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Einwirkung von FUnffachchlorantimon auf organische Verbindungen.

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78 Einwirkung von Fiinffachchlorrntimon nuf organische Vorbindungen.
1) Urin nur im vacuuni mil grosser Fliichc verdunstet
werden muss, um einen genauen trocknen lCiickstaird desselben zu erhalten. Bei 1 - 2 g. Fliissigkeit ist die Operation
nach 24 Stunden beendct.
2) Die Fehlergrenze bei diesen Verfahren ist 1 g. p. Liter, wohingegcn sic 10 g. und noch mehr sein kann, wenn
der Urin bei 100O eingetrocknet wird. Lctztere sind ausserdem immcr sauer, sclbst dann, werin der Urin alkslisch war.
(Rdpert. dc Pharm. Jancier 187G. y. 4.).
Bl.
Einwirkung Ton Fiinffachc~lormtiinon auf organische V crbindungen.
Sb C15 besitzt bekanntlich mil dem Phosphorpentachlorid
viele Aehnlichkeit, u. a. die glciche atomistische Zusammensetzung, das gleichc Verhaltcn beim Erhitzen, wobei sie die
Erscheinung einer Dissociation in Chlor und SbCls resp, PCls
zeigen u. 8.. w. Uiese Aehnlichkcit veranlasste Carl W. S 6 B sn e r
zur Untersuchung der Prilge, ob sich SbC15 bei der Einwirkung auf organische \.'crbindungen dem Y Cis analog verhiilt,
oder ob sich Verschiedenheiten beobachtcn lassen.
1. SbC15 und Chloroform. Die Suhstanzcn werden in
einer zugeschmolzenen ltiihre auf 100° erhitzt. Der Inhalt
besteht dann a u ~einem wcissen, krystallisirten Korper (Sb Cis)
und aus einer schweren Plussiglteit - vierfach - Chlorkohlenstoff. Die Reaction verlauft glatt nach folgender Pormel:
SbC15
CIICls = IICl
SbCI3
CC14.
Sb C15 vermag also das letztc Wasscrstoffatom im Chloroform
direkt durch Chlor zu ersetzen, grade wie e s beim Behandeln
von Chloroform. mit Chlor im Sonnenlichte gcschieht. PC16
vcrmag dies nicht.
2. Verhalten zu Bromithyl und Aethylenbromid. Lasst
man Ca H5 Br zu SbC15 fliessen, SO wird unter ziemlich
heftiger Reaction das Brom ausgeschicden , wiihrend Chlor
an seine Stelle tritt; das Chlorathyl entweicht.
Bringt man Aethylenbromid und SbC15 in gleichen
Moleciilen zusammen, so farbt sich nach wenigen Augenblicken
die Fliissigkeit durch ausgeschicdencs Brom rothbraun und
nach gelindem Erwiirmen ist die Umsctzung beendigt. Es
resultirt Aethylenchlorobromid C2 114C1 Br eino farblose, leicht
bewegliche Fliissigkeit von 1.689 spec. Gew. bei 190. Die
Reaction ist also:
+
+
+
Einwirknng von Fiinffnchchlornntimon auf organische Verbindungen.
-
+
+
79
SbC15 2 C2 €14 Br2
SbC13
2 C2 HI4 Br Cl 4- Br‘.
Bei der Anwendung von 2 mol. Sb C15 auf 1 mol. Aethylenbromid und gelindem Erwarmen, erhielt der Vorfasser nachhcr
bei der Destillation Aethylenchlorid C2I14C12. Die Umsetzung erfolgte demnach nach der Gleichung :
SbC15
Cz H4 Bra = C2 H4 C12 f SbC13
Br2.
PClb wirkt unter den entsprechenden Verhaltnissen auf
Ce H4 Br2 nicht ein.
3. Die Einwirkung von SbC15 auf Benzol geht gut von
Statten. Bei langsamem Eintragen von reinem C6 HG in
S b C l j tritt Erwiirrnung ein und es entweichen grosse Y e n gen von H C l - Diimpfen. Giesst man die Massc dann in Salzsiiure, so scheidet sich cine schwere Pliissigkeit ab, welche
durch Waschcn mit n’atronlauge -von den Antimonverbindungen bcfrciet und dann rectificirt wird. Es ist Monochlorbenzol :
CG Ii6
SbC15 = C6 H5 C1
HCl
SbCIS.
Phosphorpentachlorid wirkt so gut wie gar nicht auf
Benzol.
4. Auf Phenol ist die Einwirkung eine so iiusserst heftige, dass trotz der tropfenweisen Hinzufigung und trotz
Abkiihlung die ganze Rlasse spritzte und sich schwarzte.
Chlorphenole waren nicht zu erhalten. E l b ersetzt dagegen
im Phenol die lEydroxylgruppe durch Chlor und liefert Chlorbenzol :
CG 115 OH
1’ClS = CG H5 C1
POC13
HC1.
Dagegen lasst sich durch Einwirkung von SbC15 (etwas
mehr, als die Tlieorie verlangt) auf Salicylsaure leicht Mono und Dichlorsalicylsiiure erhaltcn , die durch Krystallisation
leicht zu trennen sind. Aus Bcnzocsaure erhiilt man Chlorbenzotisaure , wahrend die entsprechende Einwirkung von
PC15 Benzoylchlorid liefert.
Es ist demnach das Verhalten von SbC16 gegen organische Verbindungen total verscbieden von dem des PCl5.
Phosphorpentachlorid wirkt hauptsiichlich substituirend auf die
Hydroxylgruppe, unter Bildung von Phosphoroxychlorid. Daa
Antimonpentachlorid dagegen giebt einfach Chlor ab, welchea
an Stello der Wasserstoffatomo tritt, I t s t dagegen dic Hydroxylgruppen unvertindert. (Joum. f. pract. Chem. Bd. 13.
S. 418.).
C. J.
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