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Glykoluril und Glykolursure.

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Glykoluril und Glykolursaure.
thiimlicher Weise zersetzen, uo ist klar , dass beim Kochen der Hydrobenzylursiiure mit Aikalien unter Luftzutritt zwei Reihen von Zersetzu~~gsproducten resultiren miissen, die eincn hervorgegangen auR der Zersetzung
der unveranderten Slurc, die anderen entstdnden aus der urn 1 At. Saueratoff rcicheren Siiure. Aus beidcn Sauren gehcn Glykokoll und Rcnzylalkohol als gemeinschnftlichc Zersetzungsproducte , aus der JEydrobenzylnrsiiure aber Hydrohenzoesaure und nus der Hydroxybenzylursaure
H y d r o x y b i b e n z o G s a u r e hcrvor. Wcil cndlich diese stickstofffrcien
Sauren weiteren Zerlegungen - bis zur Eildung von Benzo6siure
so
lcicht zuganglich aind, so lcuchtet ein, dam als Resultat der Einwirkung
des Alkalis bei Gcgenwart von Sauerstoff einc Menge von Verbindungen
i n der Flussigkeit sich befinden muss, von deren Trennung man bci der
leichten Veranderlichkeit derselbeii von vornherein abstruliiren darf.
I n gleichcr Wcise, jedoch viel energischer , wirkt die Sdzsaure in
hoherer Temperatur auf die Hydrobenzylursiiure ein; die in dieser Richtung angestellten Verrtuche habcn aber zu kcinem vollstiindig feststehenden Resultnte gefuhrt.
Achnlichc Verhiltnissc finden bei der Zersetzung dcr Hydrobenzursaure statt.
Erhitzt man dic IIydrobenzursiiurc mit concentrirtor Salzsiiure , so
zerfdlt eie in Glykokoll und cine stickstofffreie Saure von der Zusammensetzung C2" HIa O R . Die Zersetzung ist keine glatte; es treten ncben
dcr Saure und dem Glykokoll noch andere stickstofialtige harzartige
Producte n u f , die der Siiure hartnackig anhangen. J3ehandelt man das
von dern Glykokoll befreite Rohproduct mit Alkalien, so geben Salze
von der Zusammenmtzung C'R 1116 &f%OR i n Losung, wahrend die harzigen stiekntofihaltigcn Bcstmdthcile zurickbleiben.
Die Saure sowohl
wie die S d z e verindcrn sich wic die alderen friiher erwahnten Producte
durch Saucretoff sehr leicht.
(Airnalen der Ch. (I. Ph. C X X X V , 303 - 346).
G.
-
Glgkolurll und Glyliolnrsilure.
Diese bciden Korper wurden von H. R he i n c c k dureh Einwirkung
von h'atrium auf Allantoi'n dargestellt.
G 1y k o 1u r i 1 scheidet sich firblos und krystallinisch ab , wenn man
Allanto'in, in der etwa YOfachen Nenge kochenden Wassers gelost, mit
kleinen Mengen cines hochstens 1 Proc. Natrium enthaltenden Amalgams
nach und nach veraetzt und die Fliissigkeit durch Schwefelsaure immer
fichwach sauer erhilt. Ausscrdem bildet sich dabei viel Harnstoff und
AllanturCiure.
])as Glykoluril krystallisirt in kleinen OctaGdern und
spiessformigcn Nadeln ist nach dcr Formel CR He N1 0 4 zusammengesetzt und unterschcidet sich also nur durch einen Mindergehalt von 1 At.
Sauerstoff voni A l l a m n .
I)ic Silbcrverbindung , das Glykolurilailber,
entbalt 2 At. Ag fur 2 At. H , wabrcnd im Allantoinsilber nur 1 At. H
durch 1 At. Ag vertreten ist.
Kocbt man dae Glykoluril mit concentrirtem Barytwssser , 80 bildet
sich das Barytsalz ciner neuen Siiure, welcbe, durch Zusatz von Schwefelsaure isolirt , in farblosen glasglanzenden Xryetallen auftritt und V O l I l
Verfasser G 1y k o 1 u r s nu r e genannt worden ist. Sie zcigt die Zusammensetznug C6 He N' 0 6 , ist eine ziemlich starke S i u r c , treibt die
Eohlensaure aus ihren Salzen ans und giebt mit den Alkalicn nur neutrtlle,
krystallisirbare Balze.
Cantharidin.
- Die Desinfection
den Rchlachtf. b. KGnigsgratz.
173
Die Bildunp des Glrkolurils aus Allantoi'n erklart sich n w h der eindie der Glykolursiiure nun Glykoluril nach dcr Gleichung:
Ce He N 4 0
'
4HO -= Ce HO Xd 0 6
Cs H4 N' 0 9 ,
d. h. dae Glykoluril spaltet sich unter Aufnahme von 2 Mol. Wasser i n
Glykolursiiure und Harnstoff.
(Antialen der Ch. t i Ph. CXXXII', 219 - 2 2 8 ) .
G.
__
+
+
Cantharidin.
Unter den Blethoden, dieses Gift nuszuniittcln , erzielte D r a g e n d o r f
einen gliiclrlichon Erfolg bci folgendcni Verfahren : dic fein zertheilte
Substanz ward rnit Kalilnuge, %us 1 Th. Kali mit 12 - 15 Th. Wasser, in
einer Porcellnnschaale auvgekocht , mit Wasser vcrdiinnt , mit Schwefelsaure gesiittigt bis zur stark vorwaltenden Saurc, dann mit drm 4fachen
Volumen Alkohol YOU 90 95 Proc. vcrmischt ; zum Sieden gebrncht,
heiss filtrirt , stark erkaltet , nochmals filtrirt , den Alkohol durch Destillation zum grossten Thcil entfernt , ,mit Chloroform behandelt , allc Chloroformnuqziige mit Wnsser gcwnschew , verdunstet , den Riickstand rnit
heissem Mnndelol aufgenommen und nuf seine blasenziehende Kraft ger
priift.
Die mit Knli behandclte Fliissigkeit knnn auch direct dcr Dinlysc
unterworfeu nerden, das Dilfusat durch Verdunstcn wird concentrirt , mit
Schwefelaaurc iiberaattigt und rnit Chloroform hehandelt.
(Buciincr's Repertoriunr XVI, 7 ).
-
Die Desinfection des Schlachtfeldes be1 KLigsgrlltz,
Die ,,Prager Zeitung " bringt cine crgreifende Suhilderung dieses
Schlachtfeldes nach dem Kampfe, welche uns die gnnze Grijsse des Jammers nach der verhangniasvollen Alfaire vor Augen stellt, uns aber auch
die Remiihungen erkennen und wiirdigeu lasst, die gleich danach rnit
&Uer EntJchiedenheit in's Werk gesetzt wurdcn, i i h die Gegend vor den
sundheitsschidlichen Folgcn zu bewahren. Folgen wir der hochst interesgesanteu Darlcgung in ihreu Hauptumrisseu.
Uie Zahl der am 3. Juli 1866 in der Schlacht bei Konigsgriitz gefallenen Oestrrreicher, Sachsen und Prcussen wird in derselben mit 20,000
und der Flncheuinhalt des Schlachtfeldes mit 3'/, bis 31/%O N e i l e n angegeben. Vom 4. Juli au wurdc zwar fur die Reerdigung der Preussischen
Soldaten Sorgc getragcn, die Bestattung der Oesterreicher und Sachsen
aber blieb dcn Umwohnern dcs Scblachtfcldes iiberlassen. An 3 -4000
Cadaver von getijdteten Pferdcn harrten gleichfalls der Verscllarrung.
Nun wiiren nber yiinunttiche LIcwohiicr der inncrhalb des Schlachtfcldrayons
situirten Orte am Tago dcr Schlacht rnit Zuriicklassung der Greise und
Kranken nach :illcn Hichtungcn entflohen oder durch die Mcnschlichkeit
der Fiihrer selbst zu cntflieheu angcwiesen worden.
Man knnn dahcr denken, d'ass die Eilfertigkeit der Bccrdigung keineswegs rnit dem Grade ihrcr imnier dringender sich iiusserndcn Nothwendigkeit gleichen Schritt hielt. Wur echon die Beerdigung dcr Preunsen mit Uebcrstiirzulig geschehen, so stellten sich, heisst es in dem
Berichte weitcr , der Bestattnng der Oesterreicher und Sachsen kaum zu
bewaltigeude Hinternisso entgcgcn. h'achdem alle Pferdcbeziigc zu Vorspiinnen und allcs Grossvieh zur Verschrottung genommon worden, Lattc
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