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Mahnung zur Vorsicht.

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Vminsxeilung
Caricis diirhen hei streng wissenschaftlicher Nonienelntur niclit unter
die Rhizonien koinmen, sonderii S l o l u ~ r c s beiasen. Cenrn genonimrn
i e t auch die Wurzel von Rlie, Iris, Tnrmentilla hein Rhizoma, sondern ein Cormus. Summifolrs, aninit die bliihenclen Syilren der Pflaneen bezeichnet werden, kann bei dlillefulium wohl nicht panz genau
durch Flora ersetzt werdrn, t l m n es w i r d j a der gaiize Curymnbur
gesammelt, nicht die Bliimchen alleis.
In dem Vorsi-hlage des l l r r r n Verfassers zu einer richtigeren pharmaceutischen Nonienclatur ist allerdings vie1 Wahres und Giites enthalten, welches nuch durchaus nicht verhrnnt, vielinelir init Frenden
begriisst wird, doch w i r e bei einer Verlndernnp voreugsweise auf
Consequenz LII sehen. Schliesslich sei noch die Bemerkunp erlaubt,
dass es nllerdings wiinschenswrrth ist, die Bezeichnung der officinellen Pflansenheile m i l der Botrnik i n Einhlnng zu brinprn, dass also
z. B. Poma Auranlii
Fruclus Auranlii, Folliculi Sennae
Fructus Sennae genannt werden, drss aber der einmal i n der l’harnircie
gebriiurhliche Name dzr Dlutterpflanze heibehalten werde, snnst wiirde
man, um folgerichtig zu handeln, entweder den Nainrn des Genus nehnien, wie Rad. Arclii, Ligurtici, Leonlodo9afir, Ipomeae 11, 8 . f., oder
den Nainen der Species, wie Rad. triattdrue (Rafnnhne), porrnlinae
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(Ireoz!, nigri (Hellcbori), luleae (Grnlinnrc), urhnni (Curyophyllalue),
was doch gewiss nicht wiinschenswerth wire. Geum utlantim z. B.
mag immerhin der botanische Nanien sein, das Rhizom filhrte hislier
i n der Yharmncie den Nanirn R e d b Curyopbyllatac, niag es nun Rhisoma statt Rad. Caryophyllatae prniiiitit werden. Die Benenniing Rrrdie
w a r hlsch, deshalb muss sie durch eine richtige ersetzt werdrn, aber
dcr Name der Pflanre hleibe. Eiue Veriinderung desselhen nach dcni jedesnialigen Standpuncte der Botamik w l r e auch kauin durrhzufiihren ; nehmen wir x . B. Rad. Angelicae und fvrperalnriue. Uie Mutlerpflaiiec
der erstereo hat H o f f n i a n n ganz von dem Genns Angelica gelrennt
und Archangclica off. gennnnt; L i n k i s t ihin darin und pewirr niit
Recht gefolgt.
Die Ilutterpflanze d r r letztrren treniite L i n k von
deni Genus Imperatoria und nnnnte sie Odrufhium orfiein, wiihrend
sie K o c h Pwredanum nannte
Bride Wurzeln hiitten somit ihren
Nainen veriindert und nidssten R a d h Archangelicne und R . Os/ruthiae
heissen, und iiher kuree Zeit lcnnn dia Uotanik gegrhdote Ursache
hnben, heiden Pflrnzen wiener andereR’amen zu gehen; sol1 sich nun
die Pharinacie die Sclaverei auflegen, der Botanik bei allen Nanienveriinderungen nachzufolgen?
6) Rlahnung
ztir
Vorsichf.
(Briefliche Dlittheilung des Hrn. A. K a h a t h in Coelyn
an Dr. B l e y )
Die beiden i m Junihefte des Archive mitgetheiltrn Vorschriften
eu Roth- und Griiofeuer veranlassen mich, Ew. Wohlgeboren einen
Vorfall miteutheilen, der mir nicht allein das Leben kosten, sondern
noch w e i t gr6seeres Ungliick herbeifiihren konote.
Vor eecbe Jahren wurde bei meinem Principal eioe oiaht onbedeutende QuantiUt Roth-, BIau- und Griinfeuer beatellt, die i g n a q h
meinen Vorschriften naferligte und auf den Wunech dee Bests ers in
wohlverkorkte Flascheo fiillte. Da sie erst nach einigen Tagen ahge-
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Vereinszeitung
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holt werdcn solllen, so stellte ich sie in der nrben der Apntheke
Iiefindlichrn Gehiilfenstube r u f einen h h r a n k . A l s ich des Abeeds,
ungefiihr iiach sechs Stunden, zii Beit gepangen war, wiirrle iah durch
einen hefiipen KnaII gewecht und bcim Erwachen durch einen furchtbar schdiien Anhlirk iiberrrscht ; die ganze Slube wnr smaragdgriin
rrleuchlet, natiirlirh nbrr auch hald so von Rauch erfiillt, dass ich kauni
BU laiipe eushaltrn konnte, uni die beiden anderen Gefisee, welche
unversehrt dabei slotiden, herunlerzunehmen. Eine Quanlitiit von ungefahr 4 Unzen hatte ich vorher l o n a t e lang in einem Papiarbeutrl
in nieinem Koffer gehabt, ohnc daas sie sich verHndert batte. Zwei
spater .absichtlieh angestellte Versuclie mit kleinen Quantitiiten gaben
tlasaelhe Resultat, dass nimlicb nur die in der Flasche verschlossene
Quantitiit explodirte.
1)a nun dieser Vorfall von Wichtigkcit erecheint, so erlaube ich
mir, Ew. Wohlgeboren zu Vcrliiitung gresseren Ungliicke, ale Warnung riir die Herren Collegen, uni gefbllige Aufnahme in das Archiv
zu ersuehen.
Ea ware cu wiinschen p w e s e n , dase der Herr Einsender die
Vorschrifl, nach welcher jene Griinfeuermischuog hereitet war, so wic
die Tcmperrlur, welche in dein Zimmer siatt gefunden, benierkt hatle,
uin die etwaige Ursache der Explosion erkliiren eu kiinnen. I). R.
7) Praktische Mittheilung.
Ueber die Haltbarkeif des Ehmoxyd-Bihydrats.
(Bricllicbe Dliltheilung an Dr. B 1 e y vom Apotheher S a n d e r
in Nordeii.)
Dlirh beziehend auf einen Aufsrtz des Dr. d u DIBnil im blirzhcne diesee Arcbivs, brlte ich es wohl der VerBffentlichung werth,
dass ich bereits ieit 1835 (aeil aelrher Zeit dns fliissige PrPparat in
den hanooverschen OrGcinen gesetzlich eingefilhrt irt) das Bihydrat
tles Eisenoxyds 5-6 Jahre lang in einem wohlverschloseenen Gefiisse
und an einem duokeln Orte aufbewahre, ohne eine Veriinderung an
Parbe oder Consistenz zu benierken.
Wie ich eber zum ersten Male dieees Eieenoxyd bereitet und,
ub zwar in einem luftdichten GefRsse auf der laterialkrmmer (es war
im Vorsominer) aufgeetellt hatte, bemerkte ich schoo nach 2 oder
3 Monaten eine vbllige Ablagernog vom Wasrer, wiihrend es die Farhe
des Anderthalh Rydrata ond rugleich eio dicbtes krystallinisches Anrehen angenommen batte.
Bei der zweitcn Bereitung tbeilie ich
das Priiparrt und bewahrte die eine, Hiilfte im Keller, die andere auf
der Materialkrminer (ebenfalls noch i m Sommer) auf. Wiihrend aher
der suf der, Materialstube placirte Theil nach einigen Mooaten schon
wieder obige Merhmale angenommen hatte, hielt sich der im Keller
aufbewahrte mehrere Jahre lang unveriindert, und seitdem bewrhre
ich das Bihydrat des Eisenoxyds fortwiihrend'im Keller auf und Rode
rolcbv, elle 5 - 6 Jahre frisch bereitet, hinsichtlich der Consisteoz
und Farbe immer notadelhaft.
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