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Die Ausscheidungswege des Jodkaliums beim Menschen.

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Die Ausscbciduogswcge des Jodkaliums beim Mcnsohcn.
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Die Ansscheidungswege des Jodkaliums beim
Menschen.
Bekanntlich tritt die Jodreaction bei Beriihrung rnit
Stlrke auch mit Jodkalium ein, wenn man das Jod durch
oxydirende Agentien vom Kalium trennt. Mit IIilfe dieser
Reaction ist in den meisten S e - und Excreten des nienschlichen Korpers Jod nach Jodkaliumgenuss nachgewiesen
worden.
Auf andcre Ausscheidungswege des Jods weisen eigcnthiimliche Affectionen hin, die bcim Menschen rnit grosser
Bestandigkeit nach langerem Jodgenuss sich eiristcllen : der Jodschnupfen und das Jodexanthem. A d a m k i e w i c z
lint sowohl i n dem Xasensccret, als in dem Inhalt von Acnepusteln Jod nachgewiesen. Bei ersterem fand er es in dem
Inhalt eines Taschentuches einer Person , die Jodkalium gcnommen ; bei dem sehr sparlich zu erlangenden Yusteleiter
war es schwer, die richtige Menge ron Salpetersiiure zu
bemessen, da jedes Ueberschreiten der Grenze bei der grossen
Empfindlichkcit der Jodstarke gegen Oxydation die Vernichtung der lteaction zur Folge hat. Als man cine rnit destillirtem
Wasser viele tausend Ma1 verdunnte Saure in kleincn Tropfen
dem mit Pustelciter gut gemischten Starkekleister znsotete,
gclang die Reaction. Somit scheiden auch die Talgdriisen
das Jodkaliurn aus und uben Functionen einer wahren Excretion aus.
Dass gcrade Sasenschleirnhaut und Talgdriisen so sehr
cmpfindlich gegen das Jodsalz sind, wiihrend dasselbe, wie
man aus seinen sonstigen Ausscheidungsverhaltnissen schliesseii
kann, in allc iibrigen Korpergewebe eindringt, sucht Vert.
den Grund darin , dass, da das Jodkalium selbst indifferent
sei , das freie Jod hingegen reizend wirke, die Affection der
bciden Ortc eine Folge der Zersetzung des Jodkaliums in
ihnen sei. Diese Annahme wird gestutzt durch die Thatsache, dass der Nasenschleim bei Gegenwart von Jodkaliumkleister und verdiinnter Schwefelsaure die Jodreaction giebt,
was nach Schonbein’s Annahme die Gegenwart von salpetrigsaurem Ammoniak im Nasensecret beweist.
Salpetrigsaures Ammoniak aber veranlasst die Zersetzung
von Jodkalinm schon unter dem Einfluss einer nicht fliichtigen Saure , fur deren Entstehung alle thierischen Excrete
sehr geeignete Substrate sind. Dcr Inhalt der Talgdriisen
ist zum Theil das Product zerfallener Epithelien, und bei der
Eiweisszersetzung entstehen ausnahmlos Ammoniak, stickstoff-
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Wirkungen des Nitrobenzols.
haltige und stickstofffreie Sauren, welche das Jodkalium umsetzen miissen, in Folge dessen dasselbe die Eigenschaft
cines Entziindungsreizes annimmt. Ausserdem bildet der
lange Aufenthalt des Salzcs in dem stagnirenden Talgdriiseninhalt giinstige Bedingungen fur seine Umbildung und Iteizwirkung. Verf. verwirft die Anskht, nach welcher das Entstehen des Exanthems der Wirkung dss mit dem Schweiss
ausgeschiedenen Jods zugeschrieben wird, da nicht einzusehen sei, wesshalb dieser gerade die Talgdrlisen influenciren
sollte; ausserdem bleiben gewohnlich die Hautstellen vom
Exanthem verschont, welche ganz besonders reich an Schweissdriisen sind iind sehr vie1 schwitzen: Handflachen und Fusssohlen. Uiese Stellen haben aber keine Talgdriisen. Dieser
Umstand sei ein neues Argument dafiir, dass die Talgdriisen
nicht nur der Sitz, sondern auch die Quelle des Jodexanthems sind. Ferner hSlt er fur feststchend, dass die Excretion des Jodkaliums eine ganz allgemeine Function aller Driisen des Korpers ist.
Nach Johnson's Beobachtung bewirken schon kleine Gaben von Jodkalium sehr starke Hautausschlage, was beweisen
wiirde, dass ebenso wie die Schweissdriisen bei der Wasscrausscheidung, die Talgdriisen vicarirend fur die Function der
Nieren eintrctcn konnten bei Ausschcidung von Jodkalium.
(Charitc! - Annalen. Jahrg. IIl. - Cenlralbl. f. Chir. No. 49.
1878. Med. Centr. -Zeitg. No. 99. 1877. Med. chir. Rund-
schau. Jahrg. X X . pag. 27.)
C. Sch.
Wirkungen des Nitrobenzols.
Wiederholt ist darauf hingewiesen worden, dass die Intoxicationserscheinungen bei Nitrobenzolvergiftungen erst spat
eintreten und hat man diese interessante Thatsache nebst andern
Erklarungsversuchen der schweren Kesorbirbarkeit des Nitrobenzols zugeschrieben. Diesen Erkliirungsvcrsuchen hiingt
aber der Mange1 an, dass sie diejenigen Falle dann nicht
erkltiren konnen, wo die Wirkung sehr schnell eintrat.
W. F i 1e h n e crklart nach eigens angestellten Versuchen, dass das Nitrobenzol im Gegensatz zu den bisherigen
Angaben Rehr schnell durch lebende tbierische Membranen
hindurchtritt und daher auch sehr schnell resorbirt werden
kann. Wird das Gift mit Oel vcrdiinnt in den Magen gebracht,
SO treten die Vergiftnngserscheinungen um Vieles friiher ein,
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