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Technische Universitt Berlin. 13. Kolloquium fr Elektrochemie und Korrosionsforschung

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111. Unter der Olivinschicht, der Dunitschale, miiasen wir undifferenziertes Magma von basalt. Zusammensetzung annehmen, daa, wie
sich aus der Geschwindigkeit der Erdbebenwellen ableiten laat, mit fortschreitender Erdabkiihlung kryatallin wird, es bildet sich die Eklogitfazies Eskolas, die uns in den Griquaiten der Kimberlitschlote unmittelbar vorlieet. Diem geben uns also die chem. Zusammensetzung des allgemeinen Urmagmas der Lithoephiire. Ein Vergleich der in der Tabelle
zusammengestellten Molekularverhaltnisse (Niggli-Werte) eines Griquaits 1)mit einem Olivingabbro 2) zeigt, daD diese wie auch viele andere
basiache Tiefen- und ErguOgesteine der Erde direkte, kaum differenzierte
Mo bilisationsprodukte der ,,Eklogitschale" sind. Die Plateaubasalte 3)
resultieren, wenn wir von dem Griquaitmittel dunkle und helle Erstausscheidungen, ntimlich 18.5% Forstent und 7.5% Anorthit abzieben 4).
Auch sie sind also aus der Griquaitschale, wahrscheinlich iiber ein zwischengeschaltetes Magmenreservoir, abzuleiten.
Fiir die Gesteine oberhalb der dunitischen Trennungsflache ergeben
sich die unter 5) aufgefiihrten Werte, die der Griquait-Analyse gegeniiber
einen Uberechu5 a n SiO, und Alkalien aufweiaen. Dieser Pegmatitfiberschull ist auf eine Auafallung aus der nach Rilftnann bei der Kondensation
der Silicatschale iibriggebliebenen Pneumntosphlre zurdckzufiihren. In
der T a t ergibt sich nach Abzug von 10% Pegmatit von dem Mittel der
Gesteine der obersten 60 km Lithosphhre 6) auffallende ubereinstimmung
mit dem Griquait.
1
si
al
frn
C
alk
k
mg
I.
91.5
14.5
61.5
20.5
3.5
0.24
0.73
1
2.
91
15.5
61.5
18.5
4.5
0.23
0.73
1
3.
114 .
,
I
1
4.
I
4i5 4;;
7
0.15
0.48
'
1
5.
I
6.
111
5
0.24
0.47
59
19
6.5
0.29
0.73
19.5
5
0.27
0.73
L
GDCh-Ortrverband Berlin
am 8. Mal 1860
H . G I B I A N , Berlin: Das die Bindegewebspernleabililaf sleigernde
Fermenl Hyaluronidase'). (Chemie. biologische Bedeufung und m d i z i n i sche Anwendung).
Substrate der Hyaluronidase sind nur solche sauren Mucopolyeaccharide, die aus sich vom mittleren Keimblatt ableitenden Geweben (dem
Mesenchym) gewonnen werden kannenz) : Die Chondroitinschwefelslure
und die Hyaluronsilure sind hochmolekular, bestehen aus Glucuronslure
H,SO, und liefern charakteristkch
und Acetylhexosamin (ca. 1:l)
noch viscose Losungen. Sie sind die Hauptbestandteile der Bindegewebsgrundsubstanz und verkitten die Zellen der mesenchymalen Gewebe
miteinander. Die Hyaluronidasen sind j e nach Herkunft unterschiedlich
zusammengesetzte Fermentkomplexe, die obige Sauren stufenweise iiber
noch hochpolymere, aber nicht mehr viscose Produkte bis sehlieBlich zu
den Monosacchariden abbauen.
Schon lange vor Aufklfrrung ihrer Fermentnatur h a t t e man sie als
, , S p r e a d i n g f a k t o r e n " gekannt: Spritzt man sie in die H a u t zusammen rnit z. B. einem Farbstoff, so ergibt sich durch beschleunigte Diffusion ein vergrtl5erter Farbfleck; h a t man den Farbatoff intravenos gegeben, 80 t r i t t er infolge Permeabilitiitserhohung aus den Capillaren aus.
Hyaluronidase kommt in zahlreichen Geweben vor. Moglicherweise
gesteuert von Hormonen reguliert das Hyaluronsaure/HyaluronidaseSystem hier den Wasserhaushalt und den NBhretoff- und Fliissigkeitatraneporl zwischen d e n Zellen. Hyaluronidase wird weiter von zahlreichen
Bakterien gebildet und kommt in vielen tierischen Giften vor. Yie verschafft diesen durch Abbau der Gewebsbarriere Eintritt in den Wirtsorganismus. Dae quantitativ starkste Vorkoninien ist das in Slugetiertestikeln und -sperma. Nur bei ausreichender Anzrhl Spermatozoen ist
auch geniigend Hyaluronidase vorhanden, um die das Ei nach der Ovulation noch umgebenden Granulosazellen abzulosen und 80 die Reiruchtung zu ermoglichen.
In Beziehung zu Storungen des Hyaluronidase/Hyaluronsaure-Systems stehen u. a. auch gewisse rheumatische Erkrankungen, wie sich
z. B. aus charaktenstischen Veranderungen der im Blutserum vorhandenen Hyaluronidase-Inhibitoren ergibt. Hieraus konnen sich neue Gesichtspunkte zur klinischen Behandlung ergeben.
Echte S u b s t i t u t i o n s t h e r a p i e kann rnit Hyaluronidase getrieben
werden in Fiillen von auf OBgospermie (zu geringe Spermienzahl) beruhender mannlicher SterilitiLt. Hauptanwendungegebiet ist jedoch die
Ilypodermoclysis: durch Hyaluronidase-Zusatze konnen grolle Fliissigkeitsmengen, evtl. mit Medikamenten, subcutan vielfach beschleunigt
infundiert werden. Dies h a t lebensrettende Bedeutung in vielen Fallen,
wo intravenose Injektionen nicht moglich sind, z. B. bei kollahierten
Venen, bei grooeren Verbrennuqgen und vor allem bei Kleinkindern.
R.
[VB 2071
I1
Ausfiihrliche Arbeit des Vortr. iiber Hyaluronidase erscheint demnachst
in dieser Ztschr.
Vgl. G. B l i x , diese Ztschr. 62, 171 [I9501 (hier ist ein Fehler unterlaufen:
in Zeile 6 muD es statt ,,alkalistabile" richtig ,,alkalilabile" IieiDen;
d. Ref.).
Auqew. Chem.1 6 2 . Jalirq. 1950 I X r . IS
HIII
27. Juni 19riO
11. IIELFRRICII, Bonn: Uber einige Sulze tler Eisensuure
(Init li.
Lung).
Es wurde einc Reindarstcllung \-on Kaliumferrat mitgeteilt und einige
der Oxgdationswirkungen des reinen Salzes in waoriger Losung und in
trocknern Zustand besprochen und zum Teil vorgefiibrt.
B . HELFERICH, Bonn: uber einen neuen Fall uon Ritig-AeffenTnulunierie (mit H . Liesen).
Benzoylsaligcnin existiert in zwei verschiedenen Formen, einer krystallisierten und einer fliissigen. F u r diese beiden Formen wird eine RingKetten-Dcsmotropie antsprechend den Formeln I und 11 vorgeschlagen.
fliissig
fest
Die Formeln werden durch die Beschreibung der chemischen Eigenschaften gestiitzt. Die beiden Substanzen lassen sich durch geeignete
Reagenzien wechselseitig ineinander iiberfiihren.
H.
[VB 2121
61
1. Griquait. 2. Olivingabbro 3. Plateaubasalte. 4. Griquait abziiglich
dunkle und helle Erstausscheidungen. 5. Lithosphare, o berste 60 km.
6. Lithosphfrre, oberste 60 km, abziiglich 10% Pegmatit
I. K.
[VB 2051
?)
Chemischer lnstitut Universitat Bonn,
GDCh-Ortsverband Bonn
Technische Universitat Berlin
18. Kolloqnium far Elektrochemie und Korrosionsforschung
am 4. Mai 1950
H E L L M . F I S C H E R , Berlin: Frerndsfoffwirkungenbei der Eleklrnkr ysfallisafion uon Mefallen.
Mit der Art und Konzentration der Fremdstoffe (Inhibitoren), die die
0 berfliiehe der entstehenden Subindividuen charakteristiach selekliv helegen, andern sich die Gestalt und Orientierung der Subindivlduen.
Bei den Wachstumsformen der Aggregate aus den einzelnen Siibindividuen kann m a n rnit zunehmender Inhibition folgende Formentypen unterscheiden:
1)
2)
3)
4)
feldoiientierter Isolatlonstyp ( F J )
basisorientierter Reproduktionstyp (BR)
feldorlentierter Texturtyp (FT)
unorientierter Dispersionstyp (UD).
Beim ubergang von B R in F J werden hauflg noch Zwillingsformen
beo bachtet.
Der Typ F J besteht aus isolierten feldorientierten Flden, Tafeln,
Prismen usw., die sich ihrerseits aus feld- oder basiaorientierten Subindividuen zusammensetzen konnen. Der Typ BR laDt sich in aufeinandergeschichtete basiaorientierte Wachstumsechichten aufgliedern. E r ist
besonders zur Reproduktion der Krystalle der Unterlage beflhigt. Die
Reproduktionsform wird bei fortgesetzter Elektrolyse durch eine arteigene Form abgelost. Wie durch zahlreiche Versuchsergebnisse nachgewiesen wird, ergibt maoig gesteigerte Inhibition im Bereich des BR-Typs
ein Maximum des Breitenwachsbums der arteigenen Form.
Die feldorientierten Aggregate des FT-Typs bestehen z. B. aus regelma5ig iibereinander- und nebeneinandergeschichteten Wachstumsschichten eines feldorientierten Blockchens nur geringen Breitenwachstums oder aus sehr diinnen Faden ohne lichtmikroskopisch nachweisbare
Aufteilung. Die Krystalle dieses TYPEreproduzieren die Substratkrystalle
nicht, zeigen aber eine begrenzte Anpassung an die Unterlage. R h t g e n o graphisch lirllt sich etets eine ausgepragte Fasertextur nachweisen.
Beim T y p UD sind die regelloa orientierten Su bindividuen besonders
klein. Der Dispersitatsgrad wtichst rnit der Inhibition. An Stelle von
Reproduktion der Substratkrystalle ist gelegentlich nur schwaclie Anpaesung geringster Ausdehnung zu bemerken. Alle elektrolytisch abscheidbaren Metalle vermogen bei der Elektrokryatallisation j e nach den
Abscheidungsbedingungen samtliche erwahnten Formtypen zu entwickeln. Sie bevorzugen aber unter bestimmten Bedingungen (z. B. bei
Abscheidung aus wa5rigen Elektrolyten) beatimmte Typen. E E wird gezeigt, d a 5 diem Bevorzugung rnit der Inhibitoremp5ndlichkeit der Metalle und rnit der apeziflschen freien 0 berfliichenenergie der Metallkrystalle zusammenhlngt.
Aussprache:
J . N. Sfranski, Berlin-Dahlem: schlagt vor, vom Einkrystall auszugehen, der a k i n das genauere Studlum der Yeimbildungshlufigkeit erlaubt. Man sollte u. U. zur Yennzeichnung der Inhibitorernpflndlichkeit
die Proportionalitat mit der Sublimationswarme einer entsprechenden Beziehung mit der spezifischen freien Oberflachenenergie a vorziehen, weil ci
auf bestirnmte Yrystallfliichen in bestlmmten Yrystallsystemen bezogen
werden rnuD und die einzelnen a-Werte nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden konnen. Auf die umgekehrte Proportionalitiit der Inhibitorenempfindllchkeit mit dem Diffusionskoeffizienten D konnte man
wohl verzichten. V o r l r . : Da die lnhibitorempfindlichkeit bei zunehmendem Platzwechsel der Atome wesentlich geringer wird, wird man auf die
Beziehung zum Diffusionskoeffizienten der Selbstdiffusion der Oberflachenatome nicht ohne weiteres verzichten konnen. F. Tddl Berlin-Dahlem :
Fragt nach dem EinfluD von Stromdichte u n a Temperatir. Vorlr.: Diese
sind allein nicht sauber erkennbar, da sich rnit Stromdichte und Temperat u r zugleich fast immer die Inhibition andert. W. Schwan, Berlin-Dahlem:
Was geschieht bei Zugabe von Inhibitoren wahrend der Elektrolyse? Vorlr.:
Yeine pltltzlichen Veranderungen im Yrystallwachstum, sondern langsamer
ubergang (Hinweis auf russischc Arbeiten).
F.
[VB 2041
437
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