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Physikalisches und Chemisches Kolloquium der Universitt Gie.

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Ni-Cr-Legieruqgen, bietet sich unmittelbar die Moglichkeit, theoretische
Gesichtspunkte fiir die Entwicklung zunderfester Legierungen herauszuarbeiten. Hierbei fallen von vornherein samtliche Legierungskombinationen mit einer Edelmetallkomponentc weg, da keine nennenswerte Verbesserung durch den zusatz eines Edelmetalls erreicht wird.
Fiir eine zunderfeste Legierung ist die Zusatzkomponente eiues binaren Legierungssystems so zu wtihlen, dal? die Storstellenkonzentration
der fiir den zeitlichen Ablauf der Zunderung mallgebenden Komponente
herabgesetzt wird. Bei einer praktisch eiektronenleitenden Deckschicht
mul? die Storstellenkonzentration der Ionen und bei einer praktisch
ionenleitenden Deckschicht die St8rstellenkonzentration der Elektronen
vcrmindert werden. Dieses wird an dern von C. Wagner und K . E . Zimens untersuchten Beispiel der Oxydation von Nickel-Chromlegierungen
und an dern von K. Hauffe und Ch. Genschfiir den Zweit.cn Fall eutreffeuden
Beispiel der Bromierung von Silber-Kadmiumlegierungen erlautert. Die
durch Versuche erhaltene Abhangigkeit der Bromierungsgeschwindigkeit
bei Silber-Kadmium-Legierungen vom Kadmium- Gehalt stimmt iiberein
rnit der aus der fiir Metall-Legierungen erweiterten Wagnerschen Zunderformel errechneten Abhangigkeit.
Weiter, insbes. an Zundersystemen mit oxydischen Deckschiehten,
kommt die Ausbildung einer neuen Phase, z. B. einer Spinellphase mit
bcsouders geringer Ionenbeweglichkeit in Betraeht.. An der NickelChromlegierung wird die betrachtliche Zunahme der Zunderbestandigkeit oberhalb 10 Gew.-% Chrom als Auftreten einer Spinellphase gedcutet. Naeh Untersuchungen iiber den Mechanismus der NiO. Cr,O,-Spinellbildung von K . Hauffe und K . Pschera kann als mallgebend fur das
Fortschreiten der Zunderung von Nickel-Chromlegierungen die Diffusion von Chrom-Ionen + Elektroncn durch die Zunderschicht und eine
an der auDeren Phasengrenze Spinell/O (Gas) sich anschlieDende Verdampfuug von Cr,O, angesehen werden.
A ti s s p ra c h e :
L . Horn Hanau: Durch Al-Zusatz erhalt man keine Verbesserung der
Yorrosionsbkstandigkeit bei Ni-Legierungen. Bei Ni-Cr-Legierungen geht
der Anstieg der Zundergeschwindigkeit bis 8 % Cr, dann tritt em starker
Abfall ein.
W . HOFMANN, Braunschweig: Herstellung iibersiitfigtcr Mischkrystalle durch rasche Abkuhlung aus dern f liissigen Zustand.
Von verschiedenen Legierungen lassen sich dureh Einsaugen der
Schmelze in eine mit fliissiger Luft gekiihlte, kcilformig auslaufendc
Kokille iibersattigte Mischkrystalle herstellen. Dies gelingt, wie bei
Aluminium-Titan, sogar bei Legierungen, die nach dem Zustandabild
keine Loslichkeit im fcsten Zustand aufweisen, oder die nach dem Zustandsbild mogliche Loslichkeit wird weit iibertroffen wic z. B. bei Aluminium-Mangan (7% Mn in Aluminium gegeniiber l , S % naeh dem Zustandsbild.) Ebenso kanu Blei mit Tellur, Calcium oder Natrium iibersattigt werden, wie an bestimmten Aushartungserscheinungen nachgowiesen wurde. Eine eindeutige Erklarung konnte nicht gegeben werden.
Aussprache:
E. Raub, Schwab.-Gmiind: Es wurden auch schon Kupfermischkrystalk rnit 10--120/ Blei elektrolytisch hergestellt, wahrend sonst keine Loslichkeit von Blei I n Kupfer beobachtet wurde. E. Scheil, Stuttgart: Der
Begriff der ,,iibersattigten Mischkrystalle" ist fiir diese Proben mit Vorsicht zu gebrauchen.
W . B U L I A N , W6lfershausen :. ober die Zerfallsgefiige des iibetsattigten Magnesium-Aluminium-Mischkrystalls.
Eine ubersirttigte ~~nesium-Aluminium-Legierung
mit 7 % A1 enthalt jeweils drei Phasen: Primares Magnesium, AI,Mg, und ein ,,Eutektoid". Die Bezeiehnung Eutektoid ist nicht ganz zutreffend, da es sioh
um ein Eutektoid mit gerichteten Ausscheidungen handelt. Die Ausscheidungen treten in zwei Formen auf : Mikroskopisch homogen nnd
mikroskopisch inhomogen. Der Grund fur das Auftreten eiuer homogenen
bzw. inhomogenen Ausscheiduqv ist das ,,AusmaB an Homogenitat"
wie an sehr vielen Schliffaufnahmen gezeigt werden konnte. AI,Mg,
lost sich sehr langsam im Mischkrystall. Bei Anlassen unter 250° erhalt
man schlechte Homogenisierung, also inhomogene Ausscheidung. Beim
Anlassen iiber 250° je nach AnlaDtemperatur und AnlaDzeit gemischte
Ausscheidung und bei hoher Temperatur und langer AnlaBzeit gute Homogenisierung und damit homogene Ausscheidung.
TH. H E U M A N N , Gottingen: Uber den EinfluP der Atom- bzw.
Moluolumina auf die Bildung von Schmelzmininm bei liickenlosen Mischkr.ystalZreihen.
Aus der statistischen Verteilung der Partner im Mischkrystall ergibt
sich eine Konsequenz, wonach immer dann ein Schmelzniinimum innerhalb einer liickenlosen Mischkrystallreihe auftritt, wenn die hoher schmelzende Komponente das groBere Molvolumen hat. Dariiber hinaus treten
Minima auf und zwar unabhiingig davon, ob die hoher schmelzende Komponente das grblere oder das kleinere Volumen hat, wenn die Volumenunterschiede der Partner besonders groD sind. Tritt innerhalb der Miwhkrystallreihe kein Minimum auf, so hat die hoher schmelzende Kornpenente das kleinere Volumen. Die ftberlegungen, die nur qualitativen
Charakter tragen und sich darauf griinden, daD in einem verdiinnten
Mischkrystall grOBere, nur an8 den Atomen des Wirtgitters bestehende
Bezirke vorliegen, stehen im Einklang mit dem bis heute vorliegenden
Tatsachenmaterial (Legierungen und Systeme mit anorg. Salzen). Fur
die wenigen scheinbaren Ausnahmefale kann eine einfachc Deutung
gegeben werden. Auf Grund dieser oberlegungen kann man schon rnit
ziemlicher Sicherheit voraussagen, ob in einem noch nicht untersuchten
System ein Schmebminimum xu erwarten ist.
Ange~.Chem. 62. Jahrg. 1950 1 Nr. G
AussDrache:
0.' Musing Gottingen: Diese halbempirische Methode scheint sehr erfolgversprechend zu sein. K. Haujje, Qreifswaid: Die Elektronenanordnung diirfe nicht ganz auDer Acht gelassen werden. E. Scheil, Stuttgart:
Man kann das Material noch sehr vermehren, wenn man nur die Grenzen
von Mischkrvstallen betrachtet. Vortr.: Dies wurde auch schon getan, und
auch hier kointen die Befunde bestatigt werden.
Im Anschlul an die Geschiiftssitzung der Deutschen Gesellschsft fur
Metallkunde iiberreichte der Vorsitzende Prof. Dr. G. M a s k g Prof. Dr.
H. Hanemann die Heyn- Gedenkmiinze in Anerkennung seiner Verdienste
in der metallkundlichen Forschuug.
uber den Inhalt folgender weiterer Vortrige ist in der Zeitschrjft
Chemie-Ingenieur-Technik berichtet : 1 . Gebhardt, Stuttgart : Die Verbesserung der Gleiteigcnschaften von Lagern durch Verzinnung der Laufflache; G. Wassermann, Clsusthal: Aushartung und Verformung; H.
Kostron, Hannover: nber die Theorie des Tiefziehens und ihre Anwendung auf ein news Warmtiefziehverfahren fur Leichtmetall; A. Buckeley, Mettmann/Rhld. : Seigerq von Aluminium- GuDlegierungen ; li.
Bayer, Oker/Harz: ZinkdruckguD in USA (Mit Filmvorfiihrung); H .
Hanemnn, Stockholm: Philosophisches Denken in der wissensehaftlichen Technik; A. v. Zeerleder, Neuhausen/Rhein : Uber Sintern von
Aluminium-Legierungen; 1. Raub, Schw&b.-Gmiind: Reaktionen iu
gepretitem Metallpulvergemisch beim Sintern ; 0. Werner, Berlin-Lichterfelde: Die Bedeutung der 0. Hahnschen Emaniermethode fiir dir
pulvermetallurgische Forschung; 0. Heusler, Dillenburg: Interkrystalline Korrosion von Kupfer-Silicium-Legierungen durch Luft auerstoff. (Vgl. Chem.-In?.-Technik 22, 62 [1950]).
Z.
[VB 1431
Physikalisches und Chemisches Kolloquium
der Universitat GieBen
nm 29. November 1949
A.N E U H A U S , Darmstadt: ober orientierte Abschidung von Krystallen.
Nach Darlegung der Grundlagen zur Orientierung von KrystalIcn aufeiuander, wurden die seit etwa 1941l) hiertiber veroff entlichtefi
Arbeiten,) behandelt, daraus ableitbare allg. Erkenntntsse formuliert,)
und einige Anwendungen aufgezeigt (z. R . Ziichtung groDer Einkrystalle,
Herstellung von Polarisatoren u. a.).
So reichhaltig dies Untersuchungsgut aueh bereits i s t und SO verschiedenartig die aufeinander orientierbsren Krystallarten waren, 80 unbefriedigend blieben bisher alle Orientierungsversuche auf bisher zahlreichen,
vorherrschend oder doch zu einem wesentlichen Anteil, u n p o l a r gebundenen Tragern, wic Korund, Quarz, Topas u. v. a. h a r t e n Silieaten, auf
FeS,, FeAs, u. v. a., insbes. h a r t e n Chalkogeniden, ferner auf reinen
Kohlenwasserstoffen, Talk, Kaolin u. a., vorherrschend durch Dispersionskriifte zusammengehaltenen Krystallarten. Fur sie alle lag daher die von
Royer4) fur Diamant und reine Kohlenwasserstoffe aufgeworfene Fragr
nahe, ab zwischen Coulomb-Kriiften im weiteren Sinne, also Pol-Dipol-Induktions- und Spiegelpol-Kraften einerseits und Kovalenz- bzw. Dispersionskruten andererseits f a r O r i e n t i e r u n g e n a u s r e i c h e n d e Wechs e l w i r k u n g e n iiberhaupt moglich sind! Neuere Untersuchnngen (mit
W. Noll) iiber die Abhangigkeit,der Orientierungsfiihigkeit von der H a r t P
des Tragers (gemeint ist nur die Harte bzw. die Gitterfestigkeit scnkrecht
zur Tragerebene, so dal? z. B. Glimmer in diesem Sinne als weich anzusehen ist) fiihrten nun jedoch zu dem Ergebnis, daB bei geeigneter thermischer A k t i v i e r u n g a u c h h a r t e T r a g e r ausgezeichnet orientiertcn,
und daD die friiheren negativen Befunde sich dureh die mangelnde
Reaktionsbereitschaft bzw. die R e a k t i o n s t r a g h e i t d e r s t a r k v c r festigten Elektronenschalen d e r Oberflachenbaustcine dieser T r a g e r erklaren6). Demgemal? IieDen sich mit metrisch geeigneton
Partnern sehr schone Orientierungen z. B. auf Feldspaten, Hornblenden
und Wollastonit erzielen, von denen O r i e n t i e r u n g e n v o n N a C l u n d
K B r auf . O r t h o k l a s an Strukturskizzen und Photos genau-erMutert
wurden (Hochvakuumsublimation bei konst. Verdampfungstemperatur
dcr aufzudampfenden Substanz und konst. Trirgertemperatur). Entscheidend war die nur durch schrittweise Steigerung der Temperatur aufzufindende Aktivierungstemperatur des Tragers. So setete bei Orientierungsversuchen von KBr auf K-Feldspat erst bei 350° C Tragertemperatur schlagartig die Bildung ausgezeiohnet orientierter mikroskopischer Krystallite ein, die bci weiterer T-Steigerung in diinnste, kontinuierliche Einkrystallhaute iibergingen, deren Orientierung und Einkrystallcharakter nicht mehr mikroskopisch, sondern nur noch rontgenographisch nachweisbar waren ( h l . NaCl auf K-Feldspat, aber andere
Orientieruug und hohere Aktivierungstemperatur). Es besteht also offensichtlich eine von Trager nnd Fremdkomponente abhirngige oh a r a kteristische T e m p e r a t u r des merkbaren Orientierungsbeginnos,
wie bei echten Trockenreaktionen, Rekrystallisationen u. a. Platzwechsrlvorgii4gen6). Man d a d daher wohl folgern, daB zum wenigsteq Verwachsungen der vorstehend diskutierten Art nicht auf bloDer physikalischer Adsorption, sondern auf 2-dim en s i o n a l e r B e a k ti o n beruhen,
d. h. auf volliger Umordnung der Elektronenschalen der in Wechselwirkung tretenden Partnerbausteine im Sinne einer 2-dimensionalen
Verbindungsbildung. ftbertriigt man entsprechend die von Tammunn
und Mitarb.6) fur verschiedene Stoffgruppen gefundenen TR/Ts- Quotienten (TR = T merkbaren Platzwechsels in abs. T; Ts abs. Sehmelztemp.) auf die orientierte~Verwachsungen, so wiirde sich roh qualitativ
l ) A. Neuhaus ds. Ztschr. 54 525 [1941].
*) Fiat-Berich!e 8 28 (D. Kdssef) u. 28 71 ( R . Fricke).
a) A . Neuhaus N.'Jahrb. f. Min., Monaishefte ( A ) 1 9 4 5 - 4 8 , 23-40.
') L. Row? C: R. hebd. Stances Acad. Sci. I96 882 [1933].
s, A. Neuhdus. Vortrag a. d. Tagung d. D. MidGes., Freiburg 1949. Ref.
Fortschr. f. Min. i. Druck. Vgl. diese Ztschr. 61, 126 [1950].
#)
Tamrnann u. Mitarb Z. anorg. allg. Chem. I26,119[1923];149,62[1925];
1.57, 319,321 [ i m j ' :
-
47
ergeben, da9 h a r t e Triiger eben ihres hohen Fp wegen uqd unpolare
Triiger und reine Kohlenwasserstoffe schon des hohen Tammann- Quotienten wegen (TR/Ts
0,9 s t a t t
0.57 fur ionogene und
0.35 fur
metallische Subst.) allgem. hohe Anregungsbedingungen verlangen. So
ergaben sich z. B. als Aktivierungstemperaturen: NaCl
300° C, Or600° C, Korund bzw. Disthen
11000 C bzw.
950° C oder
thoklas
1750O C bzw.
1500O C j e nach dem man den Quotienten fur ionogene
(0,57*Tabs)oder unpolare (0,9.T&,) Substanzen zugrunde legt und fur
Diamant
2700O C 1 Die negatives Orientierungsversuche auf Diamant
(desgl. die des Vortr. auf Korund und Disthen bei Tragertemp. bis 600° C)
'lassen sich also allein schon &us der auDerordentlichen Reaktionstriigheit
dieser Triiger bei Raumtemperatur verstehes.
Es wurde schlieDlich auf die Auswertbarkeit der Krystallorientierungserfahrungen fur die Temperaturmessung geochemischer Vorgtinge (natiirl. gesetzmaDige Verwachsungen als geologische Thermometer), auf eine s t r u k t u r s p e z i f i s c h e C h r o m a t o g r a p h i e (d. h.
