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W. Ostwald und R. Luther. Hand- und Hilfsbuch zur Ausfhrung physiko-chemischer Messungen. Leipzig 1902. W. Engelmann. 2. Auflage

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426
[w~:EftcEl,e.
BUcherbenprecbungen.
Bilcherbesprechungen.
S. Levy.
Anleitnug EW Darstellnng orgmischchemischer Priiparate. Vierte huflage herausgegeben von A. B i s t r z y c k i . Ferd. Enke,
Stuttgart 1902.
Wie die dritte, so ist auch die vorliegende vierte
Auflage der Levyschen Anleitung mit vielfachen
Verbesserungen nnd Zusiitzen versehen worden,
welche den praktischen Erfahrungen des Bearbeiters zu verdanken sind. In der Einleitung
werden eine Anzahl von Ratschlagen gegeben,
die f i r den Anfgnger von besonderer Wichtigkeit
sind, namentlich wenn er das Buch zum Selbstunterricht benutzt.
Auf die ansschlaggebende
Wichtigkeit des q n a n t i t a t i v e n Erfolges bei Darstellung von Priparaten wird mit gebiihrendem
Nachdruck hingewieson. Das Buch erscheint in
seiner neuen Form durchaus z a i t g e m a und sehr
empfehlenswert.
H. Erdniann.
A. Wolfrum. Ch.emisches Praktikum. I. Teil:
Analytische h u g e n . Leipzig 1902,\V. Engelmann.
W o l f r n m s Chemisches Praktikum ist E. B e c k m a n n gewidmet nnd enthilt die im Leipziger
Laboratorinm f i r angewandte Chemie iblichen
Verfahren zur qualitativen nnd quantitativen Uutersuchnng anorganischer nnd organischer technischer
Prodnkte.
Ein zweiter priiparativer Teil sol1
folgen. Yit diesem Buche beabsichtigt der Verf.,
,,dem Praktikanten eine abgeschlossene analytische
und prhparative Ansbildung derart zu geben, daO
er beim Eintritt in die Fabrikpraxis in dieser
Hinsicht nicht ein pl8tzlich r6llig verhdertes
Arbeitsfeld findet, 'sondern das in grollm Ziigen
Bekannte weiter ausbilden kann". Diesem sehr
erstrebenswerten Ziele hat sich der Antor im allgemeinen in nicht ungeschickter Weise geniibert;
lrber das so fiberaus grolle Gebiet ist denn doch
recht ungleichmiillig berrbeitet. E s wird manchem
Fachgenossen recht willkommen sein, die zahlreichen und sch6nen Apparate, welche wir
E. B e c k m a n n verdanken, von dem Gefrierpunktsapparat bis zur Spektrallampe, durch Skizze und
Beschreibung in ihren neuesten Formen veranschaulicht zu finden; aber darf darhber der Praktikant vergessen, dafl es auch einen B e r z e l i u s ,
H a r k o r t , P l a t r n e r gab, die fur qualitative und
quantitative Arbeiten uns ein nicht minder wichtiges Instrument bescherten? Analytische Ubungen,
welche dali Liitrohr verschmihen, scheinen mir
den Praktikanten eines sehr wichtigen Hilfsmittels
zu berauben ond damit auf eine gefihrliche Bahn
EU leiten.
Uberhaupt kommen die ,,Erze nod
Hiittenprodukte" bei W o l f r o m nicht sehr gut
fort; die 34 Seiten, welche ihnen gewidmet sind
(S. 391-424), werden zum groBen Teil nicht
einmal durch analytische Methoden, sondern durch
eine mehr oder weniger snmmarische Beschreibung
von Fabrikationsmethoden eingenommen. Damit
betritt W o l f r a m unn6tigerweise ein Gebiet, auf
dem er offenbar recht wenig zu Hause ist. Wenn
z. B. die Pyrite f i r SchwefelsLurefabrikation, wie
der Schiiler aus seinem Buche lernt, 4 Proz. Zink
und 11 Proz. Liesolsanre Tonerde zn enthalten
pflegten, wiirden unsere Eisenhiitten die Abbrande
woLl sehr zigernd aufnehmen. Unter den technisch
wichtigen Kaliverbindungen nimmt die Pottasche
aus Schlempekohle bei W o l f r u m den breitesten
Raum eiu. Das E n g e l s c h e Verfahren, ebenso
wie die elektrolytischen Prozesse, welche heute
allein schon mehr als 50000 t Chlorkalinm jithrlich verschlingen, scheinen dem Verf. nicht bekannt; Kalilauge als technisches Prodnkt existiert
f i r ihn iiberhaupt nicht!
Im einzelnen wird man manches Interessante
und Bemerkenswerte in dem Buche finden, namentlich wenn man sich nicht an dor etwaa schwiilstigen,
gern das Tatichliche mit dem Hypothetischen vermischendeu Ausdrucksweise stiBt, welche die 0 s twaldsche Schule verrit. W i r kBnnen nus nicht
veraagen, hiervon noch einige Proben zu geben :
,,Die Ionen der Leichtmetalle sind farblos,
diejenigen der Schwermetalle zeigen meist bestimmte Firbungen. Von Aniouen sind nur wenige
gefirbt. Einige Ionen . . . besitzen die Eigenscbaft, in zwei isomeren Formen auftreten zu
kijnnen, welche sich nur durch den Grad der
elektrischen Ladung unterscheiden."
,,Der Grad der elektrolytischen Dissoziation
Die chebetrigt bei Salzen ca. 50 Proz. .
mischen Reaktionen lessen sich nnter Beriicksichtigung dieser Verhiltnisse durch w e s e n t l i c h
e i n f a c h e r e Heaktionsbilder anschaulich machen:
Na. OH' H. NO,' = H,O NZ NO,'."
1st das wirklich soviel einfacher, a h die bisherige
Schreibweise
N a O H + HNO, = H,O NaNO,?
Und ist dieser schlichte Ansdruck der doppelten
Umsetzung nicht nach wie vor berechtigt, wenn
doch die Hiilfte, und zwar in den praktisch vorkommenden Fillen wohl meist die weitaus gr6Bere
Hilrte, der Elektrolyte sich in nicht dissoaiiertem
Zustande in der Losung befiodet? H. Erdniann.
.
...
+
+ +
+
+
+
W. Ostwald nnd El. Lnther. Hand- nnd Hlfsabnch ear AnsfUhrnng physho chemischer
Hessnngen. Leipzig 1902. W. Engelmann.
2. Auflage.
Die im Jahre 1893 in erster Auflago erschienene
-
O s t w a l d s c h e Anleitnng zur Ansfihrnng physikalisch-chemischer Messungen war seit Jahren vergriffen, ein Umstand, der von den zahlreichen
Freunden des Buches lebhaft bedanert wnrde.
Die hier vorliegeude zweite Auflrge wird doshalb
allseitig freudig begrillt werdon. Der Umfang
den Buches hat sich in dieser neuen Auflage stark
vergr6llert, die Erweiterungen sind zum Ted durch
Neubearbeitungen oinzelner Rapitel, zum Teil
durch Aufnahme neuer, in der hltereu Anflage
nicht behandelter Gegenfithnde veranlallt. - Das
Buch wendet sicb, wie schon beim ersten Erscheinen von W. O s t w a l d hervorgehoben wurde,
nicht an den Anfinger, sondern an diejenigen
Chemiker, welche bereits den regelmHDigen Gnterrichtsgang der anorganischen nnd organischen
Laboratorien durchgemacht haben, dann an die
Techniker, welche in ihrer Stndienzeit keine
XVI. Jahrgang.
5. Msf 1809.1
FAeft 18.
427
BPcherbemprrechungen.
-~
ausreichende Gelegcnheit gehabt haben , sich
mit physikalisch-chemischen Methoden vertraut zu
machen. Es hiilt sich deshalb froi von elementarer Darstellung und ist stets bemiiht, die
Schilderong der praktischen Durchfiihrung der
betreffenden Methoden mit dem Hinweis anf ihre
Verwendung zur Lbsung wissenschaftlicher Probleme
zo verbinden.
Die reiche Erfahrong, welche die Verf. als
Leiter des grbllten pbysikalisch. chemischen Instituts
Deotschlands gesammelt, ermbglichte es, diese
schwierige Aufgabe in giiinzender Weise zu lbsen
und nicht nur dem Leserkreis, fiir den das Buch
urspriinglich bestimmt war, sondern auch dem im
Lahoratorium Unterrichtenden ein sehr willkommenes Hilfsmittel an die Hand zu geben.
Der letzten Gattung voo Lesern wird die anhangsweise mitgeteilte Darstellung des im Leipziger
physikalisch-chemischen Institut eingefiihrten Studiengangs voo besonderem Tnteresse sein.
0.Kuhling.
F. W. Clarke nnd L. 1.Dennis. Elementary
Chemistry. AmericanBook Company. New York
1903.
Die englischen ond amerikanischen Gelehrten ersten
Ranges beschiimen una noch immer durch die
Tatsache, dall sie es nicht verschmiihen, wissenschaftliche Anschaoongeo, welche die Ergebnisse
ihres ganzen Lebens sind, in der anspruchslosen
Form eines kleinen volkstiimlichen Buches jedermann zngiinglich nod verstiindlich zo machen.
Was W. R a m s a y im Jahre 1900 in seiner
,,Modern Chemistry" f i r England geleistet hat,
das wird in dem vorliegenden Werke dem naturwissenschaftlichen Amerika geschenkt, wombglich
in noch schlichterer, noch reichlicher dorch erkliirende Abbildungen erliiuterter Form. Ebenso
wie in den bedeutendsten neuerschienenen dentschen
Biichern (ich erinnere nur an R i m b a c h , L o t h a r
M e y e r s Grundziige der theoretischen Chemie 1902,
CI. W i n k l e r , Praktische Ubungen in der Ma&
analyse 1902, C1. W i n k l e r , Lehrbuch der technischen Gasaoalyse 1901) ist aoch in dem vorliegenden amerikanischen Lehrbuch dem Lehrstoff
ausschliellich ond konseqnent die Wasserstoffeinheit
zu Grunde gelegt worden. Diese zweckmiBige
Anordoung gewinnt ein erhbhtes Interesse durch
den Umstand, dba der eine der Verfasser des
Buches zugleich Vorsitzender unserer internationalen
Atorngewichtskommission ist, welche kiirzlich wegen
ihres unparteiischen Standpunktes ebenso scharfe
wie unberechtigte Vorwiirfe iiber eich ergehen
El. Erdmunn.
lasscn muate').
Wirt schaftlich- gewerblicher Teil.
Werte In 1000 Doll.
Mengen in 1001)Pfd.
Sliuren . . . .
Kupfersulfat. . .
Pott- und Perlasche
Quecksilber . . .
Essigsaurer Kalk .
. . . . . . .
-
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
. . . . . . .
448641
1274
10721
47 701
. . . . . . . . . . . .
82 I
1
492231
1044
7171
1 297
-
31010
1363
740
60 489
147
2121
50
556
776
198
235,4
23251 1243
56
62,6
400
426
1101
962
39
86
35
43
17323
56 j
67
83
1708
2467
275
3423
381
Mengen in 1000 Fan
Kalk
30 I
Mengen In 1000 Pfd.
Salz
. . . . . . . . . . . .
127321
141831
Mengen in 1000 Pfd.
Hopfen . . . . .
. . . . .
Wurzeln, Kriuter und kinden . . .
Arzneien, Patent- u. Proprietary-Artikel
Parfiimerien und Cosrnetica . . . .
237
2999
360
1
1551
290
3138
356
Mengen In 1000 Proof43allons
Alkohol: Holzgeist . . . .
. .
andere Arteu . . . . . .
I)
541'
1781
9201
238 1
627
368
320
59
4771
98
3b9
220
Zeitschr. f. phys. Chern. 1903, XXXXII, 638. -- Vgl. dnru K. S e n h e r t , Zeitschr. f. anorg. Chem.
1903, Heft 5.
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