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Ueber die Harze.

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V.
Ueber die H a r z e ;
von O t t o U n v e r d o r b s n .
( F o r t f e t r u n g.)
Uebrr die VerblnduDgea der Pininranre m1t den Bafen.
D i e r e Verbindupgen find i n iliren Liifiingsmittcln i n
jedam VerlialtnilTe 16slich u n d deshalb &lit ~ v o h l
kryfiallifirt ZLI erlialten. Dennocli glaiibe icli fie Salze
nennen zu diirfen, da das Wort Salz einmal jede
Verbindung von SPiire iiiid Bare bezeiclinct,
Satire iind bafifclie Salze liabe icli niclit Sefiinden;
docli find die mcifien pininfawen Salze i n cler Pitiinrstxre anfliislicli a m weiiisfien die piiiiiil'iiiire Magnefia u n d dae piniiilhure Ziiikoxyd. A : d i l B f i der Alkohol alle pininlhurcn Salze, welclie e r I'onfi I i i c l i t
16h, Cobalt1 er ireie P i n i n h i r e entliXlt, iind um To
melir, j e SriXser I'cin Gehalt a i l dicl;r ifi.
Uni iirutrales pininiauree X n f i oder Natron zu
crhalten firdet m a n einigc hliiiuten laiig eine ZtIlerifclie Lijl'iiiig dcr Piiiiiilhiire geliiide mit kolilenCn~irenl
Kali oder Pv'a1ro11, filtrirt die L(iCt1nS niid dampft. fie
ein. Der Hdckfiand, eine Iiarz~linliclieMare, ilt dae
pininrilure Alknli. Diefe liih Gch, liinreicliend longe
mi€ WaIT'er gekoclit, vGllis ditrin aaf.
Dos pininhiwe Kali ilt fafi farbIos iind tinfserlicli eiiiem Iiarze iiliiilicli, 1;fi ficli i n jeder IkIeiige
Wa1Tt.r uncl w i d ails I'eiiier coiicentjirten LiiTtlng
niclit iiiir durcli iibei*(c!iiillis Iiinziigefetzle L6fiirigen VOII Kali und N~II-011
i i i i kianfiirclien odor kolllenrailroll %11fia11d~,l b i i d a r i i ar:c!t d11rc11 I .o'f iingeii vov
,
,
c.
,
931
I
,
Neutralralzen z. B. von Gliluberralz Kodiralz, e&gf'oiirem Koli u. I: W. ale ein theerartieer weil'sor KGrper
gcfallt, Diefer ifi eiii Hydrat dee pininl'auren &lie.
Die Piiiiiil'riiire 1611 Iicli leiclit bei VVilrme i n einem Ueberl'chu11; V O I I Aelrnmmonink. Eeim Erlraidie Lti(ii1Ig voni niederfdlenden pininl'aur e n Aiiimoniak fclileimig, Jick i d triibe. Erfi bejm
Siedcn Iafst fie d n s freic Arnmoniak faliren, aber wciin
es niir cine Viertelniinute land fortsel'etzt wird, wird
aucli dae neutrale piiiiiifaiire Amrnonial; zerlegt; das
Amiiioniak entweiclit, u n d die Piiiinl'tture blribt
zuriick.
,
tell wird
D i e pininfnuran Solze der Erden a n d Metalloxyde
werden rein erlialten, wenii man die iiiilf'vlfi piiiinh r e n Kalis diirclr doppelie Walilverwaiiclfl'clinft erIialteneii NiededciilZtje in Aetlier Iofi und diirdi Alko1101 von 60 l'rocellt niederrc11l~t;t.
M a n erhtilt nucli die piiiinratiren Salze rein, wenn
man neatride E d - i ~ Metalloxytlfalze
d
mit .einer
\vafsrigen Aiifl3l'~iigdee reiiieri piiiiiiraiiren Killis i n
UeherCclds reriiril'clit riiid Iiedet. Bei eincm Ueberfcl1ilflt1dc'r Erd- und iMetallf~lzeerlidt man die pininranren Salze n n r iinreio, indem ficlr baGrc11e Salze
und eine geriiige Menge freier P i n i i i h r e zuglcicli mi t
abrc11eidt.n. So befielit dcr Niederl'clilag den ein Ueberfcliul's voil ~alzlaureniQueckGlberoxyd r i i i t pininl'qureni Knli girbt, grarstenllieils ails bafilcli la1zl;urenl
QueckfiIberoxyd pnierigt niit piiiinfaurein Qiicckfilberoxyd. Eben lo 'iIt ws r i i i t dciri IhlzTauren Eil'eiioxydul. A u c l i aIIi$aqres Kiipferoxyd bildet unter d i e h
UniCtBnden vie1 bafilcli clligLiire3 Kupferoxyd.
,
,
1 e3r J
Die ptninfautpn Salze erlillt man ferner leioht
i m Zufiande der Reinlieit, w i i n man in Alkoholl6sIiclie, effiSfaure Erd uiid l’vIetn!lfzlzo dnrclr eine alkoliolifclie Lafiing der PininChro zcrfelzt. Das pininfaure Brd nnd h1etallC;rlz Bllt liierbei unliislicli zu
Baden. Urn eine geringe Mcnge freier Pininkqre,
rnit der es verunrcinigt ill, davon zu trennen, 160
m a n es in Aetlier iind I’cliligt es durcli 80 procentigerr
Alkoliol wiedcr nicder.
Pininroure BlngneJn jfi weif.. u n d pulverig, bilckt
im Eedenrlon Wafier zufaxnrnen, 16ft Gch leiclit i m Aetlier u n d verli2:t Gcli Z L ~ Alkoi:ol,
I
w i o dos rogleicll
zu IcCclireibeiide piiiinfiliire Knpferoxyd,
Pi 11i n Ihi i r e r Ilnr3.t , p i ti i :I fa ii r e T hon er de p in i ii
faures idangnnoxydul uild piiiiidanres ZinL find unIijslicIi iin AlkoIiol uiid wenis l&Jicli iii piiiiiiLiiireliahigem Al!toliol, ober 1zic;it 16slicli in Aetlier. Getrocltnet find fie in1 Aeufserii gcfi!lten Erclrii iiliiilicli.
Iin fedenden WalTer backeii Ce abcr zu einer portifeii
liarz~liii!iclieii M a r e ziifaiiimcn.
D i e i i i AIkohol gelrjze L’iiiiiifsure verbindet Gch
durch Digefiioii I’clir fcliwer w i t deli Oxydcii des
Zinks, ICt11,fcrs und I3lcics ; jcdocli bildcii Gcli pininraure S d z c , weiiii die all;oliolifclie L6l’unS der Pininf h r e lange mit den Oryder: @kOCllt wird. Selir wahrfclieinlich ifi dcr Grund diefer fcchwierigcn Vereiiiigun; derlblbe, verniiigc deITen dcr k0l~le116ureKalk
vor dsr W i r k u n g der r1kohoLfchen Elfigfhre p-
-
-
,
-
Miiittt wird.
W a r d e n ZinE- n i i d BleioFvd mit einsr goringen
Mongo gepiilverter Pininfunre i n einem Queckfilberb d r l h euf 1400 11. erliitxf. To verbindon GcL diofe
t 033 I
Oxyde mit derB8ureYu n d nrlr r i n s g e d n g e M e n p von
dierer bleitit frci. Ziigleich wird etwas Yf.'a[Tcr 8118
der PininrVure tntwickelt. E9 md's bei diefer Vereinigung der P i n i n h i r e mit dem Zinkoxyde vicl War.
mo entwickelt wardeh, da ficli die MaKo oft entziindet,
wenn man lie i n der Qiiantitat von einer Iialben Unze
bis 2409 R. erliitzt. Sie fdngt dann a n zii 6liriinien
u n d brennt wio FauerTcliwamni longfaiti fort.
wenig im
Das pininraure Bleioxyd, welcliea &A
Aetlier lijslicli ili, wird erlialten, wenn nian e f l i g h .
res oder kdilenrilures Bleioxyd mit der I'iniiilhrire
fchmiltt, To lange, bis keine fauern D h p f e melir
entweiclien ; dann llfst man die M a K e erkalten, pi&
vert fie rind koolit lie mit Aetlier oder 80 procentisem
Alkohol gut aiis. Das pininfaure Blcioxyd ifl weirs,
I'elir zart pulverig backt in der Sicdhitze dee WafTers
niclit ziihmmeti nnd Ccltmdzt, ftir licli erliitzt zu
einer durclificlitiden liarzigen Malie, oline licli zci zerfetzen.
W e n n crfigfaures oder kohlenfilures Kupferoxyd
mit der Pininf:iure geCchnloIzen w i r d , fJAt lid, diefa
linter Abklieidung der ECLigkiire oder Kolilenf~iire
und unter AufliXting dea Kiipferoxyda ern griiri rind
dnnn bratin. Naclr IYnSercni Scliniclzen in fledciider
P i n i n h i r e wird aucli dns Kiipferoxyd zu Mctall reducirt. Nirnmt man die MaKe v o m Fener, naclidem ce
btaun u n d diirclifichtig geworden ifl, i i i i c l l6(t die
iiberfchiifigs P i n i n h r e auf, l'a bleibt ein braiingclbe,
Pulver tui.iiclc, das pininfautes Kupferoxydiil iff, Rch
in Aetlier wenig IiiR rind an der Lnft niclit griifl wird,
das Rcli aber i n Terpeiitinzl niit gelblichet Farbe lijk
Uebergiefst man ee i n einer mit Luft gefiilltcii Flnfclis
,
,
C 234 1
niit Aether, fo wird diel'er bald grdn. und 16R ein pininhurea Miipferoxyd-oxydnl atif, welcliee auf Zu.
h z yon Alkoliol iilartig und griin aiis der PtheriCclien
Lbfiittg nicderfrllt. In einigen Tagen hat fich dies
piniirl'aiire Kupferoxydul i n dieCes Doppcllslz ver-
wandelt.
Eine Ldl'ung der Pininfihire in Terpentinijl verhalt fich beim Erhitzen iind Sieden m i t KilpferTalzen
wie die P i n i n k i r e fiir Iich; ziur bt-aiicht das pininfaure Knpferaxyd 1tingcx'c Zeit Z L I R ~Sieden, tin1 in
Oxydril iimpwandelt zu werdea J a~iclibildet Gch kein
rnetallilclies Kitpfer,
AIIder L ~ fdt r d das in Tefpentintif ~ e l 6 f i epininh i r e Knpf'eroxydiil I'chnell griin 9 rchon wenil m t l
darauf blslt. Dje g P i h Liifting des pininfiiiiren Kitpftroxyds in Terpehtiniif wird fchoii feit ]anger Z e i t
als Malerfarbe angewandt. M;rn bereitet fie, iiidsin
man prneinen Terpedtin in Terpentiriiil 160, eittc
Q ii a t~t i rat fier i rb e 11 en G r ii ti fpa n s o cl e r kry fin1 I i fi r I n
erfigfauren liqferoxyds h ; n d ' e t z t , dann etwas W.dI'er Iiinzuntil'clit, uiid nun das G a m e fieclet bis Gcti
A l e s klar gclofi h a t i
W i r d eCiiSTu1res Kupferoxyd in 65 procentipni
Alkoho! g&Tt, und die LSliin? niit einer iinz1irt.icIle1idt-n hlrnSe i n Alkohol gelaffrr PininfAiire ScfZI!t,
1'0 Elilri6t ficli eiii Sriiiies v o l u m i n S h Pulver nicde;.,
wtilirend r i m geringe 1Llenge freiar Pidiifiiiire iind
pininlauren Kupferoryds nebfi vielerd elfi&turcn
Kupferoxyd ita Alliohol geliifi blcibt,
te tl
bas gpiine Piileer backt in doraim Sieden efliitdF'fiiffigkeit zufmmelr, wird theerartig 9 JLttcIifich-
[ 135
1
ti8 grdn u n d ifi ein Alkoliolat der pihinfauren Kupferoxyda, vernriTclit m i t einer iiiclit geringert Menge
freier Pininljure. Diefe kann durcli Aufliil'err\in Aelhep und diirch Siedcn init 80procentigem Alkoliol
von dern pinitilauren Ktipferoxyde getrennt werden,
welclies licli diabei piilverfirmig diie dern AllLoI 101ablvl iabfclieidet iind e r a durcli ~nlialteiidesSiedcit mit
Alkoliol i n ein tlieeratti~esAlkoholat iiberselit. Bei
der FrllutiS deb pininfaiiren Kuaferoxyds, a119 Ceincr
ntlreriTcl~eiiLaTtlng diirch Alkoliol, bleibt eiiie geringo
Menge derrelben in dieleni Belafi, weil er zugleicli
freie I'iniiillure entlialt. I n reinem, ablblutem Alko1101 l6fi Gkli dite ininlaure Kupferoxyd felir weiiig,
P
aber leiclit in Aether und +Ilea Oelen. Bei 80OR.
backt das pininrailre Kupfer e t w b ztllhmmen ; weiter
crliitzt , Tcliinilzt ee era iinzerlkzt 2u einer gtiinen,
durcliGcliti3en, Iiatzigeii M d e uiid geht bei fizrkerer Hitzc iii piniriraiires Liipferoxydul iiber.
Salpcterlhurcs KoBaltokyd Siebt mit iiberfciiiilligem , pininfaiireni Kidi eiiiun blauen, irl der Siedliitze
znTaninieiibackendeii Niederfclilag der phiinraiircs
Kobaltoxyd ifi iind GcIi mit blauer Farbe in Aether I6ft.
Pininfaures Egenokyd lart lich rntt blarsbraiiner
Fmbe i n Aetlier aiif; zum Alkoliol verhYlt es Iicli wie
das p i n i n h r e Knpferoxyd. Ee giebt mit Alkoliol ein
braiined, iindiirc1iGcht;~esAlkolioIat, das in der Siedh'itze tlieerartig erkdtet aber briicliig in. Iln Terpentiniila l6fi e3 licli 1eicIit tind *war mit lie11 branngelber Fitrbe. Wird dier'e LafLzng gekocirt, To bratint
fie fich felit Itark u n d wird Eliwarzbraun, innern Iich
durcli die VVirkunB deb Terpentindls piniirfautee Ei-
,
,
i
189 I
&en dia Flticlib i'enkrecht aid der A x e der Fnfidnrnen:
tal RIioniboEder relir vergriifsert ifi. Eiiiige derfel;
ben Iiegen m i t iliren breiten Flticlien den Flnchen d e j
OctaGders parallel j mrhrend i n andern octaCdril'chen
Griippen dadurch, daf's die Flachen der neugebildeteri
Kryliallc iiber die Oberflflche des OctaGders hervdrragen, eine Art von erIioben netzfarniigem Anfelehch hertrorpbraclit wird.
D i e Veriinderungen beim Spatlieifenf
iei
neii bol'ondere Beaclitung, da fie iiiclit iiur a n ficli
felir interelrant find, fondern iibernll yorkomrnen, w6
diefz Species
ift kohleiifanres Eifen,
w6 IinlicIi eine Ihi mi f c h n g voii kolilen faiirem Kal ki
Magnefia und Mangan. Die unversnderten Varietaten liaben geikGlmIicli eine Llaf3~elbeFarbe u n d einen
letriiclitliclieii Clniiz u n d Diirclil'clieinenheit. Der
Luft niisgefetzt nelimen die Krylialle an der Oberflad i e bald eillo bratune Farbe a n , welche
in iIir Innere3 dringt. Vom Glanze bleibt dann nocIl
etwas zu
Stiickc, welclie nach allen Seitefi zerfpaltetl find ode?
aus dcr zcrfetzteti MoITe lierausgebroclieii werden, ent-
-
gelblicligrauer iuizerretzkr MaKe. Nach vollendete
Zerl'ctzung ifi jcde Spur von Blktterdnrchgang v
liwunden i n vr;llig ausgebildetcn kryliallinirche
Stiicken der Brucli uneben, erdig, iind die Fnrbe neL
dein StricIle dunkelbraun; Die Sitbfiaiiz befieIit je
aus dichtem E i C ~ l ~ o ~ y d ldelren
~ y d r aZnlhmrnenrezt;
,
...
zung dcr Formel
2
Fc f 3 Aq entrpricht.
A t ~ t 1 a 1 . dPllyfik.
.
B.9
Ein Ato
c
237 3
der pininrauree Goldoxyd in. D u r c h Sicden wird
diere fcliwarz, u n d a h Goldoxyd darin i n rnetallilches Gold verwandelt. W e n n digegen das falzraure
Goldoxyd i m UeberfchirlTe zur Lijl'uiig des pinintaur e n Kali's llinzugeretzt wird, fo Lildet Gcli neben reducirtem Gold& noch ein Hangoldruboxyd, das
fich dem beim Guajakharz bercliriebenen tihnlicli verhalt und von withrigem Koli rnit piirpnrrother Yarbe
geloft wird.
W i r d falpeterfaures Niclel, welches Arrenikfaure
oder arlenige Saure eiitliiilt mit. einer Lijfiiiig vom
pininlauren ,Kali in UeberfchtiUe vermircht lo frrllt
e i n Gemenge yon pininfaurem Nickeioxyd arfenikr.
111113arfenigr. Nickeloxyd nebfi freier P i n i n t h r e uiid
einer geriiigen Meiige eines in Aetlier u n d Terpentin61 unlaslichen Harznickeloxyd'e (denen Harz brami
und i n Aetlier unliislicli ;R>nieder. TerpentinBl l6fi
1111s diefem Gemenge das reine piniiiraure .Kickeloxyd
rnit gruiier Farbe auf, nebfi freier P i n i n h i r e , voii
der es clurcli 80 prwent. Alkohol, der diefdbe niederfchlngt leiclit befreit werden kann.
S o erlialten ili dae pininCaureNickeloJyd d i g u n 4
durchfichtig grlin, entlidlt aber noch Alkoliol u n d
Terpentinijl, von deneh ee durch Kochen rnit V\'arer
befreit bverden kann. D a m ifi ee griiir, einem por6fen Harze Hliiilicli und Iijh Gch lricllt i n Aether.
W e n i l die LGl;lng des pininrauren Nickeloxyds i n
Terpentiiiijl gekocht wird, lo farbt fie Lc11 braun u n d
verliert ilire griiiie Farbe; l k z t man null abColuton
Alkoliol liiiizu, lo frllt ein braunor TZieer nieder.
DieCer Tlleer befieht aiis Nickeloxyd und eineiii .Harze, ift leiclit u n d mit brauner Farbe ini AeiIier und
,
,
,
,
-
,
Annal.
d. Phyfk. B.87. SI.J. J. 1817. St:
10.
n
r
238
I
Terpcntinijlliislich utid wird nicIit diircli Aetzkali zerretzt, e r mag irl Aether gelijfi feyn oder mit alkolrolifcher Lafling des Aetzkalis gekoclit werden. Nur
vom Alkohol, der Scliwefelfifiire ader Salzfaure enthslt wird e r aiifgeliifi. Diircli gelindes Sieden niit
einem fchwefelfKurel.laltigen Alkdhol erhalt man gciines fchwefelraures NickeIoryd iind ein im Alkoliol
lii'sliclies, fiark braun gefrrbtee Harz. Diefes Harz,
auf dern gew8hnliclien W e g e mit Nickeloxyd verbunden, giebt ein Harzniclceloxyd, das braiiii u n d piilverig ifi und fich im Aetlier urid Terpetitiniil niclit
liilt. Es ill aKo diol'es Harz verfcliieden von demjenigen, welclies das braune, im Aetlier mit gleiclier
Farbe r6sliclle Harztiickeloxyd gegeben lint iind ifi
alCo bei der Zerlegiing des obigen Harznickeloxydes
gebildet woi*den. Es ifi leiclit m6glic11, dale das
obige braiine Harznickeloxyd ein pininfaiires NickelIuboxyd iff, welches, indem daa Suboxyd auf Kofien
des Sauerfioffs der PininfYiire in Nickeloxyd fibergelit,
diere dadurch in das Harz verwmdelt, welches niii
dem Nickeloxydc die irn Aetlier unlijsliclie Verbindung eingeh t.
Daa pininfaure Silberoxyd ifi pulverig. W eiin
es mit pininfaiireni Kali und eincm Ueberl'cliuIle voiit
rdpeterfauren Silheroxyd bereitet-worden i f i , eiitIii1t
es n u r eine Spur yon freier L'ininfriire iind ifi frei
yon bafil'cli falpeterlhurem Silberoxyd. Es ifi gelblicll,
r c h t v m t ficli aber im Sonnenliclite. Es l6fi ficll allgenblicklicli iind wenig gehrLt im Aeilier init Znriickhfliing eitier Spur eines in der FliilG~keitrotlibraiin erlclieinenden nacli detn Trocknen aber Selblichen unci dtirch Druck g h z e n d werdendeii Pu1-
,
,
,
,
c
'39
1
vers, aue welchen Kupfer metollirches Silber falit ~ l d
pininfairree Kupferoxyd bildet, das fich iiii Aether lijfi.
Im obfoluten Alkollol JSfi fich das pininfaure Silberoryd felir wetiig, im walTerlialtigen Alkoliol gar nicht.
Kalilauge im UeberfcliuKe, fcheidbt zuerfi Silberoxyd aue d'iefem Salze; wenn man aber die FliilGgkeit einige Minuten Inns kocht, lijfi ficli das Silberoxyd wierler aiif u n d zwar mit tief brauner Farbe.
DieCe FliiCfigkeit wird von K ~ ~ l ~ f ~ l ~niclit
l i i gef ~ ~ ~ g
triibt entlirlt dfo wthrCcheinlich kein Silberoxyd,
fondern ein Oxydul des Silbers. ECGgrvure im Uebel*l'cliii~ezu diefer kalifclien Lofung des pininfauren Silberoxyds gefetzt Cchlatgt ein braunes Pulver nieder,
das in der Siedliitze zu eiiiem rchwarzbraunen gknzenden Harm zufamrnenbackt welclics nocli alles
Silberoxyd cntlklt u n d all'o lelir wahrfcheinlicli ein
Harzfilberoxydnl ifi. Die PiniiifRure ifi durch den
Sauerfloff de9 Silberoxyde i n ein anderee Harz vcrwaiidelt worden.
Jjiefes Harzlilberoxydd lofi ficli nicht irn Alkohol llnd Aether, wird vom T e r p e n t i n d e i n der KYlte
fiir einen Augenblick mit dunkelbrauner Farbo gelijfi,
lsrst aber fogleich ein Cchwarzes Pulver fallen, das
eincn gelben Stricli annimmt u n d alles Silber enthvlt.
VerdGnnte Kalilauge liifi doe Harzlilberoxydul leiclit
auf, und zwar mit dunkelbranner Farbe, indem
wahrlclieinlich Horzkali und Harzfilberorydul Iich ZLC
eirieln in W a h r liisliclien Doppelfalze verbinden.
Diefe Lijfung, gelinde verdunfiet, trocknet zu einer
braunen extractartigen TdalTe ein; oline Iich zu zerfetzen. Abl'oluter Alkohol zerretzt das Harzkalifilberoxydul felir leiclit iind l'chiiell,
Cow0111 das
11 2
,
,
,
[
240
1
trocklie als das in weiiig W d e r geliifie es IcIieiJet
~S
Pulver ab, da3
f i c l ~ dabei ein C C I I W ~ ~ Zglanzlolhs
Silber entlidt. Sturen I'cheiden aiis Jcr IAfiing dcs
)Iarzkalifilberoxydiils unveriiiidertes Harzlilberoxydid nb.
Die Erd u n d Metalloxydralze Sebcn braiine Niederl'chlfige mit der wdsrigen L6l;ine des Harzkalifilderoxydtils, iind diefe entlialten nurser dern Harzfilberoxydal noch das Metalloxyd des f:tllenden Salzcs.
Terpentinijl 16fi das pininfatire Silberoxyd leiclit
inid mit Ccliwnchgelber FBrbuiig anf.
E r h i ~ z tman
diel'e Liilung, To farbt fie ficli erfi dnnliclbrauii;
jetzt voni Feller genomrnen und mit WafTer das Terpentin61 abdefiillirt bleibt ein brauner K6rper Z I I r u c k , der cine Verbindung eines Harzes mit eiiieiii
Silberoxyde ifi. Dicfe I B l t fich in kalter Kalilaiige niit
dunkelbrauner Farbe auf, aber die Lijliiiig wird
Cchon beim Sieden zerl'etzt und laf'st metallifcliee Silber fallen. Diefe Verbindiin;: ifi alCo verfcIiieden yo11
den1 znvor befcliriebencn Harzfilberoxyd id; doc11 ifi
es aucli m8glich, d d 3 fie diefen in1 Vlreferiilichen
gleich i f i und iiiir durcli irgend eiiieii orgaiiifcllcn
Staff, vielleiclit dtircli riiclclirtiidip Terpeniiniil, iri
der Kalilauge reducirt wordcn ill.
W e n n mail die LijfiinS des pininfamen Silberoxyds ill Terpentiiiole bis ziim Sicden erliitzt, fo fclleidet fich cin blaues Pulver ab, das Mi aiich ziigleich
felt an die Wliide des GefrCses legt, fie iiberzielit tind
b l ~ u l i c hnieinllil'cli glanzt. A n den Stelleii, wo diefer
Ueberzug fehr diinii ifi, ifi e r durclificlitig und
braunrotli. Hat man Glasge€~fseangewandt, fo fcheilien diel'elben rnit Metall iiberzosen zu feyn, und
-
,
I 24r .I
geyen die Soniie oder eine Flaniine gclialteii errclleineii lie dal.clificl1tiS roth.
VVird kohlen h r e s Silbcrouyd iiiit PiiiinTatlre
gercliniolzen oder niit piniiif~urelialtigeiii Terpelltiiiiile geltoclit,
entweiclit die Kohlenhiire, Iiicrailf
farbt ficli die MaKe d d i e l b r a u i i u n d fetzt das crwaliiite blaiie Piilver ab, welclies Gcli in1 errtern Falle
fcllnell in metallikhes Silber umwandelt in1 letzlerii
Falle dagegcn ditrch das Terpentiniii 1aiigfam zu Silber reducirt.
Das blaiie Piilvcr nimmt mit eineni harten KBrper gerieben oder gcdriickt eineii fcliiinen blanen
M e t a l l ~ l a n zan. DieIer Kijrper entlislt, oufser Silherltiboxydnle, eine brauiie, in WaITer iuiliisliche
]iarz;lrti~c Subfianz. Fur fich erliitzt n n d delijllirt
giebt das blaue Pulver : Kolilenf2iire, Koiilenoxydgas,
V\lmITer, titlieril'cliee O C ~i n Kali liisliclies Harz, eine
Spur eiiier Ssare, die i n iiberfcliiilll~igemWaITer leicht
liislicli ifi, u n d die icli wesen ilires cliari~kterifiil'clieii
Geriiclis fiir Bernfieinkure zu halten Seneigt biii
itnd endlicli fehr vie1 motalliIclies 1 Silber, welclies
rein i n der Retorte zuriickbleibt.
An der L u f t halt fich der metallirch g h z o n d a
blalle Kiirper n i c k gaiiz vollkoninieii ; nacli ciiiigcn
W o c l i e n bekornmt er eine graue Farbe u n d verliurt
etwas yon feinem Glanze. Kalilnugo entzielit d m
blanen Ptilver eine geringe Mcnge eines braaiiei~, in
WaITer t1nl6slichen Piilvers und niaclit es graii M s t
ilrm aber I'einen inetallifchen Stricli tind fciiie iiufsere
B c ~ c l ~ a f f e i ~ I ~aucli
e i t ; bleibt nocli eiii orplil'clier Stoff
bei deli1 SilLer. Vitriolol, k d t niit dem blaucii I'dver geniircht reducirt ilus demliclben den griifstcal
,
,
,
,
,-
,
,
I
242
3
,
Tlleil des Silbers metallircli bildet zngleicli etwae
[ch\vefe][aures Silberoxyd iuid lijh einen brautien
Kcrper anf, der durch W a K e r aiis der Vit6oliil-Liigefallt wird, i n W a U e r uiil8slicli u n d i n Kalilaiige liislich ifi. Salpeterlgiire, wenn fie mit dem
blauen Piilver gekoclit wird bildet, unter fiarkem
Aidbraiden und Entwickeln von Salpetergae, rnlpeterLures Silber u n d Isl'st sinen braunen, organirchen
KBrper zuriick, welclier fich i n Kali aufliifi. Efifigfsure macllt das blaire Pulver p i 1 u n d kfi eine
Spiir von Silberoxyd auf. Salzlxiire bildet mit dierem
blaiien KBrper fogleicli Chlorfilber u n d fclleidet metalliCclies Silber
way bcweifi, dals er ein Silberruboxyd entlillt.
Alkoliol und Aetlier wirken
niclit aiif den blauen KBrpcr.
Mail fielit aus der Dhrchfichtigkeit dierer Silberverbindiing dafs fie ein wirklicli cheniilches Geniil'cli
von ejnem Silberhboxyde u n d einem organikhen
KBrper ill. Dieler organil'clie Kijrper ifi walid'clteinlicli derrelbe, welclier bei drr Bellandlung des blnuen
KBrpers mi* S s l p e t e r f h r e ziiriickbleibt, iind der ziim
Tlieil diircli Iiali ausgezo~enwird.
Das SilberGiboxyd abzuklieiden, gclang m i r niclit ; imnler zepfie1 es i n Silber litid Silbcroxyd.
Das leicfi~fliiclili~eatltcrifche Oel des Steilibls,
das linter 80~11.kocht, 16fi das piiiiiil'niire Silberoxyd
leicht auf i1nd fiirbt Gcli dann bcim Sieden die[er Lglimg diinkelbrilun, oline etwas abzufetzen. ScliwerfliiclitiSes Stein61 iind KiimmeliiI verhnlten ficli dcm
Terpentinale glciclr. Das ~ c l ~ w e r f l i i c l i l i pStlieril'che
,
Oel des Bernfieinijls l6fi dos pininl'aure Silberoxyd
auf, farbt fich beim Erliitzen braun u n d h z t fpater
rullg
,
&,
,
I 245 I
-alles ,Silbcr rnetnllifcli ab. Eben To verlialten fich
Nelken-, Zimnit- n n d Dippels Tliierijl.
W e n n PininfSnre mit Bleioxyd i n einer Retorte
in binem Terpentiniilbade erliitzt wird, I'o Lratifi die
gepiilverte M a h beini Sclimelzen auf, wird z a l ~ eiind
entwickelt ein wenig WalTer, wghrelrd das Bleioxyd
in pininfaiiree Bleioxyd umgewandelt wird '1. Wird
nun die Mare in einem Leinijlbade (worin Cchon die
Pininfriure Gedet ul1d fich zerletzt) weiter erIiitzt fo
wird fie allrndig I'cliwarz und unter Entwickelung
von Oel u n d WaITer diiiinfliilfig, indem Ecli das piniiifnure Bleioxyd, welches ziim T h e i l in der iiberTchiifilgen P i n i n h u r e gel6fi war, zerfetzt. Die l"11warze
MalTe enthrilt aiifser PiniiiI'Eture, eine Verbindung
eines braunen, i n Alitoliol unlijelichen Harzes m i t
Bleioxyd, die in Alkoliol und Aetlier uiil6slicli ifi,
durcli EIG@iiro nur wenig zerl'etzt wird, durch Salzl'riiire nber vijllig unter Abl'cheidung des Harzes.
Dae abgel'cliiedene Harz ifi nark Lraiin lafi licli
ini Aetlier u n d in den ~tlieril'clieiiOelcn, nber iiiclit
i n Alkoliol. Ammoniak l6fi d a h l b e n n d Iril'st ee beini
Sieden nur zur Halfte fallen; das iibriae bleibt aucli
beim ferneren Sieden gelijfi u n d ifi nlfa ein Harz
von der Gattiiiig a. Sanren fclilagen es daraus
liarzig nieder elfislaiires Kupfcroxyd griiolicll iind
pidverig iind dieles Harzkupferoxyd ift i i i i Aetlier
unl6slich. Kali und kolilenf~uresNatron l i i h das
Harz beim Siedeii leiclit auf, u n d beide f d l e n das
,
,
,
,
,
*) Ob das WaCTsr, welches hier entwickelt wird, tuvor che-
mifclr gebuudcn gewefen oder rrR gebildet fey,
niclit mit BeRimmtheit entfcheiden
kaon ich
[
Horzkali
weden.
, weni:
Ge
244
1
i m UeberfcliuUe hinzugeretzt
,
Das durch Alkohol CalzrhwehaltiSen Alkohol
und Aether ausgezogene lcliwarze Pulver lidt Ialzfaure9 Blei u n d einen organirclicn Stoff; die gr6fste
Menge deITelben befieht aber ilus einem Bleioxyde, das muthmarslich ein Bleihboxyd ifi, da 89 yon
Salpeterfdure unter Rarkem A u f b r a d e n u n d unter
Entwickelung von Stickgas u n d Snlpeterps, ncben
TalzfaurernBlei, auff;eliifi wird, iind eine geringe Menge eines braunen pulverisen Karpers un3el6fi blcibt.
Letzterer wird nur vom Vitriol61 gel6II und ifi dem
indifferenten Kijrper ganz tilinlicli, welclier Iich beim
Eiiikoclien der Pininl'aure bildet.
Olein- u n d Stearinziure fielien in ilirer VorwnndtrcIiaft zu den BaCen der PininCtiiire nahe. Die
Olcinl'riure, wenn fie mit falzfaurem, el'figfaureni, oder
koliledaurem Kalk erhitzt wird, treibt aus dielen
Salzcn die SSiiren leicht ails, am weiiigfien leicht die
Salzfiure. Die o l e i n l u r e n S d z e von Kalk, Baryt,
Bleiovyd, Eifenoxyd und Kupferoxyd bilden mit Alkoliol ein ijliges Alkoholat. Sie find i n jedem VerIidtniiTo Iiislicli, das des Knpfers mit blaugriiner, das
des Eil'ens miter Ablagernii~voii vielern Eifenoxyde,
11ur mit brauner Farbe.
W e n n Stearin- iind Oleinktire niit der PininlLurc verbunden vorkommen, IalTen fie Gcli niclit
durcli Alkohol von 60 pr. Ct. trennen. In 6 Theilen
fiedendeni Alkohol lrifi fich die Mifchung vollkornmcn,
u n d beim Erkalten fcliliigt ficli ein 001nieder, we]clies ein Alkoliolat von den drei Sduren ifi. Urn
did; S f u r e n ZLZ trenncn, murs mian fie in Kali lijfen,
,
i
245
1
Jnrcli effiigfauree Blei fallen u n d dae gefdlte Bleifalz
mit Aether ausziehen. Der AetIier liifi, nnr mit Cehr
wenig pininfaiwem Bleioxyde verunreinigt das oleinf r u r e und Itearinfaure Bleioxyd auf u n d lakt dns pininlaure Bleioxyd rein zuriick, nus J e m man dann
leicht durcli Sieden rnit einem Gemifche von Schwef e l f h r e und Alkohol und durch rlachlierigee Anskoclien der alkoliolifchen L i i h n g m i t Wallkr die SYUran darfiellt.
W e n n man liearin- oder oleinfaurea Kali in Gedendem Alkohol l6fi und iiberrchiillige Pinidtinre
hinzuleizt, darauf das Ganze rnit WaITer nuskocht,
eindampft u n d wieder a u f l g t ; Co bekommt man eine
etwas triibe Liifung die pininrauree Kali onthdt, gemengt mit einer niir geringeii Menge oleinlauren
Kali'e. Die Oleinlhure hat ficli meifi mit der iiberfcliiifigen Pininlaure abgefcliieden u n d findet Iicli als
ein theerartjges. Harz nm Boden dee Gefuaee worin
die eingedickte M d e aufgeliifi worden ifi.
Irn Aetlier geliiffes oleinfauree Blcioxyd wird
durch irn Aether g e l a h Pininfawe zum Theil gefallt,
welclier Niederlchlag noch bedeutender wird wenn
m a n Alkoliol liinzuretzt ; dieler Niederlchlag ilt pininrauree Bleioxyd, *- gemengt mit einer geringen
Menge olein fauren Bleioxyds.
Boraxfaure, in . W i d e r gekfi, zerfetzt die im
WnITer aufliislicheii pininfauren Salze, die irn WaKer
unliisliclien dagegen n u r zum Theil u n d fchwierig.
D i e im Walk urlliislichen pininfauren Salze
werden n u r dann, wenn man fie ganz fein pulvert,
voii liYrkeren Sauren zerfetzt. W e n n man die pininh u r e n Salze, welche harzartig find, u n p p u l v e r t mit
,
,
,
c
1
246
diefen Satiron, Telbl) mit der Scliwefell'Yure behandelt,
werden fie nur unvollkommen zerfetzt.
Pininfaures Kupferoxyd i n Aether geliifi, wird
diircli 'Borrxfaure niclit zerfetzt ; vielmelir wird nentrales boraxfiaures Kiipferoxyd , iind z w m lclineller
im feuchten Zufiande, 01s i m trocknen durch die
iitherirclie Liifiing der Pininfaure zerretzt iisd pininfaures Kupf9roxyd gebildet, das fich mit griiner Farbe
Izifi, wahrend die BoriaxCtlure abgefchiedeii wird.
Doch gefchieht die Zerfetzung Isngfam u n d nur ziim
T h e i l , fo dnl's die Ytlierifche Liihng erfi iiacli einigen Minuten griin wird; felbfi niacli acht Tagen ifi
nocli nicht alles boraxfaures Kupferoxyd zerfetzt da
8 s von der abgefcliiedenen
i n Aetlier unl6sliclien Boraxfaure vor der ferneren Einwirknng der PininfXnre
gefcliiitzt wird. Nimmt man die Boraxhure mit Alkohol fort und fetzt dae riickkndige boraxranre Kupferoxyd wieder der atherifclien Pininfanre L a h g
oua, lo geht die Zarfetzung von Neuem an.
P i n i n h u r e u n d Boraxffiure zn gleiclien Theilen
i n Alkohol gelafi, i n UeberfcIiulTe zit einer alkoliolifchen Liifung des effigfauren Kupfere hinzugetlianj
f'cl1lage11 es griin nieder, wdirend fich eine Sriine
Fliiffigkeit bildet. Der griina Niedsrfchlag belteht
pininfaureni u n d boraxraurem Kupferoxyd; die griine
Fliirfigfteit enthalt freie Pinin Borax- uiid Effigl'uure,
nebfi einer kleinen Menge p i n i n l u r e n Knpferoxyds.
WYfsriSe Bernfteinftit~rezerfetzt vollkommen die
in WdTer laslichen pininfaoren Salze. Hier wie
lbnfi beim Zerfetzen u n d Niederfclilageii der pininfauren Salze, m i i h aber die Lziliingen derl'elben
verdiiiint ongewandt werden, wed fonft wegeii dee
,
,
,
,
-
-,
,
i
247 1
Iiarzigen Zufammenbackens der abgerchiedenen Pininltiure u n d der meifien pininlawen Salze, n u r unreine Prodiicte erlialten werden.
D i e i m Aether gel6lie BernReinfaiire fchlagt die
atheril'clie Liil'iing des pininf'auren Kupferoxydc ~011kommen nicder indem be11 bernfieirilaiiree KupferOyd bildet, welches weder in1 Aether noch in der ather&llen LiiTunS der Eininfnure geliift wird. In W a f rer gel& Bernfieinlhre dagegen zerfetzt dae pininfaure Kiipferoxyd fafi gar niclit.
Sclimelzende Pininftiure zerretzt fogar daa bernfieinrailre Kupfer u n d bernfieinc Kali.
Pininl'rure u n d Berqfieinhire zu,qleich, i n reinem
Alkoliol gel6fi und m i t einer geringen Menge einer
alkoholirclien Liifung des el3 fauren Kupferoxyde gernirccht giebt einen griinen kiederCchlag der bernlieinfaures KU feroxyd ifi u n d diirch neiie M e n g e n
von alkOlloliCc er Liifung d e r P i n i n k u r e niclit zerfetzt wird.
W i r d aber bernfieinfauree Kupbroxyd mit einer
alkoliolilbhen LBhiig der PininIhure gemircht u n d
hernacli durcli W a n k r die Pininlliqre ale Alkoliolat
theerartig gofiillt; fo bildet Iich, wenn diefe Fliilficp
keit ekoclit wird, pininhiires Kiiferoxyd mit iiberrcltiikger ,PininCrure, cmengt mit einer geringen
Menge bernfieinfauren k i p f e r o x yds, als eine theerartijie griine iMaCTe. Die dariiberfteliende 1:1iifligkeit
entlialt die freie Bernfieinfaure. So nuch wird das
bernlieinfaure Kupferoxyd durcli gelindes Sicden m i t
ininl3iirelialtigem TerpentinBle zerretzt indem Gch
Eeriilieinhure ablapert u n d pininfaurea Kiipferoxyd
i m Terperitiniile aiif\8fi.
Benzoe &re
im \'ValTer gelafi,. zerretzt die im
W a r e r 16s iclien piiiiiifaureii Salze beirn Sieden vollkommeii iind Cclieidet die P i n i n h i r e ab. I n Aetlier
elafi, zercctzt fie niclit das iiii Aetlier gcliifie pininfanre Kiipferoxyd.
Dae benzodl'aure Kupferoxyd
wird dagegen durch die im Aetlier gliifie Pininliiire
leiclit zerl'etzt ; Ibwolil dae ebildete pininlaure Kiipferoxyd wie die ubgefcliie eiio B e n z o d h r e werden
voni Aether gelah. Da daa benzoCfaiire Kiipferoxyd
i m Aetlier uiil~slich ifi; To Collte man glauben, ee
miifste ficli der Einwirkung Jer i n diefem geliilien
P i n i n h r e entziehen. Da dae benzob'raure Kupfer-
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C a48 1
oxyd aber dennacli zerfetzt wird, fo m d s die t'iniiii'aiire melir Verwandtfchsft zii dciii K u feroxyd Iiaben
als die BenzoGlfure. Das benzoi;faure i a l i , w e n n niaii
es gelinde rnit P i n i n h i r e Cclirnilzt, wird zerrctzt i u i d
die B e n z o d h r e Ihblirnirt.
Dae Spiel yon weclifelfeiti~enAiistrribunSen der
enannten SYuren beftatigt f i b r i p s auch liier die
b a h r h e i t der Bertliollet Cclicn Ilehre u n d zwar a i d
eine reclit nuffallende W e i r e , da as liier To viele Aufl i j h n smittel f u r die Sttiwen giebt. Durch derglei&en kerruclm kann aucli die Stnrke der Verwandtfchaft nielirerer Sauren zu den Baren beurtheilt
werden.
PllocenTaure u n d Butterfaure fclieiden aus den
\vztfe'arigen Liil'ungen des pininfaiiren Kali's die Pininfhiire leicht ab, wenii die Liifung concentrirt ifi,
fcllwer u n d la11 ram aber wenn die Liihng verdiiniit
ill. Auch Sie en befiirderk die Zerfetznn
Wenn
man aber phocenfaiire Salze geliiide mit der i i i i n h i r o
l'chmelzt, wird die Pliocenkiure leicht ausgefcliieden.
So auch wird das in Aetlier geltifie pininliure Knpferoxyd wenip diircli Phocenftiiire zcr etzt.
W e i n R e i n k u r e OxalCr~reiind Apfelftiiire zerlctzen fowolil die wltlsri en als die fItlierifchen Liil'uiien der pininIidren alze iind mvar vollkomrncii.
b i e f e Sanren werden aiicli nicht durcli rclirnelzcnde
Pininftture aiis ihren Salzell gefchieden.
W e l c h e Stelle die Pininl'hire Iiinficlitlich ilirer
Vorwandtfchaft zii Baren, i n der Reihe der organifchen Sttnren einninirnt, ill z u befiirnrneri fchwierig.
Docli fielit man aus dem Vorliergelianden deutlich,
da1's fie eiiie hiirkere Stitire ifi als die E f f i g h r e u n d
Benzoi:L'rure iind eine Cchwachere als die Kleefritrc
iind Weinfieinfaare. M i r Cclieint es, dare es am parfendfien ift, fie gleicli hinter die B e r n l t c i n h r c z u
fiellen.
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di
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(Fortretrung folgt.)
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