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Einfluss des Druckes auf chemische Processe.

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Einfluss des Driickrs auf chemische Processe.
Thallium sprechen aber vor Allem 3 Eigenschaften desselben :
1) die Abscheidung desselben d u r c h Z i n k aus den wassrigen Losungen seiner Salze,
2) die Reducirbarkeit seiner Oxydationsstufen durch K o h l e n o x y d und
3 ) die Fallbarkeit durch S c h w e f e 1a m ni o n i u m.
Will man sich darnach ein Bild von der Stellung des
Thallium im System niachen, so wurde man sagen miissen,
e s sei das Metall, welches die Gruppe der Alkalien nnd Erdalkalien mit der Eisen- und Bleigruppe verknupfe.
Dr. F 1e m m i n g fuhrte seine Untersuchungen unter Anleitung der Herren Prof Dr. S o n n e n s c h e i n in Berlin und
Prof Dr. G e u t h e r in Jena a m und erhielt von Hr. Dr.
C a r s t a n j e n in Berlin das erforderliche Material rnit Liberalitat zur Verfugung gestellt , was er offentlich dankbar
anerkennt.
H. L.
Einfluss des Druckes nuf cheinische Processe.
C a i 11e t e t hat einen Apparat construirt, bestehend aus
einer niachtigen hydraulischen Yresse, welche mit einem gusseisernen Reservoir in Verbindung steht , um die Wirkungen
des Drucks auf chemische Processe zu studiren. Dem Reservoir ist eine kupferne Rohre angefugt , welche wiederum
rnit einer Glasrohre vereinigt ist, welche an dem einen Ende
vermittelst eines Schraubenaufsatzes geschlossen ist. Um
wahrend der Dauer der Versuche einen constanten Druck zu
haben, wurde das Reservoir rnit einem zweiten hohlen Cylinder in Verbindung gesetzt, in welchem sich eine Pumpenstange bewegte, die an ihrem Ende rnit einer verticalen, zur
Erde geneigten Stange versehen war. Befestigt man an
dem freien Ende dieser Stange Gewichte, so lasst sich der
durch die Pumpe erzeugte Druck berechnen, w-enn man die
Oberfliche der Kolbenstange und das angewendte Gewicht
kennt. C a i 11e t e t glaubt mit diesem Apparate einen Druck
Ton 250 - 300 Atmospharen erzeugen zu lconnen. Seine
Versuche sind indess bei geringerem Druck ausgefuhrt warden. Bringt man in diesen Apparat eine Zinkplatte und
Chlorwasserstoffsiiure , so nimmt die Gasentwicklung in dem
Grade, als sich der Druck vermehrt, ab und oft hort dieselbe
Ueber Herstellung einfacher und bil!iger Ehbehalter.
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vollstandig auf. Die vor und nach der Einwirkung der Saure
gewogene Zinkplatte verliert, wenn die Einwirkung bei gewohnlichem Luftdrnck vor sich geht 10,O; bei einem Druck von
60 Atmospharen 4,7, und bei einem Druck von 120 Atmospharen 0,1. Comprimirt man in dem Apparat von C a i 1l e t e t einen Kalkspathkrystall mit Salpetersaure , so verhalten
sich die in derselben Zeit gelosten Mengen bei gewohnlichem
Luftdruck und bei einem Druck von 150 Atmospharen wie
11,09 : 1.
Die Verminderung der chemischen Einwirkung durch den
Druck scheint eine allgemeine zu sein.
Die starksten Sauren iiben fast keine Wirkung aus auf
Eisen, Zinn, Aluminium, wenn man diese Xorper unter hohem
Druck aufeinander einwirken lasst. Die Zersetzung des Wassers durch den elektrischen Strom wird ebenfalls durch hohen
Druck vollstandig verhindert. Ebenso wird die Einwirkung
des Natriumamalgams aiif Wasser fast ganzlich aufgehoben.
Indess wird die durch Druck verminderte chemische Thatigkeit wieder erhoht durch Erhohung der Temperatur. So
verhalten sich die bei der Einwirkung von verdiinnter Schwefelsaure auf Zink bei O o und bei 50° gesammelten Gasmengen wie 1 : 2,s. I n demselben Grade als sich die chemische
Thatigkeit bei hohem Druck vermindert, vermehrt sich dieselbe
im luftleeren Raum. So verhalten sich die bei der Einwirkung von Zink auf Schwefelsaure bei gewohnlichem Druck
nnd im luftleeren Raume gesamrnelten Gasmengen, wie 1 :1,53,
bei der Einwirkung von Salzsaure auf Aluminium wie 1 : 1,68
und bei der Einwirkung von Salpeterslure auf kohlensauren
Xalk, wie 1 : 2,51. Wenn es nun dem Autor nicht in
allen Fallen gegluckt ist, die chemische Action durch Druck
ganz aufzuheben, so scheint der Grund dariu zu liegen, dass
die in Contact gebrachten Substanzen sich sehr verbchieden
in dieser Hinsicht verhalten. Wiirde schliesslich der Luftdruck, den wir jetzt ertragen, plotzlich vermehrt, so wiirden
eine Menge von Reactionen, welche wir jetzt taglich vor
unsern Aiigen vor sich gehen sehen, sofort aufhoren. (Journ.
de pharmacie et de chimie. Mai 1869.).
Sch.
8
Ueber Heratellung einfacher und billiger Eisbchtllter
man die Abhandlungen in der Apothekerzeitung
:Leipzig), 1866, Nr. 37; im Beuen Jahrbuch der Pharmacie,
t867, H. 5 u. 6 , S. 328; in der pharmaceutischen Central-
lese
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