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Einwirkung von Jod und amorphem Phosphor auf Glycerin.

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172 Einwirkung v . Jod u. amorpheni Phosplioy auf Glycerin.
2) Bei Ausschluss von Wasser entsteht als Hauptproduct ein bromhaltiges Ocl, welches fur sich destillirt
und dann mit siedendem Wasser behandelt , reichlich
G l y c o l s a u re liefert. Es ist wahrscheinlich, dass diese
Saure ihre Entstehung dem Vorhandensein der Bromessigsiiure verdankt, die neben Bromhyclrin, dessen Gegenwart auch noch sonst nachgewiesen ist, einen Gemengthcil dieses Oels ausmacht. Als Nebenproduct bildet sich
Acrolein und vielleicht, wie bei dem ersten Versuche,
auch Hromoform. J e nach den angewandten Mengen von
Glycerin und Brom konnen, scheint es,, diese Producte
i n verschiedenen Verhiiltnissen auftreten.; es liisst sich
ein bei derselben Reaction von P e 1ou z e erhaltenes Product, verglichen mit dem hier beschriebenen, so deuten.
(Sitzungsber. dep A. Akad. der H’iss. zii Tl‘ien. - Journ. fiir
prakt. Chem. 90. 6.)
B.
--
Einwirkung von Jod uiid amorpbem Phosphor raf
Glycerin.
W o i e i k o f f hat die von D r a g e n d o r f f zur Darstcllung von Jodallyl und kunstlicheni Senfol angegebene
Methode (s. Arch. der Pharm. Bd. 116. 8. 273) auf E r l e n m e y er’s Veranlassung gepruft und Resultate erhalten,
welche rnit den von D r a g e n d o r f f angegebenen nicht
vollig iihereinstirnmen. Zwei ganz genau nach Vorschrift
ausgefuhrte Operationen verliefen nicht ganz so, wie beschrieben ist. Die zusammengebrnchten Substanzen wirkten anfangs nicht sichtbar auf einander ein, dann aber
trat plstzlich ohne aussere Veranderung der Temperatnr
eine so sturmische Reaction niit bedeutender W”
arrneentwickelung ein, dass binnen wcnigen Minuten die ganze
destillirbare Flussiglteit in die Vorlage ubergegaogen und
in der Retorte wie in dem Kiihlrohre starke Jodabscheidung eingetreten war.. Das Destillnt bestand aus zwei
Schichten. Die erste Schicht wurde einmal mit Kalilosung, das nndere Ma1 mit saurem schwefligsaurem
Nstron vom Jod gereinigt, gewaschen, mit geschmoleenem Chlorcalcium getrocknet und destillirt. Nahezu die
ganze Menge destillirte constant bei 890. Bei der zweiten Operation wurde nach dem Trocknen mit Queclssilber geschlittelt und daruber abdestillirt. Es hatte sich
nur eiiie sehr geringe Menge der Quecksilbernllyl’odurverbindung gebildet. Das Destillat ergab 21,03
und
4,20 H (Allyljodiir = 21,43 Proc: C und 2,97 Proc. H ;
d
Ezplosives Glycerin.
173
Propyljodur = 21,17 Proc. C und ?,I2 Proc. H). Gus
diesen Resultaten liisst sich schliessen, dass das erhaltene
Jodur nicht Allyl-, sondcrn Propyljodiir war. Zwei andere Versuche niit 32 Phosphor, 127 Jod und 92 Glycerin gaben ebenfalls Propyljodiir.
Die mogliche Annahme, dass die Verschiedenheit in den Resultaten des
Verfassers und D r a g e n d o r f f ' s etwa in einem hoheren
Wsssergehalte des von Ersterrm angewendeten Glycerins
herruhren mochte, weist derselbe dadurch zuriick, dass
e r mit dernselben Glycerin und fertigern Zweifach- Jodphosphor immer nur Allyljodur und Propylen, aber ltein
Propyljodiir erhalten hat. Daraus schliesst er, dass ein
Gemenge von amorphem Phosphor und Jod, in demVerhaltniss wie diese Zweifach-Jodphosphor bilden, in ande.
rer Weise wirkt, als schon fertig gebildeter ZweifachJodphosphor. (Ztschv. fiir C72em. u. Phann. - Chem. Cent~*ulblatt.1863. 55.)
B.
Explosives Glycerin (Pyroglycerin)
wird erhalten durch Mischen von 2 Vol. Schwefelslure von 6GOB. und 1 Vol. Salpetersaure von 400B.
und nach dem Erkalten ungeC%hr
Vol. der ganzen
Fliissigkeit Glycerin zugefugt. Nach einiger Zeit sammelt sich ein gelbliches klares Oel auf der Oberflache,
welches so lange gewaschen wird, bis das ausfliessende
Wasser frei von Saure ist.
Das Pyroglycerin hat ein spec. Gew. von 1,60, ist
geruchlos, schwach gelblich, von sussem, angenehmen
Ueschmack, ist aber g i f t i g . Auf Papier bringt es Oelflecke hervor; bei 20OC. ist es noch flussig, unloslich
in Wasser, sehr loslich in Alkohol und Aether; aus der
alkoholischen Losung wird es durch Wasser niedergeschlagen, ist nicht fliichtig und bei 1000 noch nicht zersetzbar. Auf E'latinblech erhitzt, entwickelt es snlpetrige
Dampfe, und bei hoherer Temperatur tritt die Zersetzung
unter Explosion ein. Diese Zersetzung lasst sich ohne
Gefahr herbeifiihren, wenn man einen Tropfen des Korpers auf ein Uhrglas bringt und ihn mit einem rothgluhenden Drlthte erhitzt. Trocknes Pyroglycerin detonirt
durch einen Schlag mit grosser Heftigkeit. (Journ. de
Chim. m4d. - aitschr. des iisterr. Apoth.- Ver. No. 2. f 864.)
s.
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