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KUnstlich gefrbte Rothweine.

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Metamorphose von Fermentzellen.
- Kiinstl.
gefiarbte Rothweine. 367
verhalt sich Fuchsin; wahrend seine Wirkung beim Ag Br
fast der des Naphtalinroths gleichkommt , veranlasst es beim
A g C1 eine nur sehr schwache Gelbempfindlichkeit, dagegen
eine sehr auffallige Empfindlichkeit fur Violett, wie sie bei
reinem Ag C1 nicht vorhanden ist.
Morphin steigert bei Jodbromsilber nicht nur die Intensitat der Wirkung von Blau und Violett, sondern erhoht auch
die Empfindlichkeit fur Griin. Bei Bromsilber dagegen ist
von solcher giinstigen Wirkung des Morphin’s nichts zu
spuren. Aehnlich verhalt sich Pyrogallussaure ; sie steigert
erheblich die Lichtempfindlichkeit des Bromjodsilbers, die
Lichtempfindlichkeit des Bromsilbers dagegen nicht. (Ber. d.
C. J.
d. chem. Ges. VIIJ 95. 1875.).
Metamorphose von Fermentzellen.
Zu dem Streite zwischen den Monomorphisten und
Heteromorphisten unter den Forschern iiber die Gahrungsvorglinge hat der Apotheker J. D u v a l in Versailles neues
Material beigebracht. Es gelang ihm mit Hilfe der Microphyten
der Bierhefe unter Beniitzung sorgfaltig zugerichteter Pasteur’scher Kolben sowohl Milchsauregahrung unter gleichzeitiger
Bildung von Milchsaureferment hervorzurufen , als auch die
Hippursaure im Harne der Herbivoren in Benzoesaure und Glycolamin umzusetzen und schliesslich mittelst desselben Alcoholferments sogar im Harne der Fleischfresser dieselbe Umsetzung zu veranlassen , welche sonst unter dem Einflusae
des eigenthiimlichen Schleimferments erfolgt , das man in
diesem Falle zuvor durch langeres Kochen unwirksam gemacht
hatte. In allen diesen Fallen hatten die Hefezellen eine
verschiedene Formausbildung und Gruppirung erfahren, obgleich einerlei Aussaat angewendet worden war. (Journ.
de Pharm. et de Chimie. 4. Xeric. Tome XXI, pag: 25.).
Dr. G. P.
Kiinstlich gefftrbte Rothweine.
‘Zu ihrer Erkennung versetzt M e l l i a s 6 C.C. des zu
priifenden Weines mit 3/4 dieses Volums Acther, schuttelt
einige Minuten und lasst dann den Aether sich wieder oben
sammeln. Erscheint derselbe nun gelb und nimmt er auf Zusatz von Ammoniak eine hochrothe Farbe an, so ist der Wein
mit Camp e c h e h o l a behandelt gewesen.
368
Das Gefrierenlaseen der Weine.
Sieht der Aether rothlich bis violett aus und verandert
Ammoniak diese Parbung nicht, so deutet das auf F a r b e r m 0 0 s (Orseille ? W.).
Verliert der rothgefarbte Aether durch Ammoniak diese
Farbe, ohne in’s Violette iiberzugehen, so ist nur O e n o l i n
(der natiirliche Farbstoff des Rothweins) vorhanden.
Yerliert der rothgefarbte Aether durch Ammoniak diese
Farbe, ohne dass letzteres sich farbt, so ist dem Wein
F u c h s i n zugesetzt.
I m Falle der wieder ausgeschiedene Aether farblos
erscheint, giesst man zu einer neuen Probe des Weins sein
doppeltes Volum Wasser und sein halbes Volum Ammoniak.
h’immt dadurch der Wein eine braunrothe Farbe an, so enthalt er C o c h e n i l l e . F l r b t er sich hingegen dabei griin,
so kann man annehmen, dass kein fremder Farbstoff zugegen
ist. (DingZer’s polytechn. Journal. Bd. CCXV. S. 384.). U?
Das Gefrierenlassen der Weine.
Die Weine schlechter Jahrgange zeichnen zich aus durch
eine Armuth an Alkohol, welche an und fur sich schon unerwunscht ist, aber ausserdem auch zu rascherem Verderben
des Weines , zu dessen sogenanntem Krankwerden Veranlassung giebt. Melsens hat versucht , den relativen Weingeistgehalt durch Gefrierenlassen des Weines mit Hilfe kiinstlich
erzeugter Xalte zu erhohen und dabei, entgegen den Angaben von Boussingault gefunden, dass so im Weine gebildetes
Eis vollkommen frei von Weingeist ist, wenn demselben keine
Flussigkeitstheilchen mehr anhaften, was durch Ausschleudern
derselben in einem Centrifugalapparat erreicht werden kann.
Bus Burgunder Wein liess sich auf diesem Wege bis zu 40 O/,
Wasser entfernen und deren Transportfahigkeit hierdurch erzielen, welche noch erhoht nird, wenn man auf die durch
Gefrierenlassen bewerkstelligte Verstarkung der Weine ein
Erwarmen derselben im geschlossenen Raume folgen lasst, ein
Verfahren , welches in Frankreich zur Verhutung des Krankwerdens von geringen Weinen aus schlechten Jahrgangen
schon langer angewendet wird, und in Verbindung mit dem
Gefrierenlassen wohl geeignet erscheint, die iiheln Folgen
schlechter Weinjahre theilweise auszugleichen. (Annales de
Chim.ic: et de Physique. I? Set-ie. Tome IITI. pay. 527.).
Dr. G. lT
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