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Oesterreichische Zeitschrift fUr Pharmacie Nr. 1-3. Januar und Februar 1847. Wien im RedactionsbUreau Nr. 324 am Hofe

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Literalur.
Oestcrreichische Zeitschrifi fur Pharmacie Nr. 1-3. Januar
und Fchruar 1847. Wien im Redactionsbiircau Nr. 324
am Hofe.
Endlich &halt auch Oesterreich eine Zeitschrift fur die Pharmacie und zwar durch die Bemiihung des in der Wissenschaft und
namentlich in der Pharniacie hinliinglich hclcannten Professors Dr. E hri n a n n in Ollmtitz, welchcr sich als Redacteur derselben nennl, und
welchen bei der Versammlung unscrs Vereins in Dresden viele Collegen pers6nlich lrennen zu lernen Gelegcnheit hatten.
Nach dem der ersten Nummer vorgedruclrten Prospectus sol! dicselbe enthalten:
1) littheilungen slmmtlicher auf das Apothekerwesen Bezug hahenden hohen Verordnungen.
2) Pharmaceutische Statistilr, mit fortlaufenden Veriinderungen,
Nolirologe verdienstvoller Apothelcer.
3) Besprechungen der inlandischen pharmaceutischen Verhiltnissc ;
Verhandlungcn der Apotheker-Gremien, Wiinsche und Ansichten iiber
Gestaliung des Apothelierwesens.
4) Geschichtliche Andeutungcn iibcr einzelne Apolhelren, Anzeigen
yon vacanten Stellen, Anerbictungcn von Provisoren, Gehiilfen und
Lehrlingen ; merlcantilische Wichtiglteiten etc.
5) Ausfiihrliche Angaben vortheilhafter oder zweckmiissigcr Darstcllnng pharntaceutischer i'riiparate, mit vorziiglicher Riiclrsicht nuf
die I(. K. dsterreichisclre Landes Pharmakopde.
6) Die pliarniaceutische Waarenltunde betreffendo Notizen.
7) Miscellcn, die Keceptirkunst und ahnliche in's Bereich der
Pharmacie einschlagende Gegeuscnde bctreffend.
8) Systernatischc Uebersicht der in den pharmaceutischen Grundwissenschafteu und insbesondere in der Chemie gemachten Entdcckungen uud Verbesseriingen.
9) Erfiihrungen in Bezug auf Toxicologie und gerichtlich-chemische
Untcrsuchungen.
10) Literatur, mit speciellem Eingehen in die Gegenstande der auf
Phariiiacie Bezug habenden Werlte.
Man beabsichtigt 24 - 30 Druclcbogen mit den nijthigen Abbildungen uud Bcilagen in1 Jilhrc zu geben und hat den Preis auf
3 Thlr. 16 Ggr. Courant oiler 4 FI. 30 Kr. C. &I. gestellt.
So speciell auch diescr Prospectus ist, so lcann ich tnich mit ihm
doch nicht cinverstanden erlcliiren, und ich wiirde es fur besser und
richtiger haltcn, wcnn man den Inhalt, wie es auch io unserm Archiv
dcr FdI ist, in die zwci IIiIuptlhcilc, den wissenschaftlichen und den
geschiil'tlichen hltte zerfallen lasscn.
Nun wiirde man hier wohl den Thcil, welcher die phnrnlaceutischc Gcschlftsfuhrnng beriihrt, vorangehcn lasscn miisscn, urn zuerst
die I(. li. Vcrordnungen zu bringen, (lies hiitte auch gcschchen leiinncn; :in dicsc hiitten sich dann die Verhandlungcn in den Grcnlien,
uutl die Uesprechungcn Einzelncr iibcr Gcsclllftliches angescltlossen;
welchen i l a n n die staatischeii Notizcn, die Gesucllc urn Anstcllungcn,
Waa~cii;iiisbictungcn11. s. w. folgcn Itijnntcn.
Dcr \Yisscnscli;iTtlich(:h~ Thcil wiirdc nach unscrcr Ansicht in Origirial-AbIi~~nctlutipca,Ansziigc i i u s ;~nilcrciiZcilsrhrif'icn t1r111 i n Lii,cratur
untl I(ritilr zetfilllctl : die ~ r i ~ i i ~ ; i l - ~ ~ l ~ l rlciitirltctl
~ ~ ~ ~ i llracll
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~ ~ ~ciar~
rclncri Wisscnscliaftcn abgetlicilt wcrdcn, cbonso die Ausziigc, doc11
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Literalur.
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ist einc zu specicllo Einthcilung hier gewiss nicht rathsam, da JournalAufsiitze gcwiihnlich gleichzeitig in mehrere wissenschaftliche Branchcn
eingreifen und gleichzeitig Pralrtisches und Theoretisches enthalten ;
nuch fur diese specielle Eintheilung miichte ich die unsers Archivs
empfehlen.
Bei der Ausfiihrung in den vor uns liegenden Nummern Bndet
man die gegebene Eintheilung nicht festgehalten, sondern wir stossen
hier wieder auf neue Ueberschriften a1s da sind: nchemische Technilr,a
rmedicinisches Fabrilrwesenu u. s. w.
Die erste Nummer enthiilt ausser dem Prospectus einen Aufsatz
von Dr. 11. Sch w e i n s b e r g in Obermeidling bei Wien, oBeitrage zur
Vervolllrommnung der Pharmaciea, welcher ausser vielem Bekannten
und nicht hierher Gehorigen, Angefangenen und nicht Vollendeten, auch
manches Beachtungswerthe enthiilt.
Die Mittheilungen in der zweiten und dritten Nummer sind unter
viele Hanptabtheilungen geordnet, welche sich nicht immer unter die
obigen fiigen lassen, die Aufsltze sind alle Fast nur angefangen, Originales und Excerpirtes wechselt ab, und mehrere Aufsiitze sind in der
dritten Hummer noch nicht vollendet, wenn man auch bei der Nr. 2
dies iiberseheu wollte, weil diese gleich als Probenummer diencn sollte,
S O wird doch gewiss Jeder mit mir iibereinstirnmen, wenn ich behaupte,
dass dime Zersplittcrung fiir wissenschaftliche Aufsatze nicht geeignet ist.
Die Ahfassung der Aufsiitze selbst scheint mir eine nicht angemessene zii sein, odcr der Zustand der Pharmacie und Pharmacentcn
miisste ein sehr schlimmer in Oesterreich sein, was wir Ireineswegs
glauben. Es sind dieselben zu schulmlssig, wic man sie in Compendien findet und vom Catheder aus zu liiiren gewohnt ist, und wie sic
dort ganz a m Ylatze sind; sie fangcn allernal mit dem A an wie z. B.
der Aafsatz iiber Schwefelmilch n n d Schwefclleher, zuerst die Bereitung durch Schinelzen mit Kali, durch Hochen mit Actzlralilauge und
drittens durch Kochen mit Aetzlrallr, u n d dns, was hierbei vorgeht, auseiuandcrgesetzt.
Die Zeitschriften sollen uns Neues geben, s o h n
zur Fortbildung dessen, was nian aus Compendien, Vortrlgen oder
sonst Theoretisches und Pralrtiscbes in der Lehre gelernt, diencn; sic
sind desshalb nicht fiir Anftinger und Lehrlinge, soudern fur Gchulfen,
Provisorcn und Apotheltenbesitzer geschrieben.
Aull'allend ist uns noch die oft eigenthiimliche Nomenclatur; SO
z. B. wird unter Metalloidoxyd das Kali, Natron u. s. w. verstauden,
und also unter Metalloiden die sogenannteu leichten Rlctalle.
Ob wir uns gleich iibcr das Erscheineu dieser Zeitschrift sehr
gefreut haben, und obgleich wir yon Aerzen wiinschen, dass die
Schwieriglreiten bald ganz uberwundcu wcrdeu miicliten , wolche
namentlich das, den Geschaftslrreis des Apothclrers Angehcndc zu
besprechen verhinderu, so lronnten wir doch nicht umhin, iiber E n richtong dcrsclben und iiber die Art der Ansfiihrung uns oren auszusprechen, nnd wir bitten sahliesslich nur uoch die verehrte Rctlaction,
ZLI crltcnncn, dass unsere Ahsicht dabci cine gute war, und class wir
illrein Untcrnchiuen aus dcr Ticfc unscrs Herzens ond ails Liebc zur
Pharrnacie das beste Gcdcihcn wiinschcn.
Dr. n l e u r o r .
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