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J. Wiesner die technisch verwendeten Gummiarten Harze und Balsame. Ferd. Enke. Erlangen 1869. 8. 205 pp

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274
Literatur und Eritik.
einfachen Bezeichnung: Provinz Hannover, Provinz Hessen u. s. w.
heisst die Ueberschrift: (p. l i 8 ) ,,Preussischc Annexionen vom Jahre
1866. " Des ausgcbreitcten Samenbandels der Stadt Erfurt (p. 166) ist
ehenso wcuig gedacht als des Pflanzenhandels anderer norddeutscher Stadte,
wie z. B. Hamburgs. Bei Hamburg kommt in der Angabe der Miinzverhiltnissc dcr grobe Irrthum vor , dass fir Mark Courant keine gepragte
Afiinzc existire; ferner sollen 1 2 Schillinge nebst 8,2 Pfennigen eine
Mark Courant damtellen. Hekanntlich existircn in Hamburg gemiinzte
Markstiicke, 16 Schilling an Wcrth, ferner 8 Schillingstiicke , 4 Schillingstiicke , 2 , 1,
und ' I 4 Schillingstiicke. Pfennige giebt es dagegen
nur in der Recbnung, Kupfergeld existirt iiberhaupt nicht. Des alten
Hamburger Thalers, nach welchem grade im tiglichen Verkehr noch
haufig gcrechnet wird, erwahnt Verf. gar nicht.
Wenn der Herr Verf. diese Dinge nicht selbst kennt, so hatte er
Rich dariibcr durch den crstcn bestcn Commis voyagcur genane Auskunft
verschaffen konnen. Wir kommen indessen auch bier auf den alten Ausspruch zuriick: Tadeln ist weit lcichter als Bessermachcn. Trotz einer
an manchen Stellen nnlaugbar hervortreteuden Fliichtigkeit muss man
doch bekennen , dass das Buch mit grossem Fleiss zusammengetragen ist
und dass man vieles daraus lernen kann.
I€.
J. W i e s n e r , die technisch verwendeten Gummiarten, Harze
und Balsame. F e r d . E n k e . Erlangen 1S69. 8. 205 pp.
Diese Arbeit fiillt eiue bedcutende Liicke auf dem Gebiet der Rohwaarenkunde aus. Mit vollem Recht erwartet der Verfasser fir die Kenntniss der im Titel bezeichneten Stoffc die grossten Fortschritte von dcr
Botanik, denn es spielen diese Stoffe ja zum grossten Theil eine hochst
wichtige Rolle im Zellenleben gewisscq Pflauzeu; es ist daher ohne eine
griindlichc Erforschung derjcnigen Vorgiinge , durch wclche sie erzeugt
werdcn , ein richtiges Verstandniss ihres Chemismus kaum zu crmoglichen.
Dass aber auch die genaueste chemische Forschung nicht ausgeschlossen
werden darf, versteht sich von selbst. Verf. hat auch diesem Theile seiner Aufgabe durch Hinzuziehung des Herrn Professor H 1 a s i w e t z
sehr gut Rechnung getragen, welcher riihmlich hekannte Chemiker einen
gnuzcn Abschnitt: , , Z u r C h e m i e d e r H a r z e " (pp. 70-84) fur das
Buch ausgearbcitet hat.
Ueber die Entstehung der hier behandelten pflanzlichen Substanzen
hat man bekanntlich, eine werthvolle Arbeit von Wigand ausgenommen,
bis vor Kurzem noch wenig Hrauchbares gearbeitet. Im Ganzen ist die
Ausarbeitung des Buches correct und zuverlassig, so dass man auch fir
die als peu mitgetheilten Beobnchtungen Vertrauen gewinnt. Nur in
einigen wenigen Punkten tritt uus ein Mange1 an Literaturkenntniss entgegen. So gesteht (p. 10) Verf. aufrichtig genng, dass er die von Martius bcnanntc Acacia Angico in dcr Literatur nicht habe aufhden konnen.
Als brasilianische Pflanze konnte ibre Auffindung in Reisewerken und
grossen systematischen Sammelwerken kau-m Schmierigkeit haben. In
Schleidens Pharmacognosie wird iiberdics die Rinde dieses Baumes unter
den adstringirenden Rinden aufgefihrt.
Sehr wichtig ist die vom Verf. mitgethcilte Entwickelungsgeschichte
des Gummi von Moringa pterygosperma und Cochlospermum gossypium.
Sie entstehen nach den Untersuchungen des Verf. aus den Zellwshden
bestimmter Gewebetheile der genannten Pflanzen, also ganz ahnlich wie
Traganth.
Literatur und Kritik.
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Die Arbeiten des bekannten Afrikareisenden Dr. S c h w e i n f u r t h
sind sorgfiltig benutzt. Von grosser Wichtigkeit ist die iibrigens auch
von Anderen gemachte Beobachtung (p. 6 9 ) , dass in manchen Harzen
mikroskopisch kleine P h e vorkommen; nur hatte man von einem Botaniker wie Wiesner wohl erwarten diirfen, dass er diesen Gebilden, die
e r in die ,,Vibrionengruppe" stellt, ihren den neueren Arbeiten entsprechenden Platz als untergeordnete Hefeformen hoherer Pilze anweist.
Statt desseu warmt Verf. das altc NLgelische Hirngespinnst der ,,S c h i z o
m g z e t e n " a18 einer besonderen Gruppc wieder auf. Diese Faselei ist
langst widcrlegt und zwar kanu der Beweis fur die Keimfiihigkeit und
Fortentwickclungsfahigkeit der ,,S c b i z o m J z e t e n l' in einer solchen
Weise gegebcn werden, dass Jedcrmann diese Vorgiinge unter dem Mikroskop vor seinen Augen stattfinden sieht.* Wer aber, wie Nageli, geneigt
ist, Phnntasieen an die Stelle der Beobachtung treten zu lassen, der ist
nicht zu iiberzeugen. Wunderlicb ist e s , dass der Herr Verf. die Entstehung der Harze aus zerfallcnden Zellen als einen allgemeinen Vorgang
i n der Pflanzcnwelt ansieht. Bei den Coiiiferen z. B. konnen ihm doch
unmoglich die Harzgiinge i n Blittern, Rinde und Holz entgangen sein;
auch hittc er wissen oder aus der Iiteratnr ersehen mussen, dass dieselben schon im Cambium angelegt werden und keineswcgs, wie e r anzunehmen schcint , erst aus zerstorten Zellgruppen sich hervorbilden.
Aehnliches wurde cr bei vielen anderen Familien gefunden haben, wie
deno auch die Chemiker mit Recht darauf hinweisen, dass die Harze
keiueswegs immer ein Umwnndlungsproduct der Cellulose sein konnen.
Trotz weniger und ganz vereinzelter Aussetzungen, die wir an dem
Wcrkchen zu machcn habcn, ist es ein vortretfliches Buch und ganz
besonders auch fiir den Pharmaceuten unentbehrlich, welchen schon die
reicbe droguengeschichtliche und handelsgeschichtliche Literaturausbeutc
anziehen wird. Das Buch ist vom Verleger gut ausgestattet, namentlich
mit 22 sauber ausgefiihrten Holzschnitten geschmiickt.
H.
-
Die Pharmacopoe
d e r T7ereinigten Staaten,
vierte zehnjlhrige Revision. (The Pharmacopoea of the
United states, fourth decennial revision.)
Die Vereinigten Staaten von Nord - Amerika erfreuen sich einer
Pharmacopoc scit vierzig Jahren, da dies die vierte revidirte Ausgabe
ist, und alle zebn Jahre eine Revision vorgenommen wird, wie es bei
Abfassung der ersten Ausgabe in1 Voraus bestimmt worden war.
Die Zusammenkunft fur diese vierte Ausgabe wurde am 2. Mai 1860
in Washington unter dem Vorsitz des Dr. G. W o o d abgebalten und durch
sie wurde wiederum ein Cornmitt6 von 9 Mitgliedern erwahlt, um i n
Philadelphia sobald als moglich zusammen zu kommen und die neue Ausgabe zu besorgen, nachdem sie vorher bestimmt hatte, dass zu demselben
Zwecke am ersten Mittwoch das Mai 1870 abermals eine General-Zusammenkunft in Washington abgehdten werden solle.
Dns ermzhlte CommittO, welchcs i n Philadelphia unter dem Vorsitze von Dr. W o o d zusammenkam, wurde 1863 mit seinen Arbeiten fertig,
*) Vgl. Zeitschrift fiir Parasitenkunde, herausg. von E. H 31li e r
und F. A. Z i i r n . Bd. 11, Heft I p. 1 ff. Jena 1870.
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