Ausnutzung der gleichformig aktivierten Normalbausteine der Oberfliichen, nicht nur der durch &uDerste Dispersion stark vermehrten aktivierten und Lockerstellen aller Art), ferner fur Identifizierungen und
Trennungen, insbes. auch van r-, 1-Substanzen hingewiesen.
[VB 1561
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--
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GDCh-Ortrverband Frankfurt a. M.
am 29. November 1949.
H. S C R L h ' E R , FranMurt/M. : Ldsungsnzitteleinfliisse auf die Carbonyl-Bande des Acetons.
Es wird der experimentell gefundene Zusammenhang zwischen der
Lage des Maximums der Carbonyl-Bande des Acetons in Cyclohexan und
der Aceton-Konzentration angegeben. AuDerdem war die Verschiebung
der Carbonyl-Bande in Losungsmittelgemischen gemessen worden, dic
0,142 molh Aceton in Mischungen von Chloroform-Cyclohexan oder
Methylenchlorid-Cyclohexan wechselnder Xusammensetzung enthielten.
Die durch Dipolschwarmbildung entstehenden Feldstarken (auf die
Aceton-Molekeln wirkenden Strukturfeldstlrken) werden berechnet und
cin Zusammenhang zwischon Feldstarke und Bandenverschiebung, der
im ersten Fall linear ist, aufgefunden. Durch eine quantenmechanische
Storungsrechnung rnit einem einfachen Molekelmodell wird gezeigt, daD
ein linearer Zusammenhang nur uster Anqahme eines stark inhomogenen
elektrischen Feldes resultiert. Die Bandenverschiebungen sind somit,
wenn sie iiberhaupt elektrostatisch zu deuten sind, nicht als Stark-Effektc
im eigentlichen Sinne anzusehen.
A. MAQNUS, Frankfurt/M. : Einfache Methode zur Messung van
Gasdruckunterschieden zwisehen verschiedenen Gasen am Boden zweier
verlikal stehender Rohren, a n deren oberen Ende der Druck ausgeglichen id.
Die schon seit langem bekannto Methode benotigt zur Messung sshr
kleiner Dichteunterschiede ein hochempfindlichos Differentialmanometer
und sehr lange RShren. Der zweiten Forderung kann man auch Geniige
leisten, wenn man mit den verschiedenen Gasen gefiillte kiirzere Rbhren
in der Weise hintereinander sohaltet, daS abwechselnd eine Verbindung
am oberen und unteren Ende hergestellt wird. Um die Apparatur von
der Fiillung je der Hiilfte der Rohren mit einem dcr zwei Gase auf die
MeDschaltung umzustellen, wurden zwei Metallhahnc benutzt, die eine
Umstellung im Augenblick erlauben. Auf diese Weise wurde ein Apparat
gewonneq, der bei einer Gesamthiihe von etwas uber 2 m, einer Rohrlinge
voq iiber 15 m iiquivalent ist. Mit einem empfindlichen Differentialmaqometer konnten bei Atmosphlrendruck Unterschiede im Nolekulargewicht van einer Einheit mit einer Genauigkeit yon etwa 1% gemessen
werden.
M.
[VB 1611
Rundschau
Ein Verfahren zur Rksung kleinster Jodkonrentrationen, Jod nnd
tfaer das Element 48. Noddack und Tacke glaubten bereits 1926 das
Element 43 in der Natur nachgewiesen zu haben. Sie gaben ihm den Natrlumthiosnlfat in Losungen beschreibt A. Ehmrt. Es beruht auf der
Namen Masurium. Da sie den Nachweis nicht sicherstellen konnten, Messung des Depolarisationsstroms an Platin-Elektroden. Dieser ist der
ging der Name wieder verloren. 1937 wiesen Perrier und Segrb (Italien) Jod-Konzentration in KJ-Losungen proportional. Um die an der Kadas Element 43 in einer kiinstlich aktivierten Mo-Probe nach und gaben thode auftretende Jod-Verarmung zu verhindern, wird die Losung rnit
ihm den Namen Technetium'). Die Massenzahlen der einzelnen Iso- den gut entfetteten Elektroden geriihrt. Vor der Messung muS das Abtope des Elementes lieges um 100. In fjbereinstimmung mit den Mat- sinken des Polarisationsstromes abgewartet werden. Die Strommessung
tauchsehen Isobareniegeln ist keines der 19 bisher bekannt gewordenen erfolgt mit einem empfindlichen Galvanometer; bei sehr kleinen KonTc-Isotope stabil. Die langste bisher gemessene Halbwertszeit ( ~ T C ) zentrationen ballistisch oder iiber einen Verstarker. Es werden zwei
betragt 1O6a. Bei einer relativ zum Erdalter so kurzen Halbwertszeit Messungen bei verschiedener Konzentration ausgefiihrt und graphisch
kann es kein natiirliches Vorkommen gebcn. Alle Isotope zerfallen durch ausgewertet. Der Schnittpunkt der Kurven auf der Null-Linie ergibt die
P-Zerfall oder K-Einfang. AuDer als Folgeprodukt von aktiviertem Ma Jod-Konzentration. Ahnlich wird das Thiosulfat bestimmt nach Zugabo
oder Ru entsteht das Tc auch bei Kernspaltungsprozessen. Die deutschen von iiberschiissigem Jod. Sauerstoff-Spuren verursachen eines RestArbeiten betreffen vorwiegend das auf letzterem Wege entstandene Tc*). strom. Die MeDgrenze dieser, ohne Normal-Losungen, allein mit phyIn den Wertigkeiten verhiilt es sich ahnlich wie seine Gruppennachbarn sikalischen Mitteln arbeitendeu Methode, liegt bei
y J/ml rnit
Mn und Re (7. Nebengruppe). Im ubrigen ist es chemisch,mehr mit seinen einem Fehler von & 2%. Extrem kleine Mengen werden vorher auf
y J/ml konzentriert. Die Apparatur kann auch als Jod-CouloMassennachbarn Ru und Mo verwandt. Es lSBt sich grundsatzlich rnit etwa
den bisher bekannten Methoden, auch wenn es nur in unwiigbaren meter verwandt und durch elektrolytische Jod-Zugabe geeicht werden.
Mengen vorhanden ist, von anderen Elementen abtrennen*- 4~ 6). In Die Apparatur, die sich zur Ozonbestimmung der Atmosphare sehr beAmerika wird das Element 43 als Abfallprodukt bei Kernspaltungspro- wahrt hat, ist leicht transportabel und sol1 d e m n k h s t technisch hergezessen heute wohl schon in Mengen van Gramm gewonnen. Metallisches stellt werden. (2. Naturforschg. Ib, 321/27 [1949]). -J.
(759)
Tc h a t rbntgenographisch eine dichte hexagonale Packung. Es besteht
Nitro-1.8-indandionl) ist ein vielverspreohendes Reagens znr IdentifiIsomorphie mit Rhenium. Als Dichte wird 11,49 g/cm3 augegeben. zierung organischer Basen. Es wird nach B. E. Christensen und Mitarb.
(D. T.).
(746) durch Nitrieren von 1.3-Indandion in Eisessig gewonnen und reagiert a18
starkc Skure in acetonischer Losung mit Aminen, Alkaloiden, N-HeZur Festlegung der Krystallstruktur des Eises durch Neutronen- terocycleu, Aminosauren, Amiden, Halogen-, Azo- und Nitro-Aminen mit
Beugungs-Versuche. Die endgiiltige Festlegung der Krystallstruktur Ausnahme derjenigen N-Basen, deren Stickstoff nicht funktionell basisch
des Eises durch Rontgen-Beugungs-Versuche scheitert am Fehlen eines ist, wie Uracil, Acetamid USW. Die meist farbigen Salze haben gut deStreuvermogens der Protonen. Bekannt ist lediglich die Anordnung der finierte Schmelzpunkte. Die Verbindung kann auch verwandt werden,
0-Atome nach raumzentrierten Tetraedema). Eine Bestimmung der um das Aquivalent-Gewicht der Basen zu titrieren. (Anal. Chemistry
Elektronendichte in der Elementarzelle des Eises durch eine Fourier- 21, 1573/75 [1949]). -J.
(769)
Analyse der Reflexintensitaten scheint bisher nicht durchgefdhrt zu sein.
Protelne und Enzyme lassen sich papierchromatogmphisch trennen.
Der Grund hierfur diirfte in der Schwierigkeit der Ziichtung von EisEine Methodik stammt von A. E. Franklin und J. H. Quastel. Ale MarEinkrystallen liegen.
kierung dient Hamin, das aus 2proz. Losung an das Protein gebunden
Durch die Benutzung von Neutronenstrahlen ist das Problem einer wird und mit dem Benzidin-Hydroperoxyd-Reagens qachgewiesen wird.
erneuten Bearbeitung zuganglich geworden. Zum Beleg fur die Leistungs- Zur Entwicklung werden Puffer- und 1-2-proz. Salzlosungen verwendet,
fhhigkeit der Methode sei auf eine Laue-Aufnahme von NaCl rnit Neu- d a organische Liisemittel unbefriedigende Ergebnisse gaben. Verbindet
tronenstrahlen aus dem Clinton-Pile in Oak-Ridge verwiesen').
sich das Protein nicht mit Hamin, wie es beim Ei-Albumin, Pepsin,
Nach einer Monochromasierung des Neutronenstrahls durch Bragg- Papain, bei der Diastase und Urease der Fall ist, kann es trotzdem mit
sche Reflexion an den Krystallebenen von NaCl gelingt es, auch Kry- dem Benzidin-Reagens nachgewiesen werden, da dann die ungefarbten
stallpulver-Aufnahmen nach Art der Debye-Scherrer-Methode durchzu- Stellen auf schwach gefarbtem Grunde die Orte des Proteins sind. Die
fiihrens). Nach dieser Methode gewonnene Beugkmgsaufnahmen an Entwicklungseeit dauert nicht langer, als 90 min. beim eindimensionalen,
,,schwerem Eis" (DaO) sprechen dem ,,half-hydrogen" Model1 nach 5 h beim zweidimensionalen Chromatogramm. Die WanderungsgeschwinPauling die grbllte Wahrscheinlichkeit zu.
digkeit ist selbstverstandlioh pH-abh&ngig und am geringsten am IsoDaruber hinaus ermoglichen derartige Neutroneu-Beugungs-Auf- elektrischen Punkt. Die Rf-Werte sind oberhalb von pH = 6 BuOerst
nahmen eine exakte Bestimmung des nach anderen Methoden nur in- konstant. Beim langen Stehen zerfallt Rinderserum in mehrere Fraktiodirekt zu bestimmenden Wirkungsquerschnittes f u r coharente Streuung. nen, die sich bei PH = 6 in verschiedenen Puffern, wie Citrat, Fumarat
(Ca.1
(747) USW. trennen lassen. Auch P-Lactoglobulin und y-Globulin sind nicht
einheitlich, obwohl sie elektrophoretisch nicht mehr trennbar sind. Die
Chromatogramme von Enzymen lassen sich durch enzymologische, die
l) Perrier, Segrt?, J. chern. Phys. 5, 712 [1937].
8) Hahn, StraPrnann, 2. Physik 117, 789 [1941].
von EiWeiDen durch serologische Verfahren quantitativ auswertes und
Eggen. Pool, Physic. Rev. 7 4 , 5 7 [1948].
dic Stellen hochster Aktivitiit mit der Benzidin-Reaktion vergleichen.
4, Kundu, Pool, ebenda 74, 1775 [1948].
Die Methode erfordert sicherlich vie1 ubung und Erfahrung, bedeutet
6 ) Seaborg, Segrt?. ebenda 55,808 [ I 9391.
aber einen groom Schritt vorwirts in der Anwendung der Papierchro0) W. H. Barnes, Proc. Roy. Sac. A 125, 670 [1929].
(742)
matographie. (Science 110, 447/51 [1949]). -J.
7) E. 0. Wollan, C. G. Shull u. M. C. Marney, Phys. Rev. 7 3 , 5 2 7 [1948].
8 , E. 0. Wollan, W. L. Davidson, C.0.Shull, ebenda 75, 1348 [1949].
I) Wnnag, Ber. dtsch. chern. Ges. 69, 1006 [1936].
Aryezu. Chem. } 62. Jahrg. 1950 1 N,r. 6
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