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Paul Gnther Tabellen zur Rntgenspektralanalyse. Verlag Julius Springer

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Neue Bticher
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es in seinem Wesen zu erfassen, scheint danach keineswegs
mehr unmoglich. Von seiten der Physik wird uns ferner noch
iiber den Durchgang von Elektronen durch Atome berichtet
(M i n k o w s k i und S p o n e r), iiber
Ultrarotforschung
(L a s k i), uber Elektrizitatsleitung in kristallisierten Stoffen
unter AusschluD der Metalle ( G u d d e n ) und iiber den Zusammenhang zwischen 1- und y-Strahlen (M e i t n e r). Der
Chemiker erkennt dabei wieder einmal, dai3 er zumindest soviel
Physik verstehen sollte, um die Ergebnisse dieser Autoren zu
erfassen, wenn es ihm selbst versagt bleibt, dabei mitzuwirken.
Denn unter den genannten tiberschriften werden Fragen der
Konstitution der Atome, des Baues und der Reaktionsfahigkeit
von Kristallen, der Molekiilstruktur und der Bandenspektren
und der unelastischen Elektronenstofie, also der Anregung der
Stoffe zu Reaktionen beruhrt, Dinge, die dem Chemiker gewiD
W. Biltz. [BB. 277.1
nicht unbekannt bleiben diirfen.
Paul Giinther, T a b e l l e n z u r R o n t g e n s p e k t r a l a n a 1y s e. Verlag Julius Springer. Berlin 1924.
Das Buchlein enthalt eine mit grof3er Sorgfalt durchgefiihrte Zusammenstellung der notwendigsten Daten fiir den
rontgenspektroskogisch arbeitenden Chemiker und Physiker und
bietet eine willkommene Erleichterung bei der Berechnung von
Rontgenspektrogrammen.
Mark. [BB. 265.1
Maximilian Caniillo Neuburger, K r i s t a 11b a u u n d R o n t g e n s t r a h 1 e n . Mit besonderer Beriicksichtigung der experimentellen Ergebnisse d er Kristallstrukturforschung. Stuttgart 1929. Verlag Ferdinand Encke.
Verfasser dieses Biichleins hat sicb offenbar die Aufgabe
gestellt, einen kurzen tiberblick iiber die Methoden und die
bisherigen Ergebnisse d er Kristallstrukturforshmg zu geben,
und zwar in einer Form, welche auch Fernerstehenden ermoglicht, die wichtigsten Ideen und Gesichtspunkte zu verstehen,
und die Bedeutung d er Ergebnisse einzuschatzen. Man sol1 ohne allzu tief in den speziellen Gegenstand eindringen zu
miissen - moglichst viel von dem erfahren, was von den Ergebnissen der Spezialforschung allgemeine Bedeutung hat. Es gehort bei solchen Darstelungen viel wissenschaftlicher Takt und
viel Sachkenntnis dam, um das Mai3 der zu erklarenden Grundbegriffe richtig zu wahlen. Man wird leicht verleitet, das Fundament zu breit anzulegen, was den Schwerpunkt d er Darstellung
a n eine unrichtige Stelle riickt, noch gefahrlicher aber ist e,
wenn aus vielen unklar definierten Begriffen ein Scheinverstandnis aufgebaut wird, dessen wesentlichster I n h d t eine
Reihe wissenschaftlich klingender Fachausdriicke sind. Leider
drangt sich dem Leser bei der Lekture des vorliegenden Buchleins - dessen niitzliches Ziel gern zugestanden sein sol1 a n vielen Stellen die 6berzeugung auf, dai3 hier die oben erwahnten Voraussetzungen fur die gliickliche Abfassmg solcher
Darstellungen nicht vorhanden waren. Satze wie: ,,Samtliche
Verfahren zur Kristallstrukturbestimmung gestatkn eine Auswertung ihrer Diagramme, da sie ja sonst zur Struktmbestimmung unbrauchbar waren". , . ,,Vollstandige Spektraldiagramme
nennt man die erhaltenen Bilder deshalb, weil nicht nur die
Reflexe einer Ebenenart in Betracht kommen, da die schrag
weggehenden Interferenzstrahlen nicht abgeblendet werden". . .
sollten nicht vorkommen.
Begriii3enswert ist eine ziemlich vollstandige Zusammenstellung der bisher bestimmten Kristallstrukturen.
Mark. [BB. 154.1
Die gaphisehe uud rcehuerisehe Behandlung von Salzlosungen.
An Beispielen erlautert von Dr. W. A 1 t h a m m e r. Herausgegeben von der Kaliforsrhungsanstalt G. m. b. H., Stai3furtLeopoldshall. 57 Seiten, 43 Diagramme. 1924.
Berichterstatter hat wohl als erster vor fast 20 Jahren
in seiner ,,Deutschen Kaliindustrie" (W. Knapp, Halle 1907)
unternommen, die den chemisch-technischen Fabrikationsmethoden zugrundeliegenden Reaktionen rechnerisch zu zergliedern nach Mai3gabe der v a n ' t H o f f schen bis dahin so gut
wie abgeschlossenen Lehren. Das damit eingeschlagene Verfahren fand nur hier und da freundliches Versandnis, und
Trumpf blieb bis heute bei der Mehrzahl unserer ,,kalikochenden" Chemiker der alte, trotz Goethe nicht richtige Satz:
,,Grau, teurer Freund, ist alle Theorie".
[
Zeitschrift fiir
angewandte Chemie
Auch die Kaliforschungsanstalt wird ihre Schwierigkeiten
haben, hier Wandel zu schaffen und die Herren Praktiker dahin
zu belehren, dai3 ,,des Lebens goldner Baum" gar leicht seine
Fruchtbarkeit verliert, wenn ihm nicht der Nahrsaft einer gesunden und bewahrten Theorie zugefiihrt wird. In diesem
Sinne ist die kleine Schrift von A 1 t h a m m e r durchaus zu begriii3en.
Fufiend auf den klassischen Arbeiten von v a n ' t H o f f und
seinen Epigonen lehrt der Verfasser, wie die Verarbeitung von
allerlei Salzgemischen und ihrer Losungen rechnerisch anzupacken ist, in allen Fallen ausgehend von der G i b b s ' schen
Phasenregel, und soweit erforderlich, die wissenschaftlichen BEgriffe wie ,,Umwandlungspunkt", ,,Schwerpunktprinzip" usw.
klar und ausreichend zu kennzeichnen.
Ein gliicklicher Gedanke war es, nicht stehenzubleiben
bei den der engeren Kaliindustrie angehorenden Problemen,
sondern auch andere Vorgange, wie die Darstellung des Konversionssalpeters und die Praxis des Ammoniaksodaprozesses,
in den Kreis der Betrachtungen einzubeziehen.
Durch die in der Schrift zusammenfassend und eingehend
gelehrte rechnerische Behandlung kann de r Praktiker viel Zei!
sparen, denn mannigfache auftauchende Fragen, die friiher durch
langwierige empirische Versuchsanstellung mehr oder weniger
unvollkommen geklart wurden, konnen am Schreibtisch unschwer und schnell ihre einwandfreie Beantwortung finden.
Bei der Vortrefflichkeit und Verdienstlichkeit der Schrift
ist nur zu bedauern, dai3 die beigegebenen Diagramme wegen
ihrer Undeutlichkeit geradezu ungenieabar sind. Hieran ist
weniger der gewahlte kleine MaSstab schuld, denn selbst bei
Zuhilfenahme von schwacheren und starkeren Lupen werden
die Bilder mit ihren verkiimmerten Zahlen und Buchstaben
kaum klarer. Um die Gebrauchsfahigkeit des Werkchens nicht
zu gefiihrten, mochten wir empfehlen, die Diagramme unter
Hinzuziehung von erfahrenen Graphikern neu herstellen und
drucken zu lassen und den Beziehern zur Verfiigung zu stellen.
Als Vorbilder mogen etwa die in B o e k e s Grundlagen der
physikalisch-chemischen Petrographie (Berlin 1915) enthaltenen
graphischen Darvtellungen Erwahnung finden.
Kubierschky. [BB. 293.1
Gmelins Handbueh der auorganischen Chemie. Herausgegeben
von der Deutschen Chemischen Gesellschaft. 8. Aufl. Bearbeitet von R. J. M e y e r . Z i n k , System Nr. 32.
Seit langen Jahren erlebten wir kein organisatorisch so
bedeutungsvolles Ereignis auf dem Gebiete der anorganischen
Chemie, wie das Erscheinen dieses ersten Bandes des neuen
Handbuches.
Die anorganische Chemie ist im letzten halben Jahrhundert
bei uns zulande nicht eben venvohnt worden. Ihre Stellung
gemahnte den lachenden Philosophen bisweilen an ihre Benennung, die nur sagt, was sie nicht ist, ,,nicht organisch", und
die Negation in ihrem Namen schien im Einklang zu stehen mit
manchem, was sie erlebte. Die fuhrenden M h n e r der organischen Wissenschaft, die unsere Universitatsinstitute leiteten die Chemie der Technischen Hochschulen war vor dem Dr.-Ing.
nicht voll leistungsfahig - hatten gewii3 guten Grund, Pflege
und Organisation der organischen Disziplin als damals dringlicher in den Vordergrund zu stellen. Als Hilfskonstruktionen
- denn die Praxis forderte solche - wurden die unorganischen Verbandspriifungen und die Abteilungsvorsteherstellen
geschaffen. Aber nicht j e d e m , dem Gott ein Amt gab, gab
e r den Verstand, und noch keiner hat Schiiler fur eine Sache
zu begeistern gewubt, dessen Herz a n ganz andern Dingen hing.
Der standige Gebrauch rnindenvertig gewordener anorganischcr
Laboratoriumsbiicher konnte nur einefragwiirdigeRechtfertigung
darin finden, dai3 manche Studenten, trotzdem sie nach ihnen
gearbeitet hatten, spater Hervorragendes leisteten. Unsere
Deutsche Chemische Gesellschaft behandelte Aufsatze anorganischen Inhalts als solche bedingter Zulassigkeit ; und wenn
allenfalls die biologische und selbst die physikalische Chemie
als Grenzgebiete zu werten, zugestanden werden konnte, so
mul3te eine ahnliche Behandlung der anorganischen Chemie den
Humoristen wieder an jenes fatale negative Vorzeichen dieser
Wissenschaft erinnern. Es kam dahin, dai3 wir keine Zeitschrift besitzen, die sich als de r organischen Chemie besonders
zu eigen bekennt, wohl aber eine Zeitschrift fur anorganische
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