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Eine neue Rebenkrankheit.

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E h e neuc Rcbenkraiikhcit.
waarenhandlern etc. um so hkfiger vor, als nach Verf. kein
Milben oder eierfreier unraffinirter Zucker in den Handel
kommt; H i l l H a s s a 1 1 fand tinter 72 Zuckerproben 69 mit
Acariis sacchari, wahrend in der Iiaffinade zwar unkrystallisirter Zucker nnd Salzbeimischungen, aber k i n e Kratzniilben,
enthalten sind. Den schlechtesten , nnraffinirten Zucker fand
Verf. im ,, South Dublin Union Workhouse" vor; er war feucht,
rnit Syrnp verfalscht, und enthielt nebcn Pilzsporen, Zuckerrohrresten, Eiweiss iind Stiirlrmehl, eine solche Unmasse von Acarusmilben, dass auf 1 Pfnnd deren niindestens 100,000 kamen;
in 6 Decigrm. fanden sich 50 Stiick diesei schon mit unbewaffnetem Auge kenntlichen Milben. Dic Reriihrung dieses
Zuckers rnit den Fingern bringt naturlich mehr Schaden als
der Genuss desselben, indem selbst tausende dieser Thiere,
in den Magen gebracht, iible Folgen f i r die Gesundheit
erwienenermaassen nicht nach sich ziehen. Da man indesa
Lei dem Gebrauclie des milbenreichen , thorichterweise inimer
noch Kir besser ,,sii s s c n d geltenden, unraffinirten Zuckers
bestiindig Glehhr lxnft, lrratzige Finger und Hinde zu bekonimen, so wird man nacligerade wohl von demselben abkommen, und Raffinade in Kaffce und Thee nehmen, welche am
gesiindesten, reinsten, nnd, da sie thatsiichlich am besten
siisst , auch am billigsten ist. (P?dnde@?Lia nwd. Reporter,
~
((
5. Declir. 1868. p . 457- 459.).
x.
Eiiie iiem Bebenkrankheit.
I n den Rebengiirten Frankreichs ist eine neue, sehr verheereride Xrankheit aufgetreten , iibcr die wir in dem J-ourn.
d. K. Gartenbau - Gesellschaft in Paris nihere Angaben finden.
Man. bezeichnet sie mit dem nnpassenden Namen der A u s z e h r n n g . Zuerst wiirde sie im Jahre 1865 an einigen
Orten im Siiden beobachtet, hauptsachlich in der Prouence,
wo sie gleich Anfangs so heftig auftrat, dass ganze Weinberge bis auf die letzte Bebe zerstort wurden. Die befallenen Stocke treiben im Friihjahre vie1 spiiter ans, als die von
der Pest noch frei gebliebenen; die jungen Triebe! sind ausnehmend schwach , wellren allmtihlig , verdorren alsdann und
endlich stirbt die ganze Pflanze ab. Ueber die Ursachen der
Krankhcit horte man nnfangs, wie das in iihnlichen Fallen
inimer zu geschelien pflegt, die verschiedenartigsten V e r m n t h u n g e n aussprechen, Einige glaubten , sie in einer Sto-
Einc n e w Rebenkrsiikheit.
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rung der chemischen Verhaltnisse der Atmosphare suchen zu
mussen, ohne fiir diese Ansicht den geringsten Anhalt zu
haben. G a s p a r i n vermuthete, dass ihr ein Mangel an Nahrung xu Grunde liege, der seinerseits wieder der anhaltenden
Trockniss nach einein langen und strengen Winter zuzuschreiben sei. Andere wieder hielten dafur, dass das Mycelium
irgend einer Pilzform irn Marke der Rebe auftrete nnd sich
von hier aus durch das ganze Holz verbreite. Aber angenommen, es sei in der That ein solches Mycelium beobachtet
worden, so hat sich dieses wahrscheinlich erst nach den1 Tode
der Pflanze entwickelt und nicht selbst die Krankheit der
Rebe herbeigefiihrt.
Endlich wurde von der X. Gartenbau - Gesellschaft einc
Commission mit der Aufgabe betraut, die Ursache der den
Wohlstand von Tausenden Ton Familien bedrohenden . R e b e n p e s t zu ermitteln. An ihrer Spitze stand P l a n e h o n .
Uieselbe gelangte bald zu einern sicheren Xesultate. Sie entdeckte namlich (was schon , wie man nachtraglich erfuhr,
beim ersten Auftreten der Kranlrheit beobachtet worden war)
an den Wurzeln eine Menge winziger gelber Korperchen,
welche man als I n s e c t e n crkannte, verwandt mit den
B 1a t t I L 11s e n , aber von diesen hauptsachlich durch die Ahwesenheit der Excretions - Organc verschicden. Man gab diesem Insect den Nanien R h i z a p h i s v a s t a t r i x d. 11. z e r s t o r e n d e W U T z e 1 1 a u s. Illisst man auch den angeblichen
generischen Unterschied vorliiufig noch auf sich bernhen , so
saheint CR doch gewiss zu scin, dass man es hier mit einer
ganz neuen, d. 11. noch nicht beobachtcten Species zu thun
hat, da das vollkommene Insect, wie die Eier weit kleicer
sind, als bei anderen Arten. Fur Weinberge scheint os
iinmoglich ZII sein, ein Mittel gegen diese Pest in Anweudung zu bringen; sollte letztere aber anch iiber Spaliere der
Garten sich ausbreiten, so wiirde das einzige darin bestehen,
jede kriinkelnde Pflanze sammt dem Boden, in welcham sie
wureelt, dem F e u e r zu iibergeben, um dadurch die Insecten
und ihre Brut zu vertilgen und die Verschleppung dieser
gefahrlichen Schmarotzer zu verhiiten. Diese unserc Mittheilung, obgleich die Krankheit in deutschen Rebenstanden nooh
nicht beohachtet wurde, scheint nichts destoweniger die Aufinerksamkeit unserer Gdrtner zu verdienen, urn so mehr, als
sie manche Rebsorten aus Frankreich beziehen und somit die
Gefahr nahe liegt, mit ihnen auch die Rebenpest zu importiren. (Dcutsche Guitenzcitung, E r f u ~ t1868. A%.48. S. 382.).
____
N.L.
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