close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Ueber die Mineralien der barytischen Erzgnge von Wittichen in Baden.

код для вставкиСкачать
499
XIV.
Ueber die Aineralien der barytischen Ermgange ~ 0 t hTVittichen in Baden;
von T h e o d o r P e t e r s e n in Frankfurt a. M.
Schlds.
Nachdem sich bei der Untersuchung der Vorkommnisse
auf den Erzgangen von Wittichen in Baden iiber Erwartnng befriedigende Resultate ) ergeben hatten, erschien es
nachtraglich sehr wiinschenswerth, neue Nachforschungen an
Ort und Stelle vorzunehmen, um, die gemachten Erfahrungen an der Hand, der Erforschung einiger noch offener Fragen nachzugehen, zumal bei dem ganzlichen Darniederliegen
des dortigen Bergbaus neue Erzschliehngen zunachst nicht
in Aussicht stehen und die alten Vorkommen immer seltener werden. Mit besonderer Freude nahm ich daher eine
Aufforderung des Hrn. Professor S a n d b e r g e r im verflossenen Sommer a d , an einem Ausfluge in die seit Jahren
so lieb gewonnenen Gegenden des Kinzigthales Theil zu
nehmen. W i r haben denn auch einen mehrtagigen Aufenthalt daselbst im September vorigen Jahres mit dem Standquartier im vortrefflichen Gasthaus zum Ochsen im Schapbach bei herrlichstem Spatsommerwetter in keiner Weise
zu bereuen gehabt.
Hr. Prof. S a n d b e r g e r wird uber die in diesen Gegenden, sowohl zu Wittichen wie zu Wolfach, gemachten zahlreichen Beobachtungen besonderen Bericht . erstatten, wtihrend mir im Anschlut an meine friihere Arbeit eriibrigt,
die Untersuchung dreier bemerkenswerther Objekte vonulegen.
1) F.
S a n d b e r g e r , Untersuchungeu iiber die Erzgznge von Wittichen
N. Jahrb. f. Miner. 1868, 385 ff.
Th. P e t e r s e n , Urber die Wineralien der barytischen Erzgange yon
Wittichen in Baden. Diese Ann. Bd. CXXXIV, S. 64 ff.
im badenschen Schwarzwalde.
32
*
Wittichenit von der Grube Kijnig David im Gallenbach.
Das Vorkommen von Kupferwismutherz zu Wittichen
hat sich, wie bekannt, hauptsachlich auf die Grnbe Neugliick im Bockelsbacb beschrankt, von wo arich die Handstiicke in den Sammlungen herriihren. Ich finde aukerdem
bei V o g e 1g e s a n g') nur sporadischer Frinde auf den Gruben
Anton im Heubach, David am Silberber;; rind Konig David
im Gallenbach von friihet er Zeit her Erwahnung gethan.
Von der aus den Jahfcn 183s bis 1845 stammenden
Halde der Grube Kbnig David, wie der Neugliicher Eizgang dem grohen St. Joscphszuge angehtirend, waren wir
nun so glucklich, in kiirzester Zeit und ganz unvermuthet
zwei haselnufsgrofse und ein kleineres Rrnchstiicli von reinem Witfichenit zu erhalten. Sie waren im blatkrofhen
Flufsspath zunachst dem grobkornigen Granit eingewachscn.
Ueberhaupt besteht die Gangausfulhng hier aus theils blahrothem, theils griinlichem Flidsspath und grokblattrigem
weifsen Baryt mit sparsam eingewachsenem Kupferkies, wiih
rend in Drusenrdumen Braunspath und Eisenspath sich vorfinden. Der hintere Gang voii Konig David wurde friiher
auf Kobalterz betrieben.
Die erbaltenen Stiicke voii Kupferwismntherz, welche als
absolut frei von Wismuthmetall unter der Loupe erkannt
wurden, boten Material gtmty;, um die erste Analyse von
reinem Witticlienit auszufiihren. Alle voii der Grube h-eugliick herriihrrnden Stucke - und analysirt wurden bislang
nur solche - sind belianntlich mehr oder weniger von gediegen Wismrith durchzogen, was friiher zu vielfachen Misdeutungen Veranlassuiig gegeben hat.
A n a1 y 5: e.
Angew. 1,0S60 Grm.
...
Ba'S 1,6050 Grm.
Bi 0,4982 Gr.
0,0016 Grm.
ge
hg' r\. HaA s
0,0053
Gr.
Cu
+ I$
0,0218 Gr.
....
Sh 0,0055 Grmt.
0,5006 GI.. A g C1 0,0020 G I . in
1 ) Geognost. bcrgm8rin. I3rsclileiluitg
52, 71.
d e s kiiizigtlmlcr
Rergbaus S. 74,
501
Auch in diesem Falle liabe ich die Trennung von Kupfer uud W i s muth durch kohlcnsnures Ammon hewirkt und mich wiederholt iiberseugt,
da b sie genau ist, wenn Schwefeiwismuth und Schwefelkupfer mit SalpetersSure oxydirt wurden. Salzsaure darf nicht zugegen seyn, sonst pflegt
das gegliihte Wisinutlroxyd Ri C13 zu enthalten. Schwefelsaure ist weniger
nachtheilig ; sic konnte, von den oxydirten Schwefrlmetallen herruhrend, nur
spurenweise im Wismuthoxyd nachgewiesen werden. Ein wenig Wisrnuthoxyd ist iibrigens gewijhnlich in der ammoniakalischeu Kupferlfisuog enthalten, was narhtrzglich zu beriicksichtigen ist. Ich ziehe diese Methnde
drr Srhridnng von Kupfer iind W'ismulh derjenigen von H. R o s e I ) , Wi srnuth als basisches Chlorid abzuscheiden, vov.
Der vorliegende reine Wittichenit, dessen spec. Gew.
an einem Stucke zu '445 bestimmt wurde, hat daher folgende procentische Zusammensetzung:
Schwefel 20,30
Arsen
0,79
Antimon 0,41
Wismuth 41,13
Eisen
0,35
Kupfer
36,76
Silber
0,15
Zink
0,13
.___
100,02.
Die ausgebrachten Metalle erfordern in ihren resp.
Schwefelungsstufen (Gu . ..) 19,91 Proc. Schwefel, womit
der Versuch nahe ubereinstimmt, sogar noch etwas mehr
Schwefel ergeben hat, so dafs eine Beimengung von Wismuthmetall auch hiernach ganzlich ausgeschlossen ist. Etwas
Bi ist, wie ich in geringerem MaaLe auch fur Neugliick
nachgewiesen habe %)>, durch As und Sb ersetzt, ein wenig
Cu durch Ag und Zn, ob auch durch F e lasse ich dahingestellt, letzteres kbunte auch auf sehr wenig beigemengten
Kupferkies entfallen. Jedenfalls aber enthtilt der reine
Wittichenit nur tiufserst wenig Eisen.
Der Wittichenit von Konig David besitzt einen ausgezeichneten fettglanztibnlichen Metallglanz wie gewisse Abar1) Diese Ann. Bd. CX, S. 425.
2) Diese Ann. Bd. CXXXIV, S. 92.
502
ten von Fahlerz. Vor dem Liithrohr auf der Kohle schmilzt
die Probe leicht zu eiuer spriiden dunkelgrauen Kugel und
giebt dabei merklichen Arsengeruch und sehr schwachen Antimonrauch ; mit Soda wird ein dunkelgelber Wismuthbeschlag und ein weihes dehnbares Kupferwismuthkorn erhalten. In Salzsaure ist das Erz ohne Riicklassung von metallischem Wismuth aufliislich.
Die ffir den Wittichenit aufgeslellte Formel
&Bi,
welche verlangt :
Schwefel 19,47
Wismuth 42,09
Kupfer -~
38,34
100,oo
ist nach Untersuchung dieses Vorkommens nunmebr als endgiiltig feststehend zu erachten.
Epigenit.
Nachdem Hr. Professor S a n d b e r g e r und ich am 12.
September v. J. in der Friihe des Morgens von Schapbach
durch dns Hollersbachthalchen zur Bockseck hinauf und von
da in den Thalgrund von WitLichrn hiiiabgestiegen waren,
galt es vor Allem, den alten Halden der Grube Neugliick
einen Besuch abzustatten. Von Wittichenit wurden nur
uhbedeutende Stiicke erbeutet, dagegen gelang es uns, nach
ltingerem rind aufmerksamem Suchen von der oberen Halde
drei Stiicltchen aufzulesen, welche mit dem von S a n d b e r g e r irn vorigen Jahre vorlaufig Arsen kupferwismutherz a
genannten Mineral besetzt waren. Die auf dem einen derselben befindlicbe Menge war ansehnlich genug , um nach
Hinzufggung einiger hleinerer losgelbsten Krystallchen die
Analyse auszufiihren. Ich lasse dieselbe zuerst folgen.
p~
Anal y se.
Angew. 0,6078 Gr., nach hbcug von 0,1666 Gr. anhiingendem Baryt
und nachdem \'or dcr Untersucliung durch ganz verdiiniite kalte Salzsaure
anhaftende orydirte Produkte ausgezogen worden wareu.
B a s ' 1,3971 Gr.
503
MVLgZNHH4"As+H0,1862 Gr. Bi 0,0144Gr. ' f e 0,1166 Gr. &O,3073Gr.
Ag und Zn deutlich, aber wegen zu geringer Menge Substanz nicht wobl
zu bestimmen.
Das Untersuchungsobject gesitzt daher folgende Mischung :
Schwefel 31,57
Arsen
12,09
Wismuth 2,12
Eisen
13,43
Kupfer
40,32
"lber
Zink
1
Spur
9933.
W a s die Art der Verbindung dieser Bestandtheile anbetrifft , so gab zunachst die geringe Menge vorhandenen
Wismuths der Vermuthung Raum, es diirfte nur unwesentlich s e p , zumal der Baryt, worauf das Mineral aufgewachsen vorkommt und welcher nicht gain davon gesondert
werden konnte, iiberall Krystallclien von Wittichenit eingewachsen enthalt. In der That constatirte Hr. Prof. S a n d b e r g e r neuerdings an einem in seinem Besitz befindlichen,
ganz isolirten Krystall die Abwesenheit des Wismuths. Die
2,12 Proc. Bi sind daher ohne Zweifel in Form von Witticbenit - 2,12 Proc. Bi + 1,84 Proc. Cu + 0,98 Proc.
S = 4,94 Proc. - zuvbrderst in Abrechnnng zu bringen.
Im Uebrigen giebt das als gleichf6rmig und nicht sichtbar
verunreinigt erkannte Material, auf 100 gebracht, folgendes
Verhaltnifs der Bestandtheile:
Schwefel 32,34
haen
12,78
Eisen
14,20
Kupfer
40,68
' lO0,OO.
Ferner beobachtete Hr. Prof. S a n d b e r g e r ubereinstimmend mit mir, dafs das Mineral beim Erhitzen im Glasr6hrchen zuerst Schwefel und dann Schwefelarsen ausgiebt, a n lich wie der Enargit. Demnach schien ein Arsenpentasulfrd
504
vonuliegen. Dafs dem wirklich so ist, bestatigt die Rechnuns in augenscheinlicher Weise.
Es berechnet sich namlich fur
12,78As als As
13,64 S
14,20 Fe als Fe
8,12 s
40,68 Cu als d u
10,34 S
____
32,lO
gegen 32,34 gefundenen Scbwefel und aus den Aequivalenten das Verbgltnifs
As Fe C'u
1,7 : 5,O : 6,4
1 : 3 : 3,5.
d. h. es ist nur etwas mehr ku vorhanden, als der Formel
€+ A S
entspricht, worin R6 = FeS+ ku3 angenommen.
Auch erfordern 14,20Fe als FeBAst434As und 40,68Cu
als du As 8,07As, zusammen 14,42 gegen l2,78 As im Versuch.
Dafs das Kupfer als Halbschwefelk upfer vorhanden, dariiber kann wohl kein Zweifel obwalten, dafs aber auch das
Eisen als Fe anzunehineii ist, geht zur Geniige atis der ge,!I
fundenen und berechneten Schwefelrnrnge hervor, Fe wiirde
4,06 Proc. S mehr erfordern.
Fiir die Ersetzbarkeit von &I durch Fe ist seit der Beobachtung von B r e i t ha u p t I), dafs Halbschwefelkupfer haufiger noch hexagonal (Cliprein) als rhombisch (Chalkosiu) naturlich vorkommt, im ersteren Falle also hexagonalem Mag-
netkies F e entsprechend, ein nicht zu untersckatzendes Argument beigebracht worden. Es ist aber weiter wiederholt
darauf aufmerksarn zti machen, wenn auch nicht gerade im
vorliegenden Falle anweudbar, dafs Fe gewifs haufig als Fe
I,,
.in Betracht gezogen worden ist, wo es als Fe (oder Fe) auf1 ) Berg- und hGttenmSnn. Zeitung 1863, Bd. XXII, S . 33.
505
gefafst werden sollte. Ganz besonders habe ich hier den
sehr gew6hnlichen Fall Im Auge, w o den natiirlichen Sulfiden Kupferkies h h F e anhaftete, aber nicht gehiiri;: beriicksichtigt ward. Ein sehr gewohnlicher. Begleiler von
Fahlerz ist aber Kupferkies. W i e ich mich iiberzeugt habe,
stimmen bei einer Reihe von Fahlerzanalysen die gefundenen Schwefelmengen besser fiir die resp Metalle, wenn das
131
Eisen ganz odcr tbeilweise als Fe angenommen wird. Fur
direhte Ersetzbarkeit von As, Sb, Bi durch allerdings gleichwerthiges $e ist iibrigens noch kein beweisender Fall bekannt. Auf das Fahlerz, dessen Formel zwischen der allgemein angenommenen R4X und der naturgema€seren RaX
schwankt , habe ich besonders zuruckzultommen mir vorgenommen.
Das neue Mineral von Wittichen ist von Hrn. Professor
S a n d b e r g e r nunmehr definitiv mit dem Namen 3) Epigenit a
belegt worden, welcher in Anbetracht des immer anfgewachsenen Vorkommens auf barytischen Kluftstiichen gewifs bezeichnend ist.
Dem Epigenit kommt nach Vorstehendem die Formel
RfiAs ' ) zu, woriii R etwas mehr wie zur Hdfte C u , ztir
anderen Fe bedeutet , enthalt demnach doppelt so vie1 basisches Metal1 wie der amerilranische Enargit du3 As und
ware, von den zweifelhaften Xanthokon und Dufre'noysit
abgesehen, das zweite bekannte naturliche Arsenpentasulfid.
1)
W i e R a m m e l s b e r g in diesen Aniinlen lid. LIJ, S. 193 ft. ceigte, sind
die kunstlich dargcstellteii Aiitirnon - uiid Alwnpentasulfide gemriiriglich
I
,,,
narh der Formel R 3 X zusnrnmengesetzr. Als Liisiingen w n alkalischem
Antimonpeiitnsnlfid mit Mrtallsalzen ini U e b e d d s gerillt wurdeo, ent-
,
'.
I
I 0
+ 5k
standen jedoch Niedersrhlage, welche sich als Rs + S b oder R3Sb
betraclrten lielen. Das so dargestellte Kupfersals hinterliefs beim
r
hitceo eine der Mischnng
r,!
Bu6 Sb
entspreehende Verhindung.
Er-
-506
Aufserdem ist noch ein Antimonpentasulfid der chilenische
Fieldit gekannt. Die Formel
erfordert folgendes Mischungsverhaltnifs :
Schwefel 3338
Arsen
14,32
Eisen
16,03
Kupfer 36,07
100,oo.
Der Epipenit krystallisirt in kurz sauIenfijrmigen Krystallen des rhombischen Systems. S a n d b erg e r beobachtete
die Flachen s P . Pa: .Pa:; GO P = 110"50' annahernd. Die
Farbe des Minerals ist stahlgrau , der Strich schwarz, das
Pulver grauschwarz, der Bruch kornig. Es besitzt schwachen
Metallglanz und lauft anfangs schwarz, spater blau an.
Harte 3,5. Vor dem Lothrohr auf der Kohle giebt es
starke Arsenreaction und eine magnetische, Kupferkarner
enthaltende Schlache, mit Soda ein weifses Arsenkupferkorn
in magnetischer Schlacke. Im Glasrohrchen erhitzt , sublimirt zuerst Schwefel, darauf Schwefelarsen. Von conc.
Salzsaure und rascher von Salpetersaure wird es aufgelijst
unter Abscheidung von Schwefel.
Dieser Korper ist bis jetzt nur aiif der Grube Neugluck
im Bijclielsbac,h zu Wittichen als Seltenheit beobachtet worden. Er kam allda auf Kluftstiicken der barytischeu Gangausfiillung mit diinnen Uebemiigen von Kiipferkies in Begleitung von gelbem FluLspath und skalenoedrischem Kalkspath vor.
Magnetkies im Hornblendeschiefer.
Es mu€ste endlich wiinschenswerth erscheinen, die von
S a i i d b e r g e r gemachte Beobachtiing der grofsen Verbreitung von iiickelhaltigem Magnetkies und Arsen nebeii Kupfer-
507
unJ Eisenkies in den Hornblendeschiefern des Kinzigthalgebietes weiter zu verfolgen und fiir die Ansicht, die Hauptquelle der Erzablagerungen auf den Gangen musse in den
mit Erzen einpragnirten Schiefern gesucht werden, weitere
Beweisgriinde vorzubringen.
W i r wlhlten zu dern Ende das Vorkommen von dioritischem Hornblendeschiefer an der StraLe zwischen Hausach
und W olfach zunachst der Kinzigbruche, welches Gestein
neben wenig Kupfer - und Eisenkies Magnetkies besonders
reichlicb impragnirt enthalt.
Eine grotere Menge ausgebrochenen Kieses von dort
wurde zu dem Ende mit Salpeter- und Salzsaure gehbrig
erschbpft, auch anf im Gesteinsruckstande verbliebenen
Schwefel und etwaige Metalle, namentiich Silber, Ruchsicht
genommen. Nach Abzug eincr hleinen Menge aufgelbster
Kieselsaure und Basen ergabemich dann folgende Zahlen
fur die Erzbestandtheile im Mittel zweier Versirche:
39,93
Schwefel
Arsen
0,15
Blei
0,10
Kupfer
0,36
Eisen
W,31
Kobalt
Mangan
Wismuth
Silber
Spur
1
Geringe Spur
____
99,4r.
Ich habe Kobalt und Nickel nicht getrennt bestimmt, indessen gefunden, dafs beide an Menge ziemlich gleich vorhanden sind. In einer anderen Probe bemerkte ich einen
weit betrachtlicheren Bleigehalt, namlich 1,48 Proc., offenbar
vop einer gr6fseren lokalen Impragnation mit Bleiglanz berruhrend. Hr. Professor S a n d b e r g e r hat alle oben verzeichneten Metalle ebenfalls nachgewiesen.
508
Der Magnetkies ist in dem Hornblendegesfein durchweg
euthalten. Von Stellcn, wo er sparlich sich findet, abgesehen, schatze ich den Erzgehalt des Gesteins auf beilautig
10 Proc. Aehnlich, zum Theil noch mit mehr Arseu (Maisach), imprlgnirt sind die Hornblendeschiefer bei Wittichen,
Schaphnch , Rippoldsan, Petersthal, Maisach u. s. f., sowie
an einzelnen Stellen der Gneis.
Auf der Grube Marcus Rohling zu Annaberg, wo die KObaltgange nacli S a n d b e r g e r ' s und V o g e l g e s a n g ' s durch
Vergleichung zahlreicher StiicE.e erlangten Ueberzeugung
mit den MTittichener Gangen am genauesien iibereinstimmen,
suchte man die Erzmittel mit dem besten Erfolg in sogenannten Steig- und Fallortern auf, welche sich nach den
Lagen amphibolischer Schichten im Nebengestein richten I).
Ebenso fiihrt S a n d b e r g e r ') das Vorkommen von Speiskobalt und Kupfernickel 'auf der Grube Hulfe Gottes bei
Dilleuburg auf den mit Eisen-, Kupfer- und Nickelkies impragnirten Hyperit zuriick.
Ohiie noch niehrere ahnliche Falle anfuhreu zu mussen,
darf mail daher wohl mit Recht der Ansicht huldigen, da€s
die in vieler Beziehung so merkwiirdigen und ehemals sehr
ausgiebigeu Erzlager der barytischeii Gange von Wittichen
ihr Dasein vornelimlich den mit denselbeu metallischen Stoffen beladenen, in der Gegeiid sehr verbreiteten Hornblendeschiefern zu verdanken haben.
Frankfurt a. M. im Januar 1869.
1) B r r i t t r n u p t , Paragrnesis S. 119.
2 ) N. Jalirb. f. 81it:er. 1868, 4% und UdJcrs. d. geolog. Verli. (I. Hrrz.
Nassau 67, 82.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
3
Размер файла
391 Кб
Теги
mineralien, ueber, die, bader, der, wittichen, von, erzgnge, barytischen
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа