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Entdeckung fremder Farbstoffe im Weine.

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Die Alkalolde d. Jaborandibliitter. - Entdeckung fremder Farbstoffe im Weine. 371
erforderlich. Man braucht also bei Anwendung von 25 g. des zu
untersuchenden Kaffees nur 7,5 C. C. von der Anzahl der verbrauchten C.C. AgNOB-Losung abzuziehen und durch 0,625 zu dividiren,
um direct den Procentsatz der beigemengten Cichorie zu finden.
(Deutach-Amerik. Apoth.-Ztg. 1880, No. 12.)
C. J.
Die AlkaloPde der Jaborandibliitter. - Mit der UnterRuchung derselben haben sich neuerdings auch Dr. E. H a r n a c k
und Dr. H. M e y e r befasst. Es gelang denselben, neben dem Pilocarpia ein z w e i t e s A 1k a 1o ‘id nachzuweisen, welches leicht aus
dem etsteren entsteht, sich in vielen kiiuflichen Pilocarpinpriiparaten vorfindet, in seiner Wirkung aber mit dem A t r o p i n v o l l k o m m e n u b e r e i n s t i m m t , wiihrend das Pilocarpin nach den
meisten Richtungen hin dem N i c o t i n durchaus analog wirkt.
Dem neuen Alkalo’id geben die Verfasser den Namen J a b o r i n .
Die Constatirung von Jaborin in Pilocarpinpriiparaten geschieht
am sichersten durch den physiologischen Versuch am Froschherz,
da das Jaborin vermoge seiner atropinartigen Wirkung schon in
iiusserst kleinen Mengen die Hemmungsapparate des Herzens lahmt.
Das reine Pilocarpin entspricht der Formel C1lH1sNsOS
Zur Trennung des Jaborins vom Pilocarpin wurden kiiufliche
jaborinhaltige Pilocarpinpriiparate beziehungsweise die Rohsubstanz
verwandt ; dieselbe wurde in H8 0 gelost, mit HC1 versetzt, filtrirt
und Sublimat hinzugefugt, bis die anfanglich milchige Triibung in
einen Niederschlag uberzugehen a d n g . Durch gehoriges Schutteln
und nachfolgendes Filtriren wurde eine hellgelbe Fliissigkeit gewomen, die nach Entfernung des Hg durch H 8 S eingedampft, mil
NaHO versetzt und mit Aether ausgeschuttelt wurde. Der Aether
hinterliess das Jaboriu als klare farblose amorphe Substanz. Das
Jaborin ist eine sehr starke Base, die sich vom Pilocarpin namentlich durch die Schwerloslichkeit in Wasser und leichtere Loslichkeit in Aether unterscheidet. Es bildet sich leicht aus dem Pilocarpin, schon das Eindampfen des letzteren in saurer Losung geniigt,
um kleine Mengen Jaborin zu bilden. Die Formel desselben konne
noch nicht mit geniigender Sicherheit ermittelt werden. (Liebig’e
Ann. Chm. 204, 67.)
C. J.
Entdeckung fremder Fsrbstoffc im Weine. - D u p r 6
hat gefunden, dass der Farbstoff des Weines sich sehr schlecht
dialysiren lasst , wahrend die meisten anderen Farbstoffe, die etwa
zur Verfalschung des Weins dienen , mit Leichtigkeit durchgehen.
Ale eine leicht anzustellende Probe des Weins empfiehlt D. das
folgende Verfahren : aus einem Stiick reiner Gelatine schneidet
man sich Wiirfel von drei Viertel Linien Seite und taucht diese
eine Zeit lang in den zu priifenden Wein. Nach dem Abwaschen
mit reinem Wasser nimmt man aus der Mitte derselben ein Stuck24 *
372 Stohlmagnete. -voltaisches
Element a. Aluminium. -Atomgew. d. Antimons.
chen heraus. War der Wein rein, S O ist der Farbstoff kaum eingedrungen, andernfalls ist die Gallerte mehr oder weniger tief bis
zum Centrum hin gefarbt. Alkannaroth verhiilt sich dem Weinfarbstoff am iihnlichsten, es giebt aber in saurer Losung ein Absorptionsspectrum mit drei Biindern oder Streifen. Von Ammoniak
wird der rothe Weinfarbstoff griinbraun und giebt alsdann im Gelb
eiu undeutliches Absorptionsband, Alkannaroth hingegen wird durch
Animoniak blau und giebt zwei Absorptionsbander. - Die Natur
des zur V erfalschung gebrauchten Farbstoffs liisst sich zuweilen
an der Farbe der Gelatine erkennen , Indigo z. B.; wenn nicht, so
thut man am besten, zu dialysiren und auf das Dialysat die von
Ganthier angegebenen Reagentien anzuwenden. (The Pharm. Journ.
WP.
and Transact. Third Ser. No. 520. 1880. p. 1006.)
Hohle Stahlmagnete. - W. H o l t z theilt mit, dass hohle
Stahlrijhren vie1 bessere permanente Stahlmagnete liefern, als ma&
sive Stabe. Beim Veksuche wurden ein Stab und eine RShre von
12l/, Ctm. LSnge und 13 mm. ilusserem Durchmesser angewandt,
beide wurden bis zur Sattigung magnetisirt. Der Magnetismus
des Stabes verhielt sich zu jenem der Rohre wie 1 : 1,6. Nach
Aufbewahrung von einem halben Jahre stellte sich sogar das Resultat wie 1 : 2,5.
Da nun die Anfertigung solcher Stahlrohren durchaus keine
Schwierigkeit bietet, so diirften sie bald eine grossere Verwendung
finden. (Ann. Phys. Chem. 10, 694.)
C. J.
Voltaisches Element aus Aluminium. - Wie Prof. W o h l e r mittheilt, hat das Aluminium gleich dem Eisen die merkwiirdige
Eigenschaft, durch Beriihrung mit conc. HNOS in einen Zustand
versetzt zu werden, dass es rnit gewohnlichem A1 einen galvanischen Strom erregt. Man kann daher mit A1 a l l e i n , rnit nur
wenigen Elementen, eine Batterie construiren von einer Stromstarke, dass die Yagnetnadel stark abgelenkt, Wasser zersetzt und
ein dunner Platindraht zum Gliihen gebracht wird. (Liebig's Ann.
J.
Chem. 204, 118.)
c.
Das Atomgewicht des Antimons kann noch immer nicht
zur Ruhe kommen. Bekanntlich war dasselbe von R. S c h n e i d e r
zu 120 (120,3) gefunden, ebenso von Cooke, wohingegen Dexter
und Dumas 122 erhielten. In einer eigenen Broschiire unterzog
im vorigen J a k e Kessler siimmtliche auf das Atomgewicht des Sb
bezugliche Arbeiten einer kritischen Beleuchtung und gelangte zu
dem Resultate, dass die Zahl 122, die er auch selbst auf maassanalytischem Wege erhielt, die richtige sei.
Schneider weist nunmehr das Urtheil Kesslers als ein durch
Voreingenommenheit getriibtes zuiick und bleibt auf Grund neuer
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