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Pittakall.

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delt werden, urn allc Rosolsture davon zu trennen. Hierauf last man die wieder vom Kalk durch die Salzs%ure
abgeschiedene SHure in Aetznatronlauge, Gltrirt , und miscbt
die Auflirsung wieder mit Salzsaure, tvodurch nun einc
reinere Brunolslure niederfillt die durch Aufliisen in
Alkohol vSllig gereinigt wird.
Ueber das physikalische nnd cheniische Verhalten,
so wie iiber die verscliiedenen Verbindungen der in dieser Abhandlung besyrochenen Stoffe, werde ich bald
mehr berichten I).
,
XVIII. Pittukall.
so
nennt Hr. Dr. R e i c b e n b a c h in Blansko einen
Stoff (,van:+ mrru iind 7 0 ,xallov), den derselbe aus
dem in diesen Annalen Bd. XXVIII. S. 6-17.erwzhnten
nach unreinen Picamar abgeschieden bat. W e n n man
solches' Picamar, oder auch diejenigen .Portionen des Buchenholztheer6ls, die schwerer als Wasser sind, in 50
Theilen Weingeist liist, und einige Tropfen Barytwasser
hinznsetzt, so wird die farblose Fliissigkeit pliitzlich prachtvoll hochblau und nach 6 Minnten indigblau. Wenn
man ferner Theerbl von angegebener Schwere so lange
mit Kalilauge versettt, bis es nur noch schwach sauer
auf Lackmus reagirt, die Lauge dann entfernt, und nun
das Oel mit Barytwasser mischt und fleifsig umruhrt, so
wird letzteres blafsroth, das Oel aber, wo es mit der
Luft in Beriihrung kommt, nach einigen Minuten tief und
1) Hr. Prof. R u n g e hat mir von seinem Kyanol und Pyrrol cine
Probe iibersandt, mit der Bitte, die Ricbtigkeit rler von dirsen
Stoffen angegebenen Reactionen LU priifrn. D i e h lrabe ich denn
auch i n Gerneinschaft rnit Hrn. Prof. €1. R o s e gethan, und icli
kann rnit Yergniigcn bezeugen, dafs die unter dem obigm Namen
aersandten Stoff: sic11 gegen Fichtenholz und Chlorkalk16sung
'genru soverhalten, wie er S. 66 und 65 angegcben ht.
P.
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]&haft blau, bis nach einigen Stunden die Farbe langsam in Schlvarz iibergeht. Auch mit trocknem Barytbydrat zerrieben, wird das durch Kali beinahe saurefrei
gemachte Theerill da, wo es mit der Luft in Beriihruni’
kommt, indigblau. Die Ursache der schijnen Farbung
in diesen und dinlichen Fallen, die aber nur durch Baryt zuin Vorschein kommt, nicht durch Kalk, Talkerde,
Kali, Natron, Ammoniak, Kieselfeuchtigkeit, da diese Karper. nur rotblich oder gelblich braune Farben geben, ist
das Pittakall. Die Darstellungsweise dieses Stoffs ist
von dem Entdecker noch nicht nlher bezeichnet; dagegen hat derselbe vorhufig folgende Eigenschaften angegeben.
Aus seinen Liisungen flockig niedergescblagen odc‘r
von ibnen durch Abdainpfen getrennt, ist das Pittaka11
eine trockne, feste, bruchige und abfarbende dunkelblaus
Masse, im Bruche matt und vom Ansehen des Indigs, .wie.
dieser, durch den Strich Metallglanz annehmend , aber
einen noch schoneren als das sogenanute Indigfeuer, da
er vom Kupferfarbigen bis in’s herrlichste Goldgelb iibergeht, und auf dem dunkelblauen Grunde uberaus schon
aussieht. Diesen Goldglanz zeigt es, wie das Carthamin,
1
auch schon bei blokem Auftrocknen, so wie in dem feinen Hgutchen, welche es nach Art des Kalks auf Wagser bildet.
Er ist geruch- und ,geschmacklos, nicht
fliichtig, in mafsiger Warme unverMderlich, in hijherdr
sich verkohleiid ohne ammoniakalischen Geruch. hn
reinen Zustande scheint :s sich im Wasser eher ft’
’in zu
zertheilen, als za Iosen. Denn die, obwohl fjltrirte Und
~iilligklare, Losung setzt, ohne andere merkbare Zersetzung, nach eioigen Tagen dunkelviolette Flockeu ab,
und ist dann vollkommen farblos. Lackmus, Curcumti,
Sonnenlicht und Luft haben keine Einwirkung auf das
Pittakall. Verduunte Sauren, init Ausnahme der Salpeterslure, losen es unzersetzt, Schwefelssure lnit veilchenblauer oder karinoisinrother , Salzsaure mit rothblauer,
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Essigshre mit morgenrother Farbe, meIche lctzterc durch
Ueberscliufs von A,lkalien wieder in das urspriingliclie
reine Hochblctu zuruckkehrt; hat man Ainrnoniak hierzu
aogewandt, so ist die 1,iisung ein viel einpfindlichercs’
Reagenz auf SBure, als Lackmuspapier. In Alkalien, die
es ails Sauren, selbst aus Wasser niedcrschlagen, ist es
durchaus unli5s!ich. Der Niederschlag .mit Kali zeigt sich
unter dem Mikroskop krystallisirt. Seine schwaizblaue
Verbindung rnit Kalk lbst sich morgenroth in Essigsiiure,
und Ueberschub von Ainmoniak stellt daraus das Pittaball rein blau wieder her.
Alkohol, Aether und EuBleizucker, Zinnsalz, schwefeelsaupion lasen es nicht.
res Kupferaminoniak, essigsaure Thoner.de u. s. w., B1lei1 es, selbst meiin die Liisungen vorwnltend sailer sind,
zu schhi dunkelblauen, in’s Violette scluekenden Niedersclil~gen, die sich auch bei Ueberschut von Ainmoniak
nicht verandern. Das Pittakall ist daher in der FYrberei
anwendbar; es kit3 sich init Thonerde und Zinnsalz recht
gut auf Baurnmolle uiid Leinen befestigen (S c h w e i g g.
Journ. Bd. 68. S. 1.).
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-
XIX;
Ucber das Steinkohlenbl.
Aus einer Untersucliung iiber die Steinkoble zieht
Hr. Dr. R e i c h e n b a c h folgende Schlusse: 1) Aus den
Steinkohlen der great coal formafion (nicht aber aus
denen des Greensand) lafst sich durch Destillation mit
Wasser 7m1vaa eines Weriscben Oels abscheiden. 2 )
Diefs Oel ist identisch mit dem Steiniil. 3) Letzteres
prdxistirt also, und ist kein Produkt der Verkohlung,
oder Verbrennung der Steinkohlen in der Erde. 4) Das
kiinstliche Steinid hat so viel Aehulichkeit mit dem Ter-’
penthiniil, d a t daraus zu schliefsen’ ist, das SteiniiI sey’
d n s ‘l’erpenlhin61 vorweltlicher Pinien. 5 ) Eupioii und
Stein61 sind gundverschieden; rectificirtes Steinkohlentheeriil enthzlt aber uiiter hnderein Steiniil und Eupion.
6) Alle Steinkohlenlager hahen sich nie in hober ‘!emperatur befuuden. 7 ) Stciniilquelleu scheineu scliwaclie
Uestillatiouen groter Steinkohlenlager durcli die allgem i n e Erdwarine zu seyn (S c h w e I g 6. J. Bd. 69. S. 19.).
I
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