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Ueber eine Methode zur Bestimmung der Dielectricittsconstanten fester Krper.

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11. Ueber eine Methode xur
Bestirnrnumy der Dielect r icit at sco n s t a n t e n fester
K6rper; vom H. S t a r k e .
(Nachtrag.)
Vor kurzem habe ich in dieser Zeitschrift l) eine Methode
zur Bestimmung der Dielectricitatsconstanten fester Korper
beschrieben. Sie besteht darin, dass aus zwei Flussigkeiten
eine Mischung hergestellt wird, welche dieselbe Dielectricitatsconstante wie der feste Korper besitzt, und dass darauf die
Dielectricitatsconstante dieser Mischung bestimmt wird. Man
erkennt bei zu vernachyassigender Leitfahigkeit der Media die
Gleichheit ihrer Dielectricitatsconstanten daran, dass die Einfuhrung des festen Korpers in ein mit der Fliissigkeit erfulltes
electrisches Feld keine Veranderung des letzteren herbeifuhrt.
Ich habe dieses Verfahren angewandt auf eine von Hrn. Prof.
N e r n s tz) beschriebene Methode zur Bestimmung der Dielectricitatsconstanten von Fliissigkeiten. Hierhei hatte man den
Nachtheil , anf gute Isolation der angewandten Fliissigkeiten
achten zu mussen. Nach vielem Herumprobiren hatte ich im
Aethylenchlorid eine Fliissigkeit von verhaltnissmassig hoher
Dielectricitatsconstante gefunden , deren Leitfahigkeif durch
Destilliren soweit heruntergedriickt werden konnte, dass Messungen der angefuhrten Art mit ihr angestellt werden konnten,
und die Resultate allem Anschein nach auch nicht fehlerhaft
waren. Nach einigem Gebrauch war man aber immer wieder
genothigt, die Fliissigkeitsgemische uber Natrium zu destilliren.
Von Anfang an erschien es mir, um diesen Uebelstand
zu vermeiden , wunschenswerth, fur die Messungen schnelle
electrische Schwingungen verwenden zu konnen. Versuche in
dieser Richtung ergaben aber kein genugendes Resultat, weil
fur geringe Substanzmengen keine Genauigkeit zu erzielen
war. Ganz neuerdings hat nun Hr. Prof. Ne rn s t3 ) eine seiner
~
1) H. S t a r k e , Wied. Ann. 60. p. 629-641. 1897.
2) Nernst, Zeitscbr. f. phys. Chem. 14. p. 622. 1894.
3) Nernst, Wied. Ann. 60. p. 600-624. 1897.
Dielectriciliitsconstanten fester Korper.
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ersten sehr ahnliche Methode mitgetheilt , die an Genauigkeit
gar nicht oder nur sehr wenig hinter derselben zuriicksteht,
bei welcher aber anstatt der Schwingungen, wie sie ein Saitenunterbrecher liefert, Entladungsschwingungen eines Condensators
(ca. 6 . l o Gin der Secunde) in die Wheatstone’sche Briickenanordnung geleitet werden. Da sich solchen schnellen Schwingungen gegeniiber Alkohol und selbst auch noch Wasser wie
vollkommene Isolatoren verhalten, so versuchte ich, die Bestimmung der Dielectricitatsconstanten fester Korper mit Hiilfe
dieser nmen Methode auszufiihren. Meine Hoffnung, hier nicht
so sehr in der Wahl der Flussigkeiten beschrankt zu sein,
erfullte sich vollkommen. Die Gemische von Aethylenchlorid
und Benzol brauchen gar nicht destillirt zu werden, j a man
kann E’liissigkeitsgemische anwenden, welche als eine Componente Alkohol enthalten. Ich benutzte die Schaltungsweise,
die Hr. N e r n s t ,,Differentialerreyer fur electrische Wellen“
nennt, und als Wellenindicator im Briickenzweige eine Z e hnderlsche Rohre, die ich ohne Electroden nur mit dem Glas iiber
die Drahte legte. Die Einstellung an den Messcondensatoren
war die uberraschend scharfe, welche Hr. Prof. N e r n s t angiebt.
Die einzelnen Ablesungen wichen selten mehr als
mm voneinander ab. Wenn die Ablesungen ungenauer werden, so
liegt dies fast immer an der die Schwingungen auslosendeii
Funkenstrecke. Durch kleine Veranderungen an derselben ist
die gute Einstellung stets leicht wieder zu erhalten. Ohne
eine Einbusse an Genauigkeit kann man also mit dieser neuen
Anordnung die friiher beschriebenen Messungen in vie1 bequemerer Weise ausfiihren.
Ein weiterer Vortheil ist der Umstand, dass die Stiicke
des festen Korpers noch kleiner sein konnen a1s friiher. So
hatte die von mir angewandte Condensatorplatte des dielectrischen Troges einen Durchmesser von nur 1,scm (gegen 3 cm
friiher). Ich habe eine Anzahl der damals von mir ausgefiihrten Messungen mit der neuen Anordnung wiederholt und
innerhalb der Fehlergrenzen dieselben Resultate wie mit der
alten Anordnung erhalten.
B e r l i n , Physikalisches Institut der Universitat.
(Eingegmgen 18. Juni 1897.)
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