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Zur Demonstration des gegenseitigen Einflusses zweier Funkenstrecken.

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8.
des y a y e n s e i t i y e n Einflusses
xweier Xunkenstreckern;
vow J o s e p h Ire’n E a r o l y .
ZW D e m o n s t r a t i o n
H. H e r t z bat im Jahre 1587 bemerkt, dass die ultravioletten Strahlen die electrische Funkenentladung beeinflussen ;
seine bierher gehorigen Versuche - der gegenseitige Einfluss
der activen und passiven Funkenstrecken - bewies er mit
zwei Inductorien und einem gemeinsamen Interruptor, welche
in ein und demselben Stromkreis eingeschaltet sind.l) Die
Richtigkeit seiner Versuche bewiesen E. W i e d e m a n n und
H. E b e r t rnit einer anderen Zusammenstellung2); ausserdem
fanden sie, dass die ultravioletten Strahlen nur auf die Kathodenstrahlen von Einfluss seien.
H a l l w a c h s 3 ) bemerkte sogar, dass die Wirkung der
Strahlen nicht nur auf die Funkenentladung beschrankt sei,
sondern auch anderen Einfluss bewirke; so zeigte er z. B., dass
eine negativ beladene Zinkplatte von ultravioletten Strablen
betroffen, sich in die Luft langsam entladet, und sogar eine
schwache positive Ladung annimmt.
Seit dieser Zeit beschaftigten sich mehrere Physiker mit
dem oben erwahnten Einflusse der ultravioletten Strahlen;
zuletzt schrieb E. W a r b u r g eine Abhandlung dariiber ”);
J. KlemeneiE theilte in demselben Jahre eine sehr einfache
experimentale Zusammenstellung zur Demonstration des gegenseitigen Einflusses der zwei Funkenstrecken mit.6)
Diese letztere Mittheilung bewog mich zur Mittheilung
der Resultate meiner Versuche, welche ich seit Jahren in
dieser Richtung beobachtete.
Zum Beweis, auf welche Art sich die derartigen electrischen Wellen in der Erde verbreiten, verfertigte ich vier
~
1)
2)
3)
4)
5)
-
H. H e r t z , Wied. Ann. 31. p. 983.
E. W i e d e m a n n und H. E b e r t , Wied. Ann. 33. p. 241. 1888.
H a l l w a c h s , Wied. Ann. 33. p. 301. 1888.
E. Warburg, Wied. Ann. 59. p. 1. 1896.
J. Klemencifi, Wied. Ann. 69. p. 63. 1896.
613
EinfEuss zweier finkenstreeken.
genau gleiche ruude Platten aus Ziukblech von 60 cm Durchmesser und 0,l cm Dicke, welche auf Glassiiuler, ruhten; an
eine jede Platte lothete ich einen 18,5 cm langen und 0,5 cm
dicken Kupferdraht; die Enden clieser Drahte versah ich rnit
Messingkugeln von verschiedener Grosse (von 1 , 2 , 3 , 4 cm
Durchmesser), welche zur Herstellung der Funkenstrecken als
Entlader dienten; jedoch benutzte ich nicht nur runde, sondern
auch andersfdrmige Entlader (ovale, schwachspitzige und nadelspitzige).
Zwei der vier so liergestellten Platten verband ich rnit
einem grossen Inductor - Prirnarerreger - (zur Herauslockung der activen Funken),
Adz/c/oninn,
welcher von 8 Bunsenelementen betriebeii wurde. Die
rl,
I?.
anderen zwei Platten stellte
ich mit den erstercn parallel
von diesen auf 25 cm entfernt
(Secundarerreger zur HerFrdc
auslockung der passiven
Funken) uiid brachte die0
selben mit 3 cm tief in die
Fig, 1.
Erde im Garten des Institu- I>iv atio ion I,.> mit, den ~<tIgt+ink2 bildcn deli
tes vergrabenel, durch einen PrimBrerreger; die Platten 1: niil iten Kugelu
7;' bildcn den Secundlrleit,er. Zwiachen & isi.
120 m langen und 0,1 cm die priiniire (c c m j , zwischen k, die s e c i m d ~ e
dickell Kupferdraht in Ver- Fonkenstwcke; die Entferoung 722 Und k, betrxgt
,
,
A
7
&
,
~
T - r z
,
FTq
26 em.
bindung. (Fig. 1.)
Ich kam nun in Bezug des gegenseitigen Einflusses der
zwei Fuiikenstrecken zu folgenden Ergebnissen :
Wenn ich die zur passiven Funkenstrecke dienenden
Kupferdrahte entweder mit Kugeln, oder mit ovalen, schwach
gestumpften, j a sogar mit nadelspitzigen Entladern versah, so
bemerkte ich in allen Fallen den gegenseitigen Einfluss der
activcn und passiven Funkenstrecken ganz genau , wenn ich
wahrend der Wirkung der actiren Funken zwischen die zwei
Funkenstrecken eine Qlasplatte stellte, uiid die secundare
Funkenstrecke so weit auseinander zog, dass fast gar keine
Funken ubersprangen ; entfernte ich aber die Glasplatte, welche
die ultraviolette Strahlung absorbirte, so stellten sich dieselben
sofort ein; es fie1 mir sogar ungemein auf, dass mail den
J . I. Khroly.
614
gegenseitigen Einfluss, falls zur secundaren Funkenstrecke ein
nadelspitziger oder ein einfach spitziger Entlader diente, ebenso,
wenn nicht auffallender, beobachten konnte.
Wahrend H e r t z l) bemerkte, dass der gegenseitige Einfluss bei spitzigen Entladern viel geringer sei, als bei runden;
j a er sogar bei langen zickzackf6rmigen Funken gar keine
Empfanglichkeit wahrnahm, so kam ich bei meinen ofter
wiederholten Experimenten immer zu solchen Beobachtungen,
welche mir von der Form der Entlader vollig unabhangig schienen.
Aber bei der secundaren Funkenstrecke mit Spitzen
(seien sie stumpf oder nadelspitzig) bemerkte ich nicht, was
Hr. KlemenEiEa) bei seiner .eigenen Construction wahrnahm:
dass , wenn man namlich die secundare Funkenstrecke unter
dem Einflusse der BelichIn&cm&m
tung durch den piimaren
Funken so weit auseinander
, R , ,
L 4 ,
A> A2
zieht, dass in ihr keine
Funken erscheinen, so scheinen dieselben sofort aufzutreten, sobald man zwischen
n+iss~rsrjulp,
wrmswswh
die beiden Funkenstrecken
eine Glasplntte legt, welche
die ultravioletten Strahlen
absorbirt.
Noch schoner kann man
Fig. 2.
den von mir beobachteten
gegenseitigen Einfluss der zwei Funkenstrecken bemerken,
wenn wir zwei Glasrohren (von 50 cm Lange und 1 cm Dicke)
mit Wasser fiillen und in eine jede den zur Erde fiihrenden
Kupferdraht einschalten ; die Funken der passiven Strecke
sind in diesem Falle viel grosser und die oben erwiihnte
Erscheinung ist bedeutend auffallender , besonders bei den
spitzigen Entladern. (Fig. 2.)
Es ist erwahnenswerth, dass bei beiden von mir so angestellten Versuchen die Annaherung der Hand an die
Platten der passiven Funken auf die Funken selbst von gar
mi
-T'%T3
1)
2)
H. H e r t z , 1. c.
J. KlemenEiB, 1.
c'.
Einl$,s zweier Punkelastreeken.
615
keinem Einflusse ist; wenn aber eine dieser Platten (namlich
der passiven Funken) weder direct mit der Erde, noch indirect
mit der eingeschalteten Wassersaule , welche zur Erde ftihrt,
in Beruhrung steht, d. h. wenn sie frei steht, dann hort der
gegenseitige Einfluss der Funken sofort auf, und sogar die
passiven Funken verschwinden , wenn wir der freistehenden
Platte mit der Hand naher kommen.
Wenn beide Platten freistehen, also weder rnit der Erde,
noch mit der zwischen der Erde und der der Platte eingeschalteten Wassersaule verbunden sind, und zur Funkenstrecke
Kugeln dienen, dann erhalten wir keine Funken, falls wir mit
der Hand den secundaren Platten naher kommen.
Sind aber die secundaren Entlader spitzenfbrmig, dann hort
die Wirkung bei Annaherung der Hand in rtllen oben erwahnten
Fallen auf. (Directe oder indirecte Verbindung rnit der Erde,
oder ganz freie Stellung.)
Den gegenseitigen Einffuss habeii nun so das Licht, wie
die Intensitat der activen Funken hinlanglich gezeigt.
G r o s s w a r d e i n , Physikalisches Cabinet, im Mai 1897.
(Eingegangen 6. Mai 1897.)
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