close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Magensaft und Pepsin.

код для вставкиСкачать
Mageiisafl
tind
Pepsin
329
fallige Stoffe, die sich in Individuen einer Art befinden,
doch in der eincn oder andern fehlen diirfen.
C h e v r e u l macht darauf aufmerksam, dass man bei
den taglichen Fortschritten in den Erfahrungen uber die
organischen Arten sehr wahrscheinlich solche davon entdecken werde, die nur Abiinderungen der wohlbestati ten,
aber dcn jetzigen Kenntnissen Scmiiss, noch nicht sc arf
bestimmbar sind. Um hierin Licht zu bekommen, meint
er, wiirden sich Beobachtungen iiber die Ernahrung einer
Reihe aus (einem und dernselben) Samen entstandener
Individuen bewiihren. Solche Erfahrungen, wenn sic auf
physikalisch -chemischen Grundshtzen f'ussten, mussten mit
der Zeit auch den Weg zur Beobachtung dcr Thiere zeigen.
Uehrigens gesteht C h c v r e u 1, dass wir mit allen
unsern Kenntnissen nie dahin kommen werden, die erste
alloemeine Ursache des Lehens zu ergrunden und zu versteien, wie es zugeht, dass sich ein or anisirter Korper
ewia in gleicher Gestalt erhalt, dass sich die emselben eingeimpften Kriifte gegenseitig gleichsam einander so zugeln, dass
sie in der schonsten Uebereinstimmung zu einem gemeinschaftlichen Zweck 'hinarbeiten, d. h. dass sich die kleinsten Theile der Materie so und nicht anders verbinden
und ordncn, uni die bestimmte, jedem Individuum eigenthiimliche, sich fortwahrend wiederholende Gestalt bewahren. Wenn es auch gelange, den Functioncn der Organe
auf die Spur zu kommen, so wiirde doch das Leben dadurch
nicht erklart sein, obgleich man einsieht, dass physikalischchemische Kennlnisse und Forschungen noch Manches
uber den Organisationsprocess erleuchten werden. (Joura.
de Pharm. et de Chim. 1844. Jan. p . 2 9 J Du Mdnil.
B
3
Magensaft und Pepsin.
P a y e n hat zuerst einige Versuche uber die vergleichungsweise Wirkung von Magensaft und verdiinnter
Salzsaure angestellt, aus denen sich wieder ergab, dass
die letztere gar nicht verdaut, sie lost das Muskel ewebe
nicht auf, beraubt den Leim nicht seiner Coagulir arkeit,
lost aus den Knochen nur die Erden auf, wahrend der
Magensaft das ganze Knochengewebe auflost u. s. w, Versuche, welclie V a l c n t i n in Paris in Gegcnwart von
M a g e n d i e bber die Wirkung der durch verdunnte Salzslure aus Kalbsrnasen erhaltenen Pepsinflussiglteit anstellte,
aben lauter negative Resultate, eben so wenig wollte es
a y e n gelingeii, nach S ch wann's Metliode das- Pepsin
zu erhalteii. Dagegen hat er neuerdings noch zwei Methoden,
Arch. d. Pharm. LXXXVIII. Bds. 3.11ft.
%2
f'
330
Am?Versuche iiber die V e r d n u z q
dic cr aber nicht beschreibt, aus einem sehr krafiigeri
Magensafte cine gummiartige, durchsichtige, weisslichc, in
Wasser leichtlosltche Substanz erhalten, wclche er Gaste,rase nennt und welche mchr als ihr 300faches Gewicht
gckochtes Rindfleisch aufzulosen im Stande war. (Compt
rend. 17. - Pharrn. Centralbl. 1844. N o . 7.) 13
Neue Versuclie iiber die Verdaunng.
Als Beitrag zu dicsem, in ncuerer Zeit so vielfach zur
Sprache gebrachten Lehensprocessc, hat B e r n a r d , Prosector am Coll&gc de France, interessante Beobachtungen
niitgetheilt, wodurch er tlarzuthan sucht, dass die Chymificalion nicht bloss eino, von dcn meisten Cliemikern angenommene einfache Auflosung der Nahrungsmittel sei,
sondern aucli durch andere Erscheinungen bedingt wcrdc.
Hei seinenvcrsuchen iihcr den Ursprung und die Beschaffenheit des Magensaftcs rand er zuniichst, dass die
Schleimhaut dcs Magens allein diese saurc Feuchtigkeit
secernirt, und dass der Magen bei allen Thieren, selbst
beim Fotus, durch seinc constante Siiuerung von den iibrigen
Theilen des Nahrungsschlauchcs sich unterscheidet, dass
durch eine Art von Ausstossuns der Magensaft bestiindig
an der Oberflaclie rler Schleimhaut ausschwitzt, dass der
anatomische Sitz dieser Ausstossung das Gefassnetz des
Magens ist, und dass die physiologische Bedingung dieser
Function in dem Zustriimen des Blutes zu suchen ist, wodurch der Magen wahrcnd der Verdauung in einen strotzenden Zustand versetzt wird. - Dcr Magensaft ist demnach,
als ein durcli Ausschwitzung . gcwisscr Best.andtheile des
Blutcs durch die Schleimhaut cntstandenes Secret zu bctrachten.
Die SBuerung des IIagcnsaftcs im Aupnhlicke der
Entstehung erklart B e r n a r d (lurch eino in dem Rlute
statt findende Zersetzung, indem cinc Trennung der sauren
Theilchen von den alkalischen statt fincle, iihnlich, als wenn
aufgelostes bleisaures Kali durch Thicrkohle filtrirt, wobei
das Blei in der Kohle bleibe und das Kali durchlaufe.
Als eine unerlhssliche Bedingung zur Ernahrung sei
die Mischung oder Verbindung der Nahrungsmittel mit dem
Magensafte ; zur Assimilation einer Substanz reiche aber
nicht hin, dass solchc durcli den Saft aufgelost werdc,
sondern dass sie auch giinzlich im Blute verschwinde.
Dieser letzte Umstand ist. fur B c r n a r d ein neu cs Kriterium,
eine nahrendo Substanz von einer nicht niihrenden zu
unterscheiden. Wir sehen ciner Classificirung der Nah-
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
2
Размер файла
132 Кб
Теги
pepsi, magensaft, und
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа