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Populr-wissenschaftliche Vorlesungen. Von E. Mach. Fnfte Aufl. Leipzig 1923. Verlag Joh. Ambrosius Barth

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3T. Jahrgang 18241
Funk: Zur Frage der Deckkraftbestimmung von Farben
__
-
Snphthensulfosauren in Gegenwart und Abwesenheit ~ o nAtznatron
(siehe Nachrichten der 1. W. P. I., Bd. 4, S. 148).
Wenn Herr T s c h i 1 i k i n auf irgendein Prioritalsrecht Anspruch
erhebt, so werden wir es selbstverstandlich nicht anfechten. Seinerxeit wollten wir der russischen Textilindustrie zu Hilfe kommen,
spater aber veroffentlichten wir unsere Resultate zum allgemeinen
Nutzen, ohne die Autoren der einzelnen Ideen anzugeben, was bei
weitem nicht immer moglich ist.
[A. 58.1
Zur Frage der Deckkraftbestimmung von
Farben.
Von Dr. W. 'FUNK,Meiesen.
(EinpPg. B.14.lW24.)
Im Anschluf3 a n die unter abiger Bezeichnung auf S. 44 des
laufenden Jahrgangs ,dieser Zeitschrift erschienene Abhandlung von
J. F. S a c h e r miichte ich auf ein Verfahren hinweisen, das R. R.
D a n i e 1 s o n und M. K. F r e h a f e r 1) zur Prufung des Einflusses
von Zinnoxyd und dessen Ersatzmitteln (Natriumantimoniat, Titanoxyd, Magnesiumaluminat, Zinkoxyd, Zinkaluminat, Zirkoniumoxyd,
Zirkoniumsilicat, Feldspatfritte) auf das Deckvermogen weiiber Stahlblechemails benutzt haben. Ein auszugsweiser Bericht uber die Abhandlung der genannten nordamerikanischen Fachleute ist im Sprechsaal 1924, Seite 123, erschienen. Uber das Verfahren selbst sei der
Kurze halber hier nur mitgeteilt, d a 5 es sich bei ihm um eine Bestimmung des Lichtreflexionsvermogens der gebrannten Emails mittels
des Spektrophotometers von K o n i g - M a r t e n s in Verbindung mit
einer Releuchtungskammer des nordamerikanisrhen ,,Normenamtes"
handelt 2). Ich halte es fur angebracht, die a n der Frage interessierten Kreise auf diese Veroffentlichung aufmerksam zu machen, da ich
annehme, daib die betreffende Auslandsliteratur nur wenigen deutschen Fachgenossen zugilnglich ist.
[A. 50.1
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--
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Rundschau
- Neue
BIIcher
257
i n 5 dieser Dampf vorher in Gegendruck- und Anzapfmaschinen Arbeit
geleistet haben mui3, in der Oppauer Fabrik so vollkommen durchTefiihrt, daib heute nur noch 31, % der Niederdruckdampfmenge vom
Hochdruckdampfnetz in das Niederdruckdampfnetz entspannt wird,
d. h. nur die Menge, die zum Regulieren eines gleichmaibigen Niederdiuckdampfdruckes erforderlich ist. In den Werken Ludwigshafen,
Oppau und Merseburg arbeiten insgesamt 43 000 PS auf Gegendruck.
In M e r s e b u r g standen Abfallgase nicht zur Verfiigung, weil
zur Erzeugung des Wasserstoffes von vornherein das Kontaktverfahren
eingefuhrt wurde, und die Vergasung der mulmigen Rohbraunkohle
aus dem Geiseltale, auf die man angewiesen war, noch nicht gelost
war. Man war daher auf Dampfantrieb angewiesen. Zur Erzeugung
elektrischer Energie und zum Antrieb von Turbogeblasen wurden
Gegendruck-, Anzapf- und Kondensationsturbinen gewiihlt, wahrend
Kompressoren und Kolbenpumpen mit Kondensationsdampfmaschinen
angetrieben wurden. Nachdem die Badische Anilin- und Soda-Fabrik
beute in der Lage ist, auch d i e Rohbraunkohle zu vergasen, hat sie
sich entschlossen, fiir den weiteren Ausbau des Werkes ebenfalls Gasmaschinen aufzustellen. Die Regelung der Drehzahl der Gasmaschine
lafit nichts zu wunschen ubrig, und der thermodynamische Wirkungsgrad von iiber 50 % unter Ausnutzung der Abgase in Abwilrmekesseln
ist vorzuglich.
Betrachtet man diese Entwicklung der Warmewirtschaft bei den
Stickstoffnerken der Radischen Anilin- und Soda-Fabrik vom Standpunkt der Kohle als R o h s t o f f , so kann festgestellt werden, daL)
hier in ganz groibartiger Weise der S p e z i a 1 f a 11 gegeben ist, auf
den ich in meinem Bericht uber die Braunkohlenfachmesse in Leipzig
(diese Zeitschrift Jahrg. 37, S. 198) hingewiesen habe, dai3 die notwendige Erzeugung des Gases die Grundlage fur die Ausnutzung der
Kohle als R o h s t o f f unter Gewinnung eines hochwertigen Generatorteers abgibt.
Es ist von gol3em Interesse, aus dem Bkricht zu erfahren, d a l
der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik das Problem der Vergasung
der mulmigen Rohbraunkohle des Geiseltales gelost ist, und es ware
im Hinblick auf die volkswirtschaftliche 'Redeutung dieser Frage fur
ganz Mitteldeutschland zu wiinschen, daB die Badische Anilin- und
Soda-Fabrik ihre diesbczuglichen Erfahrungcn der deutschen Wirtschaft zu allgemeinem Nutz und Frommen zuganglich machen wurde.
Rundschau.
W%rmewirtschaft und Kraftmaschinenbetrieb der Stickstoffwerke der Badischen Anilin- und Sodafabrik.
Von Dr.-log. P a u l D o l c h , IApzig.
Aus einem liingeren Aufsatz, in dem Reg.-Baumeister A. K r a u 5 ,
Ludwigshafen a. Rh., die B e z i e h u n g e n z w i s c h e n d e r c h e m i s c h e n u n d d e r m e c h a n i s c h e n I n d u s t r i e (Z. V. D. 1.
1924, Nr. 1 u. 2) an einer Reihe von Beispielen aus der chemischen
Gro5industrie erlautert, erfahren wir nahere Angaben uber die
Warrnewirtschaft und den Kraftmaschinenbetrieb der Stickstothverke
der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik. Diese Mitteilungen sind von
gro5tem, Rllgemeinem Interesse, so da13 ihre kurze Wiedergabe an
dieser Stelle gerechtfertigt sein diirfte.
Die Badische Anilin- und Soda-Fabrik verbraucht in ihren Fabriken Ludwigshafen, Oppau und Merseburg taglich 2100 t Steinkohlen, 1 x 0 t Koks, 600 ,t Braunkohlenbriketts und 9OOO t Rohbraunkohle. Die tagliche Eneugung in den elektrischen Zentralen betrilgt
800WO KW. Zum Antrieb von Pumpen, Kompressoren und anderen
Arbeitsmaschinen sind au5erdem 210 OOO PS im Betrieb. In 25 Kesselhausern sind 270 Dampfkessel mit 120000 qm Heizflache untergebracht.
Fiir das am Rhein gelegene Werk O p p a u kamen a1s Brennstofl
nur Steinkohle und Braunkohlenbriketts in Frage. Da der zur
Ammoniakeneugung erforderliche Wasserstoff beim erslen Ausbau
nnch dern Lindeverfahren erzeugt wurde, und dadurch Erot3ere Mengen
Kohlenoxydgas zur Verfugung standen, und da man auiberdem fur den
weiteren Ausbau des Werkes schon mit der Errirhtung einer eigenen
Kokerei zur Gewinnung von Koks fur die Wasserstofferzeugung
rechnete, wodurch spilter Kokereigas verfiigbar wurde, mu5te der Antrieb der Kompressoren und Stromerzeuger durch Gasmaschinen in
erster Linie untersucht werden. Es ergab sich, dai3 die G a s m a s c h i n e , betrieben mit Kraftgas :IUS Rraunkohlenbriketts, bei
Tag- und Nachtbetrieb dem D a m p f b e t r i e b mit Kondensation
uberleqen ist. Dieses Ergebnis ist eine Folge dcs hohen Belastungsfaktors der Anlnpen (vpl. K 1 i n e e n b e r g Die Wirtschaftlichkeit
von Nebenproduktenanlagen fur Kraftwerke, S. 41). Die fur die Generntoren, fur Heizzwecke usw. notwendigen Niederdruckdampfmengen werden durch G e g e n d r u c k d a m p f t u r b i n e n oder
G e g e n d ru'c k d a m p f m a s c h i n e n , die mit Turbogeblasen oder
Gaskompressoren und Pumpen unmittelbar gekuppelt sind, gedeckt.
AuDerdcm wurden in1 Lauf der Jahre noch Anzapfturbinen und Gegendrucklorbinen m r Erzeugung elektrischer Energie aufgestellt. Auf
diese Weise wurde der Grundsntz, daf3 Dampf nur zum Kochen, Anwiirnier!, Eindampfen und Destillieren kondensiert werden darf, und
.
.
.I. o f the Amrr. Ceramic Society 19%. Nr. 6. S. 634 ff.
2) .\rlnalm der I'hysik
1003, S. 984: Bureau of Standards. Sec.
Paprrs 1022. S. 128.
1)
N e w Riicher.
A. Werner8 Neuere Ansebauiingen an! dem Qebiete der anorganischen
Chemie. Neu bearb. u. neu herausgeg. v. P a u 1 P f e i f f e r. (Bd. 8
aus ,,Die Wissenschaft", Einzeldarst. a. d. Naturwissenschaft u. d.
Technik.) Fiinfte Aufl. XIV u. 444 S. 8'. Verlag Friedr. Vieweg
& Sohn, A.-G. Rraunschweig 1923.
Geh. G.-M. 14, geb. G.-M.16
Man darf sich freuen, daib des verstorbenen Meisters ausgezeichnete umfassende Darstellung seiner an Redeutung immer mehr gewinnenden Koordinationslehre den herulensten, sachkundiesten Bearbeiter gefunden hat, und d a 5 das Buch damit vor dem Altern geschutzt ist, dem Schicksal so mancher seiner auflagenreichen Genossen. Die tiefgehende Umarbeitung, der die neue Auflage unterzogen wurde, hat dem Fortschritt der Wissenschaft voll Rechnung
getragen und den gewaltigen Stoff straffer gegliedert. Trotzdem
verstand sic es mit feinem Gefuhl, die Eigenart dieses klassischen
Werkes und seines Schopfers nicht zu rerwischen.
Die Hauptabschnitte des nun auch auijerlich wieder trefflich ausgestatteten Ruches sind jetzt: Die Elemente, Theorie der chemischen
Verbindungen, Systematik der chemischen Verbindungen, die Kristaile
nls Molekulverbindungen, Isomerieerscheinungen bei anorganischen
Verbindungen.
Stock. [BB. 280.1
PopulHr-wissensebaftlicbe Vorlesungen. Von E. M a c h. Fiinfte AuX
Leipzig 1923. Verlag Joh. Ambrosius Barth. G.-M. 8, geb. G.-M. 10
Wir sind in neuester Zeit daran gewohnt, daij im Geiste des
Physikers Mathematik und Erltenntnistheorie nebeneinander wohnea.
Oft ist es schwer zu sagen, ob ein relativistischer Physiker sich von
den Phanomenen oder von der Naturphilosophie leiten Iaibt. Man
lese z. B. die Einleilung von H c r m a n n W e y 1 s beriihmtem Buche
.,Raum, Zeit, Materie". Ein Fiihrer auf dem Wege zu dieser Entlvicklung war dar Physiker und Philosoph F: r n s t M a c h. Er war
es, der zuerst den N e w t o n schen Beweis vorn absoluten Rnume
durrh die Wirkungen der Rotation bestritt, der die Ursache, warum
in N e w t o n s rotierendem Wnsserglils (Ins Wnsser am Rande ernporsteigt, in der Wirltung der ges:tmten korperlichen Welt, des Fixsternhimmels erksnnte. A. E i n s t e i n ha\ dieses ,,M a c h sche Prinzip"
seiner nlliemeiiien Rr1:itivitHtsttleorie zugrunde gelegt. Als M n c h
im Frutijahr 1916 gestorben, war es d7lier such E i n s t e i n , der in
der Physiknlischen Zeitsrlirift (17, 101) die Verdienste jenes bedeutenden Forsrhers wiirdigte. \V:irrne Worte aus diesem NnchruI
knmeii niir in Erinnerung, :11s irh die neue (fiinfte) Auflnqe der
Poy.ular-wisseasrhnltlic~lenVorleaungen von M n c 11 in die Hand iinhni.
Resser k s n n die Art der M a c h schen Werke nicht gescliildert werden,
weshalb E i n s I e i n s Worte hier Plntz findrn miicen:
,,I?eirn Lesen der hi 11 c h srhen Werke fuhlt man angenehrn das
Behsgen, das der Autor beim rniihelosen Niederschreiben seiner
priignanten, treffenden SItze gefiihlt linben mu5. Aber nicht nur
258
Neue BUcher
intellektuelles Vergniigen und Freude am guten Stil machen die
Lektiire seiner Biicher immer wieder so anziehend, sondern auch
die gutige, menschenfreundliche und hoffnungsfrohe Gesimiunq,
die oft zwischen den Zeilen heyorschimmert, wenn er uber allgemein nienschliche Dinge redet.
In 33 gemeinverstandlichen Vortragen hat M a c h eine Fulle voii
Fragen der Physik, Physiologie und Psychologie behandelt. In allen
tritt uns die Unabhangigkeit des Denltens und die Klarheit des Urteils
entgegen: z. €3. wenn e r in dem Vortrag uber die Gestalt der Flussigkeiten sein Prinzip der kleinsten Oberflache entwickelt, wenn e r seine
beruhmle Theorie des Knalls nioderner Geschutze darlegt. (Er fand
bekanntlich, daB, wenn die Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses
griiaer ist als die Schallgeschwindigkeit, der Schall vom GeschoB niit
Uberschallgeschwindigkeit so lange mitgefiihrt wird, bis dessen Ge.
srhwindigkeit unter die norniale Schallgeschwindigkeit sinkt und ihm
dann voraneilt.) Oder wenn e r im Vortrag uber das Orientierungsempfinden die von ihm zuerst geaunerte Ansicht verteidigt, da13 ein
Orientierungsorgan im Gehorapparat eingebaut ist. Es ist dankenswerl, da8 nunniehr, naclidem die vierte Auflage vpii 1910 vergriffen
war, eine neue Ausgabe veranstaltet wurde, der noch mehrere seitdem entstandene Aufsiitze hiimgefiigt werden konnten.
Fur eine zukiinftige Ausgabe sei die Bitte ausgesprochen, eine
lturze Biographie voranzuschicken. Gibt uns auch das Buch von
A. L a m p a uber E r n s t M a c h (Prag 1918) ein treffendes Bild
seines Lebens, so ist doch gerade dem Leser der populiiren Schrifteii
erwiinsrht, zugleich uber den Autor Naheres zu erfahren, dessen
Denken e r bewundert.
L'. IVeiaberg. [BB. 2G1.1
Stora Kopparbergets Historia. I. Forberedande Undersoliningar av
Prof. S v e n T u n b e r g . I!pp.sala 1922. Almqvist & Wiksells Boktryrkeri-A.-R.
Die schwedische Aktiengesellschaft Stora Kopparbergs Bergslags,
deren Geschichte im Mittelpunkt der vorliegenden Veroffentlichung
steht, ist eine der altesten' und bedeutendsten metallurgisrh-chemiwhen ClroDunternehmen der Welt. Sie wurde urn 1250 gegrundet,
verhiittete urspriinglich die beruhmten Kupfererze der Grube in
Falun, wandte sich um 1735 der Eisengewinnung zu und betatigte
sich gleichzeitig mit Erfolg auf dem Gebiete der Waldnusbeutung.
Mit ihren zahlreichen Erzgruben, ihren Eisen- und Stahlwerken,
ihrem urnfangreichen Waldbesitz, ihren Siige und Robelwerken, Zellulose- und Papierfabriken, Holzverkohlungen und chemischen Fabriken,
zu denen noch stattliche Wasserkraftanlagen und landwirtschaftliche
Betriebe hinzukonirnen, ist dieses Unternehmen ein imponierendes
Reispiel groaziigiger Industrieentwicklung. In den hier zu besprechenden ,,Vorbereitenden Untersucliungen" wird zunachst die Entstehung des schwedischen Rergbaus behandelt, der in seiner Entwicklung stark durch das deutsche Vorbild, hauptsachlich den Ilarxer
Hergbau, beeinflufit und befruchtet worden ist. Von besonderer Bedeutung sind fur den schwedischen Bergbau gewisse Teile der Landschnft Dnlekarlien gewesen, die sich fruher als eigene Bergwerksprovinz ,,Bergslag" absonderten. Ober Slora Kopparbergs Bergslag
liegen schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts interessante Berichte
ror, die T u n b e r g mit groBem FleiD zusammengestellt und verarbeitet hat. Eine Fulle von kulturhistorischeni, technisch-geschiclitlichem und biographischem Material wird hier geboten, zusammen mit
vorziiglichen Heproduktionen alter IJrkunden, Karten uiid Fortrats.
Es durfte wenige industrielle IJnternehmen geben, deren Geschichte
eine so groflzugige und das Ma13 der ublichen Firnienschriften so weit
iiberrngende Darstellung gefunden hat wie ,,Rergsl;iget". Mit grofltem
Interesse kann man dem Erscheinen der weiter geplanten Bande
dieser Firniengeschichte entgegensehen.
In diesem Zusanimenhang mag noch eine kleine, in deutscher
Sprache abgefaate Schrift : ,,Ptora 'Kopparbergs Bergslags Akticbolag,
Eisenerz-Gruben" (Stockholm 1923, Centraltryckeriet) Erwahnung
finden, die einen guten Uberblick uber den Grubenbesitz dieses
Uugge. [BB. 241.1
groflten schwedischen Eisenproduzenten gibt.
Arsenic, Calcium Arsenate and The Boll Weevil. Articles and Addresses by Howard W. Ambruster. New York Nov. 1923. Barr-Erhardt
Press. Inc. 205 West, 19th Street. New York 19'23.
Cents 50
In der vorliegenden, bei aller K u n e sehr klar gehaltenen Abhandlung wird der auBerordentlich hohe Wert der Rekampfung des
Bauniwollkapselwurmes und die Erschwerung der Durchfiihrung
dieser Methode mittels Calciumarseniates dargelegt. Verfasser schildert zunachst die Darstellung des Praparates, die Umstandlichkeit
der Gewinnung uber die arsenige Siure, die verschiedenen Arsenvorkommen in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada, sowie
die ungeniigenden Mengen in Amerika, die wenig mnstigen Aussichten fur eine direkte Abscheidung von arseniger S u r e aus Miapickel, die aufierordentlich schwankenden Preise, die zum Teil auf
den schwer vorauszusagenden Bedarf in den einzelnen Jahren zuruckzufiihren sind, und dann die Entwicklung all dieser Verhaltnisse in
den letzlen Jahren, die fur die Vereinigten Staaten eines der wichtigsten Wirtschaftsprobleme geworden sind.
Im Jahre 1920, wo die Verheerungen durch den Baumwollkapselkafer besonders groi3 waren, wurden 16 OCO t Calciumarseniat verbraucht; davon entGelen auf die amerikanische Eneugung 12000 t
wahrend der Rest von Kanada, Mexiko, Deutschland, Japan und
[n n ~Zcitsclirift
fiir
c w n n d t cChemie
Belgien eingefuhrt wurde. Das Praparat mu0 40 yo As,O, entlialten,
wovon nicht mehr als 0,75 % durch Wasser herausgelost werden
diirfen, eine Forderung, die ganz besondere Beachtung verdient in
Rucksicht auf die vielfach stark auftretenden Regenfllle. Alles in
allem ist die Bekampfung dieses Schadlings mit dem Arsenkalk, der
in Verstaubungsforni angewendet wird, keine ganz ideale und beschaftigt 'dauernd nicht nur die Baumwollpflanzer, Entomologen,
Fabrikanten und Handler, sondern auch die Regierung der Vereinigten
Staaten, und es wird an allen beteiligten Stellen diesem Problem
erhebliche Beachtung geschenkt. Die Darstellung des Gegenstandes, mit grofjem FleiB geschickt zusammengestellt, enthalt auch
fur die an dieser Materie interessierten deutschen Kreise mancherlei
wertvolle Einzelheiten, ist aber im wesentlichen eingestellt auf die
Absicht, Mahnruf in den Vereinigten Staaten zu w 6 d e n .
Berend. [BR. 292.1
De Porhietoriske Bronsers Sammensaetning og Oprindelse og Deres
relative older som Rrulismetal sammenlignet med Jernet. Av J o h n
S e b e 1 i e n . Kristiania 1923. 28 Seiten. (Zusammensetzung und
Ursprung der vorhistorischen Bronzen und deren Alter als Gebrauchsmetal1 verglichen mit dem des Eisens.)
Die Schwierigkeit der Darstellung von reinem Kupfer aus Kupferkies und der Legierung des Kupfers niit Zinn zu Bronze im Verhaltnis
zur Gewinnung von Eisen aus Eisenen brachte den Verfasser auf den
Gedanken, es sei unwahrscheinlich, dai3 auf die Steinzeit direkt die
Bronzezeit folgte, und erst spater die Menschheit die Herstellung von
Eisen lernte. Literaturstudien geben dem Verfasser die GewiBheit,
dn13 dieses Schema tatsachlich nicht fur alle Falle pant. Manche Tatsachen deuten darauf hin, daB man in vielen Liindern die Behandlung
des Eisens vor der Herstellung der Bronze kannte. Nur in denjenigen
Gegenden, in welchen, wie in Cornwall, sich leicht reduzierbare
Kupfererze und Zinnerze beieinander finden, ist sicherlich die Herstellung von Hronzegeraten vor der von Eisengeraten bekannt gewesen.
Riesenfeld. [BB. 283.1
Keramik. Von 1)ipl.-Ing. E. P. B a I: e r. Band I der Technischen Fortschrittsberichte. Dresden. Verlag Theodor Steinkopff. Geh. G.-M. 4
Die dritte Auflage des Keramischen Handbuches der gesamten
Tonwarenindustrie, bearbeitet von E. C r a ni e r und H. II e c h t ,
ist im Jahre 1907 erschienen und seit fast 10 Jallren vergriffen. Die
uberaus umfangreiche Zusamrnenstellung dieses Buches konnte in
gleichem Umfange bisher nicht erneut erscheinen. Aus diesem Grunde
sind Nachtrage, Erganzungen uber die zwischenzeillichen technischen
Fortsrhritte von besonderer Wirhtigkeit und Wert. Die erste grofierc
Zusammenstellung auf diesem Gebiete stnmmte von R i e k e und ist
in den Portschritten der Chemie, Physik und physikalischen Chemie,
Band Vl Heft 3 und 4 vom Oktober und November 1912 unter dem
Titel ,,Neuere Fortschritte auf dem Gebiete der keramischeii Chemie"
erschienen. Im vorigen Jahr hat F u n k in der Chemiker-Zeitung
Nr. 94, 99/100, 103/104, 107/108,109/110 unter dem Titel ,,Fortschritte
der Kerarnik" eine iiberaus wertvolle Literaturzusammenstellung auf
keraniisrhem Gebiete durrhgefuhrt. Nun erscheint das B a u e r sche
Handbuch als Rand I der Technischen Fortschrittsberichte. Es ist
uni so mehr zu begriiflcn, als es zwei kurz vorher ersrhienene Werke
der Keramik ,,H.H e c h t , Lehrbuch der Keromik" und ,,Deutsche
Ton- und Steinzeupverke-Jubilaumsbuch,Die Keramik im Dienste
von Industrie und Volkswirtschaft" durch eine fast komplette Literaturzusammenstellung auf das wertrollste ergiinzt. Das €3 a u e r sche
Huch hat den Zweck kurzer und ubersirhtlicher Orientierungen iiber
die Fortsrhritte der Kerarnik bestens erfullt. Die berucksichtigten
Veroffentlichungen und Arbeiten sind auf etwa 140 Seiten nach kerarnischeii Gesichtspunkten zunlchst in drei grol3e. Gruppen ,,Allgemeine
Keramik", ,,Spezielle Keramik" und ,,Fabrikation" geordnet. Innerhalb dieser drei Gruppen besteht wiederum eine weitgehende Unterleilung, die das Werk ubersichtlicher gestaltet, seinen Gebrnuch
dadurch erleichtert und in gleicher . Weise fur den \Vissenschaftler,
Induslriellen und l'atentinl€ressenlen wertvoll macht.
.sim/er. 1131% 276 ]
lllustrierte Technische Worterbiiebcr. Von S c h 1 o m a n n - 0 1 d e n b o u r g. In sechs Sprachen: Deutsch, Englisch, Franzosisch, Russisch, Italienisrh, Spanisch. Herausgegeben von A 1 f r e d S c h I o m a n n . Band XIV: Faserrohstoffe. Mit 434 Abbildungen und
zahlreichen Fornieln. Oldenbourg-Verlag A.-G., Munchen.
Geb. G.-M. 20
Die ITW (Illustrierten Technischen Worterbucher) in sechs Sprathen: Deutsch, Englisch, Franzosisch, Russisch, Italienisch, Spanisch
sind in der Entwirklung des ganzen Unternehmens zu einem Ereignis auf dem Gebiete der Fachliteratur geworden. Di.e bisher erschienenen Bande: 1. Maschinenelemente, 2. Elektrotechnik, 3. Dampfmaschinen, 4. Verbrennungsmaschinen, 5. u. 6. Eisenbahnwesen,
7. Hebemaschinen, 8. Eisenbeton, 9. Werkzeugrnaschinen, 10. Motortahneuge, 11. Eisenhiittenwesen, 12. Wasser-, Lult- und Kaltetechnik, 13. Baukonstruktion stellen in jedem Bande ein geschlossenes
Gebiet dar, wodurch es moglich wurde, eine bis dahin unbekannte
Vollstandigkeit des Wortschatzes zu erzielen. In jedem Bande sind
d1e sechs Sprachen nebeneinander angeordnet und zwar im Gegensatz zu andern Worterbiichern, die ubrigens auf diesen Spezialgebieten der Technik naturgemaB versagen mussen, systematisch, so
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