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Einige Beitrge zur ussern und innern Kenntniss des Harzer Bleivitriols.

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[
213
3
VI.
Xinigc Beitrage zur aufiern nnd innem Kerzncn$s
des Narzer BLeivitrioLs,
vom
Dr. J. L. J O R D Azu
N CIausthal.
D i e Gijtting’fchen gelehrten Anzeigen von 1812,
Stiick ao4, haben mich diefe Reitrige niederzufclireiben veraulafst. Ich wiirde lie vielleicht khan
friiher mitgetheilt haben , nenn mir der Inhalt des
angef. Stiicks diefer Blatter , welche hier nicht gelefen werden, eher bekannt geworden wire, als
durch den Gothaifchen allgemeinen Anzeiger vcim
Jahre 1813, S. 105.
Der gefchickte Hr. Prof. S t r o m e y e r theilt
in den angezeigten Mittern die Folgerungen einer
nach mir wiederholten Zerlegung des fogenannten
Zellertelder Bleiglafes mit. Meine er&e Zerlegung,
diefes Minerals hatte ich irn Jahre 1799 verl‘ucht *),
und dabei die Schwefelfaure , welche es enthielt,,
mit denjenigen Fliiliigkeiten weggegoren , welche
man nach einer Zerlegung wegzufchiitten pflegt.
*) S. meine mineralog. u. cliemifchen Bsobrcht. u. Erfrhr.
S. 257 273.
J.
-
I
3x4
3
Darnals war es noch ein Verdienfi, die Sauren und
Alkalien in den fefien Kiirpern zu entdecken und
ihre Mcnge genau anzugeben ; allein wer miichte
dieres jetzt noch dafur halten, da die Wege zur Aufh d u n g und Bekimmung derrelben , insbel'ondre
von dem verdienfivollen K I a p r o t h , aufgefunden
und angezeigt find. D e r hohe, durchaus unwahrIcheinliche Gehalt a n Sauerfioff nach meinen Verfuchen , und verfchiedene andre Wahrnehmungen
hatten mich indeli veranlarst , vor etwa drei Jahren
eine zweite Zerlegun;; cles Zellerfelder Bleiglales
vorzunehmen, und bei ihr beEolgte ich ganz das
Verfahren , welches Hr. K 1a p r o t h ') bei dem
Bleiritriole von Aoglofea und Lead's- Hills beobrchtet hat. Hiebei hahe ich dao Zellerfelder Bleiglas i n dierelben Bcfiandtheile gerchieden , welche
d e r gennu zerlegende Klaproth vom Anglel'eaer Bleivitriole angegeben hat. Was indefs die Menge derfelben anlangt , To habe icll nur 694 Procent Bleioxyd und 25 Procent Schwefelfaure, und aus dern
weiken Clurchfichtigen Bleiglale kein Eilenoxyd, aus
dem grlinen aber bis & P r o c e n t und aus dem gelb e n bis gegep P Procent abgefchieden. Es ill miiglich, dars ein genauer arbeitender Chemiker ails
dem Zellerfelder Bleivitriole mehr Bleioxyd abzurclieiden im Stande ill.
AuE einen Silbergehalt habe ich das Bleiglas,
ruf dem naITen W e g e , nicht unterl'ucht, aber a u l
3 DelTeen Beitr. z. chem
S..16a.
J.
Ksnntn.
d. Minsralk. B. UI,
1802,
[
2 6
I
]
dem trocknen habe ich es fowohl auf defren Bleials etwsnigen Silbergehalt gepriift. Hietu nahm
ich zwei niedrige AliiierBder Tiegel, berieb die innere Seite derlelben niit Kohlenpulver, welches rnit
arabifchem GummiwaUer angefeuchtet war, u n d
that, nachdem lie in lengender Wtze getrocknet
maren, in jeden derfelben 100 Probirpfunde fein
geriebenes weifses Bleiglas, welche rnit 32 Probirpfunden ausgcglChetem Kohlenfiaube genau d a m men gemengt waren. Ich verfah darauf die Tiegel
mit verklebten Deckeln, erhielt lie fall eipe Stunde
in weihgluhender Hitze, unter einer mit Kohlen
zugerichteten Muffel , und offnete lie, a h fie langfan1 erkaltet waren. Ich fand in ihnen no& einen
bedeutenden RiickItand von Kohledaub ? wozwifchen in Menge aul'serfi zarte Bleikorner zerrtreuet
lagen. Diefe, To wie das iibrig gebliebene Kohlenpulver, iiberdeckte ich hierauf in denfelben Tiegeln mit mildem Kali , wovon 300 Probirpfunde in
einen jeden dedetben getban wurden, brachte die
Tiegel abermrls, doch unbedeckt, unter die Muffel,
und erhielt lie hier Co hnge in rtarker Hitze, bis
der KohlenRaub verfchwunden war. Hicrauf liek
ich die Tiegel erkalten, und f a d in dem einea
d d e l b e n ein gut gekchmokenes rundliches B l e i
korn von duakler Farbe, welches 643 Pfund WO&
Diefes Bleikors khien mir etwas niit Kohlenftoff
verbunden zu feyn. Em andern Tiegel war das Mei
ebedalls zu einer fchiinen Perle, aber von hohzr
bleigrauer Farbe, zuramnien geladen, Ge wog 65
Probirpfuunde. DieCe beiden %nice wurden behutTam auE einer Kapello von Beinafche abgetrieben,
u n d hinterliefsen ein Silberkorn , welches nur wenig iiher .& Lt. betragen konnte *).
Meihe Verl;lche [(:heinen rnir folgende ScliliiITe
zu eriauben, nimlich daIs der Zellerfelder Bleivitriol, wenn er vollkommen we@ und durchlichtig
ilt, i n I O O Theilen aus
B I e iov y d
6950
Sc h w e fel h r e
2 5,
Einer Spur Silber
und Wafler
1,5o beftehet.
Der griine Bleivitriol hat aufserdem nocli als Befiandtheil bis f- Proc. Eirenoxytl, und der gclbe bis
zwei Proc. deflelben mit fich gemircht. Diefes Oxyd
Icheint den tarbenden Stoff des Bleivitriols auszumachen. Dars hier nicht vom anhangenden Eifenocher die Rede I'eyn k a n n , ill wohl ohne mein Erinnern klar.
Noch murs ich erinnern, dafs diefe meine
neuere Zerlegung des Bleivitriols zwar niemals abgedruckt worden i l l , dafs fie aber deflen ungeacht e t beinahe diefelbe Oeffentlichkeit erhalten hat.
Diere habo ich ihr dadurch gegeben, dafs ich die
Erfolge der Zerlegung den hiefigen Freunclen der
*) S. 1 3 1 fiude ich im erfien Stiicke drr oordteurfchon Eeirr.
s u r Berg- u. Hiirtenkunde, von H a u s nr a n n herausgegeben , eine kleine Feuerprobe rnit dem Bleiglals angcltellt,
vonach aus l o o Probirpfunden 39 Pfunde Elei, uod hierBus 3 Lt. Silber erfolgt Tejn Coilen. SicLer liegt dieram
Verluche ein Irrthum s u m Grunde.
J.
[:
a17
1
Mineralogie, und den fremden Mineralogen und
Liebhabern der WilTenfchaft mittheilte, welche fich
als Reifende iiber den Harz hzufig bei mir einliud e n , urn meine Mineralien -Sammlung su feh&.
Unter diel'en fuhre ich z. R. namentlicli die Herren
T o r m a s z o w s k i , B c o n g n i a r t , N e rg a r d und
den franziififchen Artilleriehruptmann C o m i n a n ;
auch habe ich das in Hetle rtehendeFofi1 Ichon lange
linter dem Namen fclzweJ$faures Blei verfendet,
und ich habe Urfache zu glauben , dal's diefe meine
Entdeckung felblt Hrn. Prof. H a u s m a n n i n GGttingen nicht unbekannt geblieben iTt *).
Geachteter Hr. Prof. Stromeyer, ich weirs es
nicht, ob Ihnen Hr. Hausmann vielleicht jemds
hei ihrcr Gefammtarbeit iiber das Bleiglas, nieine
'1 Ich habe lie nimlich einem Ceiner h e u n d e . welcher in
Giittingen Vorlefungen',hiirte, vor swei Jahren umliandlich bekannt gemacht. welcheni ich sugleich die E r 6 f i n u n ~
machte. d r h ich im Iberge bei Grund den Arrugon dotdeckr Litte, d m rndere fiir kohlenfauren Strontian hielt e n , womit aber das b u f s e r e diefee FolIils nicht ubereinmimmc. (Auch. hiervon Itrht elwas in den Gotting. gel.
Ans. v. 25Ren No*. 1811.) Er khrieb rnir: .,Was Sie rnir
iiber die Gcfiandtheile des Bleiglales friiller geraagt hacten,
habe ich Hm. H a u m a a n mirgetheilt.'l Und hiercu Fiigte
er noch: ,.Nachdern ich es von Ihnen gehort (woraus das
Bleidlas bolfehr). ehe icli dariiber mit Hausmann Cprach.
machte ich nur den Vertrch, dalj ich es fehr fein gerieben, m i t e m dem dreifachen Cowichte kohlenhurem
Kali behandelre, rmd nachher die Schwefelliure durch
h l s C a u r r n ~ B a ~davon
t
tremte. Den getrockneten Niederfchlrg erhitste irb daranf vor dem Liithrohre und befeuchtete ihn mit W a l k , w o r d fich der.Geruch der bydrothioofauree Grfcr zu erkcnnen gab."
J.
[
318 j
Entdeckung erziihlt hat, allein dem lhy wie ilim
\voile, lo verliert lhre I'chiitzenswerthe Arbeit felblt
durch nieine AnzPige offenbar nichts, und Sie diirfen fich f 1 4 davon iiberzeugt halten, ich freue
mich, durch Ihre Gefchicklichkeit Befiztiguog meincr friihern Zerleguog erhalten zu haben.
Ich fiige diefen Anlpriiclien, welche icli a u f die
Prioritst einiger Hereicherungen unferer KenntniKe
iiber zwei merkwiirdige Mineral-Erzeiignifle unfers
IIarzes zu habcn glaube, noch einigc Bemerkungen
h i , zu dern, was in den1 erwahnten Stiicke dcr
G t t i n g . gel. Xnzcigrn geragt wird. Der Ober-Bert;liauptmann v o n T r e b r a h a t das Bleislas von
Zellerfeltl nie fiir phosphorraures Rlei gehalten,
noch wenigcr hat man darelbe nachseliends allgeniein Fiir eine Abinderung des weilsen Hlcifpatlies
angennmmen. Blos diejenigen Mineralogen, w e t
(:he das Bleigfas nie gefehen hatten, meinten, es
gehijre wahrkheinlich zum WeiIsbleierae, oder fey
eine Abinderung davon. Hr. Prof. Hausmann ifi
vielleicht der einzige von ihne'n, welcher oft Gelegcnheit gehabt das Bleiglas zu retien, als er hier auE
rlom H a r m lcbte, und es wiederholt fiir Weikbleierz an rnehrcrenorten ausgegrben hat, fo Puffallend
a uch die Abweichungen von dielem Minerale Lind *).
'*) Siehe die nordteutrch. Beitr. z. Berg- U. Hiittenk. St. 2.
1go.i. S. 1 1 . wo Hr. Prof.Hausmann Iich an eiiiem andern
Orte aurfiihrlicher iiber das Eleiglar zu erkliren vrrlpricht.
war his jetzt aber , Ib vie1 ich weirs, nichL gefcliah ; Gehe
auch die grundlofe K o t a zu feeinem Syfi. der unorg. ~ d t i i r k .
1809,S. 113 u. I 1 4 ; und Leouhard's Tafchenbuch fiir tlia
gelimmte Mineral. A!cr Jahrg.
1810,S. 333.
J.
I:
219
1
Der l'onfi rcharffichtige M o h s hatte, nach eigenem
Gefiindnifle , zu wenige Stiicke des Bleiglal'es gerelien. Das Verhalten des Zellerfelder Bleiglalts
V O r dem Lijthrohre habe ich fchon in meinen mineralogikhen und rhemil'chen Beobaclitungen und
Erfahrungen, welche in dem Jahre 1800 erfchienen Iind, vollkoinmen richtig S. a66 befchrieben.
Hr. K I a p r o t h *) hat die Erkheinungen bri dem
An,nlcl'caer Bleivitriole vor dem Liithrohre gerade
To bemerkt , wie ich fie vom Zellerfelcler angrgeben
habe. Die Eigenfcliwere des Bleivitriols von ZclIerfeld liinimt mit der der Bleivitriols von Anglefea
nahe iiberein. Icli bemerke auch a m Rleivitriolo
keine Lamellen, noch weniger finde ich niich,
clurch Griinde, bewogen , zwil'chen Lamellen del'lelben eingel'chlolTenes Wager anzunehmen ; cs
fcheint mir das Wager damit chemifcli gebunden
zu Ieyn, welches auch vom Hrn. Klsproth bei deal
englil'chen gefuuden worden ill. Des Mangan, welches Hr. Prof. Stromeyer im Bleiglafe angetroffen
hat, ill Licher zufiillig, und kann deml'elben nur
angehangen hsben, i d e m a u f dem StufenthalerGange Eil'enocher, Brauneil'enliein untl felbli Manganocher damit einbrechen. Etwas vom Bleivitriole
in der Salpeterl'iure aufzuliifen, wurde mir fchwer,
jedoch habe ich dieren Verfuch auch nicht hinrei&end verfolgt. Durch die KGnigsf&~redagegen,
wie ich in meinen Beobachtungen angezeigt habe,
gelang mir die Auflofung vGllig und bald,
') DeDTen Beitr.
B. IlL
1801. S.
163.
J.
[
220
-j
D i e Bemerkungen des S t i c k s der GGttinger
Anzeig. l'chlidsen fich darnit, dafs Gch mmentlich
auch die Kryliallirationen des Uleiglal'es , woriiber
meine Bekhreibung niclit vollkommen genau u n d
deutlich fey, auf die des Bleivitriols leicht zuriickfiihren laITen, morauf Hr. I-iausmann auf Hrn.
Hauy's Schultern lieigt, u n d yon hier nach franziiMcher Weilk maniivrirt. Statt micli hierauf einzulafleen, theile ich hier eine neue Relchreibung des
Harzer Bleivitriols, ganz nach eigener J3eobachtung
d e r N a t u r entworfen, fiir Ixieine 14Jahre alte a d s e r e
Charakterillik deIlklben mit. Sie lcheint mir um l'o
weniger unniitz ZLI l e y n , iodcm vom Bleivitriole
iiberhaupt noch keine geniigende iufsere Berchreib u n g , und vom Harzer insle1ondre noch gar keine
vorhanden ifi.
Am hiufigfien ifi die Fnrbe des Bleivitriols ~ I I
Iich- gelblich- und grilnlichweifs, von allen Graden
der HGhe, feltener findet er lich gelblich- und griinlich grau, oder wein- und honiggelb, oft init grnu
gemif'clrt, am feltenhen aber briclit er f'maragd;Ipfel- und pifiaziengrGn ein. Zuweilen trifft man
mt;lirere ditfer Farben, 7.. B. griin und grau, oder
g r a n , griln rind gelb in einem Stiirke neben einantier, oder Iicli in einander verlierend an.
Er komrnt derb *j, und eingefprengt, a m feltenfien plnrtemnrLig, zwirchen andern Fofilien liegend, oder ange-jogen vor. Nur hier und da trifft
man ihn cerJrqcen, oder mit Eindriicken m , am
+,Ich
'
habe ilin indefs
~roffen.
J.
n o d l me
iibor a Zollc dnb an?-
-
genieinlien wird er unvollkommen , oder undendich
JcrySzllrJrt gefunden , felten aber in kinen Kryfiallgeftalten deutlich ausgebildet sngetroffen. Er findet fich
I . Ah vierfeitige Doppelpyramide, deren gerneinfcchaItliche GrundHiche ein Rechteck bildet.
2. Als vierfeitige fehr plnttgedriickte Doppelpyrnmide , cieren geinrinl'clrJtliche Grundfliche ein
Viereck niit zwei TeLr rpitzen und zwei fiumpfen
Winkeln bildet.
3. Derfelbe Kryfiall wie No. 2 , nur init wenig
rrrndlich erhobenen Elichen.
4. Als vierfeitige geJchobene Doppelpyramide,
mit zwei rcbmnlen und zwei breiten, gegen einander
iiberftehenden Seiteditchen, welche lich daher in
eine Schirle endiget *).
5 Als drei- und gleich-feitige gefchobene Doppelpyrnmide , welche eineiri gefchobenen Dopyelkeile
ihnelt. Sie wird erhalten, wenn man yon einer
Seite der gefchobenen vierfeitigen Pyramide No. 4,
von der Linie, in welche lie Gch endiget, einen
Schnitt zu eincr der fchnden Kanten der gemeinfchafdichen Grundfliche des Octaeders verrichtet,
jedoch To, deb der Anfatz Zuni Abfcchnitte von der
einen Ecke der Linie der Pymmide rnit der Breite der
rchmelen Seite der gemeinfchsftlichen Grundkkhe
gleich xt, m d der Schnitt durch die fchmale Kante
*) Die Pyrrmide NO.4 fcheint aucb, an ibren bcitlen Schirdurch eine fchrig anhefeuto Abltumpt'ung, oder
dureh eine fchnrche Zufcliirfung verindert, gefundtn x u
nerden.
Allein d r mir d i d e Abiinderung des Kryfiallr
niemals hinreicliend Jeurlich vorgekommen , fo habe ich
fie 'fiira erR3 nur in einar Aornbt Lung andeuien miigen. J .
fen,
d w GrunclHiche gefiihrt wird.
Urn niclit misvet
h i d e n zit wcrden, habe icli in Fig. 3 auf Kupfer
tafel 11 d e n Scbnitt a n der Pyrarnide mit IL u n d
bezeichnet *).
6. Als ziar- und g l e i c h f d i g e gefchobene S u d e
an beiden Enden fcliorfwinklich ziigefchirft, die ZII
fchiirfungsfliclien auf die fcharfen Seitenknnten geradc
auCge Tc t zt. D i e Zu I'cl i ii r fu ng s H ;i c h e 11 find g ewijh n li cl
gleich, zuwcilen nber auch ungleicti Inng.
7 . DerfelLe Kryfinll, aber nocli l'clinracli m f dcr
fiuinpfen Seitenknnlrn der SScle n6gpJilnmjv't: dic
A1Ttuinpfiingtli,ich~.n f i n d gcrnde ;iiifgefetzt.
8. Derfdbc Kryfin!l, nllein a n J e n liumpfen Scitenkantci: dcr S i d e To fiiark abgefiumpft, dars dadurch die TnCel vollkorninen gebilclet ill. Man kann
dieren Kryfidl dnlier als fechfeitzge Z'ofel, mit vier
i i u n e n und zwei Inngen, gegen einandcr fiberliehenden Endkliiclim, woran die Innsen zngefchirft find,
tetracliten.
9. Verkiirzt lich dqr vorhcrgehcnde Kryftall To
k h r , dars ficlr dic beiden l m g e n Endflichcn der TnEd No. 8 g;inzlich verlieren,' To wird daraus die fiefchobene vier- und gleichfeitip Tafd gebildet,
wclchc an den fiiirnpfwinlrlichen Ecken flach abgefiurnpft iTt, und wnrnn die Abfiulnprungsfl;ichen, von
dcn SeitenHiiclien der l n f e l aus, angcfetzt find. Die
AbfinmpCangsH,ic!icn Gild Legreitlicli die Rehe von
dcn FLichen dvr vierrcitigm gckhobenen Siiule,
welche die f c h ; ~ r f eL i n t e d e d d b e n hildetcn.
1 0 . Entfernen licli nin Kryfinlle No. g die Scitenfliictien von einandcr , d. 11. wird er dicker, To bildet licll dilraus der fiefc:/Lohene JF'Zirf'el, init den Zu') I n meinan
der
B e o b a c h t . S. 2 6 0 Imbe icli clirCen
g d ~ l i t ~ h ~ nShule
en
entwickglt.
Krjfta!l aur
I.
[
223
J
fchiirfungen der Ecken, wie fie a n der Tafel Nu. :)
bezeichnet End.
I I . Als vitr- und gleichfeiligo gefcclrolene S & h ,
a n den Ecken der fiuinpfwinklichen Seitenkiinten,
fiark, an den tibrigen aber rchwach, und aiicli a n
den Eadkanten Hllein bald Tchwiicher, bald fi.irker,
olgrfirrmpft. Die Abfiiimpfungsflichen atrl den
Ecken dcr fcharlwinklichen Seitenkanten find gew6hnlich etwas rundlich erhoben, alle itbrige nber
eben.
1 2 . Die eben berchriebene Siiulc linlrt zu Zeiten
von ihrer Hdlic ziim ge&Aolenen mirfel hrrab,
worm alsdnnn nber aiicli alle diejenigen ALlhimpfungen, welchr bei No. 1 1 bemerkt find, vorkommen.
Folgende Kryfiall - GeRalt befitse ich nocli von
der Inrel Rnghfeen, welchc ich hier Anhangsweil'e
befchreiben will; es ift
13, Die vier- und ghichfeitige etwns gefchobene
Suule, an beiden Enden in die viegeitige Pynrrnide
zugefpitzt, die Zurpitzungsflichen auf die Stireilkanten nufgefetzt, und aucb an den beiden litltii1>kn
Seitenkanten der S i d e fchwach nbgeffumpft. Die
Zufpitzungsflichcn find von fehr ungleicher CrrXsc,
und eine, auch wohl zwei derl'elben, mcifiens dicjenigen, welche auf die l'charfen Sei tenknnten trnfgefetzt End, haben eine Co bedeutende Ausdebnung,
daTs hier und da die iibrigen ZufpitzuogsffiicLcll h i nahe ganz verrchwinden *).
') Ich bcmerke bier, Jars lich ail& darjenige b l c i ; ~ . f ~ c z ~ ! e
Mineral, deITen ich rls Bleiglas yon Anglrfea hiiclaclit
hrbe !1. meiae Beobrclit. u . ErF S. 175 u. l. f.) b.1 einrr
.1.
aweiten PrZung slr Blsivitriol bewahrt hat.
Die KryIialle 1; id rdlr klein, riuberrt relten von
niittlerer Griirse *). Sie find fait befi'tandig in H u m p e n , oder an und iiber einander, oder reilienwcire
niit einander verwnclil'en; nur ziiweilen tribft man fie
ehzeln und freiiteliend, in IHi;hlungen an.
Die Seitenfliichen der Kryfialle werden entweder
glatt und hark gliinzend, oder wenig uneben und
glinzend, oder auclt, doc11 n u r Liten, brinalic: matt
engetroffen. In tliefein E'alle h i d die Abfiurnpfungsfliichen deniungeaclr Let aber fiark glinzend.
Nur
zuweilen tritt liier und da auf den E'liclien der Kryfialle eine Neigung z u r Streifung herror.
Iriwveirdig ili der Uleiritriol allc-ma1 J r z r k gliinsend, von genieificin oder Glasglanze, der Gcli dein
Fett- und Dclnilntglnnze iiiihert.
Er h a t , nacli nllen Pkiclitungen, einen vollkoinmnen und g r o f ~ ~ n t ~ ~ c h l ~Brrrclr
c I r e n , bvelchcr in deli
Uein- und unt.ollkonimen mukl~lichenitldrgehet.
Er ili grob- untl eckigkCrnig abgerondert.
Zerfprinst i n unbeliiinmt eckige rcharfknntige
Bruchfificke.
Er ifi fi'tcts clurchl'cheinend, feltener hnlbdurchfichtig, am reltenfien vollkoinmen durchGchtig.
GieLt eirieii liclite weifssn Strich.
11-1 weicli, (L:lieint jellocli e w a s hirter a t d n s
WeiGLleierz zu fexn.)
Er ifi fpri;cle.
S C' hr 1eic 11 L 7,cIrp re n gb 3r.
I m Itohen Grade rcbwer, = 6,71~'1: ICWO.
Brinst man den I-Iarzer Rleivitriol in Kijrnerxi
aut die Kohle vor das Lijtlirolir, ro zer!i)rinst e r
X n . 4 ;It rnir bis
Z. IIOLL vor;ekoinnieu.
-1 D i s I)op;ielpyramiJe
No. I I
abcr bis
Zoll, (tic Side
c.
c
2a5
3
bri der geringAen Beriihrung der Flarnme mit Heftigkeit, und Gllt von der Kohle herunter. Als f&
Des Pulver knillert er vor dem Liithrohre nurwenig , und fin@ bald an, mit einem weifien Scheine
und einer geringen Blalenaufwerfung zu einem
Korne zu fchmelzen, welches Iich zifchend in die
Kohlc fril'st, und iu Rlei herltellt.
Im Borax liilt er Ech mit Aufbraufen zu einem
kioren Glare auf. Natron und Bleivitriol- Pulrer
zdarnmen gemengt, khmilzt im Iilbernen Li;ffel
vor dem Liithrohre leicht , und ftellt lich in kleinen
Ktirnern, welahe mit Farben fpielen, auf dem plu'atron zerfireut, her.
Der Bleivitriol hat Gch hei ZeIZerJeZd, im Scd.
fenthaler- oder Haupczuge .in den Gruben Sc.
Joachim und Bleyfeld, insberondre in den obern
Teufen, gefunden, lelten ilt er auch bei CZUUJI
thal im BurgJZadcer-Zuge in der Grube Cacharinn, eingebrochen. In den jetzt umgehenden
Bauen der genannten Zellerfelder Gruben ki;mmt
er nur no& htichlt fparram in einzelnen Spurcn
vor. Der Gang, w o r d die drei genannten Gruben. bauen, Ietzt, im Ganzen betraclitet, in der
7ten bis xoten Stunde, in der mit Thodchiefer
wecbfelnden Grquwacke auf. Er ifi in einer Ft!ldec
1 a q e von wenigltens anderthalh Stunden Weger
bekannt , und edel gehnden. Befo.nden im untern Reviere, nach der Bergfiadt PY&Zernanr&
hin,
i[t d i e k Gang, und voniiglich in den obern Tcuq
p
Ann& d PhyGt. B,M. St.s.J.181S s1.6.
[
226
]
f e n , auF eine munderbare Wleife durch die kraftigfie Verwitterung zerfetzt. Die ihn hier ausfillcnden Materien find theils ganz aufgelofi und
weggdiilrrt , andern Theils zerlegt , und hier und
da wieder in einer andern nefchaffenheit abgefetzt. Der Quarz, welcher den Gang zum Theil
ausfiiiit , hat der zernagmden Kraft am fefielten
widerl'tantlen.
Der Kalli- und Braunl'path , die
Eifen- und Kupferkiere , welche mit dein Quarze
zul'ammen Iagen , Gnd hier 'herum beinahe g5nzlich a u s drrn Gange verl'chwunden, und h a b m
%
eine ungeheure LMenge zertrelrenen , durchlijcfierten und zelligen QuarL zuriick gclaflen.
Auch
d e r Baryt , uncl tlas Schwetel- Blei, oder die eigentliclim Ijleierze , haben a u f die bedeutendlte
Art tlurch die Verwitterung gelitten, und find
Zuni grofsen Theile ganzlich zerlegt. Auch das Nebenselbein , irntl was Gch drrvon i n dem Gange
I'elbfi befinilet , m d s t e d e r eingrritenden Verwitterung weichen, otler litt aul eine unglaubliche
AK nach allen Seitcn des Ganges hin.
Wenig
fintriger Kalkllein und blittriger Gyps, hier und
da Bitterralz und Eilimvitriol, Manganerzt? und
Manganoxyde , E i h o c h e r , dichter Braun ~ i n d
fasriger Biauneilisnfiein , Kupfergriin- und blau,
Bleiertle , wenig Griin- lint1 Schwarzbleierz , unrl,
im VerhSltniflc gegen die iibrigen FoGlien des
Ganges, eine upselleure Menge Weirsbleierz wurden und werden dagegen wiedererzeugt, und be-
-
I
=a7
3
fleideten uhd Filten hier und da die Haume,
welche die graWe;Zerltiinrog g e f W m .
Zwifchen diefen.Subffaozen ilt dam eodlich
der BleiviGriFiol, rber doch, im dlgernairwp, in
keiner bedeutenden Menge gebildet. Er hat lich
hfi durchgehendi auf oder in zerfrelTenen, durchliicherten oder zelligen Quarz gelegt, und., war
Raum genug, To lcholk er hier in K r y h b n an.
Hier umgiebt und iiberzieht ihn und den Quarz,
zu Zeiten, der Brduneil'epoclier; am &iuligl&m
aber fiehet er in dem weifsen zesfrelTunem, oder
durchldcheizen , und gewohnlich fecbafeitig pyx+
midalifch zelligem Quarze an. S e l k n t r hat Jich
dagegcn der Bleivitrinl in Hoblungerr deb ,kleintraubigen dichten und .fasn'gen Brauneifedeisr angetegt, und diefe ausgefillt; aber auch alsdann
ui& man unter dem Eil'eniieine den Quarz bald
in ganzen MaITen, oder auch als Hautchen wieder an. Seiten men@ h h der Bleivitriol mit
dichtem BrauneiTenffteine , und biidet alsdann eine
BIaITe, welche mit dem Schwarzbleierze im Bruche viele Aehnlichkeit hat. Seltener mengt er
lich mit einem lcicht zerbriickelnden , fehr dunkeln feinkcrnigen Bleiglanze , aber nie recht innig, er liegt vielrnehr nur grob und fein eingeIprengt darin. Auch da, m o lich der wenige
Bleivitriol im Cathariner Felcle Lei Clausthal gefunden hat, ill der Gang durch die Verwitterung
rngenagt. Allein h e r iR die Zerfiorung der tiang-
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J
m a r e auch bei weitem nicht To bedeutend, wie
in dem Gangtheile, welcher den untern Zellerfelder Hauptzug bildet. Man mufs Ech wundero,
dafs in diefen verwitterten Gangtheilen kein gediegen Kupfer, oder Silber, mit dern Eirenoxydc
einbrechend , gefunden wird ; ich vermuthe aber,
dafs lich beide SubIlanzen in den friihelien Zeiten gezeigt haben. Wo der Gang noch fdch,
irn Feften, unverwittert anftehet, findet fich von
allen jenen Subftanzen , welche der Verwitterung
ihre Bildung verdanken, keine Spur. Es fcheint
mir zu wrnig belehrend, alle diejenigen Mineralieu hier noch aufzuzihlen , welche iiberhaupt
den groljen Clausthaler und Zellerfelder Gang
fiillen, lie End auch ohnehin [chon irn Wefentlicbften bekannt.
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