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Newton's Ringe durchs Prisma betrachtet.

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30-1
uriiidestens funf Winkel bci beiden Tcmperaturcu gemwen
segn muasen; wlhreiid bekanntlicli bei deli swei- und eingliedrigm Krysialleii zu deinselben Zweck bereits die Mcssaog von swei Winkeln ausreicbcmd ist.
Halle, Mai 18Gl.
fhtraclitet inau ein System N e w toii’scher Hiiige durcli
ciii Glasprisuia, so erschciiit das crstcre io Liicbst inerkwiirdiger Weise veraiidert. Biejeoige Seite der Hiage, die
iiii Sinue der Verschiebuug d e n Centruiu naclrfolgfe, ist
fast spurlos versclwundeu, wahreiid die oornngehende Seite
s l a t t der bisher sichtbaren 4 bis 8farbigeu Hinge ~iuuinclir
eiiie uiizlhlbare MenCje W e i h uud schwarzer Bogeii zeigt,
uiid soulit an den Aiiblick der Riuge ilu hoiiiogcueii Lichte
el iunerl.
Die Erklaruirg Iicgt nahe geuug. Dafs wir die Riugc
oliiic Prisina farbig d e n , hat ja bekaniitlich seiiicii Gruiid
darin, d a b die zusaiumcugchiireudeu Kiligc (also z. B. der
d c rotle urid dcr ntc blaue) wegeii der uiigleichcn Welleullinge ihrer Farben aucb verschiedeue Radieii Iiabeo, so
dafs der ?dC rotlie deu dCnblaueii cuiicentriscli umgiebt.
Weil aber durch clas I’risrna die blauca Strahlen starker
;ibgelcnkt werdcii, als die rothen, so erblicht wau auch die
bcidcu genaiiuteu Kiuge uugleicb stark zur Seite versclrobcii, uiicl luau begreift leichl, dafs bei eiiieln gcwisseu Verhiiltnisse zwischeii dein brccherideu Wiirkel des Prima, desseii zerstreucudcr Kraft, seiner Distauz vow Ringsysteiii uud
dcr Breite der Fnrbeiiringe der Fall eiutretcn mufs, dafs der
blirue Ring dcii rothen von innen berlihrt, in welchein Falle
alsdauir tlicse beiden
sowie die deli dazwisclienliege~~dco
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Farbeu zukomineuden
Ringe an dieseiir O r t e zusammenfallen, sodafs diese Stelle der Kinge nicht nieiir furbig, sonderu w e i f . erscheint.
Auf diesem, soniit wohl genligend angedeuteten, W e g c
tindet mau alsbald deu Gruud sowoh1 fiir die scbwanweiCsen Bogeu, a h auch fur das Verschwinden der Ringe auf
der eutgegengcsetzten Seite.
Natiirlich gelingt der Versuch nur sehr unvollkoininen
mit Riugsgsleuien, die inan dadurch erlialt, dafs man ein Planglas uud eiu Convexglas zusammenprefst, selbst wenn das Convexglas eineu Kruinirii~ngsradiusvon mehreren Meter11 hat;
der bekanuteKunstgriff, eiri Coiivcxglas in ein Concavglas voii
sehr wenig schrviicherer Kriiinu;ung zu driickeu, fiihrt schou
zu rveit bessereu Erfolgeo. Am allerschOustcn zeigt sicli aber
die bcsprochene Ersctreiniing bei Anwenduug zweier ebeuer
SpiegeIglaspIotten, die uieii sauber reiiiigi und so zusainincuprel'st, dafs zwisclicn ihiieii iiiclit Ringe sonllcrii Farbeii Sheifen eiits\clreu, Uhiilich den sogcnnnnteii UJahreii eiiies
Holzbrettes. B ~ i r i r d i l ~innil
t eiu solches Sptciii durch ein
I~risnia,iudcm inan vou dcu l'lattcii des Liclit einer weifsen
Wolkc reflectiten liifst rind die brccheride Kaiite des Prisma
tlen Farbcnstreifcn parallel Irnlt, so wird innil leicht die richtie(: Distanz iindco, iii Jcr nian das Bescliriebene erblickt.
Sollte Jemand bei Anstellung dieser Versuclie darin eiue
Schwierigheit fiuden, dafs der beobaclitete Abstand der Streifrir keiueswegs init der VerschiebuiigPgrOtc iibereinstiiri~~rt,
die inau aus der Prisinendistaiiz uiid den1 Ableokungsminkel
berecbuet, so mbge er bedeiikea, dafs ja diese beidcu GroI'seii
der Abstnnd und die Breite der Streifen
gar
iiiclits rnit einander zu schaffeii haben '). W a s eudlich den
weit wunderbarereii Urnstand betrifft, dafs so s e h vielc
R
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5013
(Handerte) Streifen hemortrclea, da doch ihre Breite zieallicli verscbieden seyn wird, PO findet derselbe darin seine Erkllrung, dafs es zur Hervorbringung der in Rede stehendeu
Erecbeinung scbon genligt, wenn our die intensirsten Farbeu zusammenfalleu. Auch kann es wohl VOII Einflub seyu,
dafs uicbt mehrere Streifeu gleicbzeitig das Minimum dcr
Ablenkung erleiden kbnneu, dafa also eine geringe Drebuug
des Prisma steta ausreicht,. den breiteren Streifen aucb eine
starkere Ablenkung zukommen zu laesen.
Als Beleg fiir das Gesagte theile ich nocb ein Paar Versucbe mit, bei denen ich eiu zwischen zwci zusammengedrfickteu Spiegelplatten befiiidliches Streifensyetem durcb drei
Prismen betracli tete; zwei derselbeu wareu vou Kronglas
und hatten brccheude Winkel von 30” und 4 5 O ; das dritte
bestand aus Flintglas, sein brecbender Winkel betrug 60°.
d
Kr. 30°
Kr. 45
FI. 60
B
C
D
E
d
c
1628” 127
1180 388 9,3 3,l
2732
76
720 225
9,5 3,O
22
9236
190
68 9,0 3,1
Dabei findet sicb uuter A die Bezeicbnung des Prisma, uud
uuter B fiir dasselbe den in Bogensekunden ausgedriickteu
Abstand der F r a u n h o f e r ’ s c b e n Linien C und G beim Minimum der Ableukung. C erbtilt man dumb Division von
B in deu Radius (206265”); diese Columne giebt also
an, den wievielten Theil der jedesmaligeo Prismeodistanz
die Spectral-Breite betrtigt. D giebt in Millimetern die Prismendistanz von den Glasplatten fiir den Fall an, dafs die
Erscheinung im Minimum der Ablenkung mbgkd~at 0011kommen war. E giebt daseelbe ffir ein aiideres Streifensystem. Endlicb giebt d den Quotient von D durch C, so
wie e den Quotient von E durch C: beide sind soweit
Constanten, wie diefs bei sokheu Versuchen tiberbaiipt
mbglichst ist, und zwar geben sie ftir die resp. Streifeusysteme die Streifenbreite iu Milliriieteru an.
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