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Nachschrift zu dem Aufsatze des Hrn. Professor Egen ber das Erdbeben vom 23. Februar 1828

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I76
nen, so erlillt man cine Lauge, welclie sehr vie1 Broin
enthiilt. Ich veimag daher das Brom jetzt billiger als
sonst zu verkaufen, und bin bereit, den Freunden der
Chemie die Unze Brom i 2 3 Rthlr., und die Unze Bromkalium und Bromnatr.ium ii 1 Kthlr. zu erlassen.
Von Paris aus murde ich aufgefordert, Kalium und
h’alrium verfertigen zu lassen. Es ist inir diese Arbeit,
nach IIrn. Dr. W iili 1e r’s Vorschrift, mit Benutzung einiger pmktischen Handgriffe, melche Hr Prof. M i t s c h c rl i c h die Giite hatte mir mitzutheilen, sehr gut gelungen,
und kanii ich die Unze K a h m und Nairiurn li 6 Kthlr.
erlasscn. Man ist fast allgenein der Meinung, dafs Nairiitm schwerer danustellen sey , a h IGzlium, was niclit
dcr Fall ist, indcni das Nutrium meit leichter deslillirt und mitunter in Tropfen von 1 Zoll Durchmesser.
Das Natrium ist gcgen Sauerstoff weit w-cniger empfindlich, als das Kaliurn, untl cxplodirt bei meitem niclit so
heftig, wenn es t u f Wasser geworfen wird.
xIX.
Nnciisclzr$t zu d e m Aufsatze des E l m .
Professor 23 g e n iiber das Erdbeben corn
23. Februar 182s.
D e r geehrte Herr Verfasser, wclcher die in diesem Hclte
initgetheilte Zusainiiienstelliq auf die Aufforderung eines
meiner Frerinde zu unternehmen die Giite hatte, hat sicli
g e l d s durch die werthvolle Ausfiihrung derselhen ciiien
wohlhegriindeten Anspruch auf den Dank aller Leser der
Annalen erworben; iuiige dcrselbe es niclit mifsdeuten,
tvenn icli glaribe in einigen l’unkten nicht gleiclier >leinung mit iliin seyn zri kiiiinen, und iiameatlicli meii\e
friihere h s i c h t in lktreff der in der Grube Wiesche 211
Mublheiin beobachteten Storung der. Magnetnadel auch
jetzt noch in Schutz nehmen zu miissen*).
Frei* ) N a n sehe den rorigen Bd. dies. Ann. S. 328
177
Freilich kann ich inich hiebei nur auf die Beobachtung
e k e s Anderen sliitzen, allein in dieser scheint mir nichts
enthalteri zii seyn, was ihre Kichtigkeit verd:ichtig oder
die aus ihr gezogene Folgcrung triiglicli machen kbnnte.
Dafs Erdbeben, \vie auf alle leiclrt bewegliche Gegenst:iiide, so auch auf die Magrietnadel einen inechanischen
EilifluCs auszuiibeu venniigen , ist eiiie so natiirliche Betrachluiig, dafs ich sic ebeii cleshalb in tler enviihiiten
Kotiz glinzlicli iiberging, und darum zuin Theil die Ylteren Ileobachtuiigen . als uwzuverliissig darstellte. Dafs
aber bci jener Beobachtung die Sch\\-aiikuiigen der Magnetnadel voii einer solclien mechaiiischen Ijrsache herrulireii sollteii , ist mir niclit glaublich; viellnehr scheint
mir geradc die Art, v i e sie sich Hufsei-ten, auf einen
dynainischen Ursprwig hinzuweisen. Eiii Stofs an dns
Stativ der Coussole, der die &adel 11111 180° umdrehte
liiitte wohl nur cine gcringe Walirsclie~liclikeit.
Ueberdiefs finde icli lieinen Gruncl ZLW Verwerfiing
d e r Aiignbe, dafs man die I.:rscliiitterumg in jencn Giuben nicht verspiirt habc, so soiitlerbar sie auch klingt,
und so s c h w r sie, sclbst h i dcr Annnlimc yon Scliniiigringslinoten, im Eiiizcltien gcniigciid ZLI crlilsren sej.11
mag. Untcr tlrittehalbtsriscnd Mcnsclieii, die zur Z eit
als man die Erschiittcriing iiber Tage fiililte, in den Gruben befindlicli waren, solltc man doch denlien, hiitte
wohl einer eiiie so auffallcndc untl sclireckenerregende
Jiesebenhcit bemerkt.
Weslialb die liichtiglicit dieser
Angabe voii dcin Hrn. Verfasser in Zmeifel gezogen wird,
ist iiiir niclit erli1Yrlicli. Bafs uiaii die St6ll.e dieses Erdbcbeiis in den niederliindischen Gruben verspiirt hat, kann,
ineirier Meinung iiacli, allein keiiien hinliin$clien Grund,
d a f k abgcben. M a n bedeiihe niir wic iiiigleiclifiirniig sich,
nach deli Berichten z u w d k s i g e r Beobachter, die Erschiitterungen hei aiidern Erdbeben fortgepflnnzt haben. h i
dein, bekannthch sehr heftigen, Erdbcheii yon Caracas in1
J. l S l 2 empfand, wie Hr. Y. H iiiii b 01 (1 1 in seiner A c h l .
~
Ann& d.Physik.B.69. S t . 1. J. 182% S t . 5 .
