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Zur Geschichte der Alchemie.

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528
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[
Zeitschrift for
angewandte Cheme
-
Wiedemann: Zur Geschichte der Alchemie
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__
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~
Die Messungen niit diesen Saureproben wurden in genau derselben
Weise, wie oben beschrieben, durchgefuhrt.
Die gefundenen Werte sind in Fig. 2 zusammengestellt.
~-
Verschiedene Mischsauren wurden mit feingepulverter, kristallisierter Oxalsaure versetzt. Das Saureverhaltnis wurde konstant gehalten.
Fig. 4 u. 5.
Fig. 2 .
2. V e r s u c h s r e i h e :
B n d e r u r i g d e s S a u r e v e r h i i l t n i s s e s H,SO, : HNO,
H,SO, : ITNO,
I, N,O,
1
3,%6: 1
O,25
11. 3,lf; : 1
0,OY
111. 2,O9 : 1
O,2O
IV. 4,li : I
OJO.
Die Ergebnisse sind in Fig. 3 graphisch wiedergegeben. Es geht
Die Zusammensetzung der verschiedenen Siiuren war :
~
1.
2.
3
4.
~
H,SO, : HNO,,
~
3,16: 1
I
n
1
(COOH)?
'
0,Ol
1,oo
1,oo
1.oo
2,04
In Fig. 6 sind unter Zugrundelegen der Eichkurve Fig. 2 die ge~
--
I
Fig. 3.
daraus hervor: ,Je groller das Verhliltnis lI,SO, : HNO,j, uni so gr6Ber
werden bei gleic1tbleit)endem U'assergehalt der Mischsluren die Verdiinnungswlrrnen, deninach die festgestellten Temperaturerhnhungen.
Mit stcisendem IVassergehalt
der SBuren nehmen diese Temperaturerhohur:yen ab.
Die Kurve V in Fig. 3 gibt nochmals die Werte der 1. Vers.uchsreihe zum Vergleich. J l a n kann daraus orsehen, daD geringe Ander&&i
ini Sllreverhaltnis keine nennenswerten Abwekhuigen hervorrufen.
3. V e r s u c h 5 r e i h e :
V e r s u c h e niit s t a r k n i t r o s e n S a u r e n .
I. tI,SO,: HNO, (als N,O, freie HNO,
berechnet) = 2,93 :
11. H,SO,: HKO, (als NLO freie HNO
berechnet) = 3,05 :
111. H,SO, . H N O , (a18 N,O, fieii: HNO,
berechnet) = 3,OY : ; 1,44- 1,29O'" N,O,;.
Vergleicht miin die fur diese Sauren gefundenen Werte (Fig. 4)
niit d e n Werten der 1. Versuchsreihe (in der Figur gestrichelt eingezeichuet), so fiillt arif, daD sie uni so tiofer unterhalb der Versuchsergebnisse mit nitrosearmen Sauren liegen, je hoher ihr Gehalt an
N,O,, ist. Dies betieutet, d d i ein Gehalt ail, vorzugsweise als Nitrosylschwefelsnure (SO,NH), gebundeneni N?O:; den Wassergehalt zu hoch
erscheinen 1aBt.
Wie aus Fig. .5 hevvorgeht, besteht anniihernd die Heziehung, dai3
je l''/,]N , O , den Wassergehalt um 1" zu hoch erscheinen I%t.
Hei Zugrundelegung einer Eichkurve mit Sauren von gleichem
Nitrosegehalt wird eine Korrektur fur den N,O,- oder SO,NH-) Gehalt
nicht vorgenommen.
4. V e r s u c h s r e i h e :
U n t e r s u c h u n g e n iiber d e n Einfluij r o n o r g a n i s c h e r
S u b s t a n z.
fundenen Werte eingetragen. Es geht aus diesen Versuchen hervor,
daij ein Gehalt a n organischer Substanz die Versuchsergebnisse nicht
beeinflufit.
D a r m s t a d t , im September 1921.
Chemisch-technisches und elektrochemisches Institut
der Technischen Hochschule.
[A. 2'21.1
.-
Zur Geschichfe der Alchemie.
Von Geh.-Rat Prof. Dr. EILHARDWIEDI:\I.XSSin Erlangen.
(Eingeg. 23./9. 1921.)
(SchluD von Seite 523.1
IV. Uber chemische Apparate bei den Arabern. In einer fruheren Arbeit (Beitr. aus der Geschichte der Chemie
von P. D i e r g a r t S. 234) habe ich einige Angaben iiber chemische
Apparate veroffentlicht. Das folgende sol1 diese erganzen. In der oben
erwahnten Gothaer Handschrift (Nr. 1347) [s. S. 5221 sind verschiedene
GefaBe erwiihnt. Zuniichst kommt hiiulig vor ein Topf ('agliz. wortlich aueh altes Weib), in dessen Innerein (batn) die Substanzen gernischt werden, dann werden drei- und viereckige und chinesische
GefaI3e genannt. Eigentumliche Ausdriicke sind Becher (qadab) des
Troeknens (fagfif) und Venvesens (fa'fin), sowie Flaschen (qarlira)
und Brunnen (bi'r) des Verwesens. Es bedeutet dies wohl nur, dali
in diesen Vorrichtungen die Substanzen trockneten und verwesten.
Die letztere Operation spielt ja .in der Alchemie eine besondere Rolle.
Ferner werden zahlreiche Ofen (atfin oder fannlir) erwahnt, so
ein Ofen mit gemafiigtem Feuer (mu'fadi/ a/ ndr): erhitzt wird nicht
nur im Ofen, sondern auch auf der Platte (ba/d!). In dem Ofen des
Glases oder Glasers (zag& oder zaggdg) brennt das Feuer der Glaser;
es ist wohl das heiBeste, das vorkommt; man schmilzt in ihm
Mischungen, die vorher im dritten Feuer erhitzt sind und es werden
nur noch ein erstes und viertes Feuer genannt. Hierher gehlirt auch
der groi3e Ofen des Email (rnfni?). AuBerdeni gibt es Ofen der Miirijd,
Aufsatztell
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~~
~~
~~~
_____
des P y i h a g o r a s und des Z o s i m u s des Gelehrten der Gelehrten.
Fast stets wird bemerkt, daB die Gegenstiinde in Behaltern (ins'),
wohl Nischen der Ofen erhitzt werden, dabei befinden sie sich oft,
wie z. B. die Kingsleine. in Formen (qzlih), diese werdeti dann genau
gefiillt oder sie liegen in Tiegeln (bridaqa). Verkittei. werden die
GefBIJe usw. mit verschiedenen Arten des Tons (fin), dem einfachen
{sddig), dem des Glastxs, dem der Sonnc, des Mondes, des Mars
(d. h. dt:r verschietlenen Metalle), dem des Geiers (Salmiak), dem des
Zosimus und deni jonsl stets erwahnten dor Weisheit (s. unten).
Von besontierem Wert durften die scltBn bemalten Zeichnungen
des grolden Ofens des Eiiiails (fol. 5521) und desjenigen von Z o s i m u s
Fig, 1 .
529
Wiedemann: Zur Geschichte der Alcheniie
31. Jahrgang 19211
punkte aus entworfen und zuweilen auch durch nicht sachverstandige
Kopisten allmahlich immer weiter entstellt wurden."
V.
In dem oben erwahnten Werk (s. S. 522) iibersetzt (S. 34 u. 87)
B e r t h e l o t ,,rnusfauqad" mit ,,bain marie" d. h. mit ,,WasSerbad."
Es bedeutet aber nur einen Ofen. In einer Ahhandlung von S t a p l e t o n
und Azol.') ist der rnusfauqad als ein Herd") abgebildet, in den die
Flamme hineinschlagt (a. a. 0. S. 63). Ein ahnlicher Ofen ist in Summa
perfectionis (caput 53 u. 54) von G e b e r enthnlten und auch r o n
TugrS'i (fol. 7b) oder dem syrischen Text beschrieben (s. B e r t h e l o t
Nr. 87; bei B e r t h e l o t erscheint die Sache nur durch die falsche
Ubersetzung von musfauqad anders; s. unten).
DaB aber schon friih bei den Griechen und spiiteren Alchemisten
das Wasserbad verwendet wurde, hat E. v o n L i p p m a n n (Beitriige
Fig. 2.
Mld des gt'olJeii Ofens fur tlas Email ( m i n i ) .
Die I'elcler a . . a sind blau, ebetiso der inutrrste Streifeii der Umrahmung.
In dieseni sitid s(:hwiirze Striche und Tupfeii eiiigezeichnet. Der auBere Teil
der [Tmr:iIimiing ist scIioko1;debraun mit schwamer Zeichnung. Die Felder b
sind rot. Die Ringe in dirxsen sowie der Bogen zwischen beiden sind wie in
rler Figiii. schwarz. Die von den Kingen eingesclilossenen Flachenstucke sowie
die von clem Bogen c,ingeschli,ssene Harhe c, dLe Liuien und Punkte auf den
Kinpen und den) Hogeu sind gelb. Auf ihrer Aulaenseite sind die beiden
liinge und tier Bogeii r o i l einer feinen gelbeii Linie nmrahmt, die in der
Zeictrnun:: nicht wietlerpegcben i d . Die oberc halbkreisformige Flache ist
rot t n i t weilScn Linien (das Rot ist i n tier Figur durch schwarz wiedergegeben).
Die Unirabrnungen utid SBiilen (Kamtne) oberbalb der Linie dd siud gelb mit
roteti Tuplcn und Stricben, wiihrend der ganze Uiiterbau unterhalb von dd
weill init schwarzen 'Tupleu untl Strichen ist. Die feinen Linien iu diesem
tinteren l'eil stellen gelbe Pinselstriclic: dar.
(fol. 57 I)) sein, deiien aber leider keine Beschreibung beigefiigt ist.
Da bistic-r, soweit iiiir beknnnt, iiur Zeichnungen von Ofen, wie sie
bei der Destillntioii benutzt werden, veroffentlicht worden sind, so
teile ich die Zeichnungen nehst Xngaben iiber die Farbengebung mit
(Fig. 1 und 2).
IIerr Professor Dr. E. v o n L i p p m a n i i , den ich betreffs dieser
.lbl)ilduiigen bcfragte, 5chreibt niir: ,,Diehe Zeichnungen sind vertiiutlich durcti mariche Hiinde geqangen, beror sie die vorliegende,
imscheinend stark ,,stylisierle" Gestalt annahinen, die leider iiber
Einrichtiing und Hetrieb nur SpHrliches ersehen 1aBt. Gleich dernrtigen llrennofen der (ilaskijnstler waren auch wohl die der Emailleure urspriinglich n u r j ur den Kleinbetrieb eingerirhtet, also fiir den
Krinsthaiidwerker und nicht fiir den Fabrikanten bestimmt, und fafiten
daher niir einige wenige (iegenstiinde. L\-ie diese in mittlerer Hohe
des Ofetis eingesetzt wurden, deutet die cine der Zeichnungen a n ;
aber die h g e des Rostes, die Art der Beheizung und Flammenfiihrung,
die Ableitung der Gase usw., ergibt s k h aus lteiner yon beiden ganz
sivher, u n d es muB dahingestellt bleiben, v.elche der mljglichen oder
aahr.ichr:inlichen Einriclitungen wirklich vorhanden war. Ganz Hhnliche Schwierigkeiten hieten der Erkliirung belrnnntlich auch noch
sehr l-iel jiingere Zeichnungen des Mittelal ters und der beginnenden
Seuzeit, d a sie oft melir vom Iiiinstleris;clien ;ds techniwhen Stand-
Bild des Ofens r o n Z o s i m u s .
.
Die Feltler a . a siod blau. Der die Zeichnung uiiigebende Rabmen wird
innen voii einer violetten Linie begrenzt, auf die ein schwarzes Band mit weinen
Tupfen folgt. Der auaerste Rand ist gelb, in ihm befindet sich eine braunrote Zeichnung (in der Figiir schwarz). Der oberste Bogen des Ofens ist wie
iu der Figur schwarz uod weilJ. Er umgibt ein halbkreisformiges gelbes Feld
mit blauen (in de r Figur schwarzen) Linien. Das Rlauerwerk des Ofens ist
mit Ausnahtne des umgekehrt wanneuforniigen Feldes im unteren Teil und
des kreissegmentformigeu im oberen gelb. Diese beiden Felder siud wie in
der Figur schwarz und weiB. Die Zeichnung des Rlauerwerks ist schwarz
mit Ausnahme der beideu Kamine. Die auWereu Umgrenzuugslinieu beider
sind schwarz, die Locher rot, alle anderen Linien blau. Die blaue Randlinie
setzt sich am Rand des Ofens nach unten bis zu desseu FuW hin fort.
zur Geschichte der Cheniie, herausgegeben von D i e r g n r t , S. 143)
eingehend nachgewiesen. Dai3 auch Tugrs'i das Wasserbad, aber
ohne ihm einen besonderen Namen zii geben, benutzte, geht aus
~
~
Auf die Arbeit von H. E. S t a p l e t o n und R. F. A z o Alchemical
Equipment in the eleventh century (Mem. Asiat. Society of Bengal Vol. 1,
S. 47, 1905) sei besonders hingewiesen, da sie eine Fiille interessanler Angaben enthalt. Beachtenswert ist, daB eiii Apparat vollkommen eiuem yon
M. B e r t h a l o t (La Chimie au moyen Bge, Hd. I, S. 149) beschriebeuen bei
G e b e r gleicht und zwar gerade dem, BUS dem, d a er bei den Arabern nicht
vorkommen sollte,Ber t h e l o t schlieWt, daD die lateioischen Geber-Schriftetl
nicht iiber das 13. .Jalirhundert uach riickwiirts zu verlegen seien. Der Verfasser des von S t a p l e t o n und A z o herausgegebenen Werkes lebte aber 1034
n. Chr., TUGIG'~
u m 1100. Hieraus laWt sich aber, worauf Herr Professor
E. v o n L i p p m a n n besonders binweist, n i c h t schlieWen, daO die Geberschen
Schriften vor das ausgehende 13. Jahrhundert zu verleyeti seieti, was aus
den verschiedensten Grunden unmijglich iat. Die iibereitistimmenden Zeichnungen und Beschreibungen gehen vielleicbt, wie etwa die aus der niedizinischen Literatiir hekannteo, samtlicb auf hellenistisclie Vorlagen zuriick.
Auch eine andere Arbeit von H . E. S t a p l e t o n in derselben Zeitschrift S. 25
Sal-Ammoniak : a Study in primitive Chemistry, enthiilt wichtige Nachrichten.
'I) Der Herd ist abgebildet in E. W i e d e m a o n , u b e r chemische Apparate
bei den Arabern (Beitrage aus der Geschichte der Cheniie, herausgegeben
yon P. D i e r g a r t , S. 243).
la)
folgender Stellem) (fol. 5b) hervor: ,,Ta$fdls)von Rosennssrrer. Nimm
Roeen, streue m e aue, schneide die Blatter a b und wirf die Stiele fort.
Dann lege die Rosen in einen Kfirbis (qar'a, Kolben), der sich in einem
Kessel mit Wasser befindet. Dann mache Kohlenfeuer, bis es debtilliert. Dann gieh das Destillat auf andere noch nicht deatillierte
frische Rosen nnd destilliere von neuem. So verfahre dreim21. Ee
destilliert ein Rosenwasser, das besser als das von OOr'1) id.
Unmittelbar anschllefknd heifit es: Taq'fd der Aloe; nimm eine
Unze (etwa 39 ) indischer Aloe, 1 Disnek (etwa 1 g) Moschw nnd
3 Rat/ (etwa 1 gg) Rosenwamer, und destilliere dies mit der FeuchtigkeitI8). Es kommt etwas wunderb,ares heraus.
Ich teile noch die Obersetzung der Beschreibung des Ofens be1
Tugrs'r mit:
D a s S u b l i m i e r e n . Der zum Sublimieren dienende Ofgn i d mit
einem Kesfel aus Ton, Glas oder gadbrle)
versehen. Man bestreicht
ihn mit dem Ton dcr Weisheit (5. Reitr. XXlV, 102) und versieht ihn
mit einem kreislbrmigen Ring ([auq) aus Ton, der zwei Fin er
breit ist, damit er fest auf den Ofen aufgesetzt werden kann. b e r
Ofen ist rund und hat eine Offnung von einer Spaane auf eine Spanne.
In der Seite befinden sich zwei Ofhungen ffir die Luft und fUr den
Rauch. Zwischen dem Boden des Kernels und dem Ofen befindet Eich
ein Zwjschenraum von einer Spanne. Der Ring erstreckt sich auf
ein Drittel des Kessels. Besteht der Kessel aus Qlas, so hat e r eine
umgebogene weite Lippe (Rand schafa), die vier Finger breit 1st.
Ferner hat er einen Deckel aus Glas. Besteht er aus gad&, SO macht
man fur ihn (auch eine Lippe) und verbindet ihn rnit dem blinden
KUrbis (d. h. mit einem Kolben, an den ein blinder, verschloseener
d n b f q angesetzt ist).
Bei Tfigrb'f findet sich auch die Beschreibun einer Verbindung
eines Kolhens mit einem Helm (dnbfq), deren frinzip an die Beschreihung in der Summa Cap. XLlV erinnert, nur daf3 bei Tu&fs'i
der Kragen nicht um den Kolben, sondern an den Helm gelegt-ist.
B e r t h e l o t hat sich bei seiner fibersetzung (a. a. 0. S. 166) sehr weit
vom Text entfernt, so ist z. B. nirgends von einem Sandbad die Rede.
Es handelt sich urn einen nahezu zylindrisrhen Kolben und urn einen
Helm, ,urn dessen Mitte ein Kragen umgelegt ist, so da6 ein ringformiger Raum entsteht, der sich Uber die Wand des Kolbens schiebt.
Die Obersetzung ergibt, soweit der offenbar sehr verderbte Text es
gestattet, folpendes. Der Kolben ist eine Elle oder mehr oder weniger
lanp, sein Hals (lies 'ung statt 'aqb) iind seine Mitte sind gleich weit;
er ist so weit, did3 man mit der Hand hineinfahren kann. Drr Helm
ist mit einem weiten Grahen (chandaq Kragen) versehen, damit dieser
(mit seinem inneren Rand) in die Kolben hineingeht. Die Wand des
(irahens ist vier Finger lang. damit. wenn er uber den Kolben gesetzt
wird, dessen Hiilfte (d. ti. die Hllfte seiner Wand) in ihn eindringt,
der Rest aher (:iuBerhalh) hleiht (und cr sich nicht ganz Uber den
Kolhen schiebt). Uann braucht man sie (Helm und Kolben) nicht
(durcli Lehm) zit verbinden. Wackelt der Helm auf dem Ende des
Kolbens, so treten die Diimpfe der herrlichen Substanz heraus, ver[A. 214.1
inindern sich und gelien dir verloren."')
I..') Kolhen usw. die durch Wasserdampf erbifzt wurden, sind von E. W i e d e r n a n n in 1 ) i e r g a r t s Beitr#ge S. 246 und folgende beschrieben.
Hier ist ~ H b"0i.t
S
vtd.s'fd-,diis wiftlich ,in die H6he steigen machen"
heiUt untl ~ e w ~ h i i l i c .h. S u b l i m i t w n * hedeutet, filr das meist mit "taqffr,
trBpfelo marhen' ubersetzte D-stillierco vrrwcndet ; im folgcndeo wird dunn
aber stets das Verburn qa!tar f u r dcstillicren benutzt.
' , I Glir. das fipstei-e Fdirujrdbdd, war wegen seiner Hosen von rein
rntrr Pnrbe und wegen ~ P H I I S ihnen durch 1)estilliereo gewonnenen Hosenwassere heriihmt idbu //=id2 Geogr S . :%25).
I.)
TuQrS'i unterschc+Iet zwri Arten dor Deetillatioo. diejenige mit der
feuchtrn und tliejmige mit der trorkrneo Wlirme. Die erRlere geschieht, wie
oben hrwhriebon. im Wzwserbad urid viellnicht irn Dampf, aber nicht W I R
1 3 e r t h e l u I a. 8 . 0 . 163 nieinl irn hiisthauf1.n: die letzlere dagegen durch
ciufaclics E;rhitzen der Suhstiiozen in dem s i n enthaltendeo GefPU.
Auch zwei Arlen (IPS Iiiscns n e n n t Tu2r.i'; (fol. Gb u. 8b) Berthelot
(Y. l f i 5 11. I i O ) , die des aufgehlneten urid die des nicht aufgehanpten
(mu'allaq). Im i w t c n Fall wird a u f den Hciilen eines GelaBes das 1,osungsmittel gebrarht: die Siihstrtnz srlbst wird cepulvert in einen aus Haar hergestellten siebartigeii Stoff crninchal) gebrncht. der dann zu einem Beutel
zuxammengebiindpn tint1 am oheron E n d e de.1 GefiiOes aufgehaogt wird. Die
BUS dern Iiisting~niittel eotweichenden Dlnipfe kondensieren sich an der
Subsliinz untl lijsrn tlicse. Im zweiten Fall wild die Substaoz wobl gleich
in das Liivungsrnittel gt?bracht. € i i r die eistc Anordnung vgl. bei Stapleton
a. a. 0. Fig. 4 u. 5 .
I") badsr hadeutet eineii cuten. zahen, auch grtinlichen Ton, ferner
I'orzcllan.
Die Handscbrifteti schreihcn das Wort falsch, richtig ist es bei
S t a p l e t o n und .\;zo, S. ti:! u. 69.
" 7 Ich bube imrner r r u r u t dcn Text darauf angesehen, ob nicht der
Krageo urn den Kolbrn gclegen ist, abcr 4)hne Elfoly. Indes scheiut naeh
einigm Figurcn i i i den Schriften G e b c r s sich der Helm nicht in den Kragen
u m deii Kilrbis m i set7en.
Tagesrundschau.
Am 22. Oktobar begeht die Chemieche Fabrik a d M e n , vorm.
E. L(cheriq3,in ihrem QcschlUtehauae, Bedia, MUllerstr. 170, d i e Feier
i h r e e Wjllhrigen B e e t e h e n a Wir verweisen auf den entsprechenden Artikel in der Zeitschrift .Die Chemische Industrie".
Neue BUcher.
Bauer, Prof. Dr. Hugo, Chemie der Kohlenstoffverbindungen.
Drei
Karbozyklisehe Verbindungen. 3. Aufl. Berlin und Leipzig 1921.
Vereini n wissenschaftlicher Verleger.
M 6,Berall, Dr. %Itelm, Chemisches Praktikum far Mediziner und Pharmazeuten sowie zum Privalstudium. Grtlndliche Anleitun
Rigorosnnten bei den praktischen Obungen im chemischen
ratorium. Wien 1921. Kommissionsverlag A. Schhfeld.
Etchwald, Dr Egon, Probleme und Aufgaben der Nabmngsmittelchemie.
Mit 2 Abbildungen. Dresden u. Leipzig 1921. Verlag Th.Steinkopff.
Kiatner, Prof. A., Geschichte der Physik. 1. Die Physik bis Newton.
Mit 13 Figuren. 2. Aufl. Berlin und Leipzig 1919. Vereinigiing
wissenschaftlicher Verleger.
100°/o
geb. M 2.10
Mein, Dr. Joseph. Die Hilfsmittel und Qrundlagen des prlpamtivchemischen und analytisch-chemischen Arbeitens. Mit 11 Textfiguren. Berlin u. Leipzlg 1921. . Vereinigung wiasenschaftlicher
Verleger.
geh. M 12.Kostevitch, M.. High Explosive and Smokeless Powder Testing Electrical Apparatus. 1921. Mit Abb.
Lehmann, O., FlUssige Kristalle und ibr scheinbares Leben. Forschungsergebnisse. Mit 161 Textabbildungen. Leipzig 1921. Verlng
Leopold VoD.
kart. M 15,Miller, R., Chemische SchUlerUbungen. Ein praktischer Lehrgang der
Chemie. 11. Teil. Versuche aus der organischen Chemie. NUrnberg 1921. Verlag Friedrich Korn.
M 4.80
Procter, Prof. H. R., Taschenbuch fur Gerbereichemiker und Ledarfabrikmten. 2.. um einen Anhang vermehrte Auflage. DreRden
geb. M 20,und Leipzig 1921. Verlag Th. Steinkopff.
Remenovsky, Ing. Ernst, Erdmann-K6nigs CrundriB der allgemeinen
Warenkunde unter Berlicksicht igung der Technologie und Mikroskopie. 16. Auflage. Mil 630 Abbildungen und 15 Tafeln. 1. und
2. Band. Leipzig 1921. Verlag Joh. Ambr. Barth. peb. M 216,Rosenthal, Dr.-Ing. E., Hocbspannungsisolatoren. Mit 50 Textabbildungen. Berlin 1921. Verlag Jul. Springer.
Thenius, Dr. G., Das Holz und seine Destillationsprodukte. Ein a n d buch fiir Waldhesitzer, Forstbeamte, Fabrikanten, Lehrer, Chemiker,
Techniker und Ingenieure. M i t 74 Ahbildungen. 3. Aufl. Wien
und Leipzig 1921. Verlag A. Hartleben.
M 3'2,20°1,,
Walker, Dr. ,James, Einflihrung in die physikalische Chemie. Mit
65 Abbildungen. 3. Aull. Braunschweig 1921. Verlag Friedrich
Vieueg C(r Sohn.
geb. M 80.Wolff, Dr. Hans, Die Harze, Kunsthsr7e, Firnisse und Lticke. Berlin
und Leipzig 1931. Vereinigung wissenschaftlicher Verleger.
M 6,Worden, Edward Chauncey, Technology of Cellulose Esters. 296 Abbildungen. Band 1-5. Easton, Pennsylvania 1921. Verlag Eschenbach Printing Company.
faE
+
+
Aus anderen Vereinen und Versammlungun.
Verband der selbstandigen offentlichen Chemiker
Deutschlands.
(SchluO von S. 524.)
Prof. S c h m i d t erklart, daB die 13eschlUsse flir die an der Untersuchung von Futter- und Dungemitteln interessierten Institute keine
Anwendung finden k6nnen. Diese ktinnen den Tarif nicht einhalten,
so lange sie mit den laodwirtschaftlichen Versurhsiinstalten in Verhandlungen stehen. Prof. F r e s e n i u s betont, daR, wenn m i n davon
ausgeht und an der Tatsache festhalt, daB der Tarif den Unkosten
entspricht, man die landwirtschaftlichen Versuchsanstnlten davon iiberzeugen mtisse, daB auch sie nicht unter diesem Tarif arbeiten ktinnen,
da sie nicht in der Lage sind, Geld zuzusetzen. Prof. S c h m i d t erwidert, daB die I.aboralorien, die Futter- und 1)iingemittelanalysen
durchfuhren, nicht ihre Existenz aufs Spiel setzen ktinnen; wenn sie
Versuchsstationen,
h6here Preise fordern a19 die landwirtschaftli~~hen
werden sie bald durch diese ganz verdrHngt werden. Dr. P o p p gibt
zu, da6 die an der Untersuchung der Diingemittel beteiligten Laboratorien erst wenn die Landwirtschaftlichen Versuchsstationen dazu
gebracht sind, unseren Tarif iinzuerkennen, ihrerseits den Tarif einhalten kCinnen. Es mllssen aber diese Lahoratorien dahin streben
ihre Vertriige auf das Niveau der heutigen Forderungen zu bringen
Prof. S c h m i d t bemerkt, daB er durch keine VertrBge gebunden sei
Als Vorstmdsmitglied der Vereinigung der an der Untersuchung voi,
Futter- und Dungemitteln interessierten Lahoratorien bittet er aber,
fur diese die Flage aufzuschiehen, his eine Kllirung mit den Landwirtschaftlic*hen Versuchsstationen herbeigeffihrt sei.
Prof. Dr. W. Vauhel-Darmstadt hielt dann einen Vortrap: ,.Zur
Kennfnis der Karamele des Handels". Nan bezeichnet als Kariimel
den durch Erhitzen von Hohrzucker oder anderen Zuckerarten oder
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