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Normale und anomale Zeemaneffekte. Nachtrag

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960
6. Normale urnd arnomak Zeernaneffekte.
Nachtrag l);
vow F. Paschern und E. B a c k .
(IIierzu T a t 1.)
I n unserem fruheren Aufsatze haben wir die Grunde angegeben, welche uns erwarten lieBen, daB ein sehr enges
Seriendublet oder -triplet durch Magnetfelder verandert werde.
In dem engen Sauerstofftriplet bei 3941 8.-E. fanden wir ein
deutliches Beispiel einer solchen magnetischen Verwandlung.
Aber unsere Uberlegung lieB in starkem Felde noch mehr
und einfacheres voraussehen. Da mebrere Linien, welche nach
den Spektralgesetzen eigentlich sehr enge Dublets oder Triplets
sein miifiten, wie z. B. die Linien des Lithiums, Sauerstoff
4368 und schliel3lich auch die Linien zum mindestens des
einen der Seriensysteme des Heliums, magnetisch in exakt
normale Triplets aufspalten, also sich magnetisch verhalten,
wie die wirklich einfachen Linien der ,,Serien einfacher Linien",
erwarteten wir als Endstadium der nachgewiesenen magnetischen Verwandlung in genugend hohem Felde ein exakt
normales Zeemantriplet. Das Magnetfeld wurde dabei das
Seriendublet oder -triplet in eine einfache Linie verwandelt
haben. Wir verstehen nlimlich das Verhalten der oben bezeichneten Linien (Li z. B.) durch die Annahme, daB die Licht
emittierenden Teile dann einer Art Zwangszustand unterliegen,
wenn sie an Stelle einer einfachen Linie ein Seriendublet oder
-triplet aussenden. Wenn die Stabilitiit dieses Zwangszustandes
urn 80 geringer ist, je geringer die Schwiingungsdifferenz der
Komponenten des Serienduplets oder -triplets ist, wiirde das
Gerhalten obiger Linien einleuchten. Dann aber sollte erwartet werden, daB die magnetische Verwandlung eines engen
1) Zu der Arbeit F. Paschen u. E. Back, Ann. d. Phys. 39.
p. 597. 1912.
dnnalen der Physik, 11.’Folge, Band 4 0 .
F. Paschen u. E. Back.
Tafel 1 .
Normale und anomnle Zeemaneffekte (Nachtrag).
961
Seriendublets oder -triplets bis zum Auftreten eines exakt
normalen Zeemantriplets fortschreitet. Es wurde von Wichtigkeit sein, diese Folgerung soweit wie moglich als wahrscheinlich zu erweisen.
Unser SauerstofFtriplet war bei 32000 Gauss so weit verwandelt, dab die parallelen Schwingungen zu einer einzigen
ziemlich scharf definierten Linie zusammengeschmolzen erschienen. Die senkrechten Schwingungen bildeten noch ziemlich breite Wische. Es ist der Zweck dieses Nachtrages, die
weitere Verwandlung dieses Serientriplets in hoheren Feldern
zu beschreiben, welche sich tatsachlich so vollzieht, wie wir
erwarten.
Weiter haben wir die Wasserstoff linien in hoheren Feldern
untersucht und glauben, auch bei ihnen eine magnetische Verwandlung beweisen zu konnen. Durch die Arbeit vonH. Buisson
und Ch. F a b r y l ) ist erwieeen, daS Ha und Hs doppelt sind.
Die Komponente gro3erer Wellenlange ist die starkere. Die
Balmersche Serie ksnn danach die I. Nebenserie eines Dubletseriensystems sein. I n diesem Falle sollte allerdings der Endeffekt der Verwandlung das normale Triplet sein. Die Art
der Serienverwandtschaft der zwei Komponenten von Ha oder
HB ist indessen nicht vollig sicher. .Es konnten auch Kombinationen anderer Art vorliegen. I n diesem Falle ware uber
die Verwandlung dieser Linien vorlaufig nichts vorauszusehen.
Es ist klar, daB man je nach der Verwandtschaft enger
Doppellinien sehr verschiedene Arten der Stijrung zu erwarten
hat. Linien , welche uberhaupt nicht miteinander verwandt
sind, werden sich nicht beeinflussen. Beispiele hierfur scheinen
zu sein: Strontium 4876,23 (2p2 - 3 d'? und 4876,49 (starkere
Linie, magnetisch ein Triplet Z = 3/2 a). E'erner Strontium
4832,23, neben der noch die schwachere Strontiumlinie 4832,17
liegt. Letztere ist 2p3 - 3 12'' mit der Aufspaltung 2 = a/2.
Die stirkere ist magnetisch ein Triplet, 2 = a. Durch ihre
senkrechten Zeemanschwingungen sind letztere zwei Linien
getrennt. I n beiden Fiillen ist keine gegenseitige Storung der
nahen DoppeIlinien im Magnetfelde bemerkbar. Eine geringe
Verwandtschaft scheint zu Verschiebungen und Intensitits1) H. B u i s s o n u. Ch. Fabry, Journ. de Phye. Juin 1912. p. 13.
62
Annalen der Phyaik. IV.Folge. 40.
962
F. Paschen u. B. Back.
anderungen der Komponenten in schwacheren Magnetfeldern
Veranlassung zu geben. Solche Falle sind mehrfach beobachtet, z. B. bei der gelben Quecksilberlinie 2 P - 3 D 5790,87
und ihrem Begleiter 2 P - 3d” 5789,88, oder bei den Dbppellinien des Heliums. Die Verwandtschaft der zwei Quecksilberlinien ist nach den Seriengesetzen eine entfedere. Die
zweiten Terme gehoren verschiedenen Seriensystemen an. Am
nachsten verwandt erscheinen nach den Seriengesetzen die
Komponenten eines Dublets oder Triplets der drei Grundserien. Diese Gebilde scheinen die geringste Stabilitat zu besitzen. Es wird eine wichtige Aufgabe sein, die Storungen
bei verschiedenen Verwandtschaftsgraden zu studieren. Solche
Studien hat der eine von uns an den Linien gemacht, welche
ein Glied eiuer I. Tripletnebenserie bilden und einander oft
bis zur Storung genahert sind.
Unser Elektromagnet besitzt vertikale Eisenschenkel von
25 cm Durchmesser. Darauf gelegt sind Eisenwiirfel mit abgerundeten Ecken und Kanten. Die einander zugewandten
Flachen dieser Wiirfel sind Kegelstumpfe und tragen Polspitzen
von 10 cm Basisdurchmesser, welche dem Kegelstumpf aufgeschliffen und iiber ihn gestulpt sind. Wir haben diese Polspitzen dadurch verbessert, da6 ihre Dicke schon am Rande verrnehrt wurde, da8 sie also moglichst vie1 weiches Eisen enthielten,
und da6 sie einen Kegelwinkel von etwa 60° erhielten. Dadurch
erreichten wir bei runden Stirntlachen von 6 mm Durchmesser
und 2 mm Abstand ein Feld von 42000 Gauss bei 22 Amp.
(ca. 50 000 Amperewindungen). Polspitzen von langlicher Stirnflache, namlich 8 mm lang und 4 mm breit, ergaben im Abstand von 2 mm mit 23 Amp. ein hinlanglich homogenes Feld
von 40700 Gauss. Diese Felder lieBen sich ca. zwei Stunden
lang geniigend konstant halten.
Unsere im friiheren Aufsatze ’beschriebene Quarz-Geisslerrohre versahen wir mit einer kurzen (ca. 10 mm langen) Kapillaren von 2 bis 2,5 mm iiuBerer Dicke, so daB sie in das beschriebene lingliche Feld pa6te. Da sie aber mit dieser
diinnen Kapillaren sehr zerbreehlich war, verbanden wir ihre
beiden Elektrodenrohren au6erdem durch eine angeschmolzene
gebogene Quarzstange, welche die Rohre geniigend versteifte.
Durch diese Quarzstrebe wurde auch das Anblasen der diinnen
Normale und anomale Zcemanefekte (Nachtrag).
963
Kapillaren erleichtert. Dies war wichtig. da die diinnen
Rapillaren in hohem Felde gewohnlich nur eine Lebensdauer
von zwei Stunden hatten, und daher far jede Aufnahme eine
frische Kapillare eingesetzt werden mu6te. Der Gasdruck in
der Rohre mu6te im hohen Felde noch hoher als friiher gehalten werden. Blieb er unterhalb 10 mm Quecksilber, so
leuchtet die Kapillare blaulich , wie bei der Flaschenfunkenentladung, und die Intensitat unserer Linie 3947 sank betrachtlich. Mit etwa 10 mm Quecksilber erzielten wir soeben
den Lichtfaden und geniigende Intensitat von 3947.
A h Feldnormalen dienten die Linien 4368,47 und 3973,41
des Sauerstoffs, die Siliciumlinien 2435,27, 2881,7, 3905,65
und die Liniengruppe der sechs Siliciumlinien 2506,92 bis
2528,65 l), ferner die Kohlelinie 2478,58. Wir nahmen die in
der friiheren Arbeit gegen die Quecksilberlinien bestimmte und
nngegebene spezifische magnetische Aufspaltung Z = A l / i l a H
dieser Linien auch fur die hoheren Felder a19 richtig an. Da
die so aus verschiedenen Linien ermittelten Feldwerte ubereinstimmten, ist es wahrscheinlich , dal3 diese Linien ihre
spezifische Aufspaltung bis 40 700 exakt beibehalten. Nach
den Messungen von Frl. A. S t e t t e n h e i m e r a ) ist die Konstanz
der GroBe 2 fur zwei Linien des Zn und Cd zwischen 10000
und 35000 Gauss und nach Gmelin3) auBerdem fur einige
Quecksilberlinien zwischen 3500 und 10000 Gauss exakt erfiillt.
Das Serientriplet 3047 des Sauerstoffs.
Der Fortschritt der Verwandlung zum normalen Triplet
ist augenfallig, wenn man die Figur und die Reproduktionen
1) In unserer friiheren Arbeit sind die Linien 2435,273, die Gruppe
2506,923 bis 2528,653, ferner 2631,357. 2881,67, 3905,647 fur Sauerstoff-
linien gebalten, welche im Felde auftrlten. Dies ist ein Irrtum. Es
sind Siliciumlinien, von der Verdampfung des Quarzes herriihrend.
AuSerdem traten schwach auf die Linien 3856, 4863, 4128 und 4131 des
Siliciums. Die ultravioletten Linien geh6ren zu den raies ultimes nach
d e Q r a m o n t , womit ihre Stiirke versthdlich wird. 2478,58 ist doch
wohl die Kohlelinie.
Die Wellenliingenzahl 3973,734 einer Sauerstoffh i e enthiilt einen Druckfehler. Es sol1 hei6en: 3973,414 L.-E.
2) A. S t e t t e n h e i m e r , Ann. d. Phys. 24. p . 3 8 4 . 1907.
3) P. G m e l i n , Tiibinger Dissertation 1909; Ann. d. Phys. 25.
p. 1079. 1909.
62*
-
F.Paschen
964
u.
E. Back.
(vgl. Taf. I) mit den entsprechenden Bildern bei niederen
Feldern vergleicht. Da die seitlichen Komponenten jetzt deutlich
von der Mittellinie getrennt sind, und d a jede Seitenkomponente an ihren beiden Randern scharf begrenzt ist und lediglich als eine verbreiterte Linie erscheint, haben wir jetzt
quantitative Messungen anstellen konnen.
I. Breite und Aufspaltung der senkrecht schwingenden
Seitenkomponen ten.
Die Photographien der I. Gitterordnung, deren vorziigliche
Definition a m den 11,28 fachen vergroberten Reproduktionen
vgl. Taf. I) hervorgeht und welche eine vollig ausexponierte
Schwarzung der Seitenkomponenten zeigen, wurden genau durchgemessen. Man stellte die Riinder jeder Seitenkomponente a
und b bzw. c und d , sowie die Mitte der Mittelkomponente
H~
34860
1
I
39927
I
3947.0
I
z5
I
I
8.0
A"E
ein und berechnete die Breite der Seitenkomponenten sowie
die Wellenlangendifferenz A l ihrer Mitten. Diese ihre Aufspaltung in Wellenlangen verglich man mit der Wellenliingendifferenz ,,dl normal'' des normalen Triplets berechnet fur
das gleiche Feld und die Wellenlange 3947,5 A,-E. Soweit die
111. und IV. Gitterordnung geniigend geschwarzte Seitenkom-
A’ormale und anomale Zeemaneffekte (Nachtray).
965
Tabelle I.
Breite hnd Abstand der Seitenkomponenten.
A. 35 000 Gauss. Mittelkornponente 3947,544 A.-E.
394
Aufn.
‘ a
XI11 I. 0.
b
7,895 7,658
34925 G.
Mittel: 7,776
Breit:
c
ci?.
a-b
c-d
norm.beob. norm. beob.
7,407 7,127 0,237 0,280 0,509 0,512
7,267
X X I 1.0.
7,893 7,665 7,415 7,123 0,228 0,293 0,510 0,510
34790 G.
Mittel: 7,779
7,269
X X I 111.0.
7,908 7,656
34790 G.
Mittel: 7,782
7,421 7,129 0,252 0,292 0,507 0,510
7,275
Mittel I. 0.
7,894 7,662 7,411 7,125 0,233 0,287 0,510 0,511
34860 G.
Mittel: 7,778
7,268
+0,6°/0
0
+0,6
+0,3 o/o
B. 40 000 Gauss. Mittelkomponente 3947,541 A.-E.
XV I. 0.
39779 G.
7,947 7,703 7,388 7,124 0,244 0,265 0,569 0,582
7,256
+2,2 o/o
Mittel: 7,825
XVa 1.0.
7,393 7,107 0,260 0,286 0,568 0,582
7,250
+2,3
XVa IV. 0,
7,947 7,679 7,406 7,083 0,268 0,323 0,568 0,582
39785 G.
Mittel: 7,813
7,245
+2,4
39785 G.
7,948 7,689
Mittel: 7,818
XVI 1.0.
7,938 7,699
7,368 7,123 0,239 0,244 0,573 0,582
7,246
+1,4
X V I 111.0.
7,936 7,690 7,392 7,123 0,246 0,269 0,555 0,582
Mittel: 7,813
7,258
39747 G.
+4,6
XVI IV. 0.
7,972 7,686 7,382 7,068 0,286 0,314 0,604 0,582
39747 G.
Mittel: 7,829
7,225
-3,s
Mittel: 7,819
39747 G.
XVIII I. 0.
7,936 7,698 7,374 7,087 0,238 0,287 0,587 0,596 +1,5
40730 G.
Mittel: 7,817
7,230
X X I. 0,l)
7,924 7,698 7,384 7,104 0,225 0,281 0,567 0,580
39594 G.
Mittel: 7,811
7,244
XVII 1.0.’)
7,378 7,085 0,197 0,293 0,572 0,587
7,231
+2,5
MittelP) I. 0.
7,939 7,697 7,382 7,109 0,241 0,273 0,573 0,584
Mittel: 7,818
7,245
39927 G.
+1,9
40121 G.
7,901 7,704
+2,2
Mittel: 7,803
1) Schwache Aufnahme senkrechter Schwingungen, alle ubrigen beide
Schwingungen, p. 966!
2) Mit Ausnahme der letaten XVII I. 0.
3.Paschen
966
u. E. Back.
ponenten zeigte, wurden auch diese Aufnahmen durchgemessen.
Da aber die Stelle maximaler Schwarzung in beiden Seitenkomponenten etwas nach innen verschoben ist, erhielt man aus
ungeniigend exponierten Bildern einen bis zu 8 Proz. kleineren
Wert von Ail. Einige Messungen hoherer Ordnung an guten
Aufnahmen sind der vorstehenden Tab. I beigefugt.
Im Felde 35000 Gauss ist die schwache Komponente
kleiner Wellenlange (vgl. I V p. 967) in 111. Ordnung die Begrenzung der breiten Komponente, in I. Ordnung liegt sie in
der breiten Komponente. Die Aufnahrnen bei 35000 Gauss
waren starker als die bei 40000 Gauss. Von letzteren waren
XVI und XVIII am starksten.
Nach Tab. I ist die Aufspaltung der Mitten der Seitenkomponenten in beiden Feldern innerhalb unserer MeSfehler
die des normalen Triplets. Die Breite der zwei Seitenkomponenten ist eine verschiedene. Die Komponente groSerer Wellenlange ist schmaler. Die Verschiedenheit echeint bei 35000 Gauss
groBer zu sein als bei 40000 Gauss. Ihre mittlere Breite ist
0,26 A.-E. Die Resultate sind genau im Bilde der Figur dargestellt.
11. Die Breite der Mittelkomponente wurde in der IL, IIL,
IV. Gitterordnung gemessen. Die Aufnahme XXI 34 790 Gauss,
welche die kraftigste war, ergab z. B.
Gitterordn.: 11.
Breite
0,084
111.
IV.
0,095
0,078
Mittel
0,086 R.-E.
Av
0,55 cm-'
A v bedeutet die entsprechende Diff erenz der Wellenzahlen
(Ail/il%). Solche Messungen an verschiedenen Aufnahmen ergaben :
H
34925
34790
39779
59785')
39747
40730
3947,5 Mitte
A V ern-'
0,086
0,55
0,086
0,55
0,078
0,50
0,071
0,46
0,088
0,56
0,088
0,56
AL
R.-E.
4368 Mitte
AL
Av
0,110
0,58
0,095
0,126
0,118
0,50
0,66
0,62
1) In dieser Aufnahme hatte die Mittelkornponente der ebenso
atarken Siliciurnlinie 3906 die Breite Al. = 0,05OA.-E., Av = 0,33ern-',
hbrrnale und unomule Zeemaneffekte (Nachhzy).
967
Diese Resultate zeigen, dab die Mittelkomponente in
Schwingungszahlen dieselbe Breite besitzt, wie die der einfachen
scharfen Sauerstoff h i e 4368 unter denselben Bedingungen.
Diese Breite ist fur 3947 etwa 0,OB A.-E., also ca. dreimal
geringer als die Breite der Seitenkomponenten. Auch dies ist
im Bilde der Figur getreu wiedergegeben. Die Komponenten des
berechneten normalen Triplets sind 0,OS &-E. breit gezeichnet.
111. Die Lage der Mittelkomponente lie6 sich gegen die
Mittelkomponente des normalen Zeemantriplets der Siliciumh i e 2631 111. 0. exakt messen, welche unmittelbar neben der
11. Ordnung von 3947 liegt. l) Dabei zeigte sich eine deutliche
Verschiebung der Mittelkomponente von 3947 mit wachsendem
Felde nach kleinen Wellenlangen:
H = 12774
1 = 3947,610
21829
47,572
31899
47,554
34900
47,544
39930
47,541
Hierbei ist die Wellenlange der Siliciumlinie zu 2631,357 angenommen: in Obereinstimmung mit den WellenlHngen 3947,438,
47,626, 47,73 1 des unmagnetischen Sauerstofftriplets.
IV. Die schwachen au6ersten Komponenten, welche in
der friiheren Arbeit (p. 913) verfolgt sind, sind bei 35000 Gauss
noch sichtbar und ergeben hier:
Komponente kleiner Wellenlhge 2 = 7,17 x 10,,
groBer
11
2 = 9,39
,,
Die Aufspaltung der Komponente kilrzerer W ellenlange ist
also gegen 32000 Gauss (2= 7,4) noch kleiner geworden. Diese
Komponente ist jetzt bereits in die breite Hauptkomponente
hineingeriickt. Die Aufspaltung der anderen Komponente ist,
wie fruher, zweifach normal geblieben (20 = 9,39 x
Bei 40 000 Gauss ist die Komponente kleiner Wellenlilnge
ganz verschwunden und die andere jedenfalls erheblich lichtschwacher geworden. Denn nur auf einer Aufnahme (XVI)
ist eine kaum sichtbare Spur der letateren angedeutet, wiihrend
sie auf einer kaum starkeren Aufnahme bei 35000 Gauss
sogar noch mef3bar ist.
1) Daher konnte die 11. Ordnung fiir Betrachtung I nicht verwertet
werden. Dagegen war die VI. Ordnung von 2631 zu schwach, urn die
IV. Ordnung von 3947 zu stBren.
Irl Paschen
968
u. 3. Back.
Als Resultat der Untersuchung steht folgendes fed: Die
bemerkenswerte Definition der parallel schwingenden Mittelkomponente , die exakt normale Aufspaltung der Mitten der
senkrecht schmingenden Seitenkomponenten beweisen eine so
augenfallige Annaherung an das normale Zeemantriplet , dab
man wohl ein Recht hat, allein auf Grund der beobachteten
Tatsachen das exakt normale Triplet als Endstadium dieser
magnetischen Verwandlung anzunehmen. Damit wiirde unsere
durch den Zusammenhang der Spektralgeeetze mit der magnetischen Aufspaltung begriindete Erwartung bestatigt sein.
Die Wasserstofflinien Ha und H P
Wegen der groberen Aufspaltung wurden die Milessungen
in den hijheren Feldern genauer als friiher. Ha war in I. und
bisweilen auch in 11. Ordnung stark genug. Die Lichtstarke
von HI geniigte dagegen oft nicht zur Nessung. Das Aussehen der Zeemantriplets dieser Linien war noch ungefahr
dasselbe wie in schwlcheren Feldern. Das senkrecht schwingende Licht der Mittelkomponente yon Haschien etwas mebr
abgeschwacht, wenn die Seitenkomponenten ebenso stark oder
stiirker als friiher waren. Die Messung der Aufspaltung der
Seitenkomponenten ergab folgendes.
T a b e l l e 11.
x lo6 der Wasserstofflinien.
Aufspaltung 2
11.0.
---I. 0.
11.0.
5,118
5,136
5,22?
4,93
5,139
5,179
5,148
HP
Ha
Aufuahme H. G.
XI11
XIV
XXI
34925
34946
34790
h
-
I. 0.
5,175
5,158
5,164
.Mittel: 34890
5,134
5,150
Aufiiahme
H. G.
H, 1 . 0 .
XVIII
XV a
40730
39785
39747
39779
40121
403 12
39594
5.102
4;952?
5,005
5,032
5,048
4,97 ?
5,029
SVI
xv
XVlI
XIX
XX
Mittel: alle
ohne fragliche
5,020
5,052
HP L O .
5,077
5,053
5,065
Normale ztnd anomale Zeemaneffekte (Naciitrag).
969
Zwischen 14000 und 32000 Gauss fanden wir fruher i m
Mittel Z = 5,20 x 1W6. Eine Abnahme der Aufspaltung Z
mit steigendem Felde war angedeutet, konnte aber nicht bewiesen werden. Die jetzigen Messungen sind genau genug,
um die Abnahme von 2 mit steigendem Felde wahrscheinlich
zu machen. Damit tritt zu den fruheren Qrunden ein weiterer
fur eine magnetische Verwandlung dieser Linien. Der Sinn
der Veranderung der GrGI3e Z ist im Einklang mit der Erwartung, dal3 das Endziel auch dieser Verwandlung das normale
Triplet ( Z = 4,698 x lo+) ist. Ob die Langsamkeit dieser
Verwandlung in entfernterer Verwandtschaft der zwei Komponenten dieser Doppellinien begrundet ist , mu6 weitere
Forschung lehren (vgl. p. 961).
Uber die Breite der drei Zeemankomponenten haben wir noch
einige Messungen in I. und eoweit moglich auch in 11. Ordnung
angestellt und finden iibereinstimmend in den beiden Feldern :
-
Ha
--4
AE, h;.-E. A v cm-l
Seitenkomponente
0,29
beide Schwingungen
Mitthkomponente
Mittelkomponente
8enkr.Schwingungen
]
0,29
---
=P
A), L.-E. d v cm-'
0,67
0,25
1,06
0,72
0,26
1,lO
0,67
0,24
1,02
Die Mittelkomponente der unpolarisierten Aufnahme (beide
Schwingungen) von Ha I. Ordnung ist in den meisten Aufnahmen
uberexponiert und dann breiter. Obige Angabe entstammt
Messungen an der 11. Ordnung. Dieselbe Komponente von Ha
senkrechte Schwingungen, d. h. soweit sie senkrecht schwingendes Licht enthalt, ist meist sehr schwach und erscheint dann
schmaler. Obige Angabe entstammt zwei Aufnahmen, welche
sie in I. Ordnung geniigend deutlich enthielten. Auch die
Mittelkomponente von H, (beide Schwingungen) ist infolge ihrer
groBeren Intensitat breiter gemessen a19 die Seitenkomponenten.
I m iibrigen sind die angegebenen Werte Mittelwerte mehrerer
Aufnahmen, deren Einzelwerte bis auf 0,05 A.-E. iibereinstimmten. Der Qasdruck (des Sauerstoffs) war hierbei in der
Rohre etwa 10mm Quecksilber (fruher ca. 5 mm), vgl. p. 963.
970 I? Paschen u. E. B a c k . Normale u. anomale Zeemaneffekte.
Es folgt, daS bei beiden Linien die Breite der Seitenkomponenten dieselbe ist wie die der polarisierten oder unpolarisierten Yittelkomponente. In der Skale der Wellenzahlen
sind die Komponenten von HP breiter als die von Ha.
Die Abnahrne der spezifischen Aufspaltung 2 mit steigendem Felde wPrde mit den neuen Erorterungenl) des Hrn.
W. Voigt iiber diesen Fall, soweit wir sehen, nicht in Einklang stehen. Die gleiche Breite der Seitenkomponenten und
der Mittelkomponente des Triplets diirften mit dern ersten Teils
der Voigtschen Eriirterung nicht vereinbar sein. Dagegen ist
bernerkenswert, daB die unvollstandige Polarisation der Mittelkomponente aus der Theorie abgeleitet werden kann. Auch
die voneinander unabhangige Entwickelung der parallel und
senkrecht schwingenden Komponenten, welche beim Sauerstofftriplet zu bestehen scheint, und fiir welche es weitere Beispiele gibt, wiirde einer Grundannahme Voig t s entsprechen.
1) W.Voigt, Ann. d. Phys. 40. p. 368. 1913.
(Eingegangen 4. MIrz 1913.)
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