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Mitgliederversammlung des Reichskuratoriums fr Technik in der Landwirtschaft. Berlin 24

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Bsrchaifenheit Lebensdauer und Kraftverbrauch a b h h g e n .
Deewegen werden die &&ren Laechen unmittelbar an den
Acheen befestigt und drehen sich mit diesen, wilhrend die
inneren W e n auf langen Bromebuchsen aufgeprel3t sind, die
nut die Achsen geschoben werden und den Kettenzug auf diese
tibertragen. lnfolge der groDen Adagefllche zwiechen Btichsen
und Achseu ist die Flachenpressung gering. Die Laufriider
uitzen lose auf diesen Uuchsen. Das Schmiermittel wird durch
hohle .4chsen alleu lieibungsfliichen zugefiihrt. Fur neuzeitliche Becherwerke ist eine selbsttiitige Schmiervorrichtung eine
Selbstverstilndlichkeit. An einer Umlenkstation werden auf die
A c h e der Umlenkwheiben A r m lose aufgesetzt, die in Hohe
der Kettenachsen khmierpumpen tragen. Die Fiillung einer
Pumpe reicht fur 506 Achsen aus. Die Anwendung eiiies
Schieberverschlusses bei Fiillniaschinen hat einigerrnaaen
gleichmuiges Korn zur Voraussetzung, da sich sonst kein
Ciitterverechlui3 erreichen l U t . B 1 e i c h e r t hat deshalb eiiie
patentrechtlich geschutzte Fiillmasehine geeehaffeu, bei der das
aus der BunkerBffuung ausgetretene Fbrdergut auf eiii Forderband flieut, deesen Bewegung durch ein Sternrad von der
Hecherkette abgeleitet wird und daher ruckweise erfolgt. Zeitma0 und Gr6De dieser Bewegung und die k h i c k u n g s h o h e
tles Baudes sind 80 bemessen, daB bei jedem Vorstol3 eiiie
Uecherfulluiig in den Pulltrichter geworfen wird, der jedesmnl
vollstnudig leer wird. Fur das SchlieDen sind wesentliche
Krafte nicht mehr erforderlich. Die Fullmaschinen konneii
auch fahrbar eingerichtet und fur verschiedene Materialien
gebraucht werden, die gleichzeitig und in einem bestirnmten
einstellbaren Merigerivertiiiltnis zu fordern sind. Dazu ist erforderlich, da.0 der Becherstrang unter dem Bunker fiir die
verechiedenen Robtofie entlang gefuhrt wird und an jeder
Fullmaschine nur eine bestimmte Anzahl von Bechern gefullt
werden, wiihrend die iibrigen in den nachsten Fullmaschinen
ihre 1,atlurtg bekoittiiieii. I)ie Liisung liegt dariti, daU dau Fiilllnaschineugestrange durch eiiien Steuerhebel auDer Eiugriff
mil der Offnungsvorriehtuiig gebracht werden kauu. Da Peudefbecherwerke iiir geringere Leistungen, also solche etwa unter
1 0 t pro Stunde, iiicht wirlschaftlich sind, wurde fur Leistungeu,
die darunter liegen, das Seilbecherwerk geschaffen, bei dem
der g a m e FBrderweg mit Bechern besetzt ist. Es ist leicht
moglich, die Zahl der Uechergruppen und den Forderweg zu
verilndern. Zum SchluD bespricht Vortr. noch die Farderuiig
durch Plattenbiinder und durch Gurtforderer.
Mitgliederversamrnlung d e s Reichskuratoriums
ftir Technik in der Landwirtschaft.
Berlin, 24. Mars 1928.
Vorsitzender: Staatsminister Exzellenz v o n A r n i m, Criewen.
Der Vorsitzende machte einige kurze Angaben Uber die
Entstehung des Heichskuratoriums und uber
s e i n e A u I g a b e u. Das Reichskuralorium fur Technik in
der Landwirtschaft ist aus dem AusschuU fiir Technik und
Landwirtschaft eutstanden, der im Oktober 1920 vom Minister
ftir Landwirtschaft ius Leben gerufen wurde, und dessen Aufgabe es war, den1 Ministerium Gutachten uber maschinentechnische und landwirtschaftliche Fragen zu geben und die
Entwicklung des landwirtschaftlichen Maschinenwesene zu
fordern. Im Herbst 1927 wurde der Ausschu5 in ein Reichskurnloriuni fiir Technik in der Landwirtschaft umgewandelt,
ohne da13 sich dabei sein Aufgabenkreis iinderte. Nach den1
Krieye enlstand das lebhafte Bestreben, die Landwirlschaft
kraftig zu forderii. Unler den vorgeschlagenen Mitteln fand
sich nuch das, was man unter der Mechanisierung der Landwirtschaft, d. 11. Ersatz der tierischen und menschlichen Krafte
durch Maschineukrafle, verstand. Eine derartige Mechaniderung
der Landwirlschaft durch die Industrie wird zwar nie moglich
sein, dennoch ist das Arbeitsfeld der Maschinen in der Landwirtschaft sehr groU. Die Ansicht, da5 es geniigend Landmaschinen gibt, aher die Landwirte zu rtickstllndig sind, uni
sie zu gebrauchen, ist nicht ganz richtig; besonders i8t der
Vorwurf gegen die Bauern nicht berechtigt, wenn es auch
richtig sein mag, daO in dieser Hinsicht die Bauern weiler
zuriickstehen als die graaeren Besitzer. Dies ist z. T. darauf
zurUckzuftihren. daD es den Bauern noch nicht m6glich ist,
sich die notwendigen Berufskenntnisse zu beschaffen. Die
iandwirtschattlichen Winterschulen geben nur wenigen in der
Niihe dieser Schulen befindlichen Bauern die Mbglichkeit eu
ihrem Besuch. Auf vielen Gebieten lehlen brauchbare Landmaschinen, oder, wenn sie vorhanden sind, arbeiten eie aicht
fiir alle BaeitzgroUen wirtschaftlich. Da 75% der deutschen
liegen, wird man nicht
Landwirtschaft in biiuerlicheo &den
erwarten konnen, daU d i e Mechanisierung der Landwirtschatt
in schnellerem Tenipo vor sich geht. Die Mechanisierung der
Landwirtschaft wird noch dadurch erschwert, d i d die Konstruktion brauchbarer Maschinen aUr Schwierigkeiten stofit,
weil die Landmaschineu unter den wechsehdsten Verhiiltiiissen von Boden und Wetter arbeiten miissen, wiihrend die
lndustriemaschinen niit verhiiltnbmaDig bestiindigen Bedingungen rechnen kiinnen. Weiter hat der Krieg aut die
ganze Entwicklung der Landmaschinenindustrie sehr lahmend
eingewirkt, und die meisten dieser Maschinenfabriken sind nicht
sehr kapitalkraflig. Der Export in das Ausland hat fast ganz
aufgehort, und h i e n u kommt noch die innere Konkurrenz durch
die groOe Eisenindustrie, die zum Bau landwirtschaftlicher
hlaschinen ubergegangen ist, wie Krupp, Rheinmetall, Borsig
und die aus den Staatsbetrieben entstandenen Deutechen Werke.
Dadurch wird es den Laadmaschinenfabrikanten fast unmaglich,
fur die Neukonetruktionen die notigen Gelder aufzuwenden.
Es ist eine Tat. fur die die Landwirtschaft dem Minister fur
Ernahrung und Landwirtschaft nicht genug dankbar sein kann,
daU e r Staabmittel fur die Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Maschinenindustrie zur Verfugung gestelh hat. Die
Aufgabe des Reichskuratoriums ist es, diem Mittel dahin zu
leiten, wo sie die meiste Aussicht auf Erfolg haben. Daa Reichskuratorium arbeitet zusammen rnit der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, den Maschinenstellen an den Hochschulen,
den Landwirtscliaftskammern, dem ArbeitsausschuO fur Technik
in der Landwirtschaft beim Verein Deutscher Ingenieure und
iiiit dem FachnormenausschuU im NormenausschuD der
deutschen Industrie. Durch die Mechanisierung der Landwirtschalt wird wahrscheinlich keine Verringerung der in der
Landwirtschaft gebrauchten Arbeitskriifte eiotreten, wie ja
iiberall sich gezeigt hat, daa, wo der Maschinenbetrieb vervielfncht wurde, der Bedarf an menschlichen Arbeitskrhften trotzdent zugenommen hat, weil gleichzeitig eine Intensivierung der
Landwirtschaft Plats gegriffen hat. Prof. br. L i c h t e n b e r g e r , Kiel: ,,Rationalisisrung der
tnilchzoirtschafllichen Einrichlungen zur Yersorgung der Bevolkerung mil praiswerler QwlilBtamilch."
Vortr. erortert d i e wirtscbaftliche A usgestaltung der technischen Einrichtungen zur Versorgung der Bevolkerung mit
hochwertigen Milchprodukten. Die Milch steht heute im Mittelpunkt des Iuteresses aller Erzeuger- und Verbraucherkreise. Die
Landwirtschaft hat sich die Forderung der Milchproduktion besoiiders zur Aufgabe gemacht, weil dies oft das einzige Mittel zur
Weiterfuhrung des Betriebes ist. In Deutschland hat eine lebhafte Bewegung eingesetzt, die danach strebt, gute Milch und
Molkereiprodukte in1 eigenen Lande zu eneugen, den Verbrauch zu steigern und die uns so sehr schiidigende Einfuhr
von Milcherzeugnissen aus dem Auslande zuriickzudrllngen.
Um dieses Ziel zu erreichen, sind niancbe Schwierigkeiten zu
iiberwinden, die auch in anderen Liindern, wie in England,
Irlnnd, Holland, Amerika aufgetreten waren, dort aber jetzt
iiberwunden sind. Die erforderlichen Maanahmen liegen teils
auf dem Gebiete der Organisation, der Finanzierung, der wissenschaftlichen Forschung und d e r bau- und maschinenteehischen
Erneuerung der Erzeugungs- und Verwertungsbetriebe. Wir
mumen die Milchgewinnung fordern, die Leistung der Milchtiere erhohen und minderertragreiche Tiere ausmenen. Richtlinien fur die Fiitterung miissen aufgestellt werden, fiir die
(jewinnung der Milch selbst miissen Verbesserungen eingefllhrt
werden. Vortr. verweist auf die Milchkammern und die Verwendung von Tiefkiihlern. Der Behandlung d e r Milch a u l den1
Hofe des Landwirts ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken,
ebenso dem Milchtransport. Das Streben mu8 dahin gehen,
daB die Milch mtiglichst kurze Wege zurUcklegt. Die Verarbeitungsbetriebe inussen aus guter Qualitatsmilch einwandfreie Produkte herstellen kannen; besonders ist noch das
Problem der Magermilchverwendung zu lasen. Weiter haben
wir der Tra.kenmilchheretellung, der Casein- und Milchzuckergewinnung die Aufmerbamkeit zuzuwenden. Wenn es uns
gelingt, grife Produkte zu enielen, so kommt dann die A k t z -
Z
e M r . 41
far .mm.
Ch.mh.
J. l9!d
Vereammlungebedchte
-
frage; hierin ist uns daa Ausland weit voraus. Ea werden gro0e
organieatorische und finanzielle Leistungen erforderlich sein,
um bei uns zum Ziele zu kommen, und Vortr. betont, da8 en
notwendig sein wird, Bankkapital fiir diese Fragen zu interessieren.
Die Technik in der deulschen Milchwirtschaft kann man iii
fiinf Gruppen einteilen: 1. Erzeugung und Gewinnung der
Milch, 2. Transport, 3. stlldtische Milchversorgunrr, 4. liindliche
Milchversorgung, 6. Verarbeitung der Milch. Gleichgultig, in
aelche Etappe des Milchflusses wir einen Blick wenden, uberall
finden wir. daI3 neuzeitliche technische Hilfsmittel reichlich zur
Verffigung slehen. Ganz besonders gilt dieses von den stiidlischen Milchbetrieben, und es ist dringend erwiinscht, da8 die
breiteste Offentlichkeit sich mit den Betrieben bekanntnincht
und sich pute Betriebe. darunter auch die Neubauten dieses
Jahres in Plauen und Riel. ansieht. Ein ernstes Problem ist
fiir uns die Milchiiberschut.3-Verwertung in Zeiten der Milchschwemmen; es mu8 gelbst werden, um ruhige Marktverhllltnisse zu bekommen. Gute lllndliche Betriebe mit Bulterei.
Kberei. Kondens- oder Trockenmilchanlagen vermbgen diese
Uberschfisse aufzunehmen. Nicht minder aichtig ist die Nebenproduktenverwertung, die Qewinnung von Casein, Milchzucker,
Molkensirup und Molkenkleie. Allerdines ermutigt die derzeitige Marktlage nicht dazu, solche unbedingt notwendigen
Nebenbetriebe einzurichten. Andererseits wnrten die technischen Einrichtunpen, die unsere Tndustrie in grol3er Vollkommenheit in Rereitsehaft hiilt, nur darauf, daB sie zur Anwendung gelangen. Wir brauchen Retriebe, die rnit m6dkhst
niedrioen Unkosten arbeiten, d. h. Retriebe, die energiewirtsrhaftlich vonllnlich eingerichtet sind, die wenig Handarbei t
verlangen. Andererseits massen wir nuf Hygiene sehr groflen
Wert legen und dafUr soreen. da8 nur Arbeitsverfahren zur
Anwendung kommen, die praktisch und wissenschaftlich erprobt
sind und endlich zur Qualitlltsware ftihren. Man ist zur Zeit
hemfiht, Richtlinien zu schaffen, nach denen die Praxis arbeiten
kann. Filr das Bau- und Maschinenwesen hat das Reichskurntorium diese Arbeiten erm8glicht. Ganz besondere Reachtunrr
verlanef die Oreanisation des Absatzes dilrch Zrisnrnmensrhlufl
der Produzenten und Bereitstellung erheblicher Geldmittel : ea
wird Sache der Banken sein. hier energisch mitzuarbeiten. Prof. Dr. H o I 1 d a c k.. T.ei&ig: ..Rnlionrllr .4unmnlnllrtng
und Anmmdunq der meehnnischen Hiltsmitiel ziir H e bung der
Wirtschnfllichkeit und drr Erlrilge der ZandwWrchnfl."
Die deutfiche Candwirtschaft ist in bezuq arif Anwendung
ktlnntlirher Dtlneemittel. Aufwand an Arbeitakrlltten und dergl.
zum Teil um vieles weiter als ausl3ndische Landwirtsrhaften.
Aber trotz allen Aufwandes, der vielfach die larifanden Retriebsmittel tibernteifl und als Schuld die Wirtsrhatten beIastet. trotz wissenschaftlicher und amtlirher Fnrderiine far
Vemurhsrinne, DClneer usw. liei3en sich die ErtrRee nirht in
wllnschenswertem Ma6e stelaern, ja, es wurden sogar die VOP
kriemernten immer noch nicht erreicht. So kommt es. dan heiite
aerade die besten und iritensivsten Betriebe. also die, die versiirhen, alles nus ihrem Roden herausxiiholen und dnmit drm
Volkn-anzen dienen. vielfarh wirtnchaftlirh am arhlerhtesten
dadehen. Einer der GrUnde far diesen teilweisen Niederaane
wlrd von vielen darin erblickt, daO trotz der einerseits mooen
Tntenaifit und Hochztlchtung der Landwirtsrhaft andere Mittel
iind Erfordernisne fitark vernachlissigt mirden iind heute die
volle Aiiswirkung der tibrteen Fortschritte verhindern. Der
Redner fflhrte dies an einem Reisniel aus seinem eipenen
Arheitsoebiet. der Rodenhearbeitiinmkunde oder .,Radenterhnolncie". nun. indem er zeigte. da6 perade die Qrundlapen der
Rodenbearbeitunq und damit alles Wlanzenbaiies wissensrhaftlich. noch sehr im araen liegen, so daf3 man bislano dem Railer
norh kniim rirhtig aaeen konnte. wie er seinen Acker eieentlirh
hearbeiten soll. um auch wirklich den ihm durch klimatisrhe
Tmm xiifallenden Reven nnd die auttreffende Sonnenenerde
m5elirhst weftmehend ahxiifamen und in Pflanxenmasne umxuwandeln. Die M6dirhkeit. arif d h e r und ehenso aiif vielen
nnderen Seiten des landwirtschaftlirhen Betriebes Fehlendes
aufziiholen. bietet sich uns durch stllrkere Technisierung der
Landwirtschaft, d. h. nirht einfach grb6ere Anwendung von
beliebigen Maschinen, sondern durch wirklich wirtachaftliche Anwendung gerade der Maschinen, durch die Fehlendes
am besten nachgeholt und Lticken ausgelillt werden
'
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kbnnen.
Nicht nur der Qro0betrieb kann sich d u d
stiirkere Maschinenanwendung helfen ; gerade auch im kleineren
und vor allem blluerlichen Betrieb ist in dieser Richtung noch
sehr vieles zu tun. Die immer stiirker einsetzende Landflucht
und Arbeiternot trifft gerade die kleinen, bauerlichen
I3etriebe besonders hart. Die Landflucht ist trotz der Erwerbslosigkeit, die in den Stlldten droht, eine riesige. Die
Arbeitskriifte ziehen das scheinbar freiere und abwechslungareiehere Leben in der Stadt vor. Ein Anreiz, auf dem Lande
zu bleiben, kann nur dadurch gegeben werden, daB die groh
physische Arbeit. die dort bisher zu leisten war. verringert
wird. Dieses ist nur m6glich durch gesteigerte Masrhinennnwendung, so daR die Arbeiter mehr und mehr als FOhrer von
Maschinen URW.leichtere oder anregende Arbeit finden und
nieht selbst nls ,,Mensch-Motor" wirken miissen. Tm Tnteresee
der eesamten 1,andwirtschaft und ebenso der Landarbeiterachalt
iind ferner in dem der Tndustrie und des Mascliinenhandels
l i e d also eine stiirkere Technisierung der Landwirtschaft. Dan
Reichskuratorium (RKTL) verdankt seine Entstehung der Einsieht. daB die Fortschritte der Technik gerade auf dem Gebiete
der Landwirtschaft bei uns noch nirht in dem erforderlichen
MaBe auseewertet worden sind. Die zu lbsenden Aufgaben beaiehen sich au? Verwendung und Entwicklune von Maschinen.
die auf den1 Felde tlltip Rein sollen, sei es zur Rodenbearbeitunz
oder als Hack- und Drillmaschinen. als Riiben- und Kartoffelernter URW. Wir hrauchen neuere Tvpen von Apparaten. besonders bei den Rtlben- uhd Kartoffelerntemaschinen. Vortr.
weist darauf hin, da13 mnn in Amerika fiir Mais und Baumwolle
iind die tibrigen wichtiaen Spezialkulturen Spezialmaschinen
konstruiert hat, die in ihrem technischen Aufbau oft gewagt
sind. aber doch Erfolge brachten. wllhrend es uns noch nicht
gelunrren ist, fiir die gegenaber Mnis und Raumwolle nicht so
schwierieen Verhaltnisse bei Rartoffmn und Raben die endgfiltige Form der Erntemaschinen zu finden. Wir braurhen vor
allem nurh noch billige Maschinen, so eine Drillmaschine far
den Kleinbetrieb. Rei den Hackmaschinen haben wir eine Anzahl von Tynen, hier liede Rich durrh Vereinfnchung noch
nianches erxielen. Ein weiterer Punkt wiire die Herstellung
von GBrstatten, eine Frane. die bakteriolodsrh-biolo&wh gekliIrt ist. Durch die Verarbeitung von tierischem DOnPer zu
Edelmist kbnnlen eewaltiae Werte newonnen werden: auch die
Entwirkliine der Melkmaschinen ist eine wichtiae Frage. Durch
awerkmiIf3icre Einrichtung k5nnen Transnortweve verkurxt.
Auf- und Ablndearheit erleichtert und die teueren inneren
Trnnsmrte der 1,anddrtsrhnft verbilliet werden. Vortr. verweist auf den Fordson-SchlepDer. von dem tllglich 400 Stack gebniit aerden. na kann Deutsrhland mit seiner kleinen Sttickzahl nirht mitkommen. Am 1,andwirt selhst muS gearbeitet
werden. Er, der durch jahrtaiisendelnnoe. durch Generationen
flhermittelte Erfahrunrren und diirrh das Zusarnmenleben niit
drr Nnfiir aii einem el3nzenden Tiernflener und Pflnnzenzachter
peworden i d . muO sirh auch allmiihlich in den Sinn der
Mnsrhinen und ihre Rehandliinn einleben, damit sie ebenso wie
seinn Gespanntiere zur willipen. stets bereiten Arbeitskrafl
werden. Prof. Dr. M a r t i n y , Halle a. d. S. : ..Dip Enlwickltrng ~ n n
RilhenrmtegerBlen."
Die Rllhmemteeeriite stehen weiren der groRen Srhwierigkeiten der RnhenerntP irnd der Wirhtimkeit des Rnhenbaues ini
Vordermiind des landwirtsrhafflirhen Tnterpaws. Vortr. ernrtert
dirt Entwirkliine der Rnhenernteeerllte iind die diirrh den RnbenernteaiissrhiiR des Reichskiiratoriums ?Or Terhnfk in der Candwirtsrhaft enielten Fortsrhritte. Er srhildert die Entwirklring
wit dem . b h r e 1908. wo die Firma S i e d e r n 1 e h e n bereita
eine Mawhine herauneehrwht hafte. die die Rnhen selbsttllHe
kbpfte und hob. An Hand von Lirhthildern ftihrt Vortr. die
verschiedenen Geriite vor und zeiri in Tabellen eine Zusammensetxunp der Retriebskosten bei mittleren und srhweren BWen.
Er peht dann auf die Arbeitsmethoden des Rnhenernteausschusses n3her ein. Der AusrhuB bemnn seine Tlltiekeit damit,
den derzeitiaen Stand der RUbenerntegeriite festzustellen, innbesondere durch Arbeitsprilfung, die rnit den verschiedenen
Geriiten unter versrhiedenen Verhiiltnissen durchgefflhrt
wurde. Urn die Fehler der Maschinen in ihrer wirtechattlichen
Auswirkung zu ermesaen, stellte der AusschuB Rechnungen fllr
d i e Betriebskoeten und die Ernteverluete auf, die sich auf dfe
zahlenmiifligen Messungen statzten. Der AusschuB ist jetzt in
der L q e , nirht nur die Leietungen der Maschinen und ihren
Bedarf an Menschen, Zugtieren und Betriebsstoff zu ermitteln,
sondern aurh die Verluste durch zu hohes und zu tiefes Kopfen.
durch Verschmutzung und Liegenbleiben von Bllittern, durch
die an den Riihen haftende Erde, durch Abbrechen von Riibenschwlnzen und Sterkenbleiben von Rilben. So verweist Vortr.
besonders n u t die Koiistruktion einer Reinigungamaschine unter
Anlehnung tler nrnerikanischen Grey-Hound-Maschine und auf
dio Bestiiiiniung des Fchmutzgehaltes der Bllitter unter Vernendung roii Aluminiuiiisulfat. Die groBen Fortechritte, die die
Riibenerntegerlte seit dem Einsetzen des Rlibenernteausschusses
gemacht hnben, lassen uns urn so lebhafter empfinden, daB
extrenio Botlenverhiiltnisse (leirhter und srhwerer Doden) der
mechanisrlien Riibenernte noch vielfnrh eiu Hindernis bieten,
dns nur ein groDer Aufwand von Forschungs- und Konstruklionsarbcit iiberwinden wird. Aber filr mittlere Verhlltnisse sind jefzt brnurhbare Geriite da. I r n Bereich dea mittleren Bodens werden einzelne Lnndwirte diese Gerlte anwhaffen, und die anderen werden allmiihlirh folgen.
Deufscher Braunkohlen-lndustrie-V=r=in.
i . Terhn. Tagunp des 5Iitteldeutmhen Bratinkohlen-Bergbaues.
Berlin, 13. und 14. April 1928.
\'orsitzetidrr: Generaldirektor Dr.-Tng. E. h. P i a t s c h e c k.
l i i i Jalirc 1927 wurdr zum er3tenmal die 100-Millionen-
'I'oniten-Grctize tiberschritten, die Forderung betrug 10!2 Millionen
Tonnen. nic? Entwicklung der Rraunkohlenforderung seit dem
.Tnhre 1885, tler Crundung des Deutschen Rrnunkohlen-IndustrieVereins, zcigt dils sfelige Ansteigen der Forderung. die auch
i m Kolner Rcvier beobnchtet wurde. Die Ertragnisse stehen
aber leider ini MiBverhjltnis zu der Mengenftbrderung, Riick1 w p ~ tltonntrn ini letzten Jahre nirht gemacht werden, und die
Dividenden sind meist nur erzielt worden durrh nicht geiiiigcndc .A hsrhreibiingcn. Die Anlagekosten einer neuen
lhunkohlvrigrubc fiir riitr ,Jnhrestonne Brikettproduktion
ntellen sirh nuf riind 45 Mark. Die starke Relastung der
Selhstkostcii zeizt sirh nurh vor nlleni in den T,ohnsteigerungen,
tlie i n tlieaetn h h r c 14% susmnchten, bei starker Arbeitszeitverkiir7.iinc.
Der iiiilteldeutsrhe Rrnunkohlenbergbaii hat
41 \iillionen Mnrlc fiir Sozinlversirheriing aufzubringen. Rcirhsbnhn-Oberrnt Prof. N n r d in a n n , Berlin: ,,?lie Ver\ftifrrrnq 7'nn Kohlen.stntih n7if I,oliomoliz~en.''
Die Versurhe. Lnkomotivcn niit Brnunkohlenbriketts zu
beheizen, ergnben eiiiige Srhwierirrkeiten durrh die starke
Funkenbililitnq rind den 1,eistungsabfnll gegeniiber der Beheizirnp niit Strinkohlen. Gilnstigere Aussichten bot die Verfeurrung yon Rrnutikohlenstnab. Fiir ortsfeste Kessel lngen
schon giitc Erfnhrungm (iber die Kohlenstaubfeuerung vor, for
1.okoiiiotiveii wnren tlie Hoffnunnen auf Erfolg wegen des
kleinen ziir Verfiigiing stehenden Verbrennungsrnumes gering.
Die in Ainrrika durrhgrfiihrlrn Versuche in GroRkraftwerkskesncln arheitrten ininier n i i t grol3en Verbrennunesraumen; das
Verhiiltni.; WR nrennkanrmrrrIolunien zur FJeizflilche war 1 : 5
nder 1 : 6. wiihrcnd tiinn bpi den 1,okoniotiven nur mit deiii
Verhiilfnin 1 : 3 0 rerhnen knnn. RPi den nnierikanischen Versiirhen \v;ircn ( l i t feuerfrsten Materinlien der Kessel groaer
Abnulzung aitsgesetzt. 1921 wurtie eine Studiengesellsrhaft fur
k'ohlenstniihfeuerring von 1,okonintiveii geeriindet, die Versuche
iiiit Stnuh behcizten IAokoniotivendiirrhfilhrt. Ein Kessel, der
weniger leistet als die Rostfeuerung, kommt nirht in Fra,ee. Es
ewibt sirli darnits die Heizflarhenbelastung von 57 kg. Durch
die Einfiihriing der rieuen Krnusenbrenner init konisrhen Dllsen
kontite bei den Versurhen niit einem grofien Reichsbahn-OUterzup-Cokornotivkessel die TreizflRrhenbelestun~von 57 k g nicht
tiur cweirlit. sondern iibersrhritten werden. Man kam sopar
: t u f 68 bis 72 k@qiti. Tm Dnuerversurh gelang es, 60-kg-HeizfliichPnbelnstunp zu erreichen bei einem Wirkungsgrad von 70
his 72%. Der Wirkungsgracl der Kohlenstaubfeuerung ist
hrsser als der der Rostfeuerung, und man erzielt etwa 18% Ersnnrnis an WE. Mit der A. E. GStaublokomotive sind auf der
Nordbnhn schon mehrere Versuchsfahrten vorgenomrnen worden, bei dcnen insbesondere die Cute Regelunnsfdhigkeit der
Kohlenstnubflnninie uberrasrhte. Die Kesselwirkungsgrade bei
der Kohleiislaubfeuerung sind nirht durch Wiegen des Kohlen4aubes festgestellt worden, wtihrend bei Roetfeuerung die
Kohlenmengen gewogen werden. Bisher ist der Kohlenstauti
nur volumetrisch gemessen worden. Die Reichsbahn ging daher dazu Uber, Versuche auezufiihren, bei denen der Kohlenstaub gewogen wird. Direktor DipLTng. S i ni o n , Halle: ..~ropabraumforderung
unler besonderer Beriicksichtigung d e r neuen Qro/?nbraumwngen." - DipLlng. H l r t i g , Welzow (N.-I,.).: ,,Ergebnis~e
d e r Zeit- und Orgnnisnlinnssludien in den Reirirhszzreigen des
E)rnunkohlenherqbnues."
Direktor B u b e , Halle: ,,Uher den neuesfen Slnttd der
I'rrschireiung und Vergnsunq Ton Rmunkohle."
Vortr. berirhtet iiber Beobachtungen an indirekt beheizten
Schwelofen, an Spiilgas-Fcha.eleinrirhtungen und bei der Rraunkohlen-Stadtgaserzeugung. Es ist nnzunehmen, dal3 irn Laufe
dieses Jahres, wenn die im Bau befindlichen indirekt beheizten
Schwelbfen in Betrieb kornmen, auf dieseni Wege eine Million
Tonnen Rohkohle verarbeitet werden; das wird so vie1 Teer
ergeben, wie vor dem Kriege in den Rolleofen hergestellt wurde.
Vortr. ging auf die Kohlenveredelungsofen ein. Rei deni von
der Dea konstruierten Ofen ist die Teerproduktion um 100%
gesteigert. Das Gas fiillt als zu starkes Gas mit 8500 WE. an
rind kann durrh Zusatz von Wassergas auf die Norm herabgesetzt werden. Man kann je Ofen 90 t Durchsatz bei 100%
Teerausbeute annehmen. Zu den indirekt beheizten Srhweleinrichtungen gehoren auch die Rolleafen niit Vortrocknung.
bei denen im Retrieb drei Viertel der vornusgesehenen Leistune
erreic-ht wurden. Man setzt heute 13 bis 15 t durch itnd erzeugt
einen normalen Koks und niehr Gas. Je niehr man auf Durchsntz konimt, desto bessere Ausbeute gibt der Ofen. Vortr. bewhiiftigt sirh dann niit der Entwicklung der Ofen zii wirklichen
Grnflschwelern. Er verweist auf den l3 n m n g - t i e 1 1 e r Ofen, einen rotierenden Uberhiteer mit Rohren, die sirh
parnllel durch den eisenunimantelten Prhnmottktbrper ziehen.
Vom Siliciumcarbid als feiierfestes Material verspricht man sich
eine bessere Widerstandsfahigkeit gegen die mechanisrhe Rennsprurhung. Wenn man weniger paraffinhaltigen, aber dafilr
mehr Ieichtblhaltiqen Teer erzielt, ware es besser. Vortr. brhl3t sirh dann nilher ruit den gemeinsainen, mit Gnswerken
durrheefuhrten Arbeiten zur Erzeugung von Braunkohlenstadfens. Die Versurhe filhrten zii eipem giinstig zusammengesetzten
Gas. Dio Ausgarungszeit wurde aiif wenige Stunden zurtirkgeftlhrt. Die Gasausbeuten konnten auf Bo bis 800 cbm Stadtgas je Tonne Brikettierkohle pebracht werden, und man wzielfe
einen sltickieen Grudekoks. Die Doppelp~serzeugungnur B U S
Braunkohlenbriketts eraab heizkraftiaes Doppelgas, das in
groBerem Prozentsstz aIs Steinkohlendoppelgas dem Retortenund Kammergan beigeniiseht werden kann. Die Vergnsung vnn
Rraiinkohlen- und Grudekoksstaub im Wnsserdampfstrom in
gewiihnliehen Kaiiimereinrichtungen, Vertikalkammern, fnhrtc
zii holier Wassergasausbente bei befriedieender Leistunq und
viclversprerhendem Ausbrand. Aus den Refunden des Ietzten
Jnhres nn Schwel- und Vergasungseinrichtungen sowie an Gaswrrksltammern m d Retorten ergaben eirh Augblirke auf batriirhtliche Leistunessteigerungen fUr Teererzeuqrtng und filr
llie Braunkohlen- Stadtgaserzeugung. Rrnunkohlenbenzin vertlient eine bessere WUrdigung als hisher. dn e~ erfrertlirh klopflest ist und einen m t e n Kraflstoff fiir Motoren darstellt. Der
Jleizwert des l3raunkohlenbenzins j e Volumeneinheit ist ero8.
snin Aktionsrndius gut. und auch der iinangenehme Gerueh ist
x i i i n Kronen Teil beseitigt. Dr. R o s i n , Dresden: ,,Die SeZb~lf,nf,-iitIdliclikri/d r s
Ihmnkohlenkokses und ihte Behebun!/."
Dio grol3e Selbstentziindlichkeit des I(rauiikohleii1iokse~
wurdo fiir die Entwicklung der Briiiiiikohleitsch\elerei zu einer
Gefahr, da sie die Trockenlosrhuiig ~ o i iI~rnuiikohlenscli\velIioks, die fiir die nachfolgeiide Veriiinlilung unbrdingte Voriirtssetzung i d , hinderte. 1% hat sich eine Sludirrigesellschnft
bildet, in der die grol3en deutschen Braunkohleii- und Eleklriziliitswerke zris;iiiirnengt!treten sintl, in tlereri Artftrag Vortr.
Ilntersurhuiigeii iiber die Selbslentziindlichkeit von Rraunliohlenkoks durchgefiihrt hat. Er deliniert als Selbstentziindlichkeit die Fiihigkeit eines Korpers, sich bis zur Erreichung
seines Ziindpunkles zu erwiirnien, worwf die Selbstentzundung
viritrilt. Die Selbstentziindlichkeit wird durcli eine Selbsterwarniung eingeleitet, uiid diese hat drei Ursachen: Gasadeorption, Autoxydation und Feuchtigkeiteaufnahme. Prischer
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