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Neue Art giftiger Kleiderstoffe.

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Tod durch Chloralinjection. - Neue Art giftiger Kleiderstoffe. 169
im Bassin todtete. Die Ursache sol1 sein, da die Analyse
des Wassers E s s i g constatirte , dass dieses wunderbare
Thier A l k o h o l erzeugt und denselben i n E s s i g umsetzt.
Man hat diesen Essigfabrikant jetzt abgesondert , damit er
seine Essigindustrie ungestort und ohne Schaden fortsetzen
kann (?) -(Repert. de Pharmacie. Tom. I; p . 714. Lyon
med.).
BI.
Tod dnrch Chloralinjection.
Behufs Vornahme einer Augenoperation an beiden Augen
hatten D e n e f f e und V a n W e t t e r einem Mann innerhalb
10 Minuten 6 g. Chloral ins Blut injicirt, und sodann mit
der Operation begonnen. In einer Minute war diese am
rechten Auge glucklich vollzogen und eben sollte am linken
operirt werden, als Puls und Athem plotzlich stille standen. Sofort wurde ein electrischer Strom durch den Korper
des Patienten geleitet, worauf Puls und Athem sich wieder
in Bewegung setzten und das G.esicht sich rothete. Da versagt plotzlich der schlecht unterhaltene Electrisirapparat den
Dienst, ein anderer ist nicht zur Hand, Pulsation und Respiration h6ren auf, das Leben ist und bleibt erloschen. Eine
dringende Mahnnng zur Vorsicht! (Journ. de Pharm. et cle
Dr. G. I?
Chimie. 4. Seek. Tome XXIl. pag. 58.).
Nene Art giftiger Kleiderstoffe.
Seit kurzer Zeit ersetzen nach Prof. Dr. W. F. G i n t 1
(Lotocl 1874, 8. 206) namentlich elsasser und englische Fabrikanten in der Zeugdruckerei das theure Albumin theilweise
durch Glycerinarsenik und essigsaure Thonerde. In gradezu
gewissenloser Weise bringen sie Gewebe in den Handel,
welche im Meter 2 bis 3 g. arseniger Saure als arsenigsaure
Thonerde enthalten. Namentlich kommen Cottone und Battiste vor , welche in neuvioletter Grundfarbe weisse Muster,
wie weisse Punkte, Ringe, Sternchen oder Bliimchen zeigen,
dam aber auch Cottone, welche mit braungelben oder rothbraunen Mustern bedruckt sind, also Nuancen zeigen , welche
bisher nie als in irgend welcher Weise verdachtig erschienen,
und von dem Uneingeweihten ohne jegliche Ahnung der Gefahr gekauft werden , welche das Tragen solcher Kleiderstoffe
in sich schliesst. Dass diese Gefahr in der That keine geringe
ist, erhellt, abgesehen davon, dass es sich urn einen relativ
170
Forenaiecher Nachweie von Cyankalium.
hohen Arsengehalt handelt) insbesondre daraus, dass diese
Stoffe die giftige Verbindung in ciner keincswegs unloslichen
Verbindung enthalten) so dass sie durch einfaches Einlegen
in Wasser an dieses alsbald eine dentlich nachweisbare Menge
arsenigsauren Salzes abgeben. Diese letztere Erscheinung
findet ihre Erklarung darin, dass diese durchweg im Preise
niedrigstehenden Waaren, zumal die neuvioletten, offenbar nach
dem Bedrucken gar nicht gewaschen und gespiilt, sondern
direct der Appretur zugefuhrt werden, was wohl darin seinen
Grnnd hat, dass sie beim Waschen zum Theil ausgehen, und
desshalb die Vornahme einer Wiische nirht im Tnteresse des
Fabrikanten liegen mag. - (Dingl. P. J. Bd. CCxrV, 425.).
SO
Kr.
Forensischer Nachwcis yon Cyankalinm.
So leicht es im Allgemeinen ist, eine stattgefundene Vergiftung durch Cyankalium dadurch z u constatiren dass man
das Vorhandensein von Cyan iiberhaupt nachweist, so ist doch
auf der anderen Seite die Frage nicht immer leicht zu entscheiden, ob das Cyan in Form von freier Blausiiure und Cyankalium in den Korper gebracht wurde, oder etwa als eines
der nicht toxischen Doppelcyaniire, wie Ferrocyankalium u. s. w.
Zur Losung dieses Zweifels empfiehlt Jacquemin) einen Theil
des Breies der organischen Substanzen mit reinem Natriumcarbonat zii neutralisiren, die Masse in einem Glaskolben im
Wasserbade auf etwa 50° zu erhitzen und dann einen langsamen Strom von Kohlensaure durchzuleiten. Ferrocyanverbindungen werden durch die Kohlensaure nicht angegriffen,
wohl aber das Cyankalium, wobei Blausaure frei wird und
mit der iiberschussigen Kohlensaure durch ein Rohrensystem
entweicht , in welchem ein mit destillirtem Wasser gefullter
Kugelapparat und ein eweiter ahnlicher passirt werden muss,
worin sich eine verdiinnte angesanerte Losung von salpetersaurem Silber befindet. Man wird also die Hauptmenge der
Blausaure , welche jetzt nicht von einem Doppelcyaniire, sondern nur von Cyankalium oder freier Blausaure herriihren
kann, in dem destillirten Wasser gelost in H&nnden haben,
wahrend etwa unabsorbirt weiter gegangene Spuren in der
Silberlosung sich als Cyansilber niederschlagen. (Annales de
Chintie et de Physique.
Serie. Tome Iv. pag. 135.
)
Dr. G. V.
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