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Ueber den Einfluss der astronomischen Bewegungen auf die optischen Erscheinungen.

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287
-
in uuserein Fall einen Kautschiikcylinder
gewisseu
l<edingungen unterwerfen, bei clenen weder der Radius I * ,
noch die Lange 1 verandert worden ist, uiid dabei docli
ein anderes N bckommen, so ware klar, dafs diese Rediiigoiigen dein Elasticitatscocfticienten Q getinderl haben, iiuti
zwar in demselben Sinn, in welchem N verandert worden
ist. Ich befestige einen Kautschulistrang an zwei h6Izerno
Kliltzchen , die rinbeweglich in eiuer gewissen Eiitferniing
a n einem Brettclien angebrncht siutl, und tauche 111111 die
Kliitzchen mit dem Sfrauge in heifses Wasser. Icli lndere
dabei im Ausdrrick rechls in unserer Forniel weder das I.,
iioch das 1, und, wenn nun wirklich wabr ist, dafs das 0
beim Erwarmen griifser wird, mufs atich das N, die Tonh61ie, steigeu. Das findet auch regeImafsig , ausnahrnslos
jedes Ma1 statt, je graher die Aofangsspannung ist.
Dieses Experiment kann auch als anschauliches Beispiel
des Ueberganges einer Art Bewegring in eine andere - Warme
in Schallschwingungen - dienen.
IX. Ueher den Einftufs der astronoinisclien Beuiegungen uuf die optiscjleit Erscheinungen;
mon E d . K e t t e l e r .
2. Die Aberration der Licbtbrechung.
E’resnell) hat - gaoz in Uebereinstimmuiig mit den spateren Versuchen F i z e a u ’ s 2, uber die Lichtgeschwindigkeit
i n bewegten Fliissigkeiten - die Hypothese aufgestellt, dafs
der in einem bewegten durchsichtigen Mittel enthaltene
Aetber mit den ponderablen Molekiileii dessdbeu zum Theil
fortgefubrt werde, und zwar sol1 die mittlere Translations1) F r e s n e l ’ s Brief an A r n g n , Ann. d. chin). t . I X . p . 56.
1. L v l I , p . 385.
2 ) F i r e a r c , Aim. de rhiirc. 3. ahfie
n“
-1
gcschwindigkeit des Aelhers = -*-gn seyn, wcnn das M i t tel mit der Geschwintligkeit g bewept und unfer R der
Brcchiinpscupunent im Ruliezi~slandverstanden wird. Diese
HTpothcse benutzt F r e s n e I zur Erklarung des ncgaliven
Resultats des sogenannten Arago’scheii Versircbes. A r a g o
hatte n%iilich drirch zahlreiche Beobachtungen an Fixsternen
dargctban, dafs (lie Bewcgung der Erde auf die Brechung
tlcr Strahlcn dcs von ihncn ausgesandtm Lichtes keinen
wahntehmbaren Einflds ausiibt.
Neuerdings bat sich K l i u k e r f u e s in seitiem Schriftchen: 18 T)ie Aberrntiou der Finsterne, Leipziq 1867- mit
den Fresnel’scberi Hypothesen bcschaftigt. K 1. Iarst die
Gonauigkcit des € i z e a u ’scheii Versuches tlabingestelll, dahin<egcn bcbaiiptet cr, dafs die Hinzuziehung dieser Hypothcsen ziir Erklariint; dcs negntiven Resultates von A r a g o
uberfliissi;; sey. und dafs vielrnchr die Berucksichtigung des
Einfliisses der Bewegung dcr Scheidewande rollkommen
aiisreiche.
lm Folgendcn inochte ich die Unhaltbarkeit dieser Entwirkliingen VOII K 1 i n k e r fii e s darthun. Es genugt zu dem
Ende, tlafs ich dcn von F r e s n e 1 behanilelten Specialfall,
fur den Strahl iind breclieudes Prisma sich im gleichen Sinn
bewepeu, in urngekelirter Gedaiikenfolge entwickle, den
zweitei: Spccialfa11, fiir den Strnhl kind Prisina sich unter
rechtem Wiuhel bewegen, hinzofuge rind endlich die erhaltenen Formehi verallgemeinere.
13.. W a s zunachst die Aberration des directen Fixsterulichtes
K 1. neiiut sie die phgsiologische Aberra!ion
betrifft, so erreicht dieselbe bekanntlich ibren Maximalwerth, wenn Slrahl und Krde sich unter rechtem Winkel
begegitcn. Neiiiit man die beziiglichen Geschwindigkeiten
1) und y, so ist der Aberratiorrswinkel
-
-
tl,
= K.
Schliefsen dagegen Strahl iind Bewegungsrichtung der Erde
eineii Winkel y ein, so zerlegl sich y seiil\rech( iiud pa-
289
rallel zum Strahle in die beiden Componenten g s i n y uud
gcosrp. Die Letzlere addirt sich zur Geschwindigkeit des
Lichtes, und s o wird die Aberraliou:
a=-
gsili
'C
v+gros.;
Nun sollen in Zukunft die hi)beren Potenzen von
4
stets
vernachlassigt werden; es kommt daher einfacber:
a=
7.
sinp
Dies vorarisgesetzt, denke icii mir einen Stern in das Fadcnkreuz eihes Fernrohrs gebraclit; es werde zwischeii Sleru
ulid Objektiv ein Prisma eiogeschoben und die dtirch dasselbe bewirkle Ablenhng gemessen. Es baudelt sich dartirn,
zu untersuchen, ob diese Ablenliung eine Function der Geechwindigkeit g ist, mit der sich Prisma und Fernrohr bewegen. O b der in dem Prisma eiithaltene Aelher an der
Bewegung desselbeii Theil nimmt, blcibe dahiugeslellt. Sovie1 jedoch ist h i m , dafs fur den Fall eiiicr Entrainirring
die mittlere Translationsgeschwindigkeit des Prismeuatliers
einen irgend zwisrheh 0 und g liegenden Wcr th besitzt,
den wir g k nennen wullen, unter k eine Grsfse verstanden
fur die O < k < l .
Prisma rind Fernrohr rnbgen sich in dem als rithend g e
dachten Aether des Weltrairmes bewegen.
Der Einfachheit wesen sei vorlautig dns Prisma SO aufgestellt, dafs die Eintrittsflache der Slrahleri geiiau senkrecht
steht auf der Axe des Fernrohres, wenn dieses auf deli
Stern gerichtet ist, und dah der Hauptschnitt des Prisma
in die Ebene von Strahl und Bewegungsrichtung der Erde
hineinhllt I).
1) Das Fixstcrnlicht lafst sich ubrigens durch das terrestrioche Licht eines
belcuehtrten Spaltrohres ersetzen. In der That ist bei der Bewrgung
eioes optisclien Theodoliten dic Aberration im Spaltrolir genau die urngekehrte wie im Fernrohr. Die Normalcl der aur clem Spaltrohr austretenden cbcnen Welle irt gegen die A x e desselhen unter drm Aherrationrwinkel geneigt, und dar Fadsnkreut des Reobaclitungrrohrcs wird
wenn wieder zum reellen Spaltbild verrinigt
our dann a d rie
fangen, wrnu seine Axe der der Collimators parallel ist.
Paendorff'a A n d . Bd. CXLIV.
19
-
-
290
14. 1. Die Erde bewege sich senkrecht ziir scheinbaren
Richtung des Sternes Z A von links nach rechts (Fig. 1,
Taf. IV). Dic Linie P Q des Hauptschnittes des Prisma
fallt alsdanii wit der Bewegnngsrichtung der Erde zusamoren.
Eiue Welle A K, die der Stern aussendet, trifft die Vordcr-
tlgche unter dem Winkel € = a , = z. Sie gelnngt in
Folge der ersten Brechung in die Lage BK', und der Brecliungswinkel
e
findet sicli zu 4 = vL,
insoferii jede durch
.n
die Bewegung etwa eingctretene Modificalion dieser Brcchmg nur G r d t e n zweiter Ordnung binzubringen wiirde
und wir hiese veroachlassigen.
Im Innern des Prisma bewegt sich die Welle K'B senbrecht zu ihrer Normalen A E mit einer Geschwindigkeit,
die nur urn eine zu vernachlassigende Grafse von dcr Gescbwindigkeit u' des Lichtes iru ruhendeo Prisma verschieden
segn kann. Da die Schwingungen jedoch materiellen Aetliertheilchen anhaften uiid diese sich mit einer mittleten Entrainirtingsgeschwindigkeit g k von links nach rechfs verechieben, so wird auch die Welle an dieser Vcrschiebung
Theil nebmen. Der Endpiinkt B der Welle schreilet also
nacb dem Gesetz einer geraden Linie BC, I), der Diagonalen eines Parallelogramms der Geschwindigkeiten k und
o', fort und wird daher niclit in einem Punkt C, sondern
an einem mebr rechts liegenden Punkte C, des Raumes die
Hinterflache des Prisma erreichen.' In diesem Augenblick
hat die Projektion der Welle die Lage C,D,.
Der Punkt C, wird dem Huyghens'schen Prinzip ziifolge krschiitterungsmittelpunkt einer sekundaren Kugelwelle, die sich mit dcr Geschwiudigheit 0 im freien Aether
ausbreitet. Trifft eudlich der lelzte Punkt D, der Welle
bei der Scheidewand ein, so mag diese in die mebr vorgeriickte Lage RQ' gelangt seyn. Der Austritt des Punktes D , geschieht dann, statt in E, erst in einem Punkte F
des Raumes. - Wahrend der Zeit aber, in der das Licht
im Prisma die Strecke D , F zurlieklegt, hat die urn C, ent1) Ueber die Bedeutung der Winkels C B C, vergleichr die fnlgende
Abhrodluog.
291
standene Elementarwelie bereits einen Radius C, I gewonnen, fijr den C , I : F E = v : 0'. Man erhalt daher die aus
tretende Welle, wenn man von F aus eine Tangente zieht
an dcn Kreis C, M, also so verhhrt, als ob nicht C,%, sondern C, F die Projektion der wirklichen Scheidewand ware,
W a s zunachst den Winkel ,A betrifft, urn den die zweite
brechende FIache scheinbar gedreht ist, so bat man im
Dreieck G F C, :
CF:GC,=sing:sin(o+9C)-rr, -8).
Zieht man das Einfallslolh LC, und zur Ricbtung der Normalen B Cdie Parallele JC,, so heilse r der innere Brechuiigswinkel J C , L und man hat r , = r + e .
Nahezu scbreibt
sich also:
GF
sin@= -cosr.
Q C,
Nun ist : G C,=sin
GHr' und unter fernerer Vernachlassigung
der Grbfsen zweiter Ordnung G F = E , Ftang r,
H tFa n g r s i n r c o s r
sin@= Q
oder auch:
p=
4 sin'r.
Es sey ferner C I S die Lage des aristretenden Strahles
fur das rrihende Prisma, und der Winkel zwischen C,S
und C,S' heilse de. Zur Berechnung desselben werde das
der tiktiven Trennungsflache entsprechende Einfallsloth L' C,
gezogen. Man hat d a m :
L C,J = r', L C, J = r, L C,L = r' - r = @.
Setzt man noch:
S)C,L=e', S C , L = e ,
dann wird:
e = e'
e
p= ( d - r') (e r).
Andererseits ist :
sine =nsinr, sine' = nsin(r+ p),
- -
sinel - sine =
-
-
sinesinrcosr,
.
19
292
folglich :
de = e’ - e = UR1 tangesinrcosr.
Endlich ergiebt sich fur de, wenn noch
scbrieben wird:
d e = Rtangesin (e-r).
if_
statt
1
-J
ge-
Die Ablenkung, welche der austretende Strahl SICi in
Folge der zweiten Brechung gegen die Richtung J C , des
inneren Strahles erlitlen bat, ist offenhar = e’ rl, so dafs
kommt:
S C, J = e - r + de.
Und da der innere Strahl JC, um p gegen die Normale
NC, zur Eintrittstlache des Prisma gedreht ist, so ergiebt
sich die Ahlenkung gegen diese zu:
S C , N = e r + d e p.
Langs der so bestimmten festen Richlung SC, also schreitet die gebrochene Welle im Weltraum fort. Wird dieselbe mit einem Fernrohr aufgefangen, so erzeiigt sie, dcr
GI. 7 entsprechend, einc phpsiologische Aberration von der
-
-
Grafse
+ 4 cos(e’ - r’),
-
d. h. man hat das Fernrohr um
den gedachten Winkei im Sinne der Bewegiing des Prisma
vorzuriicken, etwa in die Lage S1C , bineinzubringen.
Die gesammte scheinbare prismatische Ablenkung betrlgt
also angenahert:
S”C,N= e
- r + de - e -I- p c o s ( e - r).
Fragt man jetzt nach derjenigeii Ablenkung, die man beobacbten wijrde, wenn Prisma und Fernrohr ruhten, so ist
zu beacbten, dafs man heim anfanglicben Aufstellen des
Prisma keinen Aberrationsfehler gemacht haben wurde. Fur
diesen Fall ware E = e = 0, r = r , und die Ablenkung
e, - to,unter e, den dem Brecbungswinkel roentsprechenden Austrittswinkel verstanden.
-
293
Andererseits bcsteht zwischen den friiheren Winkeln
r, p und r, die Beziehung:
ro = f
Man hat daher:
sine,
e,
+4.
--.
- sin e $ cosr,
cosr
- e =a cose
So kommt:
e,
- r,, = e - r +
uud deingemafs:
g
1
casr
(=--)
n
-
S” C,N = e,
r,.
O b also Prisma iind Fernrohr sich bewegen, oder ob
sie in Ruhe sind, in beideu Fallen ist die prismatische Ablenkung genau gleich. Dem Arago’schen Resultate ist also
in diesem ersten Harrptfalle geniigt, ohne dafs der Coefficient k und damit die Translationsgeschwindigkeitdes etwa
entrainirten Aethers in die Rechnung eingegangen ware j).
15. 11. Die Erde bewege sich in der Richtuug dcs
Sternes und entferne sich von ihm (Fig. 2, Taf. IV). Die
Linie P Q eines Hauptschnittes des Prisma steht dann senkrecht arif der Ricbtring der einfallenden Strahlen, und es
wird beim Einstellen der Apparate kein Aberrationsfeliler
gemacht. Die einfallcnde WelIe A B tritt ohne Brechung
in das Prisma und erreicbt in einem bestirnrnfen Augenblick
die Lage D C. In diesem Augenblick beginnt um C - [inabhangig von der Bewegung des Prisma
im umgebenden
Weltather die Bildung eincr elementaren Kugelwelle. Der
Punkt D der Welle, der aus dern ruhertden Prisma sclion
bei E austrate, durchlzuft noch die Strecke E F im Glase
uud gelangt erst in F zuni Austritt. Auch jetzt also tritt
an die Stelle der wirklichen Scheidewand E C die fiktive FC.
Andererseits addirt sich zur Geschwindigkeit des Lichles
u’ im ruhenden Priema die Entrainirungsgeschwjndigkeit g k
1) Dieser Fall ist mit mchr UrnstSndlichkeif van van d e r Wi l l i g e o be8.
-
bandell in den Archives du Muree Teylrr, t. I , p . 3’15.
294
des inneren Aethers, insofern ja beide Bew egungen im gleicben Sinne erfolgen. Uie in das Glas eingetretene Welle
durchlriuft also mit der Totalgeschwindigkeit:
den absoluten Raum, d. h. bier die Strecke von A bis F.
Dies vorausgeselzt, berecbnet sich der Winkel 3, urn
den die Trennungsflache C E anscheinend gedreht ist, gerade
wie vorbin; man erhalt:
EF.
sin,4= DEs~nrocosro,
oder unter Vernachlassiguog der h6heren Potenzen von 4 :
p = 5 sin r, cos r,.
Zur Berechnung der Differenz r l e der Austrittswinkel
dient gleichfalls die friihere Gleichung :
d e = e'
e, - p = (e'
r') (e, - ro),
aber es ordnet sich dem Brechungsindex n des ruhenden
Prisina nunmehr ein durch die Bewegung desselben modi6cirter zu, den ich Y nennen will, so dals:
- -
-
y=-=-.
R
0
0')
1+5k
Man hat also:
sine, = nsinr,,
sine' = Y sin r' = v sin (r, + p).
Diese Gleichungen ziehen sich unter Beachtung der zulassigen Vernachlassigungen in die folgende zusammen :
sin el- sin e, = D' (cos2r,,
- k) sin e,,
w oraus :
c'
und :
de
- e, = ;;,tange,
iT
(cos2r,
- k)
=$ /tange,(coelr, - k) - sinr, coer,l.
-
Nun is1 die prismatische Ablenkung = S' C N = e' r'.
Und da daa Beobachtungsfernrohr wegen der auftretenden
293
Aberration im Sinne der Bewegung um einen kleinen Winkel s" C S = a gedreht werden mufs, so betragt die scbeinbare Ablenkung :
S ' C N a e' - r'+ u
= e,
- r,,+ d e + $sin(eo - r,)
Dieser Ausdruck geht nach leichter Reduction iiber in den
delinitiven folgenden :
r:
S " C N = e , -r,,+IIntange,(cos2ro
- - c*u> nz
Nun verlangt das Arago'scbe Experiment, dafs dies(*
Ablenkung den gleichen Werth hat, wie auch immer die
Reweguiig der Erde gerichtet sey. Sie muk daher gleich
seyn der fiir den 1 Specialfall gefundenen, narnlich =eo ro,
und so folgt als Bedingungsgleichung :
-
cos'r,
co
-- k.
n3
COS"
Oder :
d. h.
Nur unter der Bedingung also, dafs:
dafs also die mittlere Translationsgeschwindigkeit des Prismenatbers =g
'7gesetzt wird, giebt der zweite Special-
fall ein mit der Erfahrung iibereinstimmendes Resultat.
16. 111. Behandeln wir jetzt den allgemeinsten Fall.
Die Bewegungsrichtung der Erde bilde mit der scheinbaren
Richtung des Sternes einen beliebigen Winkel, und zugleicli
mOgen die Strahlen dcsselben die Vorderfllche unter einem
beliebigen Einfallswinkel treffen. Die scheinbare Ricbtung
des Sternes sei O A (Fig. 3, Taf. IV.) Der scbeinbare Einfallswinkel heifse E , , der brechende Winkel 2p, und die
Bewegungsrichtung der Erde Q U bilde mit der Mittellinie
des Prima Q M den Winkel U Q M = y.
296
Die von der Aberration herruhrenden Rich tungslnderunoen
sind wicderurn dreifach: sit? lassen sich am kiirzesten in folgender Weise bcrechnen.
1) Da die scbeinbare Richtilug O'A gegen die zu Q U
gezogene Parallele A X urn den Winkel O'A X = 90 s,,
- 111 p gcneigt ist, so hat der bei der A ~ i f s ~ e l l n gen~
machte Aberrationsfebler den W e r t h :
+
-
a, = lc cos ( E ,
- I//
-p).
Uiii diesen Betrag also ist der scheinbare EinfallswinLel ZII
vergrafsern, urn den wirklichen (6) zu erhalten. Es ist SO:
&
= &,,
+-a,.
S m u t man wieder den zu E gellarigen Brecbungswinkel
uiid c!ie entspreclienden Winkel fur die zweite Brechung e,
rcsp. r, so ergeben sich mit Beachtung der zullssigen Vernachl2ssigiingen folgende Eutwirklungen :
sinEo=nsino,,, C O S F , , . ~ ~ ~ = - - - C O S ~ , , . ~ ( ,
r + 0 = 2 p, Jr = - d p
sin e, =n sin r,, cos c,, rye = ?cos
i
r, d r.
Und so folgt, wenn Q E = a, gesetzt wird:
Die ph_rsiologische Aberration dcr Aufstellung bewirkt also
hinsichtlicli des scbliefslichen Austrittswinkels tlas Increment
h e , dasselbe, welches fur den ersten Specialfall als e
e,
bezeichnet ist.
2 ) Uie durch die Bewepug modificirte Brechung entwickelt sich leicht und elegant, wenn das Brechungsgesetz
selber dahin verallgcmeinert wird, dafs es aiifser auf ruheiide
anch auf bewegfe Mittel Anwendung h d e t .
Schreibt man :
-
so hat man unter u, resp. u' die relaliven Geschwindigkeiten
zii verstehen, ruit der die Welle im einen Mittel sich einem
Piinkte der Sclieidewand iiabert , beziiglich im zweilen sich
297
von ihm entfernt. Die Kenntnih dieser beiden relativen
Geschwindigkeiten (relativ in Bezug auf die Punkte tler
Scheidewand) geniigt zur Ausfiihrung der €311 pghens’schen
Construction, denn offeribar wird die Richtung der gebrocheDen Welle zur einfallenden dadiirch nicht gehdort dak
man das System der beiden Mittel sarnmt ihrer Scheidewand mit einer beliebig gerichteteri Geschwindigkeit g iin
Rarime heriimfiihrt.
Nun ist die absolute Gescbwindigkeit, mit der sich das
Licht im Aellier in dcr Richtung 0 A dem Punkte A nabert,
- 1:. Die Scheidewand bewegt sicli in dieser nalnlicheii
Ricbtmg mit einer absoluten Geschwindigkeit = g cos O A X .
Die relative Geschwindigkeit des Strables OA beti agt also :
v t g c o s OAX.
Andererseits bewegt sicb das Licht im Glase nnseres P r i s m
iind zwar in der bestimmten Richtung AB mit einer absoh e n Geschwindigkeit =P)’ + g k cos B A X, die der Scheidewand in der gleichen Richtung betragt g cos B A X, und daher ist die relative Geschwindigkeit der eintretenden Welle:
0’ - g (I - k) COS BAX.
Offenbar nun lafst sich die H uyghens’sche Conslruktion
dieser Welle und zwar iu ihrer einfachsten Form uiittelst
der Beziehiing:
+
ausfiihren, sobald niir auf der rechten Seite Winkel 0 clo
naherungsweise bekannt ist.
Die Gleichung formt sich unter Adwendling der ziilassisen Vernachlassignngen om in folgende :
298
Setzt man, um ziir zweiten Brechung zu gelangen,
r 3- p = 2 p , d r = B y ,
SO gilt fur diese das modificirte Brechongsgesetz:
--gcoss R Y
sin (c+ d c ) -
-
1)
sin ( r + - r ) - r ’ + g ( l - - k ) c o s d B Y ’
Man leitet daraus ab:
- - -g Ccos s B Y +
roqr
A e =n cos e A r
n (L
-k) cos A B YItang e.
Und w e m fiir die Winkel ilire Werthe eingesetzt werden:
- [sin ( e + t y - p )
-n (1-:hj
sin(r
+ tp - p ) l l .
Diese Variation r l e ist also die Folge einer phyeischen
Aberration des gebrocbenen Lichtes.
3) W i r d endlich der aus dem Prisma austretende Strahl
inittelst eines Fernrohrs beobachtet, so tritt zu deu beiden
besprochenen Abweicliungen iiochmals die pbysiologische
Aberration hinzu. Dieselbe hat den Werth:
PI.
n,=+acos(e-tip-
Die Gesammtsumme der darch die Bewegmg hervorgerufenen Variationen ist sonach :
Se
de
a,,
und da dieselbe dem Arago’schen Versuche zufolge = o
sein mufs, so erhalt man als Bedingiingsgleichung nach rnebrfachen Redtictionen den folgenden Ausdruck :
cos (I!
p) coe 4 cos (tp + p) cos r = na(l
k) x
sill (y + p - 4) sin 2p.
Derselbe vereinfacbt sich weiter auf:
+ +
-
-nz(l-k)=
1
-
oder
k=
-1
na
112
Vorstehende Gleichung umfafst zugleich die Specialfalle I und 11, und so ist denn allgemein bewiesen, dafs
die absolute Geschwindigkeit des Lichles in einem mit der
Translationsgeschwindigkei t g bewegten ponderablen Mit tel
299
nach einer Richtung, die mit der Richtung der Bewegiiiip
den Winkel ‘p einschliefst, gegeben ist drrrch die Relation:
b’,
=a’
n2- 1
+g 7
cosy.
Verweilen wir noch einen Augenblick bei Gleicbung 10. Man darf dieselbe betrachten als Ausdruck des
drirch die Bewegung modificirten S n e l l i u s - H u y g h e n s ’ when Rrechunpsgesetzes.
Sie Iafst sich verallgelneinern namlich aiif den ideellen
Fall ausdehnen <Ids Glasmassc und Scheidewand mit den
Geschwindigkeiten g’, 9, nach den Ricbtuugen U’A, U , A iin
Welttither bewegt werden. Man erhalt d a m (Fig. 4 ) :
17.
Zerlegt man die rechte Seite dieser Gleicliung in Faktoren
und schreibt:
Slll f
.
-
sine
= -0
D’
‘
-
1
R’
-
1 --kco,(l#~-~l)
D’
1f
5
/
?
1+‘cus(y*,
cos(rl.,
-f I
-I
--(I)
so ersieht man, dafs das modificirte Brechungsgesetz enlsprechend diesen beiden Faktoren, die drei folgenden Einzelfalle umfafst:
I. Fur g’ = g, = 0, also bei allseitiger Ruhe, ist:
-
- - - = nu,
sine
sine
D’
11. Fiir g i = 0, d. h. bei ausschliefslicher Bewegung
der Materie des Glases, wird :
sint
.sing
-v’-g’~cos(y’-p)’
D
-
endlich, d. h. bei blofser Ver111. Und fur gl=O
riickung der Scheidewand, erhalt man:
sine
_-- u +RIcns(wI - 4.
sinp
uf + g , c o s ( q l - v)
Diese lelztere Form tritt auch dann ein, wenn I$ - p = go”,
d. h. w e m Lichtstrahl und Bewegung der Glaemasse auf
300
cinander senkrecht stehen, wie solches beim ersten Hauptfall Statt hatte.
Nach K l i n k e r f i i e s ist die Form 111 die generelle; er
betrachtet ebeii die F resnel'schen Hypothesen als fur die
Erklariing des A r a g o'schen Versuches iiberfliissig iind glaiibt
mit der abstrakten Verschiebung der Sclieidewand ausziikommen. W aren seine Enkwickelungen richtig , so hatten
wir im Verfolg unserer Untersuchung fur k entweder den
Werth o finden, oder es hatte dasselbe ails den Rechnungen heransfatlen mussen.
Nichtsdestoweniger bleibt es anzuerkennen, dafs K l i n k e r f u e s auf die Bedcritring der relativen Gescliwindigkeiten
als solcher zuerst verwieseil hat.
---
X. Ueber die Spectra der einfachen
won; A. I. A n g s t r o m .
Gase
0
(Coucpt. rerid. T.L X X I I I , p . 368.)
In den
D Untersuchnnpen iiber das Sonnenspectrum ", welcbe
ich 1868 veri@entlichte, sprach ich schon aus, dafs mich
meine Spectralbeobachtungcn nicht von der Richtigkeit der
Meinung P l u c k e r ' s iiberzeiigt hatten, dafs ein und dasselbe Gas, im GlUhzustande, mil seiner Temperatur veranderliche Spectra geben kdnnte. Vielmehr glaubte ich bemerkt
zu haben, dafs in den] Anschen der Spectren eine Modification, bestehend in einem grtifseren Reicht hum' von Linien
mit Sreigerung der Temperatiir, eintreien und dafs aiich die
relative Lichtstarke dieser Linien Veranderungen erleiden
kdnne, dafs aber dessenungeachtet das Spectrum seinen
Cbarakter unverandert bewahre. Bei den disruptiven Entladungen und bei zunehmender Spannung des Gases geschieht es zwar, dafs die Spectral-Linien sich ausdehnen und
sogar zuletzt zu eineln continuirlichen Spectrum vereinigcn;
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