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Manuel du Chimiste de Laiterie analyse du Lait et de ses Sous-Produits. Von F. Labarre. Verlag Gauthier-Villars et Co

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89.
Jahrgang 19281
__
Neue Bticher
-
Vorworte mitteilen, dalj sie das Werk auf den Stand der heutigen Wissenschaft gebracht hatten. Die angegebenen Vorschriften sind im allgemeinen befriedigend, aber dem kritischen Leser drangen sich heute doch einige gewichtige Bedenken auf, die nicht verschwiegen werden durfen. Es mu13
dem praktischen Farbenchemiker d,och auffallen, dai3 in
keinem der zahlreichen Rezepte irgendeine Ausbeute angegeben ist, ein Mangel, der wohl kaum damit zu rechtfertigen
ist, dafi durch die Angaben die deutsche oder die europiiische
Farbeniiidustrie geflhrdet wurde. Auch scheint mir die Auswahl an Beispielen nicht immer gliicklich, denn Farbstoffe wie
das alte Aurantia oder das Helianthin sollten i n einem modernen Farbenpraktikum doch nicht mehr figurieren. In manchen Fallen sind die Angaben sehr veraltet, ich denke an das
Schwefelschwarz T. welches sicher niemand aus reinem Dinitrophenol herstellt, und gar die Angabe, dalj man Gallussaure durch Schimmeln von Tanninextrakt gewinnt, eine Methode, die bald 150 Jahre alt ist, sollte im J ah r e 1926 nicht
mehr gebracht werden. Auch die 1)arstellungsmethode der Dioxyweinslure bedarf dringend d er Modernisierung.
Die hier erwahnten Mangel durften nicht verschwiegen
werden, denn das Werk M o h 1 a u s und B u c h e r e r s gilt in
weiten Landen als ,,Standardwerk" und sollte es auch bleiben. Nur durch scharfste Selbstkritilr kann sich das hohe
Niveau des deutschen Cliemiebuches seinen P h t z an der Sonne
bewahren, und Kochbucher alten Stiles miissen so rasch wie
moglich verschwinden.
Ich mEchte noch besonders erwiihnen, daB es nicht angeht,
in einem neuesten Werke die Darstellung der Phthalsaure nach
W o h 1 , Danzig, nicht zum mindesten neben d'er alten S a p p e r schen Methode zu erwahnen, und die Angabe, dafi man
die freie PhenylRlycin-o-carbonsaure in Ktzliali eintrage, wobei
doch massenhaft Wasser gebildet wird, sollte heute, wo Indigo auf der ganzen Welt rnit Ausbeuten bis zu 94% fabriziert
wird, und zwar nach drei verschiedenen Verfahren, nicht passieren.
Die Autoren bitten im Vorwort um Mitteilung vorhandener Mangel, und diesem Wunsche ist der Referent nach
einigen Redenken aus Pflichtgefuhl nachgelrommen.
Fierz. [BB. 122.1
Maiiuel du Chimiste de Laiterie, An.ilyse du Lait et d e se.s SOUS.
Prnduiits. Von F. L n b n r r,e. Verlag Gauthier-Villars et CO.
frs. 20,Paris 19%.
Das kampendiiise, im Taschenbuchfo'mat gehaltene Werk
pibt eine lturze Anleitung zur Analyse dar Milch und der
Molkereinrodukte einschl.ie8lkh d er kond.ensi.ertea und getrockneten Milch. sowie des technischen Caseins. Di e nus d.en Analysenerpebnissen zu ziehenden SchluBfoLerunqen. insbesond(er8e
in bezuq auf Falschumgen, werdlen in pedrlineter Form erortert.
Die Art des Analysenqanges sowie die Einst.elluno zu d'en durch
die Analyse angeschnittenen Fragen ist in den Hauptnunkten
ctwa d i e ,gleieh,e n i e b'ei uns in Deutschland. Aufqefallea ist
dem Referenten. daB der Verfasser der refraktometrischen
Analyse ihren Wert absnricht, wahrend man sie bei uns wohl
zu schatnen weiB, umqekehrt aber eine fur uns m'ehr theoretischme Methode, namlich aus d,er Differenz dier Gefrierpunkte
von normaler und eewiisserter Milch auf die Verfklschung zu
schliefien, ausfiih'rlicher brin.@.
Dem Werkchen ist eine sehr ausfuhrlich'e Tabellensammlung b,eiqegeben, die uber di,e Erfordernisse eines milchwirtschaftlich'en Laboratoriums weit hinausgeht. Bei der Tabelle
der Atompewichte fallen di.e international~en Werte von 1904
auf. Hier hatte wohl auf das inzwischen G'eschaffene Riicksicht
g eno mm en w erd'en lrijnnen.
Den Fachmann wird der Anhang. namlich die offiziellen
franzlisischen Methoden d'er Milchanalyse. sowie das Gesetz
Tom 25. Miirz 1924 iiber Milch und Milchnrodulrte besonders
interessieren.
Liiers. [BB. 341.1
Combustion in the Gas Producer and the Blast Furnace. A. New
Theory by Tr. Dr. A. K o r e v a a r. Private Lecturer in Industrial Chemistry at the University of Leiden (Holland).
London 1924. Crosby Lockwood and Son.
Verfasser stellt eine neue interessante Theorie der Verbrennung im Gaserzeuger und im Hochofen auf. Der Havptteil
des Buches enthalt die mathematische Ableitung des Gesetzes
Personalnachrichten
.-___
-
1083
.__
von der Warmeverdichtung, das schon fruher von B r a s s e r t
gefunden worden ist. Verfasser hat es sich angelegen sein
lassen, den Ursachen dieser Erscheinung nachzugehen, und die
Faktoren, die sie beeinflussen, festzustelleti. Er befafit sich
Eerner rnit dem Studium de r Verbrennlichlteit des Kokses, eiti
Thema, das in rieuester Zeit von Huttenmannerti utid Chemikern sehr eingeheud behandelt worden ist, und des Einflusses, den dieselbe auf den Brennstoffverbrauch im Hochofen ausubt. - Das Buch wird in absehbarer Zeit in deutscher
Obersetzung erscheinen.
Fiirth. [BB. 286.1
Manuale di Storia della Scienra. Antichit&. A 1 d o M i e 1 i.
5 tavole h o r i ttesto e 64 illastrazioni. Casa Editrice Leonard0
da Vinci, Rom 1925. XXX und 567 S.
Der Autor stellte sich die Aufgabe, eine kurze Geschichte
der Naturwissenschaften im Altertum rnit einer Anlthologie aus
den Werken de r bedeutendsten Naturforscher und Kompilatoren des Zeitalters zu vereinigen. Ilas ist ihm wohl gelungen.
Die Amwahl der einzelnen Bruchstucke ist sehr gut, und auch
das Ausmafi durfte jeweils richtig getroffen sein. Die Texte
sind zum guten Teil neu ubersetzt und, einzelne reichlich, rnit erlauternden Noten versehen. Jedes Lesestiick wird
durch eine Itritische Studie eingeleitet, in welcher der Forscher,
sein Werk oder auch seine Schule mehr oder weniger eingehend gewiirdigt werden. Zur Erglnzung und Verbindung
diieser Telile dienen mehrere Aufsatze uber dten Stand, den diese
und jene Wissenschcaft, auch die Losung eines bestimmten Problems, in gewissen Zeitabschnitten - und den die gesamtte
Naturwissenschaft a m Enrle der Itlnssischen &a - erpeichte.
Den BeschluB machen zmei Beitrage anderer Autoren: Ober
die Natuwwissenschaften im alten Indien von Mla r i o V a 1 l a u r i , uber die im alten China von G i u s e p p e T u c c i ,
und ein bibliographischer Anhang. Die Auisstattung ist sehr
gut, auch die Illustrationen sind sehr schon. Das Ruch erfiillt
seinen Zweclr ,,per tutte le persone colte" als erste Einfiihrung
in die Geschichte de r Naturwissenschaften zu dienen und in
den Lesern die Freude an tieferem Eindringen in den Gegenstand zu erwecken.
E s kann auch einen naturwissenschaftl'ich-gebildeten deutschen Leser fesseln, dem das Gebiet
nicht fremd ist, und d e r zum mindesten seinen Dannemann
griindl ich kennt.
Grlin. [BB. 314.1
Physiltalisrhe Chemie d e r Zellen und Gewebe. Votl Prof. Dr.
R u d o 1 f H o b e r. 6., neubearbeitete Auflage. 955 Seiten
mit 125 Abbildungen. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1926.
Zur Zeit des ersten Aufbliihens der physiltalischen Chemie
war allzuviel fur die Kristalloide zu leisten, und die Beschaftiguiig mit den Kolloiden sagte nur wenigen zu. Sonst ware
wohl spater nicht vwsucht worden, eine so scharfe Grenze
zwischen Kolloidchemie und physikalischer Chemie zu ziehen,
die Kolloidchemie oft fast als Gegnerin der physikalischen
Chemie z. B. bei der Deutung der Lebenserscheinungen hinzustellen. In H 6 b e r s Werk hat sich rnit Reeht eine Verqchmelzung dieser beiden vollzogen. Uberhaupt hat man jetzt
weniger als bei de r ersten Auflage den Eindruck eines Kampfbuches, eines Buches, das die Notwendigkeit einer Beschaftigung mit der physikalischen Chemie den Vertretern der biologischen Wissenschaften erst zu beweisen versuchte. Fiir
H o b e r hat sich sehr vieles schon abgerundet, so wie es fur
die Einfiihrung vortrefflich ist. Auch heftigere Anqriffe geqen
seine Verteidigung de r Lipoidtheorie erregen ihn nicht sonderlich. Er betont nur starker, dalj neben d e r rein physikalischen
Permeabilitat auch eine .,physiologische Permeabilitiit" vorhanden sei: Etwas, was im Nichtlebenden bisher kein Vergleichbares hat.
Wenn so viele das umfangreiche Buch verlangten, dafi in
zwei Jahren eine neue Auflage notwendig wurde, so ist dieses
eine bessere Anpreisung als Lobworte de s Beriehterstatters.
R. B. Liesegnng. [RB. 161.1
Personal- und Hochschulnachrichten.
A. F r o m m , Fabrikdirektor, Konstanz, feierte am 6. Sept.
seinen 80. Geburtstag. Fromm war seit 1883 in der lndustrie
der Holzverkohlung, seit 1910 in der Holzverkohlungs-Industrie
A.-G., tatig und zieht sich jetzt in das Privatleberi zuriick.
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