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Dulcit.

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Dulcit.
trin nachgewiesen werden. Was die Feinheit der Reaction
betrifft, so fand B a r f o e d , dass eine Losung von 0,OS g. Dextrin und 0,0008 g. Traubenzucker in der zwanzigfachen
Menge Wasser durch Kochen und 15 Minuten langes Stehen
Reduction gab; dass sogar eine Losung von 0,l Dextrin und
0,0001 Traubenzucker in der funffachen Menge Wasser eine
zwar schwache, aber doch ganz deutliche Reaction nach Erwarmung und Stehen in einer Stunde gab. Es war also
noch 1/1 O/o Traubenzucker im Dextrin nachzuweisen. Mit
Dextrin , welches durch oben angegebene lieactionen als vollig zuckerfrei constatirt war, stellte B a r f o e d mit Wasser und Hefe Gihrungsversuche an. Das Ergebniss derselben war:
a) Eine Losung von reinem Dextrin geht unter Einwirkung von Hefe allein in die weingeistige Giihrung uber.
Dieselbe schreitet vie1 langsamer vorwirts als beim Zucker,
und ist bei einer niederen Lufttemperatur langsamer als bei
einer hoheren.
b) Das bei der Gahrung entwickelte Gas besteht nur aus
Kohlensaure. Andcre Gahrungsproducte, als Kohlensaure und
Weingeist, treten nicht in kenntlicher Menge auf.
c) Eine Umwandlung des Dextrins in Traubenzucker liisst
sich in der gahrenden Mischnng nicht nachweisen. Die Bestandtheile des Dextrins und des Wassers mussen sich also
gleichzeitig umsetzen. (Journ. f. pract. Cfzcm. 2872. Bd. 6'.
334.).
J.
s.
D u 1c it.
G. B o u c h a r d a t hat in einer grosseren Arbeit sich
mit dem genaueren Studium des Dulcits beschaftigt, woraus
das Nachstehende als neu zu erw6hnen ware.
Dulcit ist ein Isomer des Mannits und findet sich in
der Manna von Madagascar fertig gebildet. Er kann auch
kiinstlich erhdten werden , durch Einwirkung von Natriumamalgam auf Milchxucker :
C 1 2 H l 2 0 1 8 + H2 = c 1 2 H 1 4 0 1 4 .
Milchzucker giebt dabei nur Dulcit , wird derselbe aber
vorher mit verdunnter Schwefelsaure behandelt, so erhiilt man
bei nachherigcr Behandlung mit Natriumamalgam nebenbei
auch Mannit.
Dulcit.
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B. zieht daraus den Schluss, dass sich die Lactose bei
der Behandlung mit SchwefelsGure in zwei isomere Zuckerarten spaltet, die er ale cr und /3 Galactose bezeichnet.
Lactose
cr Galactose /3 Galactose
C 2 4 H 2 2 0 8 2 + H202 = C l 2 H 1 2 0 1 2 + C12HlZOlZ.
Die cr Galactose giebt bei der Behandlung mit Salpetersaure Schleimsaure, bei der Hydrogenisation Dulcit, die /?Galactose giebt rnit Salpetersaure keine Schleimsaure und bei
&r HydrogeniEiation Mannit. Die
Galactose kommt mit
der Glucose ziemlich uberein.
Als Nebenproducte erhalt man bei der Hydrogenisation
sowohl der Lactose als der Glucose Isopropylalkohol, Aethylalkohol, Isohexylalkohol und Milchsaure.
Der Dulcit verbindet sich in mehreren Verhiiltnissen rnit
Sauren und sind zwei Gruppen solcher Verbindungen zu
unterscheiden; bei der einen tritt auf je 1 Aequivalent Saure
ein Aequivalent Wasser a m , dies sind die Aether des Dulcits. Bei der anderen Gruppe treten fur jedes Aequivalent
Saure 2 Aequivalent Wasser aus und es entstehen die Aether
des Dulcitan’s.
B. hat namentlich die Verbindungen rnit assig- und
Benzoesaure dargestellt und gefunden, dass sechs verschiedene
Aether des Dulcits. rnit diesen Sauren existiren , wiihrend er
vom Dulcitan vier verschiedene Aether erhielt.
Die Wasserstoffsauren verbinden sich sowohl ohne, als
auch unter Wasseraustritt rnit Dulcit; die Verbindungen , die
ohne Wasseraustritt erfolgen, verhalten sich wie gepaarte
Sauren, werden indess schon durch Wasser wieder zersetz t.
Die Verbindungen unter Wasseraustritt erfolgen wie bei den
Sauerstoffsauren, also mit 1 und 2 Aequivalent Wasser fur
1 Aequivalent Saure , sodass auch bei diesen Verbindungen
des Dulcits und des Dulcitan zu unterscheiden sind. Bis jetzt
hat B. nur Verbindungen das Dulcits rnit 2 Aeq. Wasserstoffsauren dargestellt , wahrend er vom Dulcitan solche rnit
1 -4 Aeq. Saure beschreibt.
Schliesslich gelang es B. noch, eine organische Basis aus
dem Dulcit darzustellen, das Dulcitamin, C12Hi2010,NH3,dessen
salzsaures Salz bei der Einwirkung ron geistigem Ammoniak
auf 2 fach salzsaures Dulcit resultirt. Dieses Dulcitamin ist
eine starke Basis, die das Ammoniak aus seinen Salzen austreibt. Ton seinen Salzen ist nur das Platindoppelsalz leicht
krystallisirbar. (Anal. de Chim. et de Phys. September u.
October 1872.).
Fcs.
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