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F. A. FlUckiger. Grundlagen der pharmaceutischen Waarenkunde. Einleitung in das Studium der Pharmacognosie. Mit 104 in den Text gedruckten Holzschnitten. Berlin 1873. J. Springer. 138 Seiten. 8

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Biicherschan.
189
Werkes, soweit es den Text betrifft. Der Herr Verfasser schickt eine
kurze Einleitung voran, work er den Anfanger in die Systemstik und
Morphologie der Pflanzenwelt in leieht fassbarer und iibersichtlicher
Weise einfuhrt und geht dann zur Aufstellung seines Systems iiber. Von
allen bisher aufgestellten Systemen abseh’end, stellt er ein ganz neues auf,
welches, soweit ea der Stand der heutigen Wissenschaft gestattet, ein
vSUig naturliches d. h. auf verwandtschaftliche Verhiiltnisae basirtes genannt werden muss. E r liisst d a m eine nach diesem System anfgesteUte
Tabelle zum Bestimmen der Familien folgen, worm sich denn die Aufziihlung und Beschreibung der Pflanzen schliesst. In dieaem letzteren
Theile hat der Herr Veqfasser der leichteren Uebersichtlichkeit wegen die
eimelnen Familien wieder in Ziinfte oder Gruppen zerlegt. Mit Vergniigen
haben wir gesehen, daas der Herr Verfasser dem alten Linnbschen System
lieinen Platz gegonnt hat; denn, da dasselbe acheinbar die Bestimmung
der Pflilnzen erleichtert, EO wird es dem dnfanger haufig schadlich, da er
immer zu dem ihm leichter und einfncher erschoinenden greifen wird,
such scheint es uns, dass das, der heutigen WiESeIlEChaft nicht mehr entsprechende System nur noch in oine Gesehichte der Systematik gehort.
Dem Eindruck nach, den das neuo Werk auf uns gemacht, glauben
wir annehmen zn konnen, dass daseelbe aich einer guten Aufnahme in
der botanischen Welt erfreuen wird.
Was die Abbildungen betrifft, so lasst sich, da nur eine Eupfertafel
vorliegt nicht vie1 dariiber sagen, doch scheinen dieselben nicht sonderlich
auegefiihrt, auch bei Zerlegung der Pfianzen nicht die gehorige Riioksicht
auf den Text genommen zu sein. Eine Erkundigung beim Hm. Verfasser
hat ergeben, dasa derselbe dem Kupferwerke ganz fern steht und nnr der
Text von ihm herriihrt.
Da nun durch die Eupfertafeln dae Werk sehr vertheuert wird, EO
ist entschieden anzurathen, nur den Text zu beziehen, der nur ein Siebentel des Fkeises fur das game Werk kostet.
,
Jcnn, im Januar 1874.
J. Hertz.
F. A. Fliickiger. Grundlagen der pharmaceutiachen Waarenkunde. Einleitung in daa Studium der Pharmacognoaie.
Mit 104 in den Text gedrnckten Holzschnitten. Berlin 1873.
J. Springer. 138 Seiten. 8.
Unter obigem Titel erwartat man freilich etwas ganz Anderes ah
was das Buch enthiilt. Der eigentliche Inhalt ist eine kurze Einleitung
in die wichtigsten Thatsachen der pflanzlichen Gewebe- und Gestaltenlehre.
Dass ein solches Buch, ausschlieselich fh Pharmaceuten geschrieben d s
selbstiindiges Werk zweckentaprechend und zeitgemiiss sei, mochten wir
fast bezweifeln, wiinschten vielmehr dasselbe a18 Einleitung einem pharmakognostiachen Lehrbuch beigegeben zu sehen.
Eine weitere kleine Ausaetmng, die wir z u machen haben, betrifft
die botanische Sprache. Der Perf. hat sich hierin ganz an die in den
neneren Lehrbiichern verbreitete oft barbarische und vor allen oft nichtasagende aber gelehrt klingende Ausdrucksweise gehalten und wenn der
Vorwurf eigentlich seine Vorgiinger trifft, so meinen wir doch, dam diejenigen Lehrer, welche an der grossen Hochschule zu Straasburg angeetellt
sind, vor allen den Beruf haben, sich e h e r guten einfaehen deutschen
Ausdrucksweise eu bedienen und den Wust griechisch-lateinischer, oft gane.
,
190
Biichemchau.
iiberfliissiger Worte auf ein miiglichst gcringes Msnss zu beachranken;
gmz besouders aber, wenn sie zu jungen Leuten aus praktischen Berufsarten reden.
Wir brauchen iibrigens kaum hinzuzufugen, dass der Verfasser die
Aufgabe, die er sich geatellt hat, mit gewohntem Fleiss und gewohnter
Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt gelost hat. Die beigegebenen Abbildungeu
sind vortreflich, klar und verstiindlich. Die Literaturubersicht kijnnte
etwas vollstiindiger sein. Wcnn auch Bescbriinkung auf dae unurnganglich Nothwendige geboten war, so durften doch Lehrbiicher, wie das von
Schleiden, welches in mehr als einem Abschuitt, namentlich aber fur die
Histologie der Chinarinden bahnbrechend gewirkt hat, nicht ubereehen
werden. Daaselbe gilt Fir Schleidens Lchrbuch der medizinisch- pharmaceutischen Botanik, fiir Martiny’s Waarenkunde. I n der chemischen Literatm wird nur Rusemann genannt.
Fur die Behandlung dea Stoffes giebt der verf. folgende Hauptgesichtepunkte an :
1) Benennnng der Stammptlanze..
2) Geographische Verbreitung derselben.
3 Cultnr ofecineller Pflanzen.
41 Feststellung der in Betracht kommenden Theile nach ihrer organologischen Bedeutung.
5) Beschreibung der Droge und ilirer Sorteu.
6) Einaammlung und Zubereitung.
1) Handelsverhaltnisse.
8 ) Mikroskopischer Bau.
9) Chemische Beatandtheile.
10) Verwechaelungen.
11) Pharmaceutische Verwendung.
12) Einaammlungszeit.
13) Geschichte der Arzneistoffe.
- In der BchrXt selbst wird aber, wie bereits erwahnt, nur dem ausseren und dem mikroskopischen Bau Bowie dern Chemismus einigcrmnssen
Rechnung getragen. Die Darstellung der Gewebelehre ist naturlich den
botanischen Lehrbuchern und monographischen Arbeiten groastentheils
entnommen , wogegen die Verarbeitung des Materials oriqinell und dem
Verfasaer eigenthiimlich ist. Beziiglich der Anordnung der Drogen in
Lehrbiichern atimmen wir dem Verfssser nicbt bei, wenn er das botanische
System a l s Richtschnur benutzt haben will. Das vortreffliche Lehrhuch
des Verfassers wiirde auch von Anfangern weit mehr benutzt werden, wenn
es an die Stelle der pflanzensystematischen Eintheilung eine nach Aehnlichkeit and Urnprong der Drogen treten liesse, wie es Schleiden, namentlich
aber Berg mit 80 vielem Gliick versucht haben.
Der reiche histologische und morphologische Stoff des Buches wird
j edem nieeenwhaftlich etrebsamen Pharmaceuten willkommen s e i a
HirUier.
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