RT
Y. p. 22. bemerkt, die Stadt coro keine Spur
einer ErschUtterung, obglcich sic initten unter den Orteii
Iiegt, die seLr betrsclitlich litten *).
Endlich finde ich mich noch veranlafst, die Bemerkung des Hrn. Verfassers, dafs in dem amtlichen Xerichte
von dem Bergmite zu Essen von keiner Anomalic iin
Gange des daselbst aufgestdllen Declinatoriums die Hede
sey, dahin zu berichtigeu, daEs dieses Instrument an den1
Tage des Erdbebens auch gar nicht beobachtet morden ist.
Eine Stelle ails den1 Herichte dcs Eergraths H e i n t z m an n , welche Hr. Oberberghauptinann G e r h a r d die
Mite hatte uiir mitzutheilen, liefert den Beleg dam. Sie
lautet wihtlich so:
Beim hiesigen Bergbau hat man die Erschiitterung nicht beuierkt, obgleich man schon bedeutend
lief baut, z; B. auf dcr Zeche Kunstwerk bereits 102,83
Ful's I'reul's. unter clem Meere. Zu bedauerii war, dafs
bei der Magnetnadul, welche ziir Bestimnuiig der Declination aiil dern Berganits-Locale angebracht ist, kcine
Beobachturigen zur Zcit jener Erderscliiitterungen gemaclit 11ertlen konntcn. Das Instruinent befantl sich
zur Repiiratur bei den1 hiesigen Meclianiciis Hin. S t ep h a n. Man wiirde bei einer Beobachtung wahrscheinlich gefundcn haben, dafs die Sadel in Unordiiung gerathen, und die Abweichung V O I ~der Mittagslinie bedeutend war.')
Aus allen diesen Umstanden, glaube ich, geht hervor, daG die Beobachtung in der envahnteii Grube einige
Zuver1:issigkeit besitze , und deshalb Beachtuns verdiene.
In wie weit iibrigens die aus ilir gezogene Folgcrung gegriindet sey , mi)gcn kiinhige Erfahi~ungen entscheideu.
fitor.
,
')
Aehnliche melir odcr weniger glaubwiirdiga B e ~ ~ b a c h t u i l ~ c n
Iiefsan rich v i e l e auliiililcn. In h l u l l ' s nruen Jabrbiiclirrn rler
Berg- und Huttenkundr, Ilrl. 2. S. 310., w i l d sogar gesngt, daf,
bei einrr Erderrchiitteruog in und u r n Nruwicd, a m 11. Mliirr
1805, in eiiirr u n d dcrirlhen Gassa d i e sidlich gelcgenrn (&b i u d e merklich erschiittart wurdcri, w.ihrrnd d i e gegrniherstelienden gjnzliclr davon rcrsehont blieben.
I79
Bei dein heutigen Stande unserer Kenntnisse scheint mir
jedoch, dafs inan den Einflufs der Erdbeben auf die
M;tgnetnadel weniger in Zweifel &hen kiinne, als den
auf den Barorneterstand, da iiach den1 Zeugnisse des Hrn.
A. v. H u m b o 1d t und andercr glaubwurdigen Bcobachter gerade da, wo die Erdbeben am hihifigsten rind starksteii siiid, sich, wenigstens vor und bei ihnen, kein Zusammenhang mit dern Gange dieses Instrumentes, so wie
iiberhanpt keine unmittelbare Beziehung zu den meteorologiaclicn Erscheinungen init Sicherheit iiachweisen M s t .
Welche Bewandtnifs es rnit den oft nach den Erdbeben
anftretenden Erscheinungen habe, z B. init dein Sinken
der Temperatur, welches in vielen Berichten eigens aufgezeichnet ist, mufs wohl ebenfalls der Zukunft iiberlnssen bleibcn. Fernere sorgfaltige Zusammenstellungen, n i e
die uiisers Hrn. Verfassers, wiirdcn uns g e d s nni ersten belehren, was hier Zufali ist oder nicht.
P.
XX. Extrait CELL programme
CEe
la sociPte' Hol-
h.uloise des sciences ci Harlem, pour
nke 1828.
iin-
(Eiogerandc von Hrn. v a n N a r u m . brstsndigern Secretair dcr
Ceseilsellart.)
La sociitk a tenu sa
17 Mai.
Elk.a couronnd 1) la rdponse sur line question concernant l'actioa du charboii animal employ6 B la purification des liqueurs, dont I'auteur est A. W. B i i c h n e r ,
*
apothicaire a Mnyencc; 2) un indmoire concernant les
contrtks, vers lesqtiels les oiseaui de passage se rendent
5 certaines e'poques, par H e r m a n S c h l e g e l , adjointinspecteur du museum royal d'histoire natruclle a Leitle;
3) un me'moire sur les affaisseniens et les filtrations des
digues et sur les meilleurs inoyens de les arrder, qnanrl
ils se prbsentent, et d'en pr&enir les suites dangereases
par F. W. C o n r a d , inspecteur de I'dtat hydraulique du
7 h 1 c SCance nnnrielle le
M2
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