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Die mehrsurigen oder polyatomen Alkohole.

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Mehrs4urige oder polyatome Alkohole.
Die mehrsilnrigen oder polyabmen AlkeLole.
Bei Veriifintlichung seiner Arbeiten iiber die Synthese der Fette machte B e r t h e 1o t darauf aufmerksam,
dase das Glycerin zu dem Alkohol in derselben Beziehung etebe, wie die gemeine Phosphorsaure zur Salpetersaure. Die letztere bildet mit denBaeen nur eine Reihe
peutraler Salze, die einbasischen Nitrate, wahrend die
erstere mit den Basen drei bestimmte Reihen neutraler
Salze liefert : die einbasischen Metaphosphate, die zweibasischen pyrophosphorsauren S a 4 e und die dreibasischen
Sahe der gemeinen Phos horsaure.
Ebenso bildet der A kohol mit den Sauren nur e i n e
Reihe neutraler Verbindungen: den Aether, aus der Vereinigung von 1Aeq. Alkohol und 1 Aeq. Saure, mit Amscheidung von 2 Aeq. Wasser; wahrend das Glycerin mit
den Sauren drei bestimmte Reihen neutraler Verbindungen liefert. Die erste Reihe derselben entsteht durch
Vereinigung von 1 Aeq. Glycerin mit 1. Aeq. Qaure, unter Ausscheidung von 2 Aeq. Wasser; sie entsprechen
den Metaphosphaten. Die zweite Reihe entsteht durch
Verbindung von 1 Aeq. Glycerin mit 2 Aeq. Siiure, unter Ausscheidung von 4 Aeq. Wasser; sie ents rechen
den Pyrophosphaten. Die dritte Reihe endlich, i entisch
rnit den natiirlichen Fetten, entsteht durch Vereinigung
von 1 Aeq. Glycerin’ mit 3 Aeq. Siure, unter Ausscheidung von 6 Aeq. Wasser; sie entsprechen den gcwijhnlichen phosphorsauren Salzen. Kurz, das Glycerin ist
ein dreiatomiger, ein dreieauriger Alkohol. Die Idee derselben und das Wort (alcool o!yatomique) waren neu,
als B e r t h e l o t im April 185!4! zum ersten Male davon
offentlich sprach. Durch zahlreiche Untersuchungen ,be“ndete derselbe diem Theorie des Glycerins und der
Kte. Wendet man auf das Glycerin die verschiedenen
Heactionen an, welchen der Alkohol unterzogen werden
kann, die Einwirkung der a u r e n , die Oxydation, Chlorung, Bromung, Subatitution, die Reductionsmittel u. s. w.,
so erhglt man pus dem Glycerin eine fast unendliche
&ihe Verbindungen. .Es ist dann auch moglich geworden, die Dichtigkeiten und Siede uncte vieler Glycerinverbindungen im Voraus zu, berec nen.
Indem B e r t h e l o t die fur dss Glycerin gefundene
Alkoholnatur auch bei den iibrigen siissen Stoffen vorauselang es demselben durch Versuche, beim Mannit,
sebte,
Du cin, Quercit, Pinit, Erythroglucin und der Glu-
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Mehrstiurige oder polyatome Alkohole.
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cose (Krumelzucker) die Natur mehrsauriger Alkohole
festzustellen. Sie alle Hefefn rnit Sauren wie das Glycerin olige, fettlihnliche Verbindungen. Durch die Ghcose
elangen auf einmal eine Menge von Bitteratoffen und
%erbstoEen, die bei der Spaltung Zucker u. 8. w. liefern,
5u theoretischer Bedeutung, indem sie ihrer ,Zueammenseteung nach den Fette? und Aethern sich anreihen (Sab i n , Populin, Amygdahn u. 8. w.).
Die Verbindungen des G l y c e h s mit 1 Aeq. LY"aure
haben noch Neigung, sich rnit 2 weitercn Aequivalenten
Saure zu vereinigen; man wiirde also, wenn sie natiirlich
vorkommen, diese Verbindungen auch als zweiatomige,
sweislurige Alkohole ansehen konnen. Ferner Verbinduugen von 1 Aeq. Glycerin rnit 2 Aeq. Saure, da sie
die Fiihigkeit besitzen, noch 1 Aeq. Saure neutralisiren
zu konnen, konnte m a n mit monatomigen, eins#urigen
Alkoholen verwechseln. Ebenso bei den ubrigen mehrslurigen siissen Alkoholen. H e r t h e l o t sah sonach die
Existenz von zweisaurigen *oder diatomen Alkoholen voram, deren wirkliche Entdeckung wir Hrn. Ad. W u r t z
verdanken. Dieser schrieb unterm 23. Juli 1856: ,,Es
giebt einatomige, es giebt dreiatomige Alkohole j warum
nicht auch zweiatomige? Es ist mir gelungen, einen solchen zweiatomigen Alkohol kiinstlich darzustellen, und
schlage ioh vor, die Reihe dieser zweiatomigen Alkohole
O l y c o l e zu nennen, weil sich diese Korper in ihren
Eigenschaften theils dein Glycerin, theils dem Alkohol
nghern, in deren Mitte sie stehen. Es ist bekannt, wie
B u f f (1855 und 1856), L i m p r i c h t und W i c k e (1857)
mehrere neue (31 Cole entdeckten.
Urn diesen Jheorien eine vollstandigere analytische
Grundlage zu geben, haben B e r t h e l o t und d e L U G S
eine Unterauchung von Glycerinverbindungen unternommen, in denen auf 1 Aeq. Glycerin 2 oder 3 Aeq. verschiedene S&uren kommen. Diese Bntersuchungen setzen
die Constitution der Glycerinverbindungen vollig ins Klare
und zeigen, welche beinahe unendliche Menge von complexen Verbindungen durch Vereinigung des Glycerins
und der iibrigen sussen Alkohole mit einer gewissen Zahl
vofi Sauren erzeugt werden khnten. Ddrch eine ein€ache Rechnung gelangt man z. B. dahin, za zeigen, dsss
die genauer bekannten Sauren, etwa 1000 an h r Zahl,
rnit Glycerin nahezu 200 Millionen verschiedene Glycerinsalze erzeugen kBnnen. ' (Ann. de Chim. et de Phys. 3.15%.
A t ~ i l1858. Tom. L I . p..428-432.)
DT. H. L91dzoig.
Arch. d. Phmrm CXXXXVII.Bds. 2.Hft.
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