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Die Chloralkalien als Reagentien auf Morphin und andere Alkalo╨Зde.

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266 Die Chloralkalien ds Reagentien a d Morphin u. andere Alkaldde.
Das Wismuthoxyd wird in Wtlsser zertheilt und bis zum
Xochen erhitzt. Man fugt dann das Jodkalium und die Salzsaure oder umgekehrt die Salzsaure zuerst und dann das 3K
zu. Es entsteht eine klare, sehr schon oranggelbe Fliissigkeit, welche zur Priifnng auf Alkalo'ide fertig ist.
Da diese Losung in Wasser zersetzt wird, so miissen
der auf Alkaloi'de zu prufenden Fliissigkeit und nicht dem
Reagens selbst , einige Tropfen Saure zugesetzt werden.
Verf. schlagt HCl, 4 Tropfen auf 40 - 50 C. C. Fliissigkeit, vor.
1st die Fliissigkeit nicht sauer genug, so tritt nicht sofort, sondern nach einiger Zeit die Zersetzung ein. Der gelborange Niederschlag kann iibrigens je nach dem Alkalo'id
mehr oder weniger dunkler sein, so dass er mit dem blassgelben Zersetzungsproduct des Reagens in Wasser verwechselt werden kann.
Das schwarzliche Pulver, welches sich aus dem Reagens
nach einiger Zeit abscheidet, ist Jodbismuth.
Der Niederschlag der Alkaloide hat nicht eine bestandige
Zusammensetzung , er isi je nach der Menge Saure, welche
die Fliissigkeit enthalt, veranderlich. Die Natur des Niederschlag's nicht allein, sondern auch das Reagens ist veranderlich, so dass Alkaloide nicht damit bestimmt werden konnen,
und urn AlkaloYde damit nachzuweisen , alle Vorsichtsmassregeln befolgt werden miissen. (Repertoire de Pharmacie.
tome II. Juin 1874. p . 335.).
BI.
Die Chloralkalien als Reagentien auf Morphin und
andere Alkalo'ide.
Bei Anstellung einer Reihe von Versuchen iiber die
Alkaloide beobachtete H e n r y 5. W e l l k o m e , dass Chlorlialk mit Morphin eine rothe Farbe erzeugt. Beim Nachschlagen dariiber in chemischen Biichern fand er nur ein paar
kurze Notizen, nemlich von Duflos , welcher angiebt, Morphin
werde mit Chlorkalklosung dunkel orarigeroth , und von Braconnot, der mit Chlor und Morphin eine gelbe Farbung
bekam, welche durch Ammoniak dunkelbraun wurde.
Bei weiterer Verfolgung dieses Gegenstandes stellte sich
heraus, dass die Reaktion eine sehr empfindliche und charakterisiische ist. Chlornatron und andere Chloralkalien verhalten sich ebeaso wie der Chlorkalk. Letzteren wendet man
Die Chloralkalien als Reagentien auf Morphin u. andere Alkaloi'de. 267
am besten in der Weise a n , dass man 2 Unzen desselben in
16 Unzen Wasser vertheilt, das Ganze ein paar Stunden der
Ruhe iiberlasst und die iiber dem Satze stehende Fliissigkeit
klar abgiesst.
Gepulvertes Norphin nimmt durch einen Tropfen dieser
Chlorkalklosung eine tief rothe Farbe an. Eine Losung von
1 Gran Morphin in 1000 Gran Wasser wird dadurch hellroth,
und ein Tropfen dieser Nischung hinterlasst beim Verdunsten
auf einer Porzellanplatte einen dunkelrothen Fleck. Setzt
man der Mischung Ammoniak oder ein fixes Alkali hinzu, SO
geht die rothe Farbe in eine dunkelbraune iiber.
Eine Losung von 1 Gran Morphin in 5000 Gran Wasser
wird entschieden orangegelb , und zeigt diese Farbe noch
deutlich bei Anwendung der doppelten Menge, also 10000 Gran,
Wasser. Ueberschuss der Chlorkalklosung bewirkt Entfarbung und zugleich auch Zerstorung der Farbe. Sauren entfarben zwar auch, zerstoren aber nicht , denn die Farbe
kommt auf Zusatz eines Alkalis wieder zum Vorschein.
Setzt man zu gepulvertem Morphin einige Tropfen Chlorwasser, und nach erfolgter Losung 1 bis 2 Tropfen Ammoniak,
so entstehen schone rothe sternformige Flitterchen. Am besten
bedient man sich zu dieser Probe einer Porzellanplatte oder
eines Porzellantiegeldeckels.
Auch Phlorrhizin in Pulver oder Solution wird durch
Chlorkalklosung roth , und ebenfalls, wie das Norphin , durch
Sauren entfarbt und durch Alkalien wieder roth. Dieser in
der Medicin hochst selten verwendete Korper unterscheidet
sich aber vom Morphin u. a. leicht dadurch, dass er von starker Salpetersaure schwarzbraun w i d .
Colchicin wird durch Chlorkalklosung schwach gelb.
Aloin nimmt damit eine dunkelrothe Farbe an, welche
durch Sauren nur zum Theil wieder verschwindet.
Von den Alkaloi'den giebt nur das Brucin ahnliche Erscheinungen; wie das Morphin. Setzt man zu einer saiiren
Brucinlosung Chlorwasser, so wird sie hellroth. Auf trocknes
Brucin reagirt Chlorkalklosung nicht ; hat man aber ersterem
vorher einen Tropfen Saure zugefugt, so entsteht eine dunkelrothe Farbe. Ueberschuss von Chlor zerstort die Farbe;
starke Sauren und Alkalien bewirken aber keine Veranderung
der Farbe, und darin liegt ein bemerkenswerther Unterschied
zwischen Brucin und Morphin.
Andere Alkalo'ide verhielten sich gegen die Chloralkalien
entweder ganz oder fast ganz indifferent. (American JoumE
of Pharmacie, Juli 1874, p . 305.).
W.
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