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Das Bier und dessen Untersuchung auf Gehalt und Flschungen. Ein rztlicher Beitrag zur Lsung der Bierfrage von Dr. A. Maier Knigl. Bezirksgerichtsarzte zu FUrth. MUnchen 1864

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Literatur.
jetzt aber einer grossartigen Eiitwickelung dieser Industrie, wie bet
der Nirhe von guten Steinkohlen, keinen Vorschub leisten konnte.
Dr. L o h r .
~-
Das Bier und dessen Untersuchung auf Gehalt und Falschungen. Ein arztlicher Beitrag ziir Liisung der
Bierfrage yon Dr. A. ill a i e r , Konigl. Bezirksgerichtsarzte zu Furth. Miinchen 1864.
Dr. Maier hatte im Jahre1856 der KGnigl. Bayerschen Regie-.
rung von Mittelfranken eine Denkschrift iiber das Verbot des Schwefelns des Hopfcns iibergeben, i n welcher nachgewiesen worden, dass
das Schwefeln dcs Bopfens dem Biere nicht nachtheilig werde,
weil von der schwefligen Siiure nichts dahin gelange; dass das
Schmefeln im Interesse des Producenten sei und iiberall Maassrcgeln rrusfiuhrbar seien, urn verdorbenen Hopfen aus dem Handel
auszuschliessen. Gleichzeitig hat derselbe ein fur den Laien leiclit
nusfuhrhares und praktikablcs Erkennungsmittel angegeben , urn
geschwefclten oder nuch nur mit solchem gemischten Hopfen zu
crkennen. Dies Verfahrcn besteht in Uebergiessen von einigen
Dolden der Hopfenprohe in einern Probeglase rnit Zinnrhloriir in
Ueberschusslijsuiig und concentrirter SalzsPure, wiihrend man auf
das G h s eiii mit neutralcm essigsaurcu Bleioxyd befeuchtetes ungeleimtcs Papier lcgt und dieses. mit einer Glasscheibc hedcckt.
Uei kalter Witterung ist es gut, solches an einem erwiirmten Orte
auszufuhren. Das Papier f i r b t sich in dem Maasse dcs Schwefclgchalts im Hopfen zwisclieii schwach gclblich und schwarzbraun.
Wichtigcr erscheint die Priifung drs Bieres. Wiihrend in friiherer Zeit bis vor wenigen Jahren das Bier fur ein kriiftigcs Nahrnngsrnittel gehalten wurde, hat dssselbe nach L i e b i g , M o l e s c h o t t , G o r u p gar keincn Niihrwerth wcgen Mangels an Stickstoffgelialt. Dr. &[ a i e r ist damit nicht ganz einverstanden: e r
erachtet im Uiere einen plastischen Nahrungsstoff, wie Professor
F. K e l l e r in Speyer bekrgftigt habe, hinweisend auf D i c k s o n ' s
Versiiche iiber den Aschciigchalt englischer Biere, welche PhosphorsZuregehalt anzeigen, demriscli das Bier eine grosse Menge
von phosphorsaurm Salzen in loslicher Form enthalte, und zwnr
im Liter Winterbier 0,7& irn Liter Sominerbier 0,85 Phosphorsiiurc.
Man miisse annehmen, dieselbe sei als pyrophosphorsaureVerbindung
vorhanden, welche eine bedeutende Rolle bei der Ernahrung spiele.
Das Bier fiihre dern Hlute feste nestsndtheile zu.
Die Nachtheile des Alkoholgehnlts iin Biere, den M o l e s c h o t t
und P a p p e n h e i m erortert haben, in Riicksicht der menschlichen
Gesundheit, will M i i i e r nicht in dcm Maasse gelten Iasben, d a
Wein urid Rrrrniitwcin ja vie1 alkoholreicher seien, als die stiirkbten
Biere. Freilich ist dahei zu hedenken, dam von Wein und Rranntwein auch nicht die Massen w i e vom Biere getrunkeu werden.
Ilr. n l a i e r stellt nun nach O t t o in Hraunschweig den Regriff ,,I3ier" fest und bespricht die Fehler des Bieres.
Dann kommt e r zur Untersuchung des l3ieres. Diese bezweckt
nach seiner Ansicht: a) die Bcstirnmung der Menge und Beschaffenheit der wesentlichen und erlauhten Restandtheile im Riere,
b) die Ermittelung fremdartiger unerlaubter Stoffe.
Bei Priifung bayerischer Biere liefere die Destillation. die specifisclie, so wie die saccharometrische Methode der Untersuchung iiber-
Bibliographischer Anzeiger.
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einstimmende Resultate. Ein vorn Apotheker Dr. M a y e r verbes.
serter Kaiser'scber Sacchnrometer fand niitziiche Anwendung. In
zwei Tabellen sind die Resultate von 80 Bier-Untersuchungen zusammengestellt.
Die Prufung der Qualitit des Hopfenzusatzes geschah nrch
F u ch 8 ' Methodt?.
Seite 17 werden die Fehler des Brauvorganges erortert. Diese
sind Hsfenreste, ~Ietallveruiireinigung,vorherrechende Saure. Der
Siureuberschuss wird mittelst wiisseriger Aetzkalklosung bestimmt.
Es sind noch zur Untersuchung gekommen Zusatze von Weingeist, von Schwefelsgure, Alaun, narkotiscben Stoffen, als Mohnkopfe,
Taumellolch, Kokkelskorner, Lakritzen, Enzian, bitteres Extract,
Bitterklee, Bilsenkraut, Porst, Buchsbaum, Guajak, Aloe, Coloquinthen, spanischer Pfeffer, Brechnuss, Fichtensprossen, Pikrinsiiure.
Der Verf. meint, dass die meisten narkotischen Stoffe nicht nuszumitteln seiu wurden. Dicser Meinung bin ich nicht. Es durften
wohl nur in seltenen Flllem eigentiiche Narcotica zur Anwendung
kommen. Pikrinslure llsst sich ausniitteln, wie aucb der Verf.
zugiebt, ebenso Aloe, Urechnuss und die meisten eigentlichen Alkaloide. Durch syntbetische Versuche kann man hier sicher der
Wahrheit nlher kommen und eine umsichtige polizeiliche Untersuchung wjrd meistens auf einen ricbtigen Weg leiten. Die Prufung auf vegetabilische scbiidliche Surrogate kann noch einen wichtigen Gegenstand bilden fiir die gerichtliche Chemie und es wird
sich empfehlen, diese Ermittelungswege durch Prcisaufgaben von
Seiten der Regierungen zu fordern.
Die vorliegende Schrift ist allen techniscben Chemikern, Apothekern, Aerzten, welchen derartige Prufungen zugcwiesen werden,
Dr. L. F. B l e y .
sehr zu empfehlen.
Bibliographischer Anzeiger fur Pharmacenten,
1865. No. 2.
A n d r e a e , Dr. Carl Just., vorweltliche Pflsnzen aus dem Steinkohlengebirge der preuss. Iteinlande u. Westphalens. 1. Heft.
Mit 5 lith. Taf. gr. 4. 16 S. Bonn, Henry. n. 2 4.
A r p p e , A. E., Untersuchungen uber einige Oxydationsproducte der
Fette. gr. 4. (53 S.) €IeIsingfors 1864. (Leipzig, Brockhaus
Sort.) n. "3 4.
A r zn e i t a x e , neue, fur das Grossherzgth. Sachsen Weimar - Eisenach vom 1. Februar 1865. gr. 8. (64 S.) Weimar, Bohlau.
n- '/3 4.
fur die RSnigl. SIchsischen Lande. 5. Au0. 1860. 5. Nachtr.
auf das J. 1865. 4. 6 S. Dresden, Kuntze. .n. 2 897.
- thieriiretliche, fur die Apotheker des Landes. 8. (18 S.)
Dresden, Meiuhold u. SGhne. l l / z sgr.
fur das Konigr. Hannover vom 12. Jan. 1865. gr. 8. (51 S.)
Hannover, Hahn. geh. n. 6 997.
Konigl. Preussische fur 1865. gr. 8. (64 S.) Berlin, Giirtner. baar n. 1/3 4.
- - fiir das Herzogthum Schleswig-Holstein. 1864. gr. 8. (XI u.
119 SJ Kiel 1864, akad. Buchh. i n Cornmiss. n. n. 1/2 4.
B a u r , Privatdoc. Dr. Alb., Beitrag zur Naturgeschichte der Syn-
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