close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Einwirkung mehratomiger Alkohole auf Mischungen von Borsure- und Natriumbicarbonatlsungen.

код для вставкиСкачать
250 C. Jehn, Einwirli. mehratom. Alkohole a. Borsiiure- n.Natriumbioarbonatlos.
Einwirkung mehratomiger Alkohole auf Miachungen
von Borsiiure und Natriumbicarbonatloeungen.
-
Von Dr. C a r l Jehn.
Vor Kurzem berichtete R. S u l z e r unter Hinweis auf die Eigenachaft des Glycerins, BoraxlBsungen Baure Reaction zu verleihen,
dass dieselbe Egenschaft auch dem Honig zukomme. Losungen von
Borax oder Borslure und solche von Natriumbicarbonat reagirten
nicht auf einander, wohl aher nach Zusatz voii etwas Honig oder
Glycerin. Rohrzucker iind Milchzucker bewirkten jedoch keine
Reaction. Bei der Priifung der Sulzer’echen Mittheiliing erhielt ich
nachstehende Resultate. Ich arbeiteta mit in der ralte gesattigten
Lbsungen von Borsliure , Borax, Natriumbicarhonat und Natriumcarbonat. Ton diesen wurden gleiche Volumina durch mehrmaliges
Umkehren des Reagircylinders vorsichtig gemischt , dann wurde der
die Reaction angeblich hervorrufende Korper hinzugefiigt, die Mischung wurde vorgenommen und die eventuell eintretonde Entwickelung von Kohlensauro beobachtet.
Der zur Prafung benutzte gereinigte Honig wurde vorher durch
Zusatz einer Spur Ammoniak vorsichtig neutralieirt.
Es ergab sich:
I. Lbsungen von Borslure und Natriumbicarbonat reagirten
n i c h t auf einander, w o h l a b e r auf Zusatz von Glycerin oder
Honig.
2. Idsungen von BorsLure und Natriumcarbonat reagirten
n i c h t auf einander, a u c h n i c h t auf Zusstz von Glycerin oder
Me1 depuratum.
3. Lbsungen. von Borax und Natriumbicarbonat sind unter sich
ohne R e a c t i o n , r e a g i r e n j e d o c h auf Zusstz von Glycerin oder
Honig.
Msungen von Borax und Natriumcarbonat r e a g i r e n n i c h t ,
auch n i c h t auf Zusatz von Glycerin oder Honig.
In Uebereinstimmung mit Sulzer fand ich, dass Rohr- und
Milchzucker die Reaction zwischen Borsiure und Natriumbicarbonat
nicht hervorriefen, wiihrend dies beim Traubenzucker der Fall war.
Dem h h a l t e an Traubenzucker (Glukose) verdankt auch der Honig
zweifelsohne seine ReactionstXiigkeit. Die betreffenden Zuckerarten
wurden in concentrirter Msung hinzugefiigt. Es wurde also die
1) D. h e r . Apoth. Ztg. 1886. El. 596.
C.Jehn, Einwirk. mehratom. Alkohole a. Bomaure- u.Natrinmbicarbonatlos. 251
Reaction hervorgerufen durch einen dreiatolnigen Alkohol (das Glycerin) und durch den Aldehyd cines sechsatomigen Alkohols, da
bekanntlich die Gtlukose als der Bldehyd des Ifamits, in welchen
er durch nascirenden Wasserstoff iibergefiihrt werden kann, zu betrachten ist. Es stiess mir hierbei der Gtedanke auf, ob nicht noch
andere mehratomige Alkohole und event. die zugahjrigen Aldehyde
im Stande sein mbchten, obige Reaction hervorzurufen. Bls nbhstliegender mehratomiger Alkohol musste der Mannit erscheinen,
ein secbsatomiger Alkohol dor Formel C6H8(0H)6, welcher leicht
aus der officinellen Manna dargestellt wurde.
Es ergab sich, dass a u c h M a n n i t bewirkte, daas die L6sungen von Borsauro und Natriumbicarbonat in Reaction traten , wohingegen dlerdings bei den Ltisungen von Borax und Natriumbicarbonat , bei denen Glycerin , Honig und Traubenzucker eine Reaction
hervorriefen , dies hier' nicht beobachtet wurde.
Eine Verallgemeinerung der Reaction lag nun nahe und es
kamen hier beispieleweise Erythrit C4B6(OH)4, Dulcit C6H*(OH)6
und der analog zusammengesetzts Sorbit in Frage. Diem Alkohole
sind jedoch im EIandel so theuer, beispielsweise kostet ein Gramm
Dulcit 4 Mark, wahrend Sorbit noch ungleich theurer ist, dass ich
die PrUfung auf den Erythrit beschrankte. Derselbe verhdt sich
ebenso, wie der Mannit.
Wodurch diese Einwirkung der mehratomigen Alkohole (und
eventuell ihrer Aldehyde, in welcher Richtung weitere Versuche
anzustellen sind) aich erkllren lKsst, muss noch n&er erforscht
werden. Auch stellen sich noch andere Fragen zur Beantwortung,
so z. B. ob nur solche mehratomige Alkohole der Reaction f"ahig sind,
resp. die Reaction hervorzurufen geeignet erscheinen , welche sich
wie die oben erwlhnten von Kohlenwasserstoffen der Formel
C" E12"-ta ableiten und soviel Hydroxylgruppen enthalten , ale sie
Kohlenstoffatome haben , oder ob auch andere mehratomige Alkohole,
wie z. B. der Quercit oder der Pinit, beide der Formel C 6 H l B06
resp. C H (OH) entaprechend , die besprochene Erscheinung bewirken kiinnen. Nach den Erfahrungen mit dem Rohrzucker und dem
Milchzucker , die ja in mancher Hinsicht auch alkoholartige Eigenschaften besitzen , aber nicht 80 viele Hydroxylgruppen enthalten,
als Kohlenstoffatome in ihrem Molekale vorhanden sind, darf man
vielleioht a priori vermuthen, dass sie nicht reagiren.
'
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
119 Кб
Теги
alkohol, borsure, mischung, natriumbicarbonatlsungen, mehratomiger, auf, einwirkung, von, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа