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Mittheilung ber einen photometrischen Apparat.

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326
L. Web.
der Dauer des Stromschlusses der Widerstand der Rolle infolge der Erwarmung schnell zunahm. Danach war:
f = 1831,872 qcm,
und schliesslich die Intensitat des Feldes in absolutem Maass:
& *
.F= 58,098 cm) sec
Physik. Inst. d. Universitat S t r a s s b u r g i. E.
X. Wittheil%mgU b w eirten photornetrischen
Apparat; zcm Leomnharcl W e b e r .
(Hierru Taf. I Pig. 13.)
Versteht man unter der Intensitat einer Lichtquelle
eine rein physikalisch, etwa als gesammte kinetische Energie
der sichtbaren Strahlen zu definirende Grosse, so gestatten
es die bisher angewandten photometrischen Methoden
1) eine Vergleichung der Intensitaten zweier als punktformig betrachteter Lichtquellen von g l e i c h e r P a r b e mit
zum Theil sehr grosser Gennuigkeit vorzunehmen, also ein
relatives oder conventionelles Maass der Intensitit zu gewinnen.
2) fiir zwei Lichtquellen v e r s c h i e d e n e r F a r b e mittekt des Glan-Vogel’schen Photometers das Intensit,atsverh&ltniss der einzelnen Theile ihrer Spectra und allenfalls
durch Summation das Verhaltniss der totalen Intensisaten
z u ermitteln.
Fragt man ferner nach der Fiihigkeit einer Lichtquelle,
i n g e g e b e n e r E n t f e r n u n g s e i n h e i t a u f g e s t e l l t e Obj e c t e , wie z. B. Schriftzuge, f e i n e S c h r a f f i r u n g e n etc.
b i s zu i h r e r d e u t l i c h e n W a h r n e h m u n g d u r c h d a s
A u g e zu b e l e u c h t e n , d. h. d e r e t w a a l s B e l e u o h t u n g s k r a f t B e i n e r L i c h t q u e l l e zu bezeichnenden Fahigkeit,
so kann die Bestimmung dieser Grosse fiir die unter 1) angefiihrten Falle ebenfalls als in gewissem Sinne ausgefiihrt
betrachtet werden. Dagegen ist deren Ermittelung far die
L. Feber.
327
unter 2) angefuhrten Falle von den bisherigen photometrischen
Methoden wenig oder gar nicht beriicksichtigt.
Die so definirte Beleuchtungskraft B ist nun nicht blos
yon der physikalischen Grosse der Intensitat, sondern auch
von physiologischen Momenten abhangig und kann z. B.
auch nach der Verschiedenheit der Augen individuell variabel
sein. Es werden mithin unter den Argumenten der Function
B einmal physikalische von den Intencitaten der einzelnen
Farben herriihrende Werthe il i3 ...i,, eventuell ein dafur zu
setzendes Integral und zweitens gewisse physiologische Werthe
p , p , ...pa auftreten, sodass allgemein :
. .
--
B = B (PI pa * * ape! 21 22 * a)7
sein wird. Beseitigt man hierin die Argumente p dadurch,
dass man sich auf ein normales Auge unter normalen Verhaltnissen beschrankt , so wird der physiologische Einfluss
auf die Function B sich nur auf deren Form erstrecken, also:
B = y (il iz ...in),
(1)
gesetzt werden k8nnen. Ein specieller Werth der Grosse B
etwa bei bestimmter Totalintensitat der Lichtquelle sei p.
Es werde sodann die stets einer Controle zugangliche V o r a u s s e t z u n g gemacht, dass bei variabeler Totalintensitat einer
Lichtquelle oder in den dafur zu supponirenden Fallen, in
welchen nach bekannten
esetzen Abschwachungen z. R.
durch N i c ol'sche Prismen, Vergrosserung der Entfernung,
oder Absorption durch weisse Eorper stattfinden, immer nur
eine alle Farben gleichmassig betrefiende Intensitatsanderung
auftrete. Wollte man alsdann die weitere Annahme machen:
a) dass bei variabler Totalintensitat J einer Lichtquelle
die physiologische Concurrenz der den einzelnen Farben entsprechenden Intensitaten in Bezug auf die Erkennbarkeit
yon Objecten immer in derselben Weise stattfinde, so wiirde:
(2)
B=v(Pt 4
Bei
noch
weiterer
Annahme, dass
sein.
b) die Beleuchtungskraft einer Liohtquelle proportional
ihrer Totalintensitat sei, wurde:
(3)
B - J.p
'
328
L. Weher.
seid. Ton den gemachten Annahmen scheint a) nur naherungsweise zuzutreffen, wie aus den P u r k i n j k’schenl) Beobachtungen hervorgeht. Indessen wird fur kleine Intensifatsunterschiede jene Annahme als zutreffend betrachtet werden
kijnnen. Die Annahme b) dagegen ist sogar hiichst wahrscheinlich unrichtig und musste durch eine dern F e c h ner’schen Gesetz entsprechende andere Function ersetzt werden.
Wenn man trotzdem nach Gleichung (3) die Beleuchtungskraft einer Lichtquelle berechnet, so wird das Resultat
a b s o h t genommen zwar unrichtig sein, dagegen wird es besagen: W u r d e m a n d i e I n t e n s i t a t d e r L i c h t q u e l l e
i n d e m V e r h a l t n i s s J : l a b a n d e r n , s o miirde d i e l e t z t e r e e i n e B e l e u c h t u n g s k r a f t p h a b e n . Es erfordern
nun eine Reihe der von der Praxis gestellten Fragen lediglich eine Beantwortung in letzterem Sinne. Wenn z. B.
nach der Beleuchtungskraft der Sonne oder einer electrischen
Lampe gefragt wird, so w i d es genugen, anzugeben, dass
dieselbe gleich derjenigen von n Normalkerzen ist und also
darunter nur zu verstehen, dass eine Aenderung der Intensittit
von S o m e oder Lampe urn 1]n eine Beleuchtungskraft gleich
derjenigen einer Normalkerze geben wurde. Die Gleichung (3)
kann demnach zur Grundlage einer weiteren Betrachtung
dienen, falls wir die Interpretation derselben in dem angegebenen Sinne vornehmen und bei der Restimmung verschiedener Grijssen p so kleine Intensitiitsintervalle innehalten,
dass die Annahme b) als zulbsig erscheint.
Seien BIJ1
B2J, pa bezogen auf zwei Lichtquellen
verschiedener Farbe, so wird:
sein. Schwacht man nun die Intensitit einer oder der beiden.
Lichtquellen soweit, dass Bl = B, wird, was experimentell
zu ermitteln ist, und nennt man die nun vorhandenen IntensitBten il und 4 so wird:
(4)
Eine experimentelle Bestimmung von il/i8 ergibt daher, wenn
1) v. Helmholtz, Physiol. Optik, p. 317.
L. Weber.
329
man etwa das auf ein Normallicht bezogene = 1 setzt, einen
Worth fir pa,den man als die specifische B e l e u c h t u n g s k r a f t der betreffenden Lichtquelle bezeichnen kann.
Zu einem vollkommen analogen Resultat wiirde man
gekommen sein, wenn man in Gleichung (2) statt der Totalintensitat J die Intensitat einer bestimmten Farbe oder eines
durch absorbirende Medien bestimmt charakterisirten Farbencomplexes, z.B. der durch ein rothes Glas gegangenen Strahlen
gesetzt hlltte. Nennt man diese Intensitilt J", so wiirde zufolge der gemachten Voraussetzung (p. 327) J prop J") sein.
Die Bedeutung von p wird natiirlich nun auch eine andere,
und zwar wird die Aenderung umgekehrt proportional derjenigen von Jsein. Sei ,5'" der neue Werth von /I, so wird
fiir zmei Lichtquellen:
B, = J r ) .pr'
(5)
{
B, = J:'. p:'.
Macht man wieder Bl = B, und nennt die nun vorhandenen
IntensitMen ir) und ,':i so wird:
und die durch Setzung von /Ir'=1gewonnene Definition der
specifischen Beleuchtungskraft #) w i d jetzt eine von dem
angewandten rothen Glase mit abhHngige GrBsse sein. Dagegen behalten in den Gleichungen (5) Bl und €3, dieselbe
Bedeutung wie vorher , und das Verhhltniss derselben wird
entweder sein:
Hieraus geht hervor, dass die Bestimmung der Beleuchtungsh a f t einer Lichtquelle nicht, durch alleinige Ermittelung
ihrer Totalintensitilt oder derjenigen eines bestimmten Farbencomplexes gewonnen werden kann, dass vielmehr als weiteres
Element noch die Bestimmung ihrer specifischen Beleuchtungs-
330
L. Webet..
kraft erforderlich ist. Der auf p. 327 unter a) gemachten
Annahme wird entsprochen werden, wenn die zu beobachtenden Intensitaten il und iz,resp. if) und ):i innerhalb eines
nicht zu grossen Helligkeitsintervalles gehalten werden, so
n&mlich, dnss bei wiederholten Versuchen die Aenderungen
der einzelnen dieser Grassen keine betrachtlichen sind.
Die bisherigen photometrischen Methoden nehmen, wie
bereits bemerkt , auf die Bestimmung der specifischen Beleuchtungskrafte theils gar keine, theils ungeniigende l) Rucksicht. Ich erlaube mir deswegen auf einen Apparat hinzuweisen, den ich vor einem halben Jahre in Breslau anfertigen
liess, und der in einer verbesserten Form von den Herren
Fr. S c h m i d t und H B n s c h in Berlin hergestellt wird. Derselbe gestattet es, eine den obigen Ausfuhrungen entsprechende und, wie mir scheint, sehr bequeme Berucksichtigung
der specifischen Beleuchtungskriifte bei Vergleichungen von
LichtqueIIen vorzunehmen , wobei den Beobachtungen die
zweite der Gleichungen (7), bezogen auf ein rothes Glas, zu
Grunde gelegt wird. Gleichzeitig ist der Apparat dazu bestimmt, die von der Photometrie bisher wenig odes gar nicht
beachtete Frage nach der I n t e n s i t a t u n d B e l e u c h t u n g s k r a f t d e s d i f f u s e n L i c h t e s zu beantworten, eine Frage,
die zwar weniger fur weitere physiknlische Forschungen aIs
vielmehr fur hygieinische und meteorologische Beobachtungen
von Interesse sein durfte.
Die Einrichtung und Benutzung des Apparates ist aus
der schematischen Skizze Fig. 13 ersichtlich. I n einem horizontalen feststehenden Tubus A befindet sich ein Hulfsnormallicht n; dasselbe erleuchtet die in a befindlichen und langs
A in messbarer W eke verschiebbaren Glasplatten, welche
ihrerseits aus einer oder mehreren Milchglasplatten und einer
rothen anniihernd monochromatischen Glasplatte bestehen.
In dem um die LBngsaxe von A drehbaren Tubus B befindet sich ein Reflexionsprisma p , ferner ein zweiter Satz von
den beschriebenen Glasplatten bei 6 und ein Diaphragma d.
1) Vgl. Crova u. Lagai.de, Compt. rend. 93. p. 512. 1880. u. 96.
p. 1271. 1882.
L.Weber.
33 1
Wird der Tubus B entweder anf eine Lichtquelle oder auf
die beleuchtete Flache eines weissen Schirmes gerichtet , so
erblickt der bei o hineinblickende Beobachter ein durch die
linke vertikale Kante des Prismas in zwei gleich gross und
gleichgeformte Hslften getheiltes Sehfeld, dessen linke Seite
von dem durch b und dessen rechte Beite von dem durch a
gegangenen Licht erleuchtet wird. Durch Verschiebung von a,
Vermehrung oder Verminderung der Milchglasplatten in b,
eventuell auch durch Aenderung von n lasst sich in buiden
Theilen des Gesichtsfeldes gleiche Relligkeit herstellen, und
beide Theile erscheinen von gleicher Farbe.
Die Beurtheilung gleicher Helligkeit ziveier unmittelbar
nebeneinander liegender Flachen derselben Farbe kann bekanntlich mit sehr grosser Scharfe vom Auge gemacht werden
und scheint fur rothe Farben besonders leicht zu sein. Die
benutzten rothen Glassorten (durch Kupferoxydul gefarbtes
sogenanntes iiberfnngenes Glas) zeigten vollkommen gleiche
Farbe in den Halften des Gesichtsfeldes, wenn n Kerzenlicht
war, und die Platten b von Sonnenlicht oder electrischem
Bogenlicht erleuchtet waren. Die Drehbarkeit des Tubus B
sammt Prisma p lasst eine ausserst bequeme Einstellung auf
Lichtquellen in verschiedener Hohe oder auf Flachen verschiedener Neigung zu.
Als Hiilfsnormallicht habe ich die im Handel weit verbreiteten Benzinkerzen benntzt. Die E’lamme derselben zeichnet sich nicht allein durch ungemeine Gleichmassigkeit des
Brennens am, sondern besitzt auch, wie ich aus wiederholten
Messungen und deren graphischer Darstellung schliessen
konnte, die sehr brauchbare Eigenschaft, dass sich die Intensitilt i als eine sehr einfache Function der Flammenhohe Z
innerhalb gewisser Grenzen darstellen lasst. Wenn namlich
a und b zwei Constanten sind, so fand ich, dass:
i=a+bl
gesetzt werden kann innerhalb eines Intervalles von etwa
I = 1 cm bis Z = 4 cm. Am genauesten scheint die Formel
in den Grenzen E = 1,5 cm bis I = 3 cm fiir die benutzten
Kerzen zu gelten, dtl fur kleinere 1 die Formel ihrer Natur
nach unzutreffend sein muss und fur grossere 2 durch ein
332
L. Weher.
unruhigeres Brennen die Genauigkeit der Ablesung von I
gestort wird. Innerhnlb der genannten Grenzen lasst sich
mittelst einer mit Spiegelfolie belegten Glasscala s eine Abmessung von I nach bekanntem Verfahren bis auf 0,l mm
leicht erreichen. Die nach der Methode der kleinsten Quadrate
berechneten Constanten a und b waren fur die von mir untersuchten Kerzen fast genau dieselben. Wenn nun auch fur
Flammenhohen sehr verschiedener Grosse die Bormel nur
als Naherungsformel richtig ist, so kann man doch fUr nicht
sehr verschiedene 1 eine den sonstigen Genauigkeitsgrenzen
vollkommen entsprechende Richtigkeit annehmen.
Beziiglich der mit dem Apparate anzustellenden Messungen mogen folgende Bemerkungen hier Platz finden.
I. V e r g l e i c h u n g d e r I n t e n s i t a t e n u n d d e r B e l e u c h t u n g s k r a f t e z w e i e r L i c h t q u e l l e n von g l e i c h e r
F a r b e . Man richtet den Tubus B auf die Lichtquelle 1
und stellt den Apparat durch Verschiebung von a ein, d. h.
man bringt beide Theile des Gesichtsfeldes auf gleiche Helligkeit. Man beobachtet hierbei die Entfernung R, der Lichtquelle von b, ferner den Abstand r1 der Platten a von 7~ und
die Hijhe II der in n befindlichen Benzinkerze. Bei einem
zweiten Versuch richtet man B auf die Lichtquelle 2, stellt
ein und beobachtet B2raund nothigenfalls lafalls die Flammenhohe absichtlich oder unabsichtlich geandert ist. Par beide
Versuche bleiben die Absorptionsconstanten der Milchglker
und des Prismas dieselben; die abgeanderte Lange des
Weges von a durch das Prisma zum Auge ist, wie leicht zu
zeigen, ohne Einfluss, und es berechnet sich demnach in
einfacher Weise aus den beobachteten Gr8ssen:
Far diesen Fall gehen die Gleichungen (7) uber in:
B,=J,- J P ,
BI
JI
JI''
sodass die Bestimmung des IntensitatsverhiGltnisses unmittelbar auch das Verhiiltniss der BeleuchtungskrZlfte ergibt.
Far praktische Anwendungen wird man es vorziehen, an
L. Weber.
333
Stelle des ersten etwa auf ein Normallicht N von. der Intensitlt J1 bezogenen Versuches wiederholte Vorversuche anzustellen, durch welche dasverhaltniss der Absorptionsconstanten
in beiden Theilen des Gesichtsfeldes, sowie die Beziehung des
Hulfsnormallichtes n zu dem Normallicht N ermittelt wird.
Die Messung einer Lichtquelle 2 wird dann durch einen
einzigen Versuch beendet sein, fur dessen Berechnung :
gilt, worin C eine durch ebenso leicht anzustellende Vorversuche ermittelte Constante ist. Dieses Verfahren, die Beleuchtungskraft einer Lichtquelle auf diejenige eines Normallichtes von gleicher Farbe zuruckzufuhren, bietet demnach
eine wesentliche Abweichung von anderen bekannten Methoden,-z. B. der Bunsen’schen nicht.
TI. V e r g l e i c h u n g d e r B e l e u c h t u n g s k r a f t e des
von zwei L i c h t q u e l l e n g l e i c h e r F a r b e h e r r u h r e n d e n diffusen Lichtes. Zur Beantwortung dieser Frage
bedarf es zunilchst einer Definition daruber, was unter der
an einer Stelle eines yon diffusem Lichte erfiillten Raumes
herrschenden Beleuchtungskraft dieses Lichtes zu verstehen
ist. Eine den praktischen Bedurfnissen und den obigen Busfuhrungen sich unmittelbar anpassende Definition wurde die
folgende sein. An der betreffenden Stelle sei eine ebene
Flacho aufgestellt und dem digusen Licht ausgesetzt. Die
Beleuchtungskraft des letzteren sei alsdann eine Grosse,
welche der Erkennbarkeit feiner auf der Flache angebrachter
Charaktere proportional ist, eine Grosse also, auf welche die
obigen fur die Beleuchtungskrafte punktformiger Lichtquellen
gemachten Ausfuhrungen ebenfalls gelten. Ein Maass dieser
Beleuchtungskraft aei daclurch gewonnen, dass man eine Vergleichung vornimmt mit derjenigen Beleuchtung, welche ein
in bestimmter Entfernung (etwa 1 m) aufgestelltes Normallicht bei senkrechter Incidenz jener Flgche ertheilt. Hiernach
wiirde die A n g a b e , d a s s d i e B e l e u c h t u n g s k r a f t d e s
diffusen L i c h t e s an e i n e r S t e l l e e i n e s R a u m e s gleich
derjenigen v o n n N o r m a l k e r z e n sei, besagen, dass
334
L. FVeber.
cine A e n d e r u n g d e r E e l l i g k e i t d e s d i f f u s e n L i c h t e s
imverhliltniss n:l fur eine an der betreffendenstelle
angebrachte F l s c h e dieselbe Beleuchtungskraft bew i r k e n w i i r d e wie e i n i n d e r E n t f e r n u n g s e i n h e i t b e i
normaler Incidenz die F l a c h e beleuchtendes Normallicht, oder dass die Erkennbarkeit feiner Charakt e r e a u f d e r F l a c h e i n b e i d e n F a l l e n d i e s e l b e sei.
Hieraus ist unmittelbar ersichtlich, dass die so definirte Beleuchtungskraft des diffusen Lichtes ahhiingig sein wird von
der Lage jener Flache. &Ian wird demnach nur von der
Beleuchtungskraft an einer Stelle fur eine bestimmt gelegene
FIache sprechen kSnnen, also beispielsweise, wenn es sich
um die Untersuchung der Beleuchtungskrsft des diffusen
Lichtes in bewohnten Raumen handelt, von einer horizontalen, verticalen oder maximalen Beleuchtungskraft sprechen,
darunter die Beleuchtungskraft des diffusen Lichtes fur eine
horizontale , verticale oder derartig aufgestellte Flsche verstehend, dass dieselbe das Maximum der Helligkeit erfahrt.
Der beschriebene Apparat erlaubt diese Messung in
folgender Weise. Man stelle an der fraglichen Stelle des
Raumes in der beabsichtigten Lage einen Schirm aus mattem
weissen Carton auf und richte auf denselben den beweglichen
Tubus B des Apparates. Hierbei ist es, was bei Beobachtung von sehr schwachem difl'usen Licht in Betracht kommt,
nicht nothwendig, dass sich bei B in dem Apparate ausser
der durchsichtigen rothen Oiasplatte noch eine Milchglasplatte befindet. Bei Beobachtung von starkerem diffusen
Licht sind dagegen ein oder mehrere Milchglaser bei b anzubringen, und es ist ausserdem ein Conus k vor diese Platten
zu setzen, der es bewirkt, dass die letzteren nur von Stellen
des Schirmes, nicht auch von anderen seitlichen Gegensihden
Licht empfangen. Die Entfernung des Apparates vom Schirm
ist in beiden Fiillen ohne merklichen Einfluss auf die Beobachtung, wie leicht ersichtlich. Nur wird man dieselbe so
zu wahlen haben, dass die Wirkung des Conus nicht illusorisch wird, noch auch durch den Apparat selbst ein merklicher Schatten auf dem Schirm entsteht, was meistens ohne
Schwierigkeit ausfuhrbar ist. Man verschiebt alsdann die
L. FVe6er.
335
Platten a , bis gleiche Helligkeit im Gesichtsfeld eintritt.
Darauf wird ein zweiter Versuch gemacht, bei welchem irn
verdunkelten Zimmer derselbe weisse Schirm durch ein
Normallicht in der Entfernungseinheit und unter normaler
Incidenz beleuchtet wird. Man richtet abermals den Tubus
B auf den Schirm und macht die Einstellung der Platten D
unter jedesmaliger Ablesung ihrer Abstande T von der im
Apparat befindlichen Benzinkerze und der Flammenhtihe der
letzteren. Bus beiden Versuchen ergibt sich dann leicht das
gesuchte Verhiiltniss der Beleuchtungskrafte. F u r praktische
Anwendungen kann wiederum der letzte Versuch unterbleiben,
wenn durch Vorversuche die Constanten des Apparates jetzt
incl. der Diffusions- und Albedoconstante des Schirmes ein
fur d e m d ermittelt sind, was durch eine einzige Beobachtung oder fur eine abgeanderte Zahl der Milchglasplatten
durch eine entsprechende Zahl von Vorversuchen erreicht
wird. Es warden fur alle Abstufungen desLichtes von der
DBmmerung bis zu einer dem intensivsten Sonnenschein iiquivalenten Helligkeit 0 bis 5 dunne Milchglasplatten bei b.
geniigen, wahrend man bei a mit einer einzigen auskommt,
wie aus den von mir angestellten Versuchen hervorgeht, bei
welchen eine unter I V zu besprechende Vergleichung des
diffusen Tageslichtes mit dem Normalkerzenlichte gemacht
wurde.
III. V e r g l e i c h u n g d e r I n t e n s i t i i t e n u n d d e r B e l e u c h t u n g s k r t f t e zweier als punktfSrmig betracht e t e r L i c h t q u e l l e n v e r s c h i e d e n e r F a r b e . Genau so
wie unter I ist zuniichst das Verhiiltniss derjenigen Intensitaten Jr) und Jf) der beiden Lichtquellen zu ermitteln,
welche den durch das rothe Glas hindurchgelassenen Strahlen
entsprechen. Alsdann sind folgende zwei Versuche zu machen.
Eine auf weissem Schirme angebrachte, etwa den Raum einiger
Quadratcentimeter einnehmende Zeichnung, welche eine Reihe
feiner Schraffirungen verschiedener Stirke oder eine Stufenfolge verschieden grosser und verschieden leicht zu erkennender Schriftzeichen enthalt, beleuchte man in sonst abgedunkeltem Zimmer lediglich durch die Lichtquelle 1. Man
beobachte jene Zeichnung durch ein Fernrohr und andere
336
L. CVeber.
die Helligkeit der Beleuchtung SO lange, bis eine bestimmte A r t
der genannten Schraffirungen oder Schriftzeichen gerade noch
erkennbar ist, die nachst feinere dagegen nicht mehr. Gleichzeitig richte man den Tubus B des Apparates auf den durch
die Zeichnung nicht wesentlich modificirten Schirm und stelle
die Platten a ein. Der Abstand zwischen a und 71 sei rl, die
Flammenhohe ZI. Bei einem nun folgenden zweiten Versuch
beleuchte man die Zeichnung lediglich durch die Lichtquelle 2,
andere die Starke der Beleuchtung wieder soweit, dass dieselbe A r t der Schraffirung wie vorher deutlioh erkennbar
ist, und stelle gleichzeitig den Apparat ein. Sind dann l2
und rz die jetzt beobachteten Grossen, so ist der in Gleichung (6) und (7) angegebene Quotient:
1st ferner das aus den beiden erstgenannten nach dem Verfahren I gemachten Versuchen ermittelte Verhaltniss der Intensitaten der beiden Lichtquellen J f ' / Jr', so wird das Verhaltniss der Beleuchtungskrafte:
und ist also u n s b h a n g i g von d e r N a t u r d e s i n d e m
Ap p a r a t e b e f i n d l i c h en r o t h e n G1a s e s.
Es sei noch bemerkt, dass sich an Stelle der zur Bestimmung von k erforderlichen beiden Versuche zwei andere
anstellen lassen werden, bei welchen jene Zeichnung nicht
auf dem Schirme, sondern im Inneren des Apparates auf der
dem Beobachter zuniichst liegenden Milchplatte des Satzes b
angebracht wird. D a ich jedoch diesen voraussichtlich mit
noch grijsserer Sicherheit des Urtheils verbundenen Weg noch
nicht praktisch erprobt habe, so glaube ich, das genauere
dem vorigen aquivalente Verfahren iibergehen zu sollen.1) Dagegen moge hervorgehoben werden, dass die Sicherheit des
Urtheils uber die deutliche Sichtbarkeit der Zeichnungen eine
grijssere ist, als man von vornherein anzunehmen geneigt ist.
1) Wiihrend des Druckes hat sich dieses modificirte Verfahren als
brauchbar eiweisen.
E. Wiedemann.
.
337
IV. V e r g l e i c h u n g d e r B e l e u c h t u n g s k r a f t e d e s
von zwei L i c h t q u e l l e n v e r s c h i e d e n e r F a r b e her r i i h r e n d e n d i f f u s e n L i c h t e s . Man bestimmt zunachst
genau wie unter 11 das VerhAltniss der dem rothen Lichte
des Apparates entsprechenden Beleuchtungskrafte , ermittelt
sodann, genau wie unter I11 angegeben, den Factor K, mit
dem jenes erste Verhaltniss zu multipliciren ist.
Bei photometrischen Messungen, bei denen man es immer
mit Lichtquellen von constanten FBrbungen zu thun hat,
kann man natiirlich eine Bestimmung jenes Factors h durch
Vorversuche machen , wobei die Unsicherheit einer Beobachtung durch eine grijssere Zahl yon Vergleichungen entsprechend herabgemindert wird. Man hat dann fur die
eigentlichen photometrischen Messungen nicht blos den Vortheil schnellerer Beobachtung, sondern auch anderen photometrischen Methoden gegeniiber den Vortheil, nur Intensitatsunterschiede gleicher Farbe beobachten zu brauchen. Dieser
letztere Vortheil wird dort ganz besonders ins Gewicht fallen,
wo es sich nur urn relative Helligkeitsunterschiede einer und
derselben mit dem Normallicht verglichenen Lichtart handelt,
wie 2. B. bei der Untersuchung der Helligkeit des diffusen
Lichtes an verschiedenen Stellen eines bewohnten Raumes
oder der nach verschiedenen Richtungen variabelen Intensit'at
des electrischen Bogenlichtes.
B r e s l a u , 3. Juli 1883.
XI. Ueber ,,Die Darleyzcng der Abl~andlrcmgiiher
das Lichtr6 von I b n al Haisam;
urn,EiZhard W4edemamrt.
Vor einem Jahre etwa ist in der Zeitschrift der deutschen morgenlandischen Gesellschaft l) der Text, sowie die
Uebersetzung der Abhandlung iiber das Licht von I b n
a1 H a i t a m oder a 1 H a z e n , aus der ich selbst schon
fruher einige Bruchstiicke mitgetheilt habe, von Hrn. B a a r 1) Z. d.
D. M. G. 36. p. 195. 1882.
Ann. d. Phya. u. Chem. N.
F. SX.
22
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