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Die Rinde des Matallo.

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Die R i d e des Matallo.
Die Rinde des Matsllo,
wie die l'flanze in Tabasco genannt wird, in Yucatan
heisst sie Y a b a , untersuchte J u a n D o n d e . Die Rinde
bildet Stucke von gegen 75 Centimeter Lange, 10 bis 30
Centimeter Breite und I*/, bis 2 Centimeter Dicke. Das
starke Periderm ist hellgrau , rnit unregelmiissigen runden
Flecken, von welchen die kleineren grunlichweiss, die grosseren kreideweiss sind; es hat tiefe Lllngsrisse , lSsst sich
leicht von der inneren Rinde losen und ist bisweilen von
Insectenstichen durchbohrt. Der Bast ist rothlich , ahnlich
dcr Cinchona, auf der inneren Pliiche tiefer gefarbt und
schwach gestreift. Er nimmt etwa zwei Drittel der Rindenstarke ein und besteht aus sehr zahen Fasesn, welche ein
festes Gewebe bilden.
Die Rinde lasst sich lcicht von der Yflanze trennen,
rollt sich beim Trocknen an den. Randern, schmeckt adstringirend und farbt beim Kauen den Speichel rothlich.
Die Analyse ergab 2 Procent vom Rindengewicht Tannin.
Die M a c a l l o - oder Y a b o - G e r b s a u r e ist bei durchfallendem Lichte gelb, im reflectirten rothlichgelb, hat einen
stark adstringirenden Geschmack , ist rnit tiefrother Farbc
leicht in Wasser loslich, reagirt schwach sauer und giebt mit
Eisenoxydsalzen einen griinlich schwarzen Niederschlag.
500 Gramm Rinde ergaben 10 Gramm weisse, glllnzende,
nadelformige Krystalle , welche sauer schmeckten, sich in
Alkohol nicht, in Wasser nur wenig losten und 150 Theile
verdiinnte Schwefelsaure zur Losung erforderten.
Die Mutterlauge farbte sich bei weiterem Eindampfen
schwarzlich und ergab noch einige unreine Krystalle. Fur
das Alkaloid wird der Kame M a c a 1 1i n vorgeschlagen. Ein
aus dem mit Kalkmilch erhaltenen Xiederschlage isolirtes
Alkaloid, in feinen farblosen Nadeln (3 Gramm) wird Yabiii
genannt. Bus dem Ptlanzenriickstande werden noch 0,50
Gramm einer grunlichen, geschmacklosen, harzigen Substanz,
eine humusiihnliche Masse und Farbstoff erhalten.
Nach D e s i d e r i o R o s a d a besitzt die Macallorinde antiperiodische, purgirende und wurmtodtende Eigenschaften.
Das stark tanninhaltige Extract stopft in kleinen Dosen
Diarrhoe, wirkt in grossen Dosen purgirend. Ein mit
Ammoniak versetztes Infusum der Rinde giebt als Niederschlag ein unreines Alkaldid, aelches innerhalb 24 Stundeu
in Dosen von 12,18 Centigrammen gegeben als Fiebermittel
wirkt. Der beim Eindampfen des Extracts aufsteigende Damp
Harz und Gummi des Gummigutt.
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erregt ein Gefiihl des Erstickens und starke Augenentziindunr.
Die Tinctur der Bliithen scheint gegcn Krampfe nutzlich zu
sein. Holz und Rinde finden auch in Runsten und Handwerken Anwendung. (American Journal of Pharmacy. Vol.
LI. 4 Ser. Vol. I X . 1879. pug. 392-394.)
11.
Harz und Gumlni des Gummigntt.
Das Gummigutt (engl. Gamboge) besteht aus Harz und
Gummi in wechselnden Mengen. Von dem Harzgehalte hangt
sein Werth als Arzneimittel und als Farbestoff ab. Um diesem
Werthe nach die gegenwartigen Handelssorten zu priifen,
untersuchte D a v i d C o s t c l o Gummigutt in Rohren, inKlumpen
und als Pnlver.
VOU jeder Sorte wurden 10 g. so lange mit Alkohol
behandelt, bis die Farbe vollig verschwunden war. Das in
Alkohol unlosliche Gummi wurde in kaltem Wasser gelost
und das Unlosliche abfiltrirt. Es wurden folgende Resultate
erhalten:
In 10 g. Gummigutt
IIara
Gummi
Verunreinig.
Gepammt
in Klumpen . . 6,76 g. 2,71 g. 0,38 g.
9,88 g.
in Rohren
. . 7,93 ,, 1,945 ,, 0,015 ,, 9 8 9 ,,
als I’ulrer
. . 7,66 ,, 2,25 ,, 0,07 ,, 9,98 ,,
Das an 1 0 g. Fehlende riihrt vom Wassergehalt im Gummigutt her.
Das Harz war von schon rothlichbrauner Farbe, durchscheinend, sehr sprode, leicht zu einem gelhen Pulver zerreiblich. Es ist dieses die Gambogasaure, (.?0H2s04. Sie
lost sich in Alkohol und Aether mit saurer Reaction und
bildet mit Basen Salze.
Ausser in Alkohol und Aether ist sie loslich in Chloroform, Schwefelkohlenstoff, Ammoniak und Kalilosungen, theilweise loslich in Petroleumlenzin. Salze wurden mit geringen
Modificationen nach den Methoden ron J o h n s t o n und
B u c h n e r dargestellt.
In warmem wasserigeu Ammoniak lost sich das Harz sehr
leicht und bildet in dunkelrother Losung gambogasaures Ammoniak. Das Kalisalz wird dargestellt dorch Losung des Harzes in
Kalilauge, die Losung ist tief rothlichhraun. I n beiden Losungen
bildet sich nach einiger Zeit ein gelatinoser Bodensatz. Der
Bodeneatz in der Ammoniakflussigkeit wurde trocknen gelassen,
der Riickstand Far hart und brocklich, unloslich i n Wasser, loslich in Alkohol und Aether und iihnelt in Aussehen dem Harze.
.
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