close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Physikalisches Kolloquium im I. Physikalischen Institut der Universitt Berlin. Mittwoch den 5

код для вставкиСкачать
auch sei, mit Begeisterung als den Bronnen neuer Erkenntnisse erlebt. Auch auf dem Zeitschriftengebiete konnen
alle diese Normungsblatter, so wiinschenswert sie fur die
Manuskriptherstellung, die Gestaltung und die Anordnung des literarischen Stoffes sind, in der Hand eines
biirokratisch arbeitenden Schriftleiters gefahrlich werden,
wenn er sie vielleicht in allzu minutioser Anwendung zum
Totungsinstrument jedes freien lebendigen literarischen
Schaffens niachen wiirde.
Jedes Fachgebiet verlangt seine lebensnahe Zeitschrift,
die den Strom des taglichen Schaffens in klarster Form
erkennen 1d3t und auch ein gut Teil der Personlichkeit
ihres Leiters in ihrem Antlitz tragt.
1,i t e r B t u r.
Ueirtsclie Novtmcng. Beuth -Verlag G . ni. b. H., Berlin.
- Uezinzalklasszfil~atio~i.Deutsche Kurzausgabe nach der
2. Ausgabe der DK Briissel 1927/29 im Auftr. d. Dt. Normenausschusses. Beuth-Verlag. Nr. 65 der Veroffentlichungen des
VERSAMMLUNBSBERICHTE
Physikalische Gesellschaft zu Berlin
gemeinsam mit der
Deutschen Gesellschaft f i r technische Physik.
Sitzung am 7. Dezember 1934.
E. R u p p : ,,Stand der Positro,zenforschung." Vortr. gab
einen gedriingteii Bericht iiber die gegenwartigen Methoden
der Erzeugung von Positronen und iiber den jetzigen Stand
der Kenntnis ihrer Eigenschaften.
Fur die E r z e u g u n g von Positronen stehen zur Zeit
drei Methoden zur Verfiigung: 1. Einwirkung von Hohenstrahlen auf schwere Elemente, h l i c h wie bei der ersten
Entdeckung der Positronen durch Anderson1). Hier sind
insbesondere Arbeiten von Blackett von Bedeutung geworden.
Fur die eigentliche Gewinnung von Positronen hat diese
Methode aber keine sehr groBe Bedeutung, da sie von den im
Laboratorium nicht herstellbaren Hohenstrahlen abhhgig ist.
Reine Laboratoriumsrnethoden sind dagegen die beiden
folgenden : 2. Einwirkung harter y-Strahlen auf schwere
Elemente und 3 . BeschieOung von Aluminium oder Stickstoff
iiiit a-Strahlen. Bei der 2. Methode sind nur y-Strahlen mit
einer Energie oberhalb von 1 Million Volt imatande, Positronen
auszulosen. Dieser Energiebetrag hiingt mit der Dirac schen
Theorie der Zwillingselektronenbildung zusammen, es ist
gerade der Betrag, u m den die Geschwindigkeitsverteilung
der Positronen energieiirmer ist als die entsprechende der
Blektronen. Nach der Dirac schen Theorie wird bekanntlich
Posidurch ein y- Quant ein Zwillingselektron = (Elektron
tron) gebildet, und beim umgekehrten Vorgang entsteht aus
einem Positron und einein Elektron die sogenannte ,,Vernichtungsstrahlung", eine Art Rontgenstrahlung. - Die 3. Methode,
welche unter allen Methoden die beste Ausbeute an Positronen
liefert, ist bisher in zweierlei Weise angewandt worden. Die
a-Strahlen wurden entweder durch BeschieOung von Lithium
mit Protonenl) oder von Kohlenstoff rnit Deutonen erzeugt.
Uber die zahlreichen Untersuchungen der E i g e n s c h a f t e n
von Positronen, elm-Bestimmung (l'hibaut), Absorption,
Auslosung von Rontgenstrahlen, Streuung, Ionisation, Sekundarstrahlung und Intensitiitsmessung kann im Rahmen eines
kurzen Referates nur wenig gesagt werden. Die wichtigsten
Ergebnisse sind folgende : e/m hat bei Positronen praktisch
denselben Wert wie bei Elektronen, er betriigt 0,95 k 5 %
des Wertes fur Elektronen. Die Positronen werden etwas
weniger absorbiert als Elektronen, und ihre Geschwindigkeitsverluste sind groBer als bei den letzteren. Das Verhdtnis
von elastischer zu unelastischer Streuung ist fiir Positronen
etwa zehnmal groBer als fur Elektronen. Die von Positronen
erzeugte Sekundarstrahlung besteht aus Elektronen, sekundare
Positronen konnten bisher nicht beobachtet werden. Von
+
I)
g,
Vgl. hierzu diese Ztschr. 46, 452 [1933]
Vgl. ebenda 47, 509 [1934.]
Intern. Inst. f . Dokumentation. - Deutscher Verband
techn.-wiss. Vereine : Richtlinien fur die Ausgestaltung der Vortragsraunie. Febr. 1929. - Derselbe. Ubersicht vom 1. 3.
1929. S. 23: Deutscher XormenausschuB. - Derselbe.
Verdeutschung techn. Frenidworter. Juni 1934. - Richtlinien f u r Vovtvige technischen Inhalts, aufgestellt vorn Deutschen Verband techn.-wiss. Vereine in Zusanimenarbeit niit der
techn.-wiss. Lehrmittelzentrale (TWL). - Verzeichnis und
Titelabkiirzungen der wichtigsten Zeitschriften der Medizin und
ihrer Grenzgebiete. Herausgeber Vereinigung der Deutschen
Medizinischen Fachpresse. 1929. ,,Periodica Medical'. Dr. Otto Frank, Die Dezimalklassifikation als Ordnungsmittel fiir das Deutsche Nonnensammelwerk. 1934. BeuthVerlag. - Dr. Maximilian Pfliicke, Nonnierung der chein.wiss. Literatur. Diese Ztschr. 42, 1053 [1929]. - Biblie
theksrat Dr. F . Prinzhorn, Norniung im Bibliotheks-, Buch und
Zeitschriftenwesen. Sonderabdruck aus Zentralblatt fur Bibliothekswesen 45, [1928]. - Willy Bvtino Niemapin, Dezimalklassifikation u. Weltspraclie. Verlag Robert Kiepert. 1933.
[A. 147.1
besonderer Bedeutung ist die Tatsache, daB die photographische
Wirkung der Positronen dieselbe ist wie die der Elektronen
(Thibaut), so daB auf photographischein Wege ein einfacher
Tntensitiitsvergleich moglich ist. Ein Intensitatsvergleich kann
ferner auch durch Ionisationsinessungen angestellt werden ;
die ionisierende Wirkung von Positronen und Elektronen ist
gleich grol3. Positronen erzeugen ahnlich wie Elektronen
Phosphorescenz und fiihren zu einer, wenn auch schwachen,
Verfarbung (Graufarbung) von Kristallen. - Allgernein kann
man sagen, daB die Eigenschaften der Positronen und Elektronen nur bei kleineren Geschwindigkeiten differieren ,
s c h n e l l e Positronen und Elektronen verhalten sich im
wesentlichen gleich.
Von besonderem Interesse ist die Anregung der Vern i c h t u n g s - (Rontgen-) s t r a h l u n g bei der Einwirkung von
Positronen a d Materie. Hier hat sich in ~bereinstimmung
mit der Diracschen Theorie bestatigen lassen (Versuche von
Klempever), daB pro Positron 2 Rontgenquanten ausgesandt
werden. Ferner hat sich gezeigt, dal3 eine im wesentlichen
monochromatische Strahlung angeregt wird, ganz im Gegensatz zum Verhalten der Elektronen, die zur Emission eines
kontinuierlichen Bandes (Bremsstrahlung) fiihren. Die Intensitat der Vernichtungsstrahlung ist oberhalb einer bestimmten
Grenzdicke, die durch die Reichweite der Positronen in dern
betreffenden Material gegeben ist, unabhangig vorn Material,
bei kleineren Dicken unabhangig erst, wenn die Positronen
einen wesentlichen Teil ihrer Energie verloren haben.
Physikalisches Kolloquium im
I. Physikalischen Institut der Universitat Berlin.
Mittwoch, den 5. Dezember 1934.
D e u b n e r : ,,Demonstration des Greinachevschen LVasserstrahlzahlers." Vortr. demonstrierte an einem sehr einfacheii
Aufbau die Wirkungsweise des neuen Zahlers. Die Anordnung,
die ganz primitiv aus Geraten des cheniischen Laboratoriums
(Glasrohren und Trichter) zusamrnengebaut werden kann,
ist im wesentlichen folgende: Aus einer an die Wasserleitung
angeschlossenen Diise fliel3t ein etwa 1inm starker Wasserstrahl, dessen Geschwindigkeit zweckmiOig durch Zwischenschaltung eines Windkessels konstant gehalten wird. In
unmittelbarer Nahe der Diise befindet sich dern Wasserstrahl
gegeniiber eine Eisenspitze in einem solchen Abstand, da13 bei
Anlegen einer Gleichspatlnung von etwa 2000 Volt an die
Nadelspitze Spitzenentladungen gerade nicht mehr auftreten.
(Der Wasserstrahl hat Nullpotential.) Wird nun ein cc-Teilchen
in den Raum zwischen Strahl und der unter eineni positiven
Potential von etwa 2000 Volt stehenden Eisenspitze geschossen, so tritt eine (nachweisbare) Furikenentladung auf,
und der Strahl wird aus seiner Bahn abgelenkt. Diese bei
Annaherung eines radioaktiven Praparates mit vennehrter
Hiiufigkeit auftretenden ruckweisen Ablenkungen des Strahls
lassen sich einem grol3eren Kreis durch optische Projektion
sichtbar oder durch eine geeignete AnGdnung akustisch
Angewandte Chemie
48. Jahrg. 19%. Nr. 11
Versammlungsberichte
-
-
-
horbar machen bzw. registrieren. Der Zililer spricht riiit
ahnlicher Empfindlichkeit auch auf p- und y - Quanten, ja
sogar auf UV-Quanten an. Neben der grol3en Empf indlichkeit
kann als ein besonderer Vorzug des neuen Zahlers der sehr
kleine Ziihlraum angesehen werden, der aukrdein von allen
Seiten zuginglich ist. - Die Wirkungsweise des Zahlers kann
wahrscheinlich so erklart werden, daU infolge der durch die
a-Teilchen ausgelosten Funkenentladung zwischen Nadel und
Wasserstrahl eine Potentialerniedrigung und daher eine Vernrinderung der elektrostatischen Anziehung zwischen Nadel und
Wasserstrahl erfolgt, wodurch eine Ablenkung des Wasserstrahls zustande kommt.
K o h l e r : ,,Magnetische Effekte ..in kristallinen Medien."
Vortr. berichtete uber theoretische Uberlegungen zum Effekt
der Widerstandsanderung in magnetkchen Feldern. Bei
diesen Uberlegungen wurden keine elektronentheoretischen Annahmen gemacht, sondern nur die einzige Voraussetzung, da13
die Widerstandsiinderung proportional dem Quadrat der
IWdst%rke erfolgt (also kleine Feldstarken!). Es wurde die
Abhangigkeit der Widerstandsanderung von der kristallographischen Orientierung des Stromes und der magnetkchen
Feldstarke untersucht. Es zeigte sich hierbei eine groBere
Erscheinungsmannigfaltigkeit, als sie von der Elastizititstheorie in Kristallen gefordert wird; so konnen sich z. B.
kubische Kristalle hinsichtlich der Widerstandsiinderung
anisotrop verhalten. Die Ergebnisse wurden mit einem Teil
der Messungen von Stiersfadt an Wismut-Kristallen verglichen.
Nilieres hieriiber vgl. in der Original-Arb&!').
Colloquium des Kaiser Wilhelm-Instituts
fiir medizinische Forschung.
Heidelberg, 26. November 1934;
Vorsitzender: L. v. KrcDI.
R. K u h n : ,,!?bsv Flavin-Syntkrsefi.'
Die Sunimenformel des Lumi-Lactoflavins. C 13H12N,0
*,
ist schon seit fast 2 Jahren bekannt, die vollstandige Aufklarung der Konstitution dieser Verbindung gelang indessen
den1 Vortr. erst kiinlich. CJber die beim Studium des Ahbaus bisher aufgefundenen Atomgrupprerungen ini Molekiil
des Lumi-Lactoflavins wurdc vor kur7em bereits berichtet 4 ) .
Das Abbauprodukt, dessen Identifiziemg die gro13ten Schwierigkeiten bereitete, war die von dem Vortr. isolierte Base
C pH,,N,. Einen Hinweis auf die Konstitution dieser Base
brachte die Tatsache, da13 ihr Di-Hydrochlorid eine kurzwelligere Absorption aufwies als die freie BasL, w:e dits auch
hei o-Phenylendiaminen der Fall ist. Ferxwr konnte in dicser
Base eine Methyhidgruppe festgestellt w. rden. Fur die
Konstitution kameti nunmehr rioch 10 isomere Formulierungen
in Ijetracht ; ein gliicklicher Zufall erleichterte die Auffindung
der richtigen Konfiguration. Die genannte Base ergab namiicli init Ferrichlorid eine Blaufarbung, und da aus den Arbeiten von E . Noelling (1902) bekaniit war, daIJ nur die
5,6-l)ialkyl-phenq.len-2,3-dialnitie eine Blaufarbung, alle antleren Isonreren aber eine Rotflrbmig riiit Ferrichlorid ergeben, koiinte die Konstitutiori der Rasr wie folgt festgelegt
werdeii :
R,C,~,/NIICK,
)I
II,c/-=-~\NII,
(Die Blaufarbung iiiit FeCl, wird demonstriert). Nunniehr
kolmte aucli die Forniel des Lunli-Lactoflavins aufgestellt
werden.
CH!'
I
N
H3C',4-~,/\C"\C0
N
3)
Ann. Pliysik (5) 20, 891 [1931.]
4)
Vgl. diese Ztsclir. 47, 105 u. 31s [1934].
30
I
~-
-~
-
Die Synthese dieses Stoffes wurde init nirht keriiriietliylierteri
Phenylendianiinen als Ausgangsniaterial studiert. Nach 0. Kiihling (1906) treten N-monosubstituierte o-Pheny1end;aniine niit
Alloxan in alkoholischer Losung zu Verbindungen folgeiider
Konstitution zusamnien :
11 err, R
\I
I
N
N
Ein zweiter Ringschluli dieser Stoffe ld3t sich indessen nur
nach Harnstoffabspaltung erreichen, und die so entstehende
Carbonsaure konnte nicht wieder iiber ihr Ureid cyclisiert
werden. Bei Durchfuhrung der Kondensation nach IiiihZLng in
Gegenwart von etwas Slure hingegen erhllt man aus K-Methylphenylen-diamin und Alloxan direkt die gesuchte Verbindung :
Diese Synthese wird demonstriert. Die Kondensation laIJt
sich auch rnit Dialursiure und mit Alloxanthin durchfiihren.
Mit Methylalloxan entsteht die entsprechende N-rriethylierte
Verbindung.
Bei der Synthese des I,urrii-I,actoEaritls ging Vortr.
Dinitro-o-xylol :
H,C,H
1
~0111
,,NO,
~l
H~c/--~----No~
aus. das niit Ammoiiiak in Amino-nitro-o-xylol iibergefiillrt
wurde.
Die Konstitution des Lactoflavins selhst ist iinch
vorliegenden Befunden die folgende:
tlrii
CH,--(CHOH) ,--CH,mi
I
Die paanveise Nachbarschaft der 4 Hydroxyle geht aus der
Rildung einer Monoaceton- und einer Diacetonverbindung herror.
Vorbedingung fur die Synthese derartiger Verbindungen war
die Darstellung entsprechend substituierter 3-Nitro-5,6-xylole.
Ijiese wurden mit Stoffen vom Typ des Glucariiins (tiiit 1-.4rabinamin) nach folgendem Schema kondensiert :
HC
,X
,,
FT3C,H,NIIR
]
11
+H,NR
I
=
H,C'%/\NO,
(X= z. B. Halogen, R
I
+ 11s
H,C'"\NO,
= z.
R . Xuckerrcst)
Die Reduktion der Xitrogruppe und die Koiiderisatioii
init Alloxan lie13 sich hier ohne Isolierung des Ariiiris durcli-.
'iihren, man erlidt so in Gegenwart des Reduktionsriiittels
die Leukoverbindung, die durch Luftsauerstoff schnell oxydiert wird.
Die Reaktionsprodukte wurden in der oben genannteii
Weise rrlit Alloxan kondensiert. I'olgende Verbiiidurrgen wurden
d argestellt :
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
287 Кб
Теги
mittwochs, der, university, institut, physikalischen, den, kolloquium, berlin
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа