close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Krystallisirtes Aconitin.

код для вставкиСкачать
56
Electrolyse v. Salzen d. AlkaloYdc.
- Krystallisirtes Aconitin.
Electrolyse yon Salzen der Alkaloyde.
B o u r g o i n hat verschiedene Salze organischer Basen
der Electrolyse unterworfen und ist dabei zu folgenden Resultaten gelangt:
1) Die Salze dor Alkalo'ide werden in derselben Weise
zersetzt, wie das schwefelsaure Ammoniak, d. h. die Base
geht zum negativen, die Saure zurn positiven Pole.
2) In einer sauren Solution, schwieriger in einer neutralen , nimmt die positive Flussigkeit cine Parbung an gleich
der der Alkaloide durch Salpetersaure.
3) Das am positiven Pole sich ontwickelnde Gas enthalt
ausser Sauerstoff auch Kohlensaure und Kohlenoxyd.
4) Ausser diesen Gason entstehen durch den zersetzenden
Einfluss des SauerAtoffs auf die Alkaloide vorschiedene andere
Yroducte, hauptsachlich ammoniakalische Verbindungen. (The
Pharmac. Journ. nncl Transact. Aug. 1870.).
WP.
Krystallisirtes Aconitin
hat H. D u q u e s n e l (Compt. rend. 73, 207) dargestellt. Gepulverte Aconi tknollen werden mit s e h r s t a r k e m W e i n g e i s t unter Zusatz von 1 Proc. W e i n s a u r e ausgezogen,
der Weingeist wird unter Abschluss der Luft bei einer 60° C.
nicht ubersteigenden Temp. abdestillirt , die wassr. Losung
des Ruckstandes mit A e t h e r von Farbstoff befreit, mit
2 f a c h k o h l e n s . A l k a l i gesattigt und wieder mit A e t h e r
geschuttelt. A m diesen atherischen, noch mit P e t ro 1e urn a t h e r versetzten Losungen krystallisirt das Alkaloid beim
Verdunsten in farblosen, rhombischen oder hexagonalen Tafeln.
Seine Zusammensetzung = C54H40NOZO. Zwischen 0 0
iind 100OC. verkndern sich das Aconitin nnd seine Salze im
trookenen Zustande oder in Losung nicht. In dem Auszuge,
welcher es enthalt, verschwindet es aber bei 100OC. und bei
Luftmtritt in kurzer Zeit theilweise oder ganz. I n Wasser
ist es fast unloslich, selbst bei 100°C., in selbst verdiinnten
Sauren hingegen ist es sehr leicht loslich. Es ist nicht
fluchtig, selbst nicht oberhalb looo C.; aber bei 130° C. zersetzt es sich und scheint sich dabei theilweise zu verfluchtigen. Bus den Losungen seiner Salze wird es durch Alkalicn
als ein amorphes, weisses, sehr leichtes Pulver gefallt, welches
Kiinstliehe Daretellung von Indigo.
57
H y d r a t w a s s e r entbalt , welches bei
looo C. entweicht,
ohne dass das Aconitin sein Ansehen anderta. Es lost sich
in Alkohol, Aether, Benzin und vorziigl. in Chloroform, dagcgen nicht in Glycerin, nicht in leichten und schweren Theerolen. Es dreht das polarisirte Licht nach l i n k s , reagirt
schwach alkalisch und bildet mit Sauren l e i c h t k r y s t a l l i s i r e n d e S a 1z e , von denen naaentl. das salpetersaure durch
leichte Darstellbarkeit und Grosse seiner Krystalle ausgezeichnet ist. Bei Gegenwart von COBlost sich Aconitin leicht
in Wasser, nimmt aber nach nnd nach, in dem Maasse als die
COBverdunstet, wieder seine krystall. Form an. P h o 6 p h o r
s a u r e , T a n n i n , j o d i r t e s J o d k a l i u m und Q u e c k s i l b e r j o d i d J o d k a 1i u m sind die scharfsten Reagentien auf
dasselbe. Die geringste Menge Aconitins bringt auf der
Zunge ein eigenthiimliches Prickeln hervor. Das Aconitin ist
eins der starksten vegetabilischen Gifte. Um es nachzuweisen, bedient man sich zuerst der D i a l y 8 8 , dann des S t a 8 ’ schen Verfahrens , unter Beobachtung aller durch die leichte
Zersetzbarkeit dieses Alkaloi’des bedingten Vorsichtsmassregeln.
D u q u e s n e l u n d G r e h a u t untersuchten die p h y s i o 1 o g i s c h e Wirkung des kryst. Aconitins. (C. r. 73, 209.)
I n kleinen Dosen (zu 0,05 Mgrm.) lahmt es, wie das Curare,
beim Frosch die Endorgane der motorischen Nerven, liisst
aber die sensiblen Nerven u. d. Herz intact; grosse Dosen
(z. B. 1 Mgrm.) lahmen dagegen zuerst das Herz. Bei Warmbliitern scheinen die Wirkungen dieselben zu sein ; bei einem
Kaninchen bewirkte 1 Mgrm. (bei kiinstl. Raspiration) in
Stunde Lahmung des Ischiadicus, wahrend die Muskeln
ihre Contraatilitat noch beibehaltan hatten. (Chem. Central -
-
-
Blatt, Nr. 32. 1872.).
H.L.
Knnstliche Dsrstellung von Indigo.
Schon im Anfange des Jahres 1870 fanden B a e y e r
und E m m c r l i n g in Berlin, dass man Indigo aus I s a t i n
darfitellen konne , welches letztere sich aus Z i m m t s a u r e
erhalten Iasst. Neuerdings fanden E m m e r 1i n g und E n g 1 e r ,
dass man dasselbo ltcsultat auch mit Hiilfe der B e n z o e s a u r e erlangen kann.
Wenn man nemlich benzoesauren Kalk, gemengt mit
essigsaurem Kalk, der Destillation unterwirft, so erhalt man
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
115 Кб
Теги
aconitin, krystallisirten
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа