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Lehrbuch der organischen Chemie. Von Paul Karrer. Verlag G. Thieme Leipzig 1928.1730412413. 34 ЦM. geb

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Zeilschr. f(Lr m e w .
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Chemle. 41. J. IS%]
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Neue Biicher
- Verein
deutscher Chemiker
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N u l l BUCHRR
Lehrbuch der organischen Chemie.
Von Paul K a r r e r.
Verlag G . Thieme, Leipzig 1928. tieh. 34,- M., geb. 36,- M.
Dieses neueste Lehrbuch der organischen Chemie, das
Produkt der langjlhrigen Lehrtatigkeit K a r r e r s an der
Ziiricher Universitat, gliedert den umfangreichen Stofl in der
hergebrachten Weise in aliphatische, carbocyclische und heterovyclische Verbindungen, ein Vorgehen, das didaktisch durchaus berechtigt erscheint, wenn man es nicht sklavisch durchfiihrt und immer und immer wieder nu! die zahlreichen Beziehungen und Obergllnge zwischen den einzelnen Ktirperklassen hiuweist. Bei der weiteren Einteilung des Stoffes
spielt bei K a r r e r der chemische Funktionsbegriff eiue
maagebende Rolle. So wird im Kapitel der aliphatischen Verbindungen nach den Kohlenwasserstoffen zunllchst die e i n w e r t i g e Halogenfunktion, d a m die einwertige Hydroxylfunktion, die einwertige Schwefelfunktion, die einwertige
Stickstoffunktion usw. besprochen. Es folgen die Verbindungeu
mit einer z w e i w e r t i g e n Funktion (Aldehyde, Ketone,
Ketene), mit einer d r e i w e r t i g e n Funktion (Nitrile, Carbonsluren usw.) und mit einer v i e r w e r t i g e n Funktion
(Phoegen, Harnstoff, Guanidin usw.). Den SchluD bilden die
Verbindungen mit mehreren gleichen bzw. vmschiedenen
Funktionen im Moleklll. Eine llhnliche Einteilung erfahren
unter den carbocyclischen Verbindungen die aromatischen,
wahrend die alicyclischen und heterocyclischen Verbindungen
sinngemlD zunilchat nach der Natur der zugrunde liegenden
Ringsysteme geordnet warden, wobei den Alkaloiden ein besonderes Kapitel eingerllumt ist.
Es ist den1 Verfasser so gelungen, die zahlreichen orgniiischen Verbindungen recht llbersichtlich zu ordnen und ein
gut lesbares Buch zu schreiben. Besonders zu begrWen ist
es, daD bei den einzelnen Verbindungen groDer Wert auf die
Bestimmung der K o n s t i t u t i o n und die Erorterung der
Synthese gelegt ist, und daD auch die Konfigurationsbestimniungen eine weitgehende Beriicksichtigung erfahren haben.
(Nur vermisse ich hier eine eingehende Erklilrung der
F i s c h e r schen Projektionsformeln optisch-aktiver Verbindungen; auch sind die Entwicklungen auf Seite 383 liber die Konfigurationsformeln der Biphenyl-derivate nicht gerade leicht
verstandlich.)
Nimmt ninn hinzu, daD die chemische Literatur, selbst die der
jiingsten Zeit, eingehend bariicksichtigt ist, und daB K a r r e r
bei den ErSrterungen der theoretischen Fragen einen recht
modernen Standpunkt einnimmt, so kann man dem Verfasser
zu seineni Werk nur gratulieren und ihm wllnschen, daB das
schone Buch unter den j b g m e n und llteren Chemikern recht
zahlreiche Leser findet, und daO bald eine neue Auflage notwendig wird. In dieser lieoen sich dann leicht einige stbrende
Druckfehler und Ungenauigkeiten beseitlgen; auch kbnnten
dann die Namen maagebender Chemiker durch einige weitere
erganzt werden, die man nur ungmn vermiflt. So sollte
unbedingt beim Kohlensuboxyd der Name D i e 1 s , bei den
Cyaninfarbstoffen der Name Otto F i s c h e r , beim Lecithin
und Kephalin der Name Adolf G r U n und bei den Campherarbeiten der Name M e e r w e i n Erwllhnung finden.
Paul V e i f f e r . [BB.8.1
Die Oxydation r o n Pyrit und ihre Bedeutung flir die Selbstentriindung der Kohle. Referat nach H. M a c p h e r s o n !
N. S i m p k i n und S. V. W i 1 d. Safety in Mines Research
Board, Heft 26. London 1926.
Es ist z. B. aus den Arbeiten von G r a h a m bekannt, daO
der Schwefelkies im Hinblick auf die Selbstentzllndung der
Kohle eine bedeutende Rolle spielt. Der Schwefelkies ist
auderordentlich leicht oxydabel, wahrscheinlich leichter als die
Kohle selbst. Die bei der Oxydation des Schwefelkieses auftretende Wllrnie kaiin zur ErwPrmung und schliei3lichen Entziindung der gesamten Kohle ftihren.
Es gibt nun verschiedene Modifikationen von Schwefelkies
in der Kohle, die L o m a x einer eiugehenden Untersuchung
untenog, wobei e r folgende sechs Arten unterschied: Kristallinischer, massiger, knotenforrniger, faseriger, k6rniger und
kugelfbrmiger Schwefelkies.
Die Verfasser der vorliegenden Arbeit untersuchten nun
die verschiedenen Modifikationen von Schwefelkies und die
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685
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Bedeutuug der einzelnen fiir die Selbstentztindung an 23 Proben
des Ravine-Fltizes (Lancashire) und verglichen die bei der
Oxydation der Proben sich ergebenden Produkte mit den
Stoffen, die im Laufe der Zeit im Floz selbst an I’yrit durchsetzten Stellen sich bildeten. Die Laboratoriumsversuche
filhrteii zu gleichen Resultaten, wie die Umwandlungen im
Floz selbst. Es ergab sich die wichtige Feststellung, dad die
verschiedenen Arten des Pyrits in verschiedenem Grade zur
Oxydation rieigen und zwar sowohl an den Laboratoriumsproben als auch im Floz selbst. So zeigen manche Pyrite im
Laufe eines Jahres nur sehr geringe Einwirkungen, wllhrend
wieder andere verhiiltnismti6ig schnell der Oxydation unterliegen, wie sich durch Bildung weiDer bis gelber Beschlllge
zeigte. Es ist mithin nicht nur dem Schwefelkies in den
Kohleii a n sich besondere Beachtung zu schenkea, sondern
Broche. [BB.299.]
auch der Art, in der derselbe auftritt.
Anerkennung des Ailgemeinen deutschen
Oebtlhrenverzeichnisses fnr Chemiker.
Laut Bekanntmachung des Magistrata, Hauptgesundheitsnmts der Stadt B e r l i n (Amtsbl. der Stadt Berlin Nr. 13 vom
25. 3. 1928) treten fiir die einzelnen c h e m i s c h e n Untersuchungen an Stelle der in der stldtischen Gebuhrenordnung
nngefiihrten bisherigen Satze die Sltze des Allgemeinen deut schen Gebllhrenverzeichnisses fiir Chemiker. Far Arbeiten, die
nach Zeit zu berechnen sind, gilt ebenfalls der im genannten
Ciebiihrenverzeichnis vorgesehene Stundensatz von 7,- M. fur
die Abteilungsvorsteher (Chemiker, Bakteriologen uud Botaniker). Bei Auftrilgen der stldtischen Verwultungen betrllgt
M. Die Arbeitsstunde der technischen
der Stundensah 4,Assistentinnen und Laboratoriumsgehilfen wird mit der Hlllfle
berechnet.
AUS DEN BUIRKSVEREININ
Berliner Berirksverein. V o n . Dr. B e i n. Hofmaniihaun,
8. 5. 1928.
Dr. W. N a g e l , Forschungslaboratorium des
“iemenskoiizeriis: ,,lsoliermlerinlien ails dem Gebiele der
clr!piniwclien Chemie.“
Voii Naturharzen, die in der Elektrotechriik weitgeheiid
verwendet aerden, mag an erster Stelle der Schellack Erwlhnung finden. Die elektrischen und sonstigeii physikalischen
Eigenschaften ninchen ihn zu einem hochqualifizierteii
Dielektrikum. Er ist amorph, gut lbslich in einem billigen
Losuiigsmittel, hat eineu fur viele Verwendungszwwke genugerid hohen Erweichungspunkt, ist trotz seiner Hlrte nocli
so biegsani, daO e r von allen Harzen am besten zu Konstruktionszwecken brauchbar ist ; zwur ist e r etwas wasserempfiiidlich, ilber seine Durchschlngsfestigkeit scheint nicht wesentlirh
uiiter seiiieni Wassergehalt zu leiden; Schellack ist, von der
Alkalibestandigkeit abgesehen, geiiiigend widerstandsfllhig
gegen chemische Einfltisse; Atrnosphllrilien, Rauchgase usw.
beeinflussen ihn kaum ; die Alterungserecheinungen, die
manchem Dielektrikum (Kautschuk) einen vorzeitigen Tod bescheren, rerbessern hier das Material. Als Nachteile sind
aber a u k .den nngedeuteten zu verzeichnen: Er wird ausschlie8lic.h i i i den Tropen gewonnen, sein Preis ist ein recht
betrlchtlicher, was vom technischen Standpunkt aus eine Nachahinuiig immer wiinsclienswert macht, zudem aber auch zu
Verfiilschungen AiilaD gibt, die in vielen Flllleri nicht einfach
riachzuweisen sind.
Im Forschungslaboratorium der Siemenswerke beschllftigt
man sich seit einer Reihe von Jahren mit deiii Schellack, und
es ergab sich hauptsiichlich folgendes: Der Schellack ist eiri
Gemisch von Harzen, die teils litherloslich, teils Btherunl6slich
sind. Trllger der wichtigsten und vor allem der den Elektrotechniker interessierenden Eigenschaften ist ein die Hauptmenge ausmacheiides lltherunltisliches Iieinhan. Dieses besteht aus Oxysiiuren aliphatischer und hydroaromatischer Natur
in lactidartiger Verkettung. Durch Erhitzcn geht dieses
Molekill unter Wasserabspaltung neue intramolekulare Bindungen ein; dieses Produkt ist unloslich in Alkohol und unschmelzbar, es wird bei Temperaturen urn 2000 nur langsam
gummiartig weich und spaltet Zersetzungsprodukte ab. Parallel mit diesem Vorgange setzt die Verkohlurlg ein.
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