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Hydrargyrum oxycyanatum.

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v. Pie v e r l i n g : Hydrargyrum oxycyaoatum.
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Der Schmelzpunkt der gesattigten Stluren lag bei 57O. Ihre
Trennung nahm ich durch traktionierte Flllung der alkoholischen Fettstinrelasung m i t Mapnesiumacetat, vor'), wobei ich nach ofterem Urnkrystallisieren 2 Fraktioneu erhielt, die konsraut bei 61,5" und 70,8O
schmolzen, also aus Palmitin- und Stearinsthe bestanden. Nach
Benedict- Ulzera) besteht ein Gemisch xus diesen Ssuren vom
Schmp. 57,5O aus 20% Steariu- und 80% Palmitinsaure. Die wasserunlaslichen Fettsluren des Samens von Sapindus Rarak DC. bestehen
demnach aus 80,5 I Oelsaure, 15,O% Palmitiiisaure und 8,9 % Stearinsllure.
Hydrargyrum oxycy anatum.
Von Dr. v. Pieverling.
(Eingegaogen den 19. I. 1906.)
In der kiirzlich erdiienenen Abhandlung uber den antiseptischen
Wert des Quecksilberoxycyanids, vertiffentlicht im Archiv d. Pharm.
Bd. 243, S. 673, kommt K. Holdermann, anschliellend an eine von
mir in frtiheren Jahren der Fachliteratur iibergebenen Notiz, welche
einer verlassenen Versuchsperiode angehart, zu der unzutreffenden
Annahme, meine Pastilli hydrargyri orycyanati seien zur Erhahung
der Lblichkeit unter Zusatz von Natriumchlorid hergestellt.
K,Holdermann echeint demnach meine Pastillen seit Jahren nicht
in Hllnden gehabt nnd von meinem in der Pharm. Centralhalle 1901,
XLII, S. 449 abgedruckten Bericht keine Kenntnis zu haben. Denn
seit dieser Zeit, und anch schon etwas friiher, etwa seit den im Jahre
1899 von v. S i c h e r e r im hygienischen Institut der Universitst
Munchen durchgefilhrten Untersuchungen Iiber den antiseptischen
Wert des Qneckeilberoxycyanids, enthalten meine Pastillen Natriumchlorid ilberhaupt nicht mehr. Die Folgerungen und Bemerkungen,
die Holdermann seiner verdienstlichen Betrachtung iiber die Verwendang YOU Natriumchlorid zur Darstellung leicht lijslicher Oxycyanidpastillen anfiigt, sind demnach unter der als irrig bezeichneten Voraussetzung, eofern dieselben auf meine im Umlauf befindlichen Pastillen
bezogen werden wollten, hinfsrllig.
Durch Holdermann's Aneftihrnngen erscheint im weiteren der
Hinweie angeregt, dal? nach C h i b r e t (Jahresber. d. Fortschr. d. Med.
1888, 1890) das Quecksilberoxycyanid sechsmal, nach Merck's Index
(1897) zehnmal atuker antiseptiseh wirkt als Sublimat. Auch B o e r
1) Heinte, J o m a l f. prakt. Chemie LXVI, 1.
a) Benedict-Ulrer, Analyse der Fette u. Wachsarten IV.Aa&, S. 890.
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v Pieverling: Hydrargyrum oxycyanatum.
(Med.-chirurg. Rundsch. 1891) u. a. berichten, dall dieses Quecksilbersalz als stxrkeres Antiseptikum sich erweist als Sublimat. Th. P a u l
und B. K r o e n i g teilen diese Meinung in Bezug auf die s p o r e n t g t e n d e
Kraft desselben nicht. Die Dissertationsschrift K o e h l e r ’ s , der anscheinend zu lhnlichen Ergebnissen gelangt ist, wie die vorgenannten,
ist mir nicht bekannt. In der Chem.-Ztg. 1899 habe ich im AnschluS
an die fiir mich entscheidenden Untersuchungen v. S i c h e r e r ’ s hervorgehoben, dall die sporentotende Kraft des Quecksilberoxycyanids
geringer ist als die des Sublimats.
Wenn dieser j e nach den Anspriichen bestehendeu Divergenz
der Meinungen unerachtet die Verwertung des Oxycyanids als Antiseptikum in steter Zunahme begriffen ist und von zahlreichen Chirurgen,
welche seit Jahren meine Pastillen ansschlienlich verwenden, aus
praktischen Erfahrungen heraus durch die befriedigendsten Urteile
gefordert wird, so mull angenommen werden, dall nicht die k e i m t o t e n d e Energie allein, wie beim experimentellen Versuch in Beqng
auf das vergleichsweise erforderliche Zeitmall, sondern auch andere
spezifische Eigenschaften des Salzes, so namentlich eine eminent e n t
w i c k e l u n g s h e m m e n d e Kraft ffir den W e r t und den Erfolg
desselben als Antiseptikum in Betracht kommen, und dall besonders
mit der letzteren den Anforderungen der Praxis in hliherem Mane
gedient ist. Hierfiir spricht u. a. die Tatsache, dall kein Geringerer
als L i s t e r schon im Jahre 1889 auf die aunerordentlich hohe entwickelungshernmende Energie der Quecksilbercyaniddoppelsalze hingewiesen und dieselben bei voller Wiirdigung ihrer geringeren sporentotenden Eigenschaft gleichwohl als die besten Antiseptika empfohlen
nnd verwertet hat. Fur das Oxycyanid im besonderen bestItigt
v. S i c h e r e r (Miinch. Med. Wochenschr. No. 29, 1900) diese hervorragende Eigenschaft durch den zur Vermeidung von Fehlerqnellen bei
vergleichenden Keimversuchen notigen, nachdrucksamen Hinweis, dall
Spuren nicht beseitigter Oxycyanidl6sung (1 :500, ohne Natriumchlorid)
geniigen, um die durch die vorausgegangene Desinfektion in dieser
Losung geschwlchten Bakterien (Staphylokokken, Milzbrandsporen)
am Auskeimen im Thermostaten zu verhindern.
Nach den bisherigen giinstigen Erfahrungen vieler Jahre erscheint
es nicht angezeigt, eine Verstlrkung der von C h i b r e t als ausreichend
bezeichneten L6sung YOU 1 :1000-1 500 allgemein zu befiirworten.
Fiir besondere Zwecke, zur Behandlung von Lues, Blennorrhoea
neonatorum, Fisteln u. a. kommen ohnedem betrlchtlich starkere
Ltisungen zur Anwendung. Quecksilbercyanid ftir sich veranlaflt nach
vielf 5ltigen Beobachtungen etarke Reizerecheinungen und libertrzt
das basische Oxycyanid erheblich an Giftwirknng.
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