebiet praparativ arbeitet, sei es. dalj er
den aromatischen Verbindungen nur im Zusammenhang mit
physikalisch-chemischen, technologischen, pharmakologischen oder
biochemischen Aufgaben begegnet - wird dele neue Anregungen
erhalten.
Die Elektronentheorie h a t bei der ErklHrung der dielektrischen
und magnetischen Eigenschaften eingehende Beriicksichtigung gefunden und erscheint auch als Grundlage fur das Verstandnis der
SubstitutionsregelmaMgkeiten am Benzolkern. Besondere Abschnitte sind rtintgenographischen Befunderi, den fliissigen Kristallen, der neueren Betrachtungsweise der Zusammenhanpe zwischen Konstitution und Farbe, den Redox-Systemen u. a. gewidmet.
Die Haftfestigkeitsbestimmungen und molekularen Umlagerungen,
die Chinhydrone und Molekiilverbiidungen werden eingehend behandelt. I n stereochemischer Hinsicht verdienen hervorgehoben zu
werden die Abschnitte iiber Oxime. die. Behinderungsisomerie bei
Derivaten des Diphenyls und die Raumisomerie der hydrierten
Naphthaline. Dal3 die Kapitel iiber freie Radikale und metallorganische Verbindungen zu den schijnsten gehiiren, braucht bei
den groBen Verdiensten des Autors um diese- Gebiete kaum hemorgehoben zu werden.
Der Verlag h a t das Buch in Papier und Druck ebenso vorziiglich Wie Band I ausgestattet. Unntitig groB (Kantenlange 9 mm)
sind an manchen SteIIen die Benzolkerne gesetzt worden. Wenn
keine besonderen Verhaltnisse (Bezifferung, Briickenbindungen usw.)
vorliegen, k6nnte man sich darauf einigen, auch im Normaldruck
die Kantenlange der Sechsecke auf 5 mm zu beschrlnken. Das
wiirde Papier sparen und die lYbersichtlichkeit nur fiirdern.
Sehr erfreulichkt die Ankiindipng, dal3 Band 111, der d a s
Werk zum Abschlul3 bringen-wird, bald herauskommen soll.
R. K u h n . [BB. 184:]
Von P. K a r r e r .
Lehrbuch d e r organischen Chemie.
6. umgearb. u. vermehrte Aufl. Georg Thierne, Leipzig 1939.
Pr. geh. RM. 34,--, geb. RM. 36,-.
Wenn ein verhaltnismabig nmfangreiches und daher auch
nicht gerade billiges Lehrbuch der organischen Chemie wie der
,,Karrer" im l,aufe von elf Jahren sechs Auflagen erlebt und nnn
auch in englischer Ubersetzung vorliegt, so beweist das, dal3 es
') Begprechunr h . e Ztschr. 45, 710 [lW!].
A n g e r a n d t e Chemie
SJ.Jahrg.l940.Nr.1/2
besondere Vorzuge vor den vielen anderen Lehrbuchern der organischen
Chemie besitzt. Auf diese Vorziige ist schon ofters hingewiesen
worden. Sie bestehen in der leichten Lesbarkeit des Buches, dle
durch klaren Druck und groBe und iibersichtliche Formelbilder
unterstiitzt wird; dann in dem Umfang des gebotenen Stoffs, der
die Auswahl aus der Fiille der organisch-chemischen Tatsachen
in gliicklicher Weise so trifft, dal3 den Bediirfnissen des fortgeschrittenen Studierenden entsprechend jedes der vielen Sonderkapitel. wie z. B. das iiber Proteine. Polysaccharide, Farbstoffe,
Alkaloide, Terpene, Sterine usw., eine ausgezeichnete tfbersicht
iiber die jeweils wesentlichen Tatsachen gibt. Die sich raseh folgenden Auflagen ermoglichen es, auch neueste Ergebnisse zu berucksichtigen. So e n t h a t die sechste Auflage neue Kapitel iiber
Mutterkornalkaloide, die Phthalocyanine und organische Verbindungen mit schwerem Wasserstoff. Auch bei weiteren Auflagen
wird es moglich sein, noch vieles ohne wesentliche VergrB13erung
des Umfangs einzuarbeiten, wenn dafiir bei den, sei es unter biologischen, sei es unter rein chemischen Gesichtspunkten weniger
wichtigen Naturstoffen, wie den Terpenen, oder auch bei der Elementaranalyse gekiirzt wird.
SchlieBlich ist ein besonderer Vorzug des Lehrbuches die Beschrankung auf den praparativen und durch Strukturformeln
und Stereochemie fal3baren Teil der organischen Chemie und die
besonderes ausfiihrliche Behandlung der Naturstoffe.
Zeigt der Erfolg dea Lehrbuchs und erscheint es auch unter
didaktischen Gesichtspunkten dem Referenten gerechtfertigt, daB
im ,,Karrer" Struktnrformeln und das Ergebnis von A d - und
Abbaureaktionen im Vordergrund stehen, so mu13 doch bei einem
so verbreiteten Lehrbuch auch das, was an theoretischen Dingen
gebracht wird, scharfster Kritik standhalten. Hier bleiben noch
e w e Wiinsche offen. Wenn heute im Schrifttum hiiufig statt
der Strichformeln die Elektronenformeln organischer Verbindungen
gewahlt werden. SO ware es zweckmaBig. wenn das Zustandekommen
solcher Formeln etwas ausfiihrlicher wiedergegeben wiirde, als
das bisher auf S. 422 der Fall ist. Der Ansdruck ,,semipolare
Doppelbindung" (S. 125) ist verbesserungsbediirftig. und der
Begriff der Mesomerie ist S. 384 nicht geniigend scharf definiert.
S. 273 kann die zweifellos unrichtige Clakensche Auffassung iiber
den Mechanismus der Acetessigester-synthese wegbleiben.
Diese wenigen Schtjnheitsfehler, die, wie das mit anderen
bisher schon geschah, bei der sicher zu erwartenden siebenten Auflage
leicht beseitigt werpen kiinnen, tun aber dem hohen Wert des ausgezeichneten h-hrbuches in keiner Weise Abbruch. Es ist aus der
Lehrbuchliteratur nicht mehr fortzudenken. C. Schdpf. [BB. 176.1
Fortschritte d e r Chemie organischer Naturstoffe. Eine Sammlung von zusammenfassenden Berichten. Unter Mitwirkung von
A. B u t e n a n d t , W. N. H a w o r t h , F. K c g l , E. SpHth. Werausgegeben von I,. Z e c h m e i s t e r . 2. B a n d , bearbeitet vou
Y.A s a h i n a , Ch. Dh6r6, K. F r e u d e n b e r g , C. R. H a r i n g t o n ,
E. L. H i r s t , K. K u f f n e r , H. R u d y , E. S p a t h , G. T b t h ,
L. Z e c h m e i s t e r , G. Zemplen. Mit 24 Abb. im Text. Verlag
J. Springer, Wien 1939. Preis br. RM. 28,-.
Der zweite Band dieser Reihe enthalt Aufsatze, die besonders
dadurch wertvoll sind, dal3 in ihnen Fachleute zusammenfassende
Berichte iiber Gebiete geben, auf denen eine Darstellung der neueren
Ferschungsergetrnisse z. T. seit einiger Zeit fehlt. So ist es dem nicht
an der Forschung auf den betreffenden Gebieten Beteiligten unschwer mijglich, sich einen genauen fiberblick iiber die Fortschritte
auf diesen zu machen.
Das L i g n i n wird (S. 1-26) von K . Fretdenberg behandelt.
Der Vf. hat absichtlich die eigenen Ergebnisse vielfach in den Vordergrund Restellt und auf diese Weise eine weitgehend geschlossene
Darstellung des gegenwartigen Standes der Ligninchemie erreicht,
sowohl hinsichtlich der Wiedergabe der experimentellen Befunde
als auch der theoretischen Vorstellungen iiber den Bau des Ligninmolekuls. - Asahilzo gibt eine umfassende obersicht (S. 2 7 - 6 0 )
iiber die Chemie der F l e c h t e n s t o f f e , zu der er, wie kaum ein
anderer, auf Grund seiner eigenen Arbeiten a d diesem Gebiete
berufen ist. - Eine ausfiihrliche Behandlung (S. 61-102) erfahren
die F l a v i n e dnrch H . Rudy hinsichtlich ihrer Verbreitung. ihrer
physikalischen und chemischen Eigenschaften, ihrer Synthesen
und ihres pharmakdogischen und physiologischen Verhaltens. Die jodhaltigen Inhaltstoffe der S c h i l d d r u s e (Thvreoglobulin,
Thyroxin und Verwandte) finden sich auf S. 103-131 (a.R. Haping[on). Besprochen werden i m wesentlichen die Isolierung, Konstitution und Synthese (Thyroxin, Dijodtyrosin), physiologisches
Verhalten und Bindungsart in der Schilddriise. - Die Chemie des
V i t a m i n s C (I-Ascorbiisiiure) wird t o n E. L. Hirst eingehend
(S. 132-159)
behandelt. Neben Konstitutionsermittlung, Umsetwngen und Synthesen der 1-Ascorbiisaure findet man auch
deren synthetische Analoga und das biologische Verhalten der gesamten Stoffgruppe. - ZempZBn gibt (S. 160-211) eine durch vide
Formelbilder anschaulich gestaltete obersicht iiber das Gesamtgebiet der verschiedenen O l i g o - s a c c h a r i d - (vor allem D i - s a c c h a r i d - ) S y n t h e s e n . I n einer Reihe von Fallen werden ausfiihrliche Arbeitsvorschriften aus dern Laboratorium des Vf. gegeben.
(Im aUg. erwartet man jedoch nicht, in einem Fortachrittsbericht
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