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Pariser Violett als Reagenz auf Galle und deren Farbstoffe im Urin.

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266 Pariser Violett a l ~Reagenz auf Galle u. deren Farbstoffe im Urin.
spiilt man den Niederschlag in eine Schale rnit kochendem
Wasser , dampft zur Trockne ab und wiegt den Ruckstand
von Weinstein. Das Gewicht desselben, mit 0,798 oder kurzweg mit 0,8 multiplicirt giebt den Gehalt an Weinsteinsailre
in 2 g. der gepriiften Saure.
Zur Controle kann man noch den Weinstein verkohlen
und den Alkaligehalt rnit einer Saure volumetrisch bestimmen. (The Pharm. Joum. and Transact. Third. Ser. Nr. 262.
J d y 1875. p . 8.).
WP.
Pariser Violett als Reagenz auf Gslle nnd deren
Farbstoffe im Urin.
C. P a u l berichtet, dass das Pariser Violett (Methylanilinviolett) ein sehr e m p f i n d l i c h e s l t e a g e n s auf Galle und
deren Fzrbstoffe im Urin sei.
Gewohnlicher Urin verlndert die Farbe dieses Reagenzes
nicht, sondern farbt sich damit v e i l c h e n b l a u . Die Farbe
ist doppelfarbig , blau beim Jhrchscheinen und violett beim
Zuruckstrahlen. H a r n z u c k e r , H a r n s a u r e und E i w e i s s
selbst grosse Mengen derselben hnben keinen Eintluss auf
diese normale Farbung. Enthalt dahingegen der Urin Gallo
oder deren Farbstoffe, so farbt sich derselbe bei gewohnlicher
Temperatur s o f o r t r o t h. niese Reaction sol1 empfindlicher
als die Salpetrigesiinre enthaltende Salpetersiure sein. Eothalt der Urin C h r y s o p h a n s A u r e , durch Gebrauch vou
Sennesblatter oder Rhabarber , oder iet demselben Blut beigemischt, so geht das Violett wohl ebcnfalls in Roth iiber,
uber die Intensitat ist keinesrvegs mit der der Galle zu
vergleichen. (Rdpert. de Pharmacie. Nr. 15. Aodt 1876.
p. 463.).
Bl.
Die Versuche, welche Demelle und Longuets rnit diesem
empfohlenen Reagenz anstellten., widersprechen obigen Angaben.
M e t h y 1a n i l i n v i o l e t t i a t nach denselben k e i n s pee.
Z t e a g e n z auf Galle und deren Farbstoffe im Harn Gelbsiichtiger. Die rothe Flrbung halten sie fur eine physikalische Erscheinung fur eine Farbenmiechung und zwar aus
folgenden Grunden :
1) F a r b l o s e r oder w e n i g g e f a r b t e r U r i n , selbst
wenn er Galle und deren Farbstoffe enthalt, fuhrt Methylanilinviolett n i c h t in Roth uber.
Dae Kalk-Aether-verfahren, Alkaloi'de in Vegetabilien zu erkennen. 267
2) G e l b e r U r i n sowohl als andere gefarbten g e l b e n
F 1u s s i g k e i t e n , ob sie Galle erhalten oder nicht, bedingen
um so leichter die von Paul angegebene Farbenveranderung,
je intensiver d i e s e 1be n g e 1b gefarbt sind.
3) Andere violett gefarbte Flussigkeiten e r e e t z e n Methylanilinviolett V o 11s t a n d i g , indem sie ebenfalls mit gelbem Urin oder gelbgefiirbten Flussigkeiten in Beriihrung
gebracht , diese Farbenveranderung erleiden. (Rdpertoire de
Pharmacie. Nr. 17. Septembre 1875. p . 525.).
Bl.
Das Kalk-Aether-Verhhren, Alkalorde in Vegetabilien
zu erkennen.
Es ist bekannt, dass einige Alkalo'ide z. B. das Strychnin gewonnen werden, wenn das entuprechenden Pflanzenpulver
init geloschtern Kalk gemischt und diese ausgetrocknete Mischung
zu wiederholten hlalen mit alkoholfreiem Aether behandelt wird.
C az e n e u v e legt besonderen Werth auf dieses Verfahren,
um Alkaloide und andere neutrale Stoffe nachzuweisen. Wird
ein solcher Aetherauszug der freiwilligen Verdunstung iiberlassen, so wird ein Ruckstand bleiben, welcher unter dem
Microscop, in saure Losung gebracht , die entsprechenden
Xrystalle erkennen liisst. Verf. setzte aber wohl einem Theil
dieses Aetherauszuges vor dem Verdunsten etwas atherische
Oxalsaurelosung zu. V i e 1e A 1k a 1o 'id e werden sich dann
als in Aether u n l o s 1i c h e 0 Y a 1 a t e ausscheiden. Sollte
Xalk als Oleat in die atherische Losung ubergegangen sein
und als oxalsaurer Knlk niederfallen , so ist dennoch kein
Irrthum moglich , wenn der Alkaloi'dniedZrschlag in Wasser
aufgenommen wird.
Diejenigen Alkaloide, welche wenig oder gar nicht in
Aether loslich sind , finden sich dennoch in hinreichender
Menge, wenn 80 behandelt , im Aether vor, um krystallinisch
erkannt werden. Verf. halt die ausserordentlich feine Zertheilung, unter welcher die Alkalo'ide plotzlich aus den organischen
Geweben frei werden, als einen besonderen Molecularzustand,
welcher mit einer theilweisen Losung ubereinstimmt. Auf diese
Weise wurde das in Aether'unlosliche Morphium krystah~isch
nachgewiesen und Emetin , welches in Aether fast u n 1o s 1i c h ist, aus der Ipecacuanha v o 118 t a n d i g rein erhalten.
Verf. macht besonders aufmerksam, dass dioses Verfahren,
welcbes sich auf die Anwendung des Kalks und Aether
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farbstoffe, pariser, derek, reagent, urine, auf, galli, als, violet, und